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Carla Bruni-Sarkozy: Mit Hadassa gegen AIDS

Nachdem sie ein Jahr lang an der Seite ihres Mannes eine glamouröse Erscheinung abgab, hatte sich Frankreichs First Lady, Carla Bruni-Sarkozy, entschlossen, als Goodwill-Ambassador für den Global Fund im Kampf gegen Tuberkulose, Aids und Malaria einzutreten. In dieser neuen Position setzt sich Bruni-Sarkozy auch für die Behandlung der äthiopischen aidskranken Kinder bei Hadassa ein. In den beiden Krankenhäusern der Hebräischen Universität Jerusalem konnte die jährliche Sterberate dieser Kinder schon von 25% auf 1% abgesenkt werden…

Der Freundeskreis Hadassah France organisierte anlässlich seines 25-jährigen Bestehens eine Gala, um die Aids-Forschung an der Hadassah Jerusalem zu unterstützen. Bruni-Sarkozys Beziehung zu den Hadassah-Spitälern begann aber bevor sie sich für den Global Fund engagierte, nämlich bei ihrem Besuch im Hadassah-Spital, als sie die Angestellten und Patienten mit ihrer Erscheinung bezauberte. Sie selbst bemerkte, dass sie sehr berührt von den krebs-kranken Kindern, aber auch beeindruckt war, dass in den Hadassah-Spitälern sowohl palästinensische wie jüdisch-israelische Patienten behandelt wurden. „So arbeiten wir eben“, sagte Generaldirektor Mor-Yosef. „Menschen kommen und wir sehen, was wir für sie tun können und wie wir helfen können“.

Die Hadassah-Spitäler, die 2005 für den Friedensnobelpreis nominiert wurden, verdoppeln gerade ihre Anstrengungen für humanitäre Hilfe und so kam Bruni-Sarkozys Unterstützung zur rechten Zeit. Durch die globale Finanzkrise und dem Madoff-Skandal wurden auch die privaten Finanzen von Hadassal angegriffen und man musste sogar Gehaltskürzungen und Entlassungen in Kauf nehmen.

Aus dem Ausland konnte man hören, dass Israel durch die Gaza-Offensive „Kriegsverbrechen“ begehe. Dem trat Mor-Yosef entgegen und sagte: „In der täglichen Presse wird Israel m einem kritischen Licht gesehen, aber unsere Aktivitäten, die wir in Israel setzen, nämlich Brücken zum Frieden zu bilden, sind in einer anderem Dimension zu sehen.“

Unsere Krankenhäuser stellen Palästinenser ebenso wie jüdische Israelis an. Sie behandeln jeden, der Pflege braucht, obwohl die palästinensischen Autoritäten in der letzte Zeit ihre Bürger daran gehindert haben, israelische Spitäler aufzusuchen. Eine politische Entscheidung, von der Mor-Yosef hofft, dass sie bald widerrufen wird.

Der Vorsitzende der französischen Hadasah, Herr Sidney Ohana, fügte noch hinzu, dass „die französische First Lady nicht nur durch ihre Anwesenheit glänzt, sondern auch über ein profundes Wissen über AIDS verfügt und die Ärzte in lange technische Diskussionen verwickelt. Ihr eigener Bruder war auch Opfer dieser Krankheit Durch ihren Kontakt mit den Wissenschaflern des Global Fund-Netzwerkes kann sie auch helfen, dass die Israelis und ihre Wissenschafter nicht ausgegrenzt werden, und dass Wissenschaft keine Grenzen hat.“

Mor-Yosef betonte, dass die Hadassah-Spitäler schon viele Besuche von vielen First Ladies gesehen hätten, „aber sie ist anders, weil sie jung, hübsch und nicht die typische First Lady ist, und das ist jedermann klar.“ Mor-Yosef betonte, dass Hadassah 90 Mio. Dollar durch Bernard Madoff verloren hatte und dass es daher eine besonders gute Zeit war für sie, mitzuhelfen 380.000 Dollar für die Organisation aufzubringen.

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