Archivsuche

Büchersuche

Archiv (chronolog.)

Psychoonkologie: Ein Reisebegleiter für krebskranke Menschen

In verständlicher Sprache zeigt der Psychotherapeut Moses G. Steinvorth in diesem Buch auf, was Krebs überhaupt ist und wie psychosoziale Faktoren wie Humor und Lebenssinn den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen können…

M. G. Steinvorth: Die Krebsreise
Ein kleiner Reisebegleiter für krebskranke Menschen

Als Ergänzung zum Buch bietet sich die CD „Krebs – eine Reise ins Unbekannte“ an.

„…denn es ist wirklich ein Buch, von dem ich mir wünschte, man würde es jedem Patienten in die Hand drücken, der die Diagnose Krebs bekommt…“
(Dr. Christa D. Ventling, Psychotherapeutin und ehemalige Krebspatientin, Basel/Schweiz)

Der kleine Reisebegleiter für krebskranke Menschen ist nicht zuletzt ein ‚Memento mori‘ – auch für Gesunde.
(Psychologie heute, 2004)

Es verblüfft, wie viele helfende Tipps und reflektierende Gedanken Steinvorth in dem Büchlein unterbringen konnte.
(Signal, 2005)

Hier werden Routen und ‚Ausrüstungen‘ gezeigt, damit die Krebsreise vom Alptraum zum Lebensweg werden kann.“
(Naturarzt, 4/2008)

Aus dem Inhalt:

  • Vorwort: Was ist die Hoffnung? (Mein „Credo“)
  • 1. Was ist Krebs überhaupt?
  • 2. Die „Heilung“ von Krebs ist ein sehr komplexer Prozess
  • 3. Krebs als „Reise“ – ein Bild
  • 4. Psychosoziale Faktoren, die den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen können
  • 5. Einige weitere Gesichtspunkte oder „Sehenswürdigkeiten“
  • 6. Nachwort: Was ich krebskranken Menschen verdanke
  • 7. Kleine Literaturliste

Moses G. Steinvorth, Diplom-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut (TP) mit Ausbildung in Gestalttherapie und Bioenergetischer Analyse, arbeitet seit über 15 Jahren in freier Praxis mit krebskranken Menschen. Seit zehn Jahren Mitglied der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Psychosoziale Onkologie (DAPO), Absolvent der Weiterbildung in Psychosozialer Onkologie. Klinische Erfahrung in der Rehabilitation von krebskranken Kindern und Jugendlichen (Katharinen-Höhe, Schönwald) und in der Betreuung von Transplantations-Patienten (Deutsche Klinik für Diagnostik, Wiesbaden). Der Autor lebt und arbeitet seit 2000 in freier Praxis in Innsbruck, Österreich.

Zum Bild der „Reise“, im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung, schreibt Steinvurt in seinem Buch:

„Ich schlage Ihnen in diesem Buch vor, die Krebserkrankung als eine „Reise“ zu betrachten. Dieses innere Bild, diese allegorische Sichtweise der Erkrankung legt Ihnen automatisch viele Dinge nahe, die ich bei der seelischen Auseinandersetzung mit der Erkrankung für außerordentlich wichtig halte.
Zunächst einmal legt das Bild der Reise Ihnen nahe, Krebs als einen Prozess zu erleben, als einen Vorgang und nicht als ein „Ding“, das Sie „haben“ oder „nicht haben“. Die Krebserkrankung ist immer in Entwicklung begriffen, sieht in jedem Moment wieder anders aus und kann sich auch zurückentwickeln. Krebs ist nichts Statisches, sondern hat eine Verlaufsdynamik.
Krebs ist immer in Bewegung.

Ihr Augenmerk wird damit auch automatisch auf den Verlauf der Erkrankung gelenkt (statt auf die elende Frage nach dem „Warum“), und der Verlauf ist das, was Sie am ehesten selbst beeinflussen können. Auch wenn Sie nicht genau wissen, wo die Reise hingeht, können sie doch auf die Route Einfluss nehmen und sie mit einer gewissen Spannung und inneren Anteilnahme verfolgen, so wie Sie das vielleicht auf einer Abenteuerreise tun würden. Auch wenn Sie in gewisser Weise eine „Pauschalreise“ gebucht haben, können Sie doch immer noch auf einzelne Umstände der Reise Einfluss nehmen und sie evtl. nach Ihrem individuellen Geschmack verändern.
Sie können kleinere Touren auf eigene Faust unternehmen und ganz sicher auch einmal die Umgebung ohne Touristenführer und ohne die „Herde“ der übrigen Pauschaltouristen erkunden. Selbst eine Pauschalreise bietet Ihnen gewisse Möglichkeiten der Individualisierung. Dies wäre auch eine gute innere Einstellung gegenüber Ihrer Krebserkrankung. Nach meiner Erfahrung ist es enorm wichtig, hier alle Möglichkeiten der Individualisierung zu nutzen, weil Ihr persönlicher Heilungsprozess etwas ganz Einmaliges ist und viel mit Ihrer besonderen Persönlichkeit zu tun hat: Kein Mensch wird genau auf dieselbe Art gesund wie der andere. Und eins haben nach meiner Erfahrung wirklich alle krebskranken Menschen gemeinsam: Jeder ist anders!

Sie können das Bild der „Reise“ durch den Krebs auch noch so verstehen, dass Sie hier aufgefordert sind, eine „Reise nach innen“ anzutreten, wenn Sie wieder gesund werden wollen, eine Reise, die Sie vielleicht in dunkle und unheimliche innere Gegenden führen wird, die Sie gewöhnlich lieber meiden, eine Art „Heldenreise“ also…“ …

M. G. Steinvorth: Die Krebsreise, Bonn 2004

L. Leshan: Diagnose Krebs: Wendepunkt und Neubeginn
M. G. Steinvorth: Psychoonkologie in freier Praxis, Bonn 2003

Comments are closed.