Archivsuche

Büchersuche

Archiv (chronolog.)

Jugend weiß zu wenig über psychische Störungen: Hälfte der britischen Schulkinder kennt keine Bezeichnungen

Fast die Hälfte aller Schulkinder kann nicht einmal eine einzige psychische Störung beim Namen nennen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie mit 500 jungen Menschen gekommen, die das Great Ormond Street Hospital durchgeführt hat…

Hälfte der britischen Schulkinder kennt keine Bezeichnungen

London (pte) – http://www.ich.ucl.ac.uk – Weniger als die Hälfte der Befragten hatte den Eindruck, dass die Schulen ausreichend Informationen über die geistige Gesundheit anbietet. Ein Drittel zog es überhaupt vor, sich übers Internet zu informieren. Das Krankenhaus ist jetzt mit einer eigenen Website zum Thema online gegangen.

Ein Sprecher des Krankenhauses erklärte laut BBC, dass die Ergebnisse der Umfrage Besorgnis erregend und überraschend seien. Psychische Störungen treten bei jungen Menschen jedoch alles andere als selten auf. Eines von 12 oder 15 Kindern und Teenagern fügt sich bewusst selbst Schaden zu. Jährlich werden mehr als 25.000 der Betroffenen aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Mehr als ein Prozent der Elf- bis 16-Jährigen sollen schwer depressiv sein. Die aktuelle Befragung brachte große Wissenslücken zu Tage. Jungen zwischen zwölf und 14 Jahren waren am ehesten nicht in der Lage, auch nur eine einzige psychische Störung zu nennen. Jene, denen eine einfiel, nannten am ehesten Drogenmissbrauch, Depressionen oder Fälle von Selbstverstümmelung.

Obwohl das Internet die beliebteste Informationsquelle war, nannten 17- bis 18-jährigen Mädchen vor allem die Erzählungen von berühmten Menschen über ihre psychischen Probleme als Informationsquelle. Der Psychiater Jon Goldin betonte, dass diese Ergebnisse eine verstörende Ignoranz sichtbar machten. Sie sei vermutlich ein Grund, warum derartige Störungen viel zu lange mit einem Stigma behaftet gewesen seien. Es sei wichtig, dass junge Menschen das Gefühl hätten, dass sie sich melden könnten und dass da jemand sei, der ihnen weiterhelfen kann.

Comments are closed.