Haschisch: Schutz des Gehirns vor AlkoholschÀden?

4. Oktober 2009
By admin
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Kalifornische Forscher untersuchten die Wirkungen von Alkohol und Cannabiskonsum auf die IntegritĂ€t der weißen Substanz des Gehirns. Sie verglichen 42 Heranwachsende im Alter zwischen 16 und 19 Jahren, die aus drei Gruppen bestanden: starke Alkoholkonsumenten, starke Alkoholkonsumenten, die auch viel Cannabis konsumierten, und Jugendliche, die keine Drogen konsumierten (Kontrollpersonen)…

Neuroprotektive Eigenschaften

Es gab Unterschiede in acht Regionen der weißen Substanz zwischen Alkoholtrinkern und Kontrollpersonen. Allerdings schnitten Alkoholkonsumenten, die auch Cannabis verwendeten, besser als reine Alkoholkonsumenten ab. Die Autoren stellen fest, dass “starke Trinker, die auch Marihuana konsumierten, keinen so konsistenten Unterschied zu Nichtkonsumenten wie die Gruppe der alleinigen Alkoholtrinker aufwiesen”. Sie erklĂ€rten, dass es “möglich ist, das Marihuana einige neuroprotektive Eigenschaften bei der AbschwĂ€chung alkoholbedingten oxidativen Stresses” oder bei der Auslösung des toxischen Zelltods haben könnte.

Mehr unter: statesman.com
(Quelle: Jacobus J, McQueeny T, Bava S, Schweinsburg BC, Frank LR, Yang TT, Tapert SF. White matter integrity in adolescents with histories of marijuana use and binge drinking. Neurotoxicol Teratol, 23. Juli 2009 [elektronische Veröffentlichung vor dem Druck])

Source: acmed.org (1st Chairman Raphael Mechoulam*)

*Rafael Meshulam von der School of Pharmacy an der HebrÀischen UniversitÀt zu Jerusalem war erstmals 1964 die Isolierung und Synthese des aktiven Cannabis-Inhaltsstoffes THC gelungen. 1967 gelang Mechoulam et al. die THC-Synthese. Zuletzt erschienen: Cannabinoids as Therapeutics

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One Response to Haschisch: Schutz des Gehirns vor AlkoholschÀden?

  1. Tommy on 30. Oktober 2009 at 00:16

    Ein britischer Regierungsberater hĂ€lt Alkohol fĂŒr wesentlich gefĂ€hrlicher als Cannabis

    Drogen wie Cannabis, Ecstasy oder LSD sind nach Ansicht des Chef-Drogenberaters der britischen Regierung weniger gefĂ€hrlich als die legalen Suchtstoffe Alkohol und Tabak. In einem Bericht fĂŒr das KriminalitĂ€ts-Forschungszentrum des Londoner King’s College kritisierte David Nutt insbesondere die geplante Einstufung von Cannabis als illegale weiche Droge. Schließlich bestehe bei der Substanz nur ein “geringes Risiko”, psychische Krankheiten zu versursachen. Wenn die Regierung glaube, junge Leute durch eine drohende Strafe von Drogen fernzuhalten, habe sie “wahrscheinlich unrecht”.

    Die britische Regierung hatte im Januar Cannabis als weiche Droge der Kategorie B eingestuft, deren Besitz mit bis zu fĂŒnf Jahren GefĂ€ngnis bestraft werden kann. Damit machte sie eine Entscheidung von 2004 rĂŒckgĂ€ngig machen, als Haschisch noch als einfaches Beruhigungsmittel der Kategorie C eingestuft worden war. Laut Nutt schlug die Regierung mit der Änderung in diesem Jahr wissenschaftliche Erkenntnisse einfach in den Wind. Die Öffentlichkeit werde durch solch ein Vorgehen verunsichert.

    Suchtmittel mĂŒssten nĂŒchterner eingestuft und die Menschen besser ĂŒber die Gefahren der einzelnen Drogen informiert werden, forderte Nutt. Basierend auf den Kriterien körperliche SchĂ€den, soziale Auswirkungen und AbhĂ€ngigkeitsgrad stellte der Vorsitzende des Beratergremiums der britischen Regierung zu Drogenmissbrauch selbst eine Rangfolge der gefĂ€hrlichen Drogen auf.

    1 Heroin 8,32 (von 9 maximal möglichen Score-Punkten)
    2 Kokain 6,89
    3 Barbiturate 6,24
    4 Methadon (illegaler Handel) 5,81
    5 Alkohol 5,54
    6 Ketamin 5,23
    7 Benzodiazepine 5,11
    8 Amphetamine 4,98
    9 Tabak 4,86
    10 Buprenorphin 4,73
     
    11 Cannabis 4,00
    12 Lösungsmittel (SchnĂŒffelstoffe) 3,81
    13 4-Methylthioamphetamin 3,80
    14 LSD 3,68
    15 Methylphenidat 3,54
    16 Anabole Steroide 3,46
    17 4-HydroxybutansÀure (GHB) 3,35
    18 Ecstasy 3,27
    19 Alkylnitrate/Alkylnitrite (Poppers) 2,77
    20 Kath

    Alkohol kommt demnach auf Rang fĂŒnf, nur Heroin, Kokain, Barbiturate und der Heroin-Ersatzstoff Methadon richten laut Nutt mehr Schaden an. Die Volksdroge Nikotin in Form von Zigaretten belegt bei Nutt Platz neun. Cannabis, LSD und Ecstasy landeten hingegen auf den PlĂ€tzen elf, 14 und 18. Ecstasy sei auch nicht gefĂ€hrlicher, als ein Pferd zu besteigen, meinte der Drogenberater.

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