Analgesie: Paradoxe Wirkung von Haschisch

4. September 2009
By admin
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Das Rauchen großer Mengen Haschisch aus schmerztherapeutischen GrĂŒnden kann die Schmerzen unter UmstĂ€nden verstĂ€rken, wenn die Dosis zu hoch ist. Fast könnte man von einer natĂŒrlichen Bremse gegen chronische Überdosierung sprechen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of California gekommen…

http://www.ucsd.eduhttp://www.anesthesiology.org - Die schmerzstillenden Eigenschaften von Haschisch sind seit Langem bekannt und werden auch in der Schulmedizin zunehmend anerkannt. Einige LĂ€nder haben den Zugang fĂŒr einen medizinischen Einsatz freigegeben. Laut den in der Fachzeitschrift Anesthesiology veröffentlichten Forschungsergebnissen der kalifornischen Studie kann dabei die Menge in paradoxer Weise entscheidend sein. Es zeigte sich, dass ein gemĂ€ĂŸigter Konsum die besten Ergebnisse erzielte. Große Mengen fĂŒhrten entweder zu keiner Verbesserung oder verschlimmerten die Schmerzen der Teilnehmer.

Die Wissenschaftler setzten eine rel. geringe Anzahl von 15 Freiwilligen ein, denen Capsaicin unter die Haut injiziert wurde, jene “scharfe” Chemikalie, die in Chili enthalten ist. Anschließend rauchten die Teilnehmer Haschisch. Die StĂ€rke der Dosierung wurde ĂŒber den Tetrahydrocannabinol-Gehalt bestimmt. Einige der Teilnehmer erhielten ein BlindprĂ€parat. FĂŒnf Minuten nach dem Rauchen des Joints hatte keine der Dosierungen eine Auswirkung auf die Schmerzempfindung. Nach 45 Minuten jedoch, gaben jene die eine moderate Menge geraucht hatten an, dass sich ihre Schmerzen deutlich verringert hĂ€tten. Bei jenen, die eine große Menge geraucht hatten, verschlimmerte sich der Schmerz. ZusĂ€tzlich fĂŒhlten sie sich mehr high.

Der leitende Wissenschaftler Mark Wallace erlĂ€uterte, dass diese Forschungsergebnisse Auswirkungen darauf haben könnten, in welcher Form Haschisch fĂŒr medizinische Zwecke angeboten wird. Experten wie Laura Bell von der MS Society http://www.nationalmssociety.org stellen allerdings in Frage, ob die Ergebnisse von Tests mit gesunden Freiwilligen auf Patienten mit Krebs oder Multipler Sklerose ĂŒbertragen werden können. Bisher seien alle durchgefĂŒhrten Studien eher klein gewesen und gĂŒltige Schlussfolgerungen nur schwer zu ziehen. FĂŒr beide Patienten-Gruppen wird laut BBC das Potenzial zur Schmerzlinderung immer mehr anerkannt.

Raphael Mechoulam, PhD, Israel, 1st ChairmanRaphael Mechoulam* (PhD, Israel, 1st Chairman acmed.org): ” I am a professor of medicinal chemistry and natural products at the Medical Faculty of the Hebrew University in Jerusalem.

My major topic of research for over 40 years has been the chemistry/pharmacology/clinical uses of cannabinoids. In the early 1960′s my group identified many of the plant cannabinoids including delta-9-THC, the major psychotropic factor. Later we worked on the metabolism, biochemistry and pharmacology of cannabinoids. In the 1990′s we identified the major endogenous cannabinoids in the mammalian body – anandamide and 2-arachidonoyl glycerol – which have turned out to be of considerable importance in physiology. Most of our work at present is on the neuroprotective role of the endocannabinoids and we have initiated work on the identification of the yet unknown endocannabinoid transmitters in the cardiovascular system. For my work I have received numerous prizes including the highest local scientific prize – the Israel Prize. I am a member of the Israel Academy of Sciences.

Book: Cannabinoids as Therapeutics

In recent years, cannabis research has concentrated on the potential of cannabinoids as therapeutic substances, particularly in serious chronic illnesses such as multiple sclerosis. Most volumes published on cannabinoids so far concentrate on the biological activity, biochemistry and pharmacology, whereas this volume concentrates on the diseases, the physiological effects and therapeutic use of cannabinoids. The volume editor Prof. Mechoulam was the first who isolated the prime active constituent (THC, Tetrahydrocannabiol) of marijuana. He published extensively on the pharmacological activities of cannabinoids. The volume is of interest to researchers and clinicians from pharmacology, neuroscience, and medicinal research.

Forscher entwickeln Cannabispillen:
Neues Schmerzmittel fĂŒr Kinder

Israelische Wissenschaftler haben ein Schmerzmittel auf der Basis der Cannabispflanze entwickelt…

Cannabisextrakt zur Schmerzlinderung bei MS-Patienten:
Nebenwirkungen wie Schwindel verschwinden schnell

Die aktuelle Studie unter 24 Patienten in DĂ€nemark untersuchte den laborhergestellten Wirkstoff Dronabinol hinsichtlich seiner Wirkung auf Schmerzen…

Niederlande geben Cannabis-Medizin zum Verkauf frei:
FĂŒnf Gramm Packung als Schmerzmittel erhĂ€ltlich

Das Medikament soll in erster Linie fĂŒr Patienten gedacht sein, die an schweren Erkrankungen wie etwa Aids, multiple Sklerose oder Krebs leiden.

Arthritis:
Cannabis-Medikament lindert Schmerzen

Interessenverband: PrĂ€parate aus Cannabis sollen ernst genommen werden…

*Rafael Meshulam von der School of Pharmacy an der HebrÀischen UniversitÀt zu Jerusalem war erstmals 1964 die Isolierung und Synthese des aktiven Cannabis-Inhaltsstoffes THC gelungen. 1967 gelang Mechoulam et al. die THC-Synthese.

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