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Psychoonkologie: Heilsamer Umgang mit Krebskranken

Eine Fortbildungsreihe des ZIST soll Fachkräften aus den Heil- und Sozialberufen Grundkenntnisse und praktische therapeutische Fertigkeiten für eine gezielte potentialorientierte Führung und Begleitung von motivierten Tumorkranken vermitteln…

Die Leiter vertreten einen kurativen Ansatz der Psychoonkologie, das heißt, sie leiten aus Psychoneuroimmunologie, Hirnforschung, Therapiestudien und eigener klinischer Erfahrung die Gewissheit ab, dass auch bei Krebserkrankungen die naturgegebene Neigung zur Selbstheilung durch psychotherapeutische Intervention unterstützt werden kann.

Bei Menschen, die ums Überleben und um einen Sinn im bedrohten Leben ringen, sind psychotherapeutische Methoden angezeigt, die Autonomie und die Fähigkeit zur unmittelbaren Teilnahme am gegenwärtigen Leben, zum emotionalen Ausdruck, zur kreativen Alltagsgestaltung, zur Mobilisierung der Selbstheilungskräfte und zur Sinnfindung fördern.

Die Fortbildungsreihe vermittelt Basisinformationen aus Forschung und Praxis und eine Integration verschiedener methodischer Ansätze mit dem Ziel der Entfaltung und der Förderung der Fähigkeit zum guten Leben und Sterben.

20. – 24. 11. 2009 Michaela Pröpper, Imagination
22. – 26. 01. 2010 Wolf Büntig, Versöhnung mit dem Leben
12. – 16. 03. 2010 Stephan Hausner, Heilkraft aus Einklang – Systemaufstellungen mit Kranken und Menschen in Krisen
04. – 08. 06. 2010 Moses G. Steinvorth Psychoonkologie in freier Praxis
22. – 26. 09. 2010 Michaela Pröpper, Imagination

Am Fr. 04.06. – Di. 08.06 2010 geht es mit Moses G. Steinvorth um Psychoonkologie in freier Praxis

Steinvorth möchte in diesem Seminar seine persönlichen Konzeption der psychotherapeutischen Arbeit mit krebskranken Menschen vorstellen, so wie sie in über 20 Jahren Praxis gewachsen ist (und noch weiter wächst). Es geht dabei um die Grundfrage, was man als professioneller Begleiter Sinnvolles für Krebskranke tun kann, um sie in der existentiellen Krise zu unterstützen, die der Krebs auslöst.

Es werden in diesem Seminar drei Schwerpunkte gesetzt:
1. Trauer-Arbeit: Die Bewältigung wesentlicher Verluste
2. Arbeit am verletzten Selbstwert: Die Heilung narzisstischer Wunden
3. Kreativität: Die künstlerische Verarbeitung der Krebs-Erfahrung.

Moses G. Steinvorth ist Mitglied der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie. Ausbildung in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie, Integrativer Gestalttherapie und Bioenergetischer Analyse. Weiterbildung in Psychosozialer Onkologie (Deutsche Krebs-Gesellschaft). Mehr als 30-jährige Berufserfahrung an verschiedenen Kliniken und als Spezialist für krebskranke Menschen in eigener Praxis für Psycho-Onkologie.

Moses G. Steinvorth: „Methodisch werde ich wechseln zwischen kleinen Impuls-Referaten mit Diskussion, praktischen Übungen in der Gruppe und in Kleingruppen, Demonstration von Arbeitstechniken aus den oben genannten Bereichen (mit der Möglichkeit der Selbsterprobung) und der Möglichkeit von Supervision für eigene Fälle. Es soll also ein sehr praxisorientiertes Seminar werden und ich bitte Sie darum, eigene Erfahrungen in dieses Seminar einzubringen und eigene Fallgeschichten mitzubringen. Ich setze voraus, dass jeder eigene praktische Erfahrung in der therapeutischen Arbeit mit krebskranken Menschen hat (nicht unbedingt psychotherapeutische Erfahrung, das Seminar ist auch offen für andere Professionen).“

Literatur:
L. Leshan: Diagnose Krebs: Wendepunkt und Neubeginn
M. G. Steinvorth: Psychoonkologie in freier Praxis, Bonn 2003
M. G. Steinvorth: Die Krebsreise, Bonn 2004

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1 comment to Psychoonkologie: Heilsamer Umgang mit Krebskranken

  • Smita

    Hallo zusammen, was die medizinscee Versorgung der Krankenkassen angeht, so koennte es sogar schon reichen, wenn seitens des MDK fachliche! Entscheidungen getroffen werden. Unter fachlich verstehe ich als Betroffene, dass ein Arzt beim MDK (Medizinischer Dienst der Kassen) sich mit leitliniengerechten Therapiealternativen seiner erfahrenen, behandelnden! Kollegen auch wirklich auseinandersetzt. Ich vermute, dass Unklarheiten bzw. Hintertfcrchen in der Definition des Off-Label-Use ausgenutzt werden und leider zu ungunsten des Patienten interpretiert werden, um die Langatmigkeit eines Klageverfahrens auszunutzen. Mit jedem Widerspruch bleibt das Geld erstmal bei der GKV. Dabei wird vergessen, dass der behandelnde Neurologe mitunter den grossen Patientenfrust gleich mitbehandeln muss, in Form von Psychotherapien, Rfcckfe4llen etc.., was die Behandlung gewiss unnf6tig verteuert. Deshalb ist es ffcr alle LEMS’ler und MG’ler gut, dass die Off-Label-Use-Expertengruppe des G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) Therapien, wie z.B. intravenoese Immunglobuline, CellCept, Tacrolimus, in eine positive Liste aufnimmt. Das Gerangel um evidenz-basierte Studien, die der MDK sehr oft falsch interpretiert, ist dann nicht mehr ganz so vordergrfcndig. Die Gesetzeslage zum Off-Label-Use ist ohnehin schwer zu verstehen, erst recht, wenn man sich als betroffener Patient und Laie zwangsle4ufig damit auseinandersetzen muss!Erfreulich we4re eine baldige Zertifizierung der Myasthenie-Zentren, so dass eine qualitative, einheitliche Versorgung garantiert ist. Vielleicht bleibt uns dann einiges erspart und mancher kommt spe4testens dann in den Genuss einer dem Schweregrad der Erkrankung angemessenen Dauerbehandlung. LG Jutta O.