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„Behandlung“ von Homosexualität immer noch Therapieprogramm

Therapeuten bieten immer noch Behandlungen von Homosexualität an. Eine nicht unbedeutende Minderheit hat auf Anfrage zugesagt, zumindest einem Patienten dabei zu helfen seine schwulen oder lesbischen Gefühle zu „verringern“…

Haltung scheint sich seit Jahrzehnten nicht verändert zu haben

An der in BMC Psychiatry http://www.biomedcentral.com/bmcpsychiatry veröffentlichten Befragung nahmen 1.400 Therapeuten teil. Laut dem Team um Michael King vom University College London http://www.ucl.ac.uk handelten viele in „bester Absicht“.

Nur vier Prozent der Befragten gaben an, dass sie versuchen würden die sexuelle Orientierung eines Menschen zu verändern. Wurden sie gefragt, ob sie helfen würden die homosexuellen Gefühle zu dämpfen, sagten immerhin 17 Prozent, also einer von sechs Therapeuten, zu. Diese Haltung scheint sich seit Jahrzehnten nicht verändert zu haben. „Selbstverständlich ist es in Ordnung, wenn ein Therapeut einem Menschen hilft, der ihn darum ersucht. Allerdings sollte diese Hilfe auf wirksamen Therapien beruhen, die ihm helfen seine Probleme zu erkennen und sich in einer Situation zurechtzufinden“, betonte King. Es sei heute bekannt, dass alle Versuche die sexuelle Orientierung eines Menschen zu verändern extremes Leiden verursachen können. „Für uns war es äußerst besorgniserregend, dass es immer noch eine nicht unbedeutende Minderheit gibt, die das in bester Absicht zu ignorieren scheint.“

Das Royal College of Psychiatrists http://www.rcpsych.ac.uk erklärte laut BBC, dass homosexuelle Menschen ein Recht auf den Schutz gegen Therapeuten haben, die ihnen möglicherweise mehr schaden als helfen. Das gelte vor allem für jene, die vorgeben die sexuelle Orientierung verändern zu wollen. In Amerika gab es eine hitzige Debatte über die „Heilung“ von Homosexualität.

Die American Psychiatric Association (APA) http://www.psych.org forderte alle ethisch denkenden Therapeuten auf, keine Versuche zu machen die sexuelle Orientierung eines Menschen beeinflussen zu wollen. Es gibt dennoch Organisationen, die sowohl für das Recht eines Menschen eintreten, sich behandeln zu lassen als auch für das Recht der Therapeuten eine Behandlung anzubieten. Sie verweisen auf eine Studie von Robert Spitzer, der 2001 davon ausging, dass eine Therapie sehr wohl eine Veränderung bringen könne. Der Psychiater war allerdings auch dafür eingetreten, dass die Association Homosexualität von der Liste psychischer Erkrankungen streichen soll.

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