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Jorge Bucay: Komm, ich erzähl dir eine Geschichte

Wie begegnet man den Wirrnissen des Lebens? Mit Geschichten, sagt Jorge Bucay, der die Gabe hat, das Komplizierte einfach werden zu lassen. Und er hilft seinem Zuhörer Demian, seine Ängste und Probleme besser zu verstehen, indem er ihm Märchen aus aller Welt, Sufi-Gleichnisse, Zen-Weisheiten, antike Sagen, selbst Erfundenes erzählt…

Stefan Kellerer

Komm, ich erzähl dir eine Geschichte ist ein Buch aus Büchern. Sefardische Legenden und griechische Sagen spielen darin eine Rolle, Sufi-Gleichnisse, japanische Parabeln, Lehren des Zen-Buddhismus, Geschichten aus Tibet, Argentinien, Frankreich, Russland oder Afrika, genauso wie bei Paolo Coelho, nur viel dichter. Die Geschichten sind eine Art sanfte Therapie, die der etwas füllige Psychotherapeut Jorge nutzt, um schwierige Dinge für seine Patienten ganz leicht verständlich zu machen, bei einer schönen Tasse Tee, in seinem Reich. Einer dieser Patienten ist Demian, der alles schwarz und schwierig sieht. Der kommt öfters zu Jorges Teestunden vorbei, und hört sich die nacherzählten — oder schnell selbst erfundenen — Geschichten gerne an. Und — natürlich: Es funktioniert! Bei Demian, und beim Leser glücklicherweise auch.

Der 55-jährige argentinische Autor Jorge Bucay hat eine Botschaft, die ebenso einfach wie tröstlich ist — so einfach und tröstlich, wie es sich für einen klugen Psychiater und Gestalttherapeuten, vielleicht gehört: “Jeder Mensch kann auch Lehrer sein”, heißt diese Botschaft, “ein kleiner Meister, der Auslöser einer Kettenreaktion, die die Welt verändern kann.“
Auch wenn man sich eine Welt voller Lehrer irgendwie gar nicht wünschen will und sich die dadurch ausgelöste Kettenreaktion an Veränderungen in den düstersten Farben ausmalen mag, so will man sich von Bucay trotzdem seine schöne Geschichte erzählen lassen. Denn die kommt irgendwie trotz ihrer Botschaft erfrischend unterhaltsam und unaufdringlich lebensklug — eben ohne den erhobenen Zeigefinger des Oberlehrers — daher. Vielleicht sollte sich Paolo Coelho von Bucays lebensweiser Erzählkunst einmal eine Scheibe abschneiden.

Jorge Bucay: 1949 in Buenos Aires, Argentinien, geboren, ist ein angesehener Psychiater und befasst sich mit Gestalttherapie. Mit großem Erfolg hat er bislang elf Bücher veröffentlicht. „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“ ist seine erste Publikation in deutscher Sprache. Zuletzt erschien in deutscher Übersetzung: ‚Liebe mit offenen Augen‚, Zürich 2008.

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Das Leben ist eine komplizierte Angelegenheit. Nicht so sehr jedoch für Jorge, der in Buenos Aires als Psychiater und Gestalttherapeut das Schwierige erklären muss. Denn er weiß, wie er Demian, dem neugierigen jungen Mann, der auf seine vielen Fragen alleine keine Antwort findet, helfen kann – mit Geschichten: Sefardische Legenden, Sagen der klassischen Antike, Märchen aus aller Welt, Sufi-Gleichnisse, Zen-Weisheiten aus Japan und China…

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