EQ: Die Forderung des Aristoteles

20. März 2009
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Aus der Einleitung des Bestsellers “Emotionale Intelligenz”, von Daniel Goleman…

…”Ebenso kann ein jeder leicht in Zorn geraten…
Das Wem, Wieviel, Wann, Wozu und Wie zu bestimmen,
ist aber nicht jedermanns Sache und ist nicht leicht”…
Aristoteles, Nikomachische Ethik

Es war ein unerträglich schwüler Augustnachmittag in New York, es herrschte jene schweißtreibende Wetterlage, die den Menschen Unbehagen bereitet und sie reizbar macht. Auf dem Rückweg ins Hotel stieg ich an der Madison Avenue in einen Bus, dessen Fahrer mich verblüffte. Es war ein Schwarzer in mittlerem Alter, der ein strahlendes Lächeln zeigte und mir beim Einsteigen ein freundliches »Hey, wie geht’s?« entgegenrief, ein Gruß, den er jedem neuen Fahrgast entbot, der während der Fahrt durch den dichten Innenstadtverkehr einstieg. Alle waren genauso verblüfft wie ich, und in der vorherrschenden mürrischen Stimmung gefangen, gab kaum einer den Gruß zurück. Doch während der Bus sich durch die Straßen vorwärtsschob, vollzog sich eine allmähliche, ganz wundersame Verwandlung. Der Fahrer lieferte uns einen ständigen Monolog, einen anregenden Kommentar zu dem Geschehen, das an uns vorüberglitt: In dem Geschäft da kauft man ungeheuer günstig, in diesem Museum ist eine wundervolle Ausstellung zu sehen, haben Sie schon von dem neuen Film gehört, der in dem Kino da drüben gerade angelaufen ist? Die vielfältigen Möglichkeiten, die die Stadt bietet, entzückten ihn, und das war ansteckend. Als es ans Aussteigen ging, hatten alle die mürrische Schale, mit der sie eingestiegen waren, abgeworfen, und wenn der Fahrer ihnen »Byebye, viel Spaß heute! « zurief, lächelten sie zurück.

Seit fast zwanzig Jahren begleitet mich die Erinnerung an diese Begegnung. Ich hatte, als ich den Bus an der Madison Avenue nahm, gerade meinen Doktor in Psychologie gemacht, aber die damalige Psychologie interessierte sich kaum dafür, wie eine solche Verwandlung abläuft. Von den Mechanismen der Gefühle, der Emotion wußte die psychologische Forschung kaum etwas. Dieser Busfahrer, dessen Fahräste den Virus des positiven Gefühls in der Stadt verbreiteten, war in meinen Augen so etwas wie ein Friedensstifter, mit einer hexenmeisterhaften Fähigkeit, die mürrische Gereiztheit, die in seinen Fahrgästen kochte, zu verwandeln und ihre Herzen ein wenig zu besänftigen und zu öffnen.

Als Kontrast dazu hier einige Zeitungsmeldungen aus ebendieser Woche: In einer Schule richtet ein Neunjähriger Verwüstungen an: Er schüttet Farbe über Tische, Computer und Drucker und beschädigt ein Auto auf dem Schulparkplatz. Grund: Kinder aus der dritten Klasse hatten ihn »Baby« genannt, und er wollte ihnen Eindruck machen. Vor einem Rap-Club in Manhattan drängen sich Teenager; aus einem versehentlichen Anrempeln entsteht eine allgemeine Prügelei, die damit endet, daß einer der Angegriffenen mit einer Handfeuer waffe Kaliber 380 in die Menge schießt und acht junge Leute verwundet. Wie es in dem Bericht heißt, haben solche Schießereien wegen scheinbarer Kränkungen, die als Ausdruck von Geringschätzung wahrgenommen werden, in den letzten Jahren zugenommen.

Bei Mordopfern unter zwölf Jahren sind die Täter in 57 Prozent der Fälle die Eltern oder Stiefeltern. Die Eltern geben in fast der Hälfte der Fälle an, sie hätten »bloß versucht, das Kind zu disziplinieren«. Das »Vergehen«, das die tödlichen Schläge auslöste, bestand beispielsweise darin, daß das Kind die Sicht auf den Fernseher versperrte, weinte oder die Windeln besudelte.

