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Psychoanalyse: Schriften von Sigmund Freud

Zahlreiche Schriften Freuds (oder auch über Freud) liegen inzwischen in kommentierten und aktualisierten Ausgaben vor. Ein Blick lohnt sich…

Freuds Jahrhundert: Die Geschichte der Psychoanalyse von Eli Zaretsky.
Bestellen: [Taschenbuch – dtv] [Gebunden – Zsolnay]

Eli Zaretsky hat die erste wirklich umfassende Geschichte der Psychoanalyse geschrieben. Sie handelt nicht nur von den prominenten Protagonisten – von Freud und Adler bis zu Lacan – sondern versteht die psychoanalytische Bewegung als einen zentralen Akteur der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Auszüge aus der Einleitung Eli Zaretskys zur Geschichte der Psychoanalyse finden Sie hier…

Sigmund Freud, 1856 in Freiberg (Mähren) geboren. Nach seinem Studium an der Wiener medizinischen Fakultät war Freud Dozent und Titular-Professor (1902), wurde jedoch nie auf einen Lehrstuhl berufen. Umso wichtiger waren für Freud, der sich schon früh zur Psychopathologie hinwendete, Arbeit und Beobachtungen in seiner Privatpraxis. Dort beschäftigte er sich intensiv mit Hysterie und anderen Neuroseformen. Die hier gesammelten Erkenntnisse dienten ihm als Grundlage seines eigenen wissenschaftlichen Ansatzes, der von ihm zeit seines Lebens fortentwickelten Psychoanalyse als einer eigenen Behandlungs- und Forschungsmethode. Freud hat mit seinem Werk nicht nur zur Entwicklung und Verbreitung der Psychologie maßgeblich beigetragen; er hat ebenso Soziologie, Kulturanthropologie und Philosophie inspiriert und beeinflusst. In diesem weiteren Sinne ist Freud zu den bedeutendsten Denkern zu zählen, die die conditio humana in der Moderne auf den Begriff gebracht haben. Freud starb kurz nach seiner Emigration (1938) in London (1939). C.S. Biografie: P. Gray, Freud. Eine Biografie für unsere Zeit, 1995; H.-M. Lohmann, Sigmund Freud (rm 50601).

Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse von Sigmund Freud
Diese Sammlung präsentiert das Lebenswerk des Begründers der Psychoanalyse breiten Leserschichten in neuer Gliederung und Ausstattung. Sie löst sukzessive die früheren Taschenbuchausgaben der Schriften Sigmund Freuds ab. Erstmals werden auch die Bereiche Behandlungstechnik und Krankheitslehre sowie einige voranalytische Schriften einbezogen.
Zeitgenössische Wissenschaftler haben Begleittexte verfaßt; sie stellen Verbindungen zur neueren Forschung her, gelangen zu einer differenzierten Neubewertung des Freudschen Oeuvres und beschreiben dessen Fortwirkung in einem weiten Spektrum der intellektuellen Moderne.

Das Ich und das Es: Metapsychologische Schriften von  Sigmund Freud
Die programmatische Schrift Das Ich und das Es setzte die Gedankengänge von Jenseits des Lustprinzips fort. Freud will nun seine bisherige Modellvorstellung vom “psychischen Apparat” verändern, wie er ihn im Schlusskapitel der Traumdeutung entworfen hatte. Dieser ist aus drei Systemen oder “Instanzen” aufgebaut: “Unbewusst”, “Vorbewusst” und “Bewusst”. Zwischen den Systemen “Unbewusst” (dem “Verdrängten”) und “Vorbewusst” nimmt Freud eine “Zensur” an, die den unbewussten Inhalten und Vorgängen nicht erlaubt, ohne vorherige Umwandlung im Sinne einer “Kompromissbildung” ins Vorbewusste zu gelangen. Die vorbewussten Regungen und Inhalte sind zwar nicht aktuell bewusst, jedoch ohne weitere Umwandlungen dem Bewusstsein zugänglich. Diese Theorie wird auch als die “erste Topik” bezeichnet. Freud argumentiert hier aus der Perspektive des Unbewussten (Verdrängten), das er zugleich als kreative seelische Macht anerkennt. Die “zweite Topik” unterscheidet die Instanzen “Ich”, “Es” und “Über-Ich”. Durch die Erkenntnis unbewusster Abwehrmechanismen im Dienste der Gesamtpersönlichkeit rückt nun das “Ich” ins Zentrum der Betrachtung. Das “Es” ist Reservoir der Triebe, der angeborenen wie der verdrängten, die mit “Ich” und “Über-Ich” in Konflikt treten. Diese haben sich ihrerseits entwicklungsgeschichtlich aus dem “Es” heraus entwickelt. Das “Über-Ich” ist die Instanz des Gewissens, die vor allem durch Verinnerlichung elterlicher Gebote und Verbote entsteht und Triebverzicht fordert. Das “Ich” als Vermittlungsinstanz ist von drei Seiten bedroht: “Von der Aussenwelt her, von der Libido des ‘Es’ und von der Strenge des ‘Über-Ichs’”. Die Zielsetzung der psychoanalytischen Therapie ist dementsprechend auf eine Stärkung des “Ich” ausgerichtet: Der Neurotiker soll autonom werden und sich von psychischen Zwängen befreien, unter denen sein “Ich” leidet.

Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie von Sigmund Freud
Sigmund Freuds »Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie« erschienen erstmals 1905. Der Reprint der Erstausgabe enthält die Originalgestalt des seinerzeit vom Verlag Franz Deuticke vorgelegten Freudschen Texts, mitsamt den auf dem Rand stehenden Stichworten. Sämtliche heute auf dem Buchmarkt erhältlichen Ausgaben der »Drei Abhandlungen« geben den Wortlaut der Ausgabe letzter Hand wieder, also der vom Autor letztmals revidierten sechsten Auflage von 1924/25. Wie schon 1999 durch den Reprint der Erstausgabe der »Traumdeutung« ist es nun zum ersten Mal möglich wahrzunehmen, wie fundamental sich der Urtext von der Ausgabe letzter Hand unterscheidet. In seinem Nachwort unterstützt Reimut Reiche den Leser beim Entdecken dieser Unterschiede. Überdies entwirft er eine farbige Skizze des Zeithintergrunds, auf dem der Begründer der Psychoanalyse seine Sexualtheorie entwickelte. Mit einem Nachwort von Reimut Reiche und einer Notiz zum Reprint der erstausgabe von Ilse Grubrich-Simitis.

Hemmung, Symptom und Angst von Sigmund Freud

Die Traumdeutung von Sigmund Freud

»In vielen trüben Stunden ist es mir zum Trost geworden, dies Buch hinterlassen zu können.«
Sigmund Freud

Das Unbehagen in der Kultur, und andere kulturtheoretische Schriften von Sigmund Freud
Im Nachwort zu seiner -Selbstdarstellung- schrieb Freud 1935 im Hinblick auf seine in den Jahren davor erschienenen kulturtheoretischen Schriften: -Nach dem lebenslangen Umweg über die Naturwissenschaften, Medizin und Psychotherapie war mein Interesse zu jenen kulturellen Problemen zurückgekehrt, die dereinst den kaum zum Denken erwachten Jüngling gefesselt hatten-. Diese Feststellung schien einen Eindruck der Zeitgenossen zu bestätigen: Freud sei auf einmal, aus Altersweisheit, auf die Kultur gekommen.

Zur Psychopathologie des Alltagslebens: Über Vergessen, Versprechen, Vergreifen, Aberglaube und Irrtum von Sigmund Freud
Freuds populärstes Buch ist eine bis heute aktuelle Untersuchung unserer Fehlleistungen. Der Text wird 2001 hundert Jahre alt. Zum Jubiläum erscheint in der Reihe “Sigmund Freud – Werke im Taschenbuch” diese neue, kommentierte Ausgabe mit einem gedankenreichen Essay des Ideengeschichtlers und Psychoanalytikers Riccardo Steiner.

Der Witz und seine Beziehung zum Unbewußten / Der Humor: (Werke im Taschenbuch). (Psychologie) von Sigmund Freud
Freud hatte bereits als junger Nervenarzt begriffen, daß er aus der Untersuchung sozusagen normaler seelischer Alltagserscheinungen viel über die menschliche Psychopathologie lernen könne. Als solche Schlüsselphänomene erkannte und analysierte er Traum, Fehlleistung und Witz. Allen drei Bereichen hat er eigene Bücher und Abhandlungen gewidmet. Im Unterschied zur Traumdeutung und zur Psychopathologie des Alltagslebens nimmt das Buch über den Witz indessen im Oeuvre wie in der Freud-Rezeption eher eine Abseits-position ein. Und obwohl es dank seiner Fülle von Witzen und humoristischen Anekdoten eine kurzweilige Lektüre bietet, gehört es auch nicht zu den meistgelesenen Texten des Begründers der Psychoanalyse. In mancherlei Hinsicht ist es als ein in seiner Dichte und Vieldimensionalität besonders typisches Freud-Werk erst noch zu entdecken.
Das Erzählen von Witzen ist ein Merkmal der Erwachsenenwelt. In der Eupho-rie des spontanen Lachens erkennt Freud einen momentanen Widerschein unse-res vergangenen Kinderglücks. Denn der Witz erlaubt es uns, für Augenblicke uns vom Verdrängungsdruck der Kultur zu befreien. Imaginativ dürfen sexuelle und aggressive Triebwünsche kurzfristig ungebremst zum Ziel gelangen: Feinde, Schwächere, Fremde werden mitleidslos attackiert, Autoritäten der Lä-cherlichkeit ausgeliefert, sexuelle Tabus gebrochen. Freud befaßt sich aber nicht nur mit dieser den Witz charakterisierenden Affektdynamik zwischen rebellischer Widerständigkeit und Resignation sowie den verschiedenen Witztypen. Auch die verwandten Phänomene des Komischen, des Spiels, der Karikatur, der Parodie, des Scherzes und des Humors werden beleuchtet. Wie seinerzeit bei der Entschlüsselung der Traumsprache, bewährt sich Freuds linguistisches Genie an der Analyse der ‘formalen’ Merkmale der Witz-Ästhetik und Witz-Rhetorik. So gesehen, erscheinen Witze als äußerst fragile Gebilde, deren Wirkung sich beim geringsten Wechsel der Ausdrucksmittel rasch verflüchtigen kann und auf Kürze, Verdichtung, Doppelsinn angewiesen bleibt.
In seiner erhellenden Einleitung beschreibt der renommierte Freud-Forscher Peter Gay u.a. die Rolle von Witz und Humor in Freuds persönlichem Leben und Stil.

Abriß der Psychoanalyse. Einführende Darstellungen. von Sigmund Freud

Das große Lesebuch von Sigmund Freud

Massenpsychologie und Ich-Analyse / Die Zukunft einer Illusion von Sigmund Freud

Warum Krieg?: Ein Briefwechsel von Albert Einstein

Totem und Tabu: Einige Übereinstimmungen im Seelenleben der Wilden und der Neurotiker. (Psychologie) von Sigmund Freud

Freud: Eine Biographie für unsere Zeit von Peter Gay

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