Grundlagen der Anatomie mangelhaft: Weniger als 50% wissen wo ihr Herz ist
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Viele Menschen in GroĂbritannien sind nicht in der Lage, die Position ihrer wichtigsten Organe im Körper zu nennen. Wissenschaftler des King’s College London haben herausgefunden, dass das allgemeine VerstĂ€ndnis der grundlegenden Anatomie sich seit der letzten vergleichbaren Studie vor 40 Jahren nicht verbessert hat…
kcl.ac.uk – Weniger als 50 Prozent der mehr als 700 Befragten konnten laut BMC Family Practice http://www.biomedcentral.com/bmcfampract die Frage nach dem Sitz des Herzens richtig beantworten. Weniger als ein Drittel konnte die Lunge richtig platzieren. Mehr als 85 Prozent wussten jedoch, wo sich der Darm befindet.
Das Team ersuchte die Teilnehmer, sich die Umrisse menschlicher Körper anzusehen und zu sagen, welche der schattierten Bereiche einem bestimmten Organ entsprachen. Zu den Befragten gehörten anscheinend gesunde Menschen und Patienten, die sich gerade einer Behandlung gegen die Erkrankung eines bestimmten Organs unterzogen. Auch jene, fĂŒr die ein bestimmtes Organ besonders wichtig war, schnitten hĂ€ufig schlecht ab. Mehr als die HĂ€lfte der Nierenpatienten konnte ihre Position nicht korrekt bestimmen. Weniger als 30 Prozent der gesunden Teilnehmer waren ĂŒbrigens dazu in der Lage. Patienten mit Erkrankungen der Leber schnitten besser ab. 75,3 Prozent wussten wo sie sich befindet. Nur 46 Prozent der anderen Teilnehmer verfĂŒgten ebenfalls ĂŒber dieses Wissen.
Die Wissenschaftler wollten laut BBC eine 1970 durchgefĂŒhrte Studie auf den aktuellen Stand bringen. Damals wurde etwas mehr als die HĂ€lfte der Fragen richtig beantwortet. Mit durchschnittlich 52,5 Prozent richtigen Antworten bei der aktuellen Studie haben sich die Ergebnisse kaum verbessert. John Weinman hatte angenommen, dass die seit damals verbesserte Bildungsarbeit, der verstĂ€rkte mediale Fokus auf Medizin- und Gesundheitsthemen und der stĂ€ndig zunehmende Zugang zum Internet den Wissenstand hĂ€tten verbessern sollen. Dem war nicht so, bedauerte der leitende Wissenschaftler. Es gebe hinsichtlich des Wissensstandes auch wenig Unterschied zwischen MĂ€nnern und Frauen. Die Frauen schnitten bei der weiblichen Anatomie allerdings besser ab. Wenig ĂŒberraschend erzielten Teilnehmer mit einer höheren Bildung bessere Ergebnisse.
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