Bessere Arzneimittel sollen schneller entdeckt und somit schneller den Patienten zur Verfügung gestellt werden. Zu diesem Zweck wird die EU-Kommission zusammen mit dem Europäischen Pharma-Verband (EFPIA) 15 neuen Forschungsprojekten 246 Millionen Euro Fördermittel bereitstellen. Damit können die Erkenntnisse über Krankheiten wie Diabetes, Schmerzkrankheiten, schweres Asthma und psychische Störungen erhöht und gleichzeitig die Sicherheit der Arzneimittel verstärkt werden. Ein weiteres Ziel ist eine verbesserte Ausbildung von Forschern und Klinikpersonal, das an der Entwicklung von Medikamenten beteiligt ist…
„Ich freue mich, dass diese innovative öffentlich-private Partnerschaft, die vor zwei Jahre als neues Forschungsinstrument ins Leben gerufen wurde, Früchte trägt. In Krisenzeiten ist dieses Kooperationsmodell besonders geeignet, um sowohl den Erfordernissen des EU-Gesundheitswesens als auch wirtschaftlichen Anforderungen gerecht zu werden“, sagte Potočnik, EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung. Die Projekte wurden nach der ersten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen im Rahmen der Initiative Innovative Arzneimittel (IMI) ausgewählt. Dabei handelt es sich um eine öffentlich-private Partnerschaft der EU-Kommission und der Pharma-Industrie. Im Rahmen der Initiative schließen sich konkurrierende Pharma-Unternehmen erstmals mit Forschungseinrichtungen, Patientenorganisationen und sonstigen Beteiligten in großen Konsortien zusammen, um generische Erkenntnisse zu gewinnen.
Die ausgewählten Projekte sollen dazu beitragen, die Hauptursachen für Engpässe („Bottlenecks“) im pharmazeutischen Forschungs- und Entwicklungsprozess (FuE-Prozess) zu beheben. So wird angestrebt, neue Medikamente in Europa schneller zu entdecken und zu entwickeln und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Pharma-Industrie zu verbessern. Außerdem sollen die Projekte dabei helfen, die Sicherheit und Wirksamkeit von Arzneimitteln zu erhöhen, den Datenaustausch zwischen Forschern zu verbessern und die Aus- und Weiterbildung in der Branche zu fördern. Der Beitrag der Kommission in Höhe von 110 Millionen Euro wird durch Sachleistungen der Pharma-Industrie im Wert von 136 Millionen Euro ergänzt. Die erfolgreichen Projekte treten nun in die abschließende Verhandlungsphase.
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