Ein deutscher Jugendlicher steh: wegen Mordes vor Gericht, weil er Feuer an ein Haus legte, in dem fünf türkische Frauen und Mädchen schliefen. Mitglied einer Gruppe von Neonazis, gibt er an, immer wieder seine Stelle verloren zu haben und zu trinken, und er schiebt sein Pech den Ausländern in die Schuhe. Mit kaum hörbarer Stimme bringt er vor: »Was ich getan habe, tut mir entsetzlich leid, und ich schäme mich grenzenlos.«

Tagtäglich lesen wir solche Meldungen über den Verfall von Höflichkeit und Sicherheit, über entfesselte bösartige Impulse. Doch darin spiegelt sich bloß in größerem Maßstab der Eindruck wider, daß in unserem Leben und dem unserer Mitmenschen die Emotionen außer Kontrolle geraten sind. Vor dieserunberechenbaren Flut von Gefühlsausbrüchen und ihren bedauerlichen Folgen ist niemand sicher; auf die eine oder andere Weise dringt sie in unser aller Leben ein. Das ständige Trommelfeuer solcher Berichte in den letzten zehn Jahren zeigt, daß die Unfähigkeit imUmgang mit den eigenen Emotionen, die Ratlosigkeit und Brutalität in unseren Familien, unseren Gemeinden und unserem kollektiven. Gefühlsleben zunehmen. Wut und Verzweiflung greifen um sich, sei es in der stillen Einsamkeit von Schlüsselkindern, die mit dem Fernseher als Babysitter alleingelassen werden, sei es im Leid von Kindern, die ausgesetzt, vernachlässigt oder mißbraucht werden, sei es in der häßlichen Intimität von Gewalttätigkeiten zwischen Eheleuten. Von einem sich ausbreitenden emotionalen Unbehagen zeugen die Zahlen, die einen Anstieg der Depressionen in der ganzen Welt belegen, und die Anzeichen einer steigenden Flut von Aggressionen: Teenager, die mit Waffen in die Schule kommen, Autounfälle, die in Schießereien enden, entlassene Angestellte, die aus Verärgerung ehemalige Kollegen umbringen. »Emotionale Mißhandlung «, »Schießerei im Vorüberfahren« und »posttraumatischer Stress« — das alles ist im letzten Jahrzehnt in den allgemeinen Wortschatz eingegangen, und wo man sich früher fröhlich einen »schönen Tag« wünschte, brummt man heute gereizt »Tag«.

Dieses Buch soll helfen, das Unbegreifliche faßbar zu machen. Als Psychologe und seit zehn Jahren als Journalist für die New York Times habe ich verfolgt, was die wissenschaftliche Forschung über den Bereich des Irrationalen zu sagen hat. Dabei sind mir zwei gegenläufige Trends aufgefallen, einerseits ein wachsendes Elend in unserem gemeinsamen Gefühlsleben, andererseits Entwicklungen, die Abhilfe versprechen.

Warum diese Untersuchung jetzt

Außer den schlechten Nachrichten hat das letzte Jahrzehnt auch einen beispiellosen Aufschwung in der wissenschaftlichen Erforschung von Emotionen zu verzeichnen. Am eindrucksvollsten sind die Einblicke in das Funktionieren des Gehirns, die durch innovative Methoden wie die zerebralen Bildgebungsverfahren möglich wurden. Dadurch wurde erstmals in der menschlichen Geschichte sichtbar, was seit jeher ein tiefes Rätsel war: was in dieser verwickelten Anhäufung von Zellen geschieht, wenn wir denken, fühlen und träumen. Dank der Flut neurobiologischer Daten verstehen wir besser als je zuvor, wie die emotionalen Hirnzentren uns zu Wutanfällen reizen oder zu Tränen rühren und wie gattungsgeschichtlich ältere Teile des Gehirns, die uns zum Kriegführen wie zum Lieben anstacheln, in die eine oder andere Richtung steuern. Diese neue Einsicht in das Wirken der Emotionen und ihre Schwächen lenkt unsere Aufmerksamkeit auf ungenutzte Möglichkeiten, unserer kollektiven emotionalen Krise Herr zu werden.

Ich mußte bis jetzt warten, denn nun erst ist die wissenschaftliche Ernte so weit gereift, daß ich dieses Buch schreiben kann. Daß diese Erkenntnisse sich so verzögert haben, liegt vor allem daran, daß die Forschung den Stellenwert des Fühlens im mentalen Leben seit jeher erstaunlich gering veranschlagt hat, so daß die Emotionen für die wissenschaftliche Psychologie ein weitgehend unerforschter Kontinent blieben. Diese Lücke wurde gefüllt von allerlei Selbsthilfe-Büchern, gutgemeinten Ratschlägen, die sich bestenfalls auf klinische Gutachten stützten, aber zumeist ohne wissenschaftliche Grundlage waren. Jetzt ist die Wissenschaft endlich in der Lage, auf diese dringenden und verwirrenden Fragen der Psyche in ihren irrationalsten Aspekten begründete Antworten zu geben und das :menschliche Herz mit leidlicher Genauigkeit kartographisch zu erfassen.

