Gestalttherapie: Arnold Beissers VerÀnderungstheorie

21. November 2008
By admin
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Beissers VerĂ€nderungstheorie hat ihre große Bedeutung sicher nicht durch Zufall bekommen, denn sie entspricht einem der wichtigsten Prinzipien der Gestalttherapie, der Betonung der unmittelbaren Erfahrung. Seine Theorie ist nicht grau; er hat sie nicht am Schreibtisch entworfen. Sie ist vielmehr aus der eigenen, schicksalhaften Erfahrung mit der psychischen BewĂ€ltigung einer schweren Körperbehinderung gewonnen…

LeChajim:
Wozu brauche ich FlĂŒgel?

“VerĂ€nderung geschieht, wenn jemand wird, was er ist, nicht wenn er versucht, etwas zu werden, das er nicht ist.” Arnold R. Beisser, der diesen Satz in einem Beitrag zur Gestalttherapie schrieb, hatte an der medizinischen FakultĂ€t in Stanford studiert und gerade die nationalen Tennismeisterschaften gewonnen, als er im Alter von 25 Jahren an Polio erkrankte und fast vollstĂ€ndig gelĂ€hmt wurde. In seinem Buch schildert Beisser eindrucksvoll seine Versuche, mit diesem radikalen Einschnitt in seinem Leben fertig zu werden…

Arnold Beissers VerÀnderungstheorie
Beissers VerĂ€nderungstheorie hat ihre große Bedeutung sicher nicht durch Zufall bekommen, denn sie entspricht einem der wichtigsten Prinzipien der Gestalttherapie, der Betonung der unmittelbaren Erfahrung. Seine Theorie ist nicht grau; er hat sie nicht am Schreibtisch entworfen. Sie ist vielmehr aus der eigenen, schicksalhaften Erfahrung mit der psychischen BewĂ€ltigung einer schweren Körperbehinderung gewonnen. Diese fesselte ihn an den Rollstuhl und zwang ihn, zu leben wie ein Vogel ohne FlĂŒgel…

AntÀus und das Paradox der VerÀnderung
Die alten griechischen Mythen haben immer eine spezielle Anziehungskraft auf mich ausgeĂŒbt. Diese Geschichten von olympischen Göttern und Helden scheinen etwas vom Wesen des Menschen wiederzugeben. Sie zeigen unverhĂŒllt unsere SehnsĂŒchte und GefĂŒhle, die wir ĂŒblicherweise unter dem Schleier der Kultur verstecken. Eine Zeit lang hatte es mir ein Mythos besonders angetan, der Mythos von AntĂ€us...

Beissers Paradox der VerÀnderung
Ein halbes Jahrhundert lang – und damit fĂŒr den grĂ¶ĂŸten Teil seines Berufslebens – befand sich Frederick Perls im Konflikt mit dem psychiatrischen und psychologischen Establishment. Er ging kompromißlos seinen eigenen Weg, was hĂ€ufig zu Auseinandersetzungen mit den ReprĂ€sentanten konventionellerer Ansichten fĂŒhrte. Dennoch befinden Perls und die Gestalttherapie sich in den letzten Jahren im Einklang mit einem zunehmend großen Teil psychologischer Theorie und Praxis. Diese AnnĂ€herung fand nicht etwa statt, weil Perls seine Position korrigiert hĂ€tte, obwohl seine Arbeit sich auch verĂ€ndert hat, sondern weil die Trends und Konzepte auf diesem Gebiet ihm und seiner Arbeit entgegengekommen sind…

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