Diese Kartierung stellt die verengte Auffassung von Intelligenz in Frage, derzufolge der Intelligenzquotient (IQ) eine erbliche Gegebenheit ist, die nicht durch Lebenserfahrung verändert werden kann, und unser Schicksal weitgehend durch diese Fähigkeiten festgelegt ist. Diese Auffassung übergeht die drängendere Frage: Was können wir wirklich ändern, damit es unseren Kindern besser ergeht? Woran liegt es beispielsweise, wenn Menschen mit einem hohen IQ straucheln und solche mit einem bescheidenen IQ überraschend erfolgreich sind? Entscheidend sind nach meiner Ansicht sehr oft die Fähigkeiten, die ich hier als »emotionale Intelligenz« bezeichne; dazu gehören Selbstbeherrschung, Eifer und Beharrlichkeit und die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren. Wie wir sehen werden, sind das Fähigkeiten, die man Kindern beibringen kann, so daß sie das intellektuelle Potential, das die genetische Lotterie ihnen vermittelt hat, besser nutzen können. Es ist ein drängendes moralisches Gebot, das hinter dieser Möglichkeit steht. Wir leben in einer Zeit, in der der Zusammenhalt der Gesellschaft sich immer schneller aufzulösen scheint, in der Egoismus, Gewalt und Niedertracht die Qualität unseres Gemeinschaftslebens zu untergraben scheinen. Was die emotionale Intelligenz so wichtig macht, ist der Zusammenhang zwischen Gefühl, Charakter und moralischen Instinkten. Vieles spricht dafür, daß ethische Grundhaltungen im Leben auf emotionalen Fähigkeiten beruhen. Das Medium der Emotionen sind Impulse, und der Keim aller Impulse ist ein Gefühl, das sich unkontrolliert in die Tat umsetzt. Wer seinen Impulsen ausgeliefert ist — wer keine Selbstbeherrschung kennt —, leidet an einem moralischen Defizit: die Fähigkeit, Impulse zu unterdrücken, ist die Grundlage von Wille und Charakter. Auf der anderen Seite beruht der Altruismus auf Empathie, auf der Fähigkeit, die Gefühlsregungen anderer zu erkennen; wo das Gespür für die Not oder Verzweiflung eines anderen fehlt, gibt es keine Fürsorge. Und wenn in unserer Zeit zwei moralische Haltungen nötig sind, dann genau diese: Selbstbeherrschung und Mitgefühl.

Unsere Reise

In diesem Buch diene ich als Führer auf einer Reise durch die wissenschaftlichen Einsichten in die Emotionen, einer Fahrt, die zu größerem Verständnis für die verwirrendsten Momente in unserem Leben führen soll. Die Reise hat zum Ziel, daß wir verstehen, was es heißt und wie man es anstellt, intelligent mit Emotionen umzugehen. Schon dieses Verstehen kann hilfreich sein; Erkenntnisse auf den Bereich des Gefühls anzuwenden, hat eine ähnliche Wirkung wie das Auftreten eines Beobachters in der Quantenphysik: das Beobachtete wird dadurch verändert.

Unsere Reise beginnt im Ersten Teil mit neuen Entdeckungen zur emotionalen Architektur des Gehirns, die eine Erklärung für die verwirrendsten Momente in unserem Leben bieten, in denen das Gefühl jegliche Rationalität hinwegfegt. Indem wir das Wechselspiel der Hirnstrukturen verstehen, die uns in Momenten des Zorns und der Furcht, der Leidenschaft oder der Freude beherrschen, lernen wir einiges über die emotionalen Gewohnheiten, die unsere besten Absichten zunichte machen können, und darüber, was wir tun können, um unsere destruktiveren oder kontraproduktiven Gefühlsimpulse zu zügeln. Wie die neurologischen Befunde zeigen, gibt es ein Fenster der Gelegenheit für die Formung der emotionalen Gewohnheiten unserer Kinder.

Erster Teil: Das emotionale Gehirn
1 Wozu sind Emotionen da?
2 Anatomie eines emotionalen Überfalls

Beim nächsten größeren Halt auf unserer Reise, im Zweiten Teil, sehen wir, wie die neurologischen Gegebenheiten sich auf die für das Leben grundlegende Fähigkeit auswirken, die wir »emotionale Intelligenz « nennen: daß man beispielsweise seine emotionalen Impulse zu zügeln vermag; daß man die inneren Gefühle eines anderen deuten kann; daß man Beziehungen geschickt handhabt und etwa — um Aristoteles zu zitieren — die seltene Fähigkeit besitzt, »gegen die rechte Person, im rechten Maß, zur rechten Zeit, für den rechten Zweck und auf rechte Weise zornig zu sein«. (Wer sich nicht für die neurologischen Details interessiert, wird gleich zu diesem Abschnitt übergehen.) Dieses erweiterte Modell dessen, was es heißt, »intelligent« zu sein, rückt die Emotionen in den Mittelpunkt der für das Leben notwendigen Fähigkeiten.

Zweiter Teil: Die Natur der emotionalen Intelligenz
3 Schlau kann dumm sein
4 Erkenne dich selbst
5 Sklaven der Leidenschaft
6 Die übergeordnete Fähigkeit
7 Die Wurzeln der Empathie
8 Die sozialen Künste

Was diese Fähigkeiten bewirken können, wird im Dritten Teil untersucht: Sie können zur Erhaltung unserer wichtigsten Beziehungen beitragen, und wenn sie fehlen, können diese Schaden nehmen; die Marktkräfte, die in unser Arbeitsleben eingreifen, belohnen emotionale Intelligenz auf noch nie dagewesene Weise mit Erfolg am Arbeitsplatz; schädliche Emotionen gefährden unsere körperliche Gesundheit ebensosehr wie Kettenrauchen, und emotionale Hygiene kann zur Erhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden beitragen. Jeder von uns ist durch sein genetisches Erbe mit einer Reihe von emotionalen Sollwerten ausgestattet, die sein Temperament bestimmen. Doch die beteiligten zerebralen Schaltungen sind in weitem Umfang formbar; Temperament ist kein Schicksal.

Dritter Teil: Emotionale Intelligenz in der Praxis
09 Intimfeinde
10 Führung mit Herz
11 Seele und Medizin

Die emotionalen Lektionen, die wir als Kinder zu Hause und in der Schule erteilt bekommen, prägen, wie aus dem Vierten Teil hervorgeht, die emotionale Schaltung und sorgen dafür, daß wir, was die Grundlagen der emotionalen Intelligenz angeht, mehr oder weniger fähig — oder unfähig — sind. Kindheit und Jugend sind daher entscheidende Fenster der Gelegenheit für die Festlegung der emotionalen Gewohnheiten, die unser Leben bestimmen werden.

Vierter Teil: Fenster der Gelegenheit
12 Der Schmelztiegel Familie
13 Trauma und emotionales Umlernen
14 Temperament ist kein Schicksal

Der Fünfte Teil geht auf die Gefahren ein, die demjenigen bevorstehen, der es in der Reifezeit versäumt, den emotionalen Bereich zu meistern — Defizite hinsichtlich der emotionalen Intelligenz verstärken eine Reihe von Risiken, die von der Depression über die Gewalttätigkeit bis zu Eßstörungen und zum Drogenkonsum reichen. Er zeigt ferner, wie Kinder in der Schule mit jenen emotionalen und sozialen Fertigkeiten vertraut gemacht werden, die sie brauchen, um ihr Leben im Griff zu behalten.

Fünfter Teil: Emotionale Bildung
15 Die Kosten der emotionalen Unbildung
16 Schulung der Gefühle

Die irritierendsten Erkenntnisse in diesem Buch gehen auf eine breitgestreute Befragung von Eltern und Lehrern zurück, aus der hervorgeht, daß die gegenwärtige Kindergeneration emotional stärker gestört ist als die vorige: einsamer und depressiver, reizbarer und aufsässiger, nervöser und ängstlicher, impulsiver und aggressiver. Falls es eine Abhilfe gibt, dann kann sie, wie ich denke, nur darin bestehen, wie wir unsere Jugend auf das Leben vorbereiten. Derzeit überlassen wir die emotionale Bildung unserer Kinder dem Zufall, mit immer katastrophaleren Ergebnissen. Eine denkbare Lösung ist eine neue Auffassung davon, was die Schule für die Bildung des ganzen Schülers tun kann, indem sie Geist. und Herz berücksichtigt. Am Ende unserer Reise stehen Besuche in innovativen Klassen, die den Kindern Grundkenntnisse der emotionalen Intelligenz vermitteln möchten.

Ich kann mir vorstellen, daß es eines Tages zur üblichen Bildung gehören wird, wesentliche menschliche Kompetenzen wie Selbsterkenntnis, Selbstbeherrschung und Empathie und dazu die Künste des Zuhörens, der Konfliktlösung und der Kooperation zu vermitteln. In der Nikomachischen Ethik, seiner philosophischen Untersuchung über Tugend, Charakter und ein Leben in Güte, erhebt Aristoteles die Forderung, unser Gefühlsleben mit Intelligenz zu steuern. Unsere Leidenschaften besitzen, richtig angewandt, Weisheit; sie bestimmen unser Denken, unsere Werte, unser Überleben. Sie können aber leicht entgleisen und allzu oft tun sie es. Nicht die Emotionalität ist in Aristoteles’ Augen das Problem, sondern die Angemessenheit der Emotion und ihres Ausdrucks. Die Frage ist: Wie läßt sich Intelligenz in unsere Emotionen bringen — und Höflichkeit auf unsere Straßen und gegenseitige Fürsorge in unser Gemeinschaftsleben?

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