Archivsuche

Büchersuche

Archiv (chronolog.)

EU-Umfrage: Erderwärmung wichtigstes Problem nach Armut

Für 47 Prozent der Europäer und 57 Prozent der Deutschen ist der Klimawandel eines der zwei wichtigsten globalen Probleme. Mit 69 Prozent wird nur die Armutsproblematik noch höher eingestuft…

Zu dieser Schlussfolgerung kommt die neueste Eurobarometer-Umfrage kurz vor Beginn der Klimaverhandlungen in Kopenhagen. Danach sind die Bürger weiterhin der Meinung, der Klimawandel stelle ein ernstes Problem dar. Gleichzeitig sehen sie in der Bekämpfung der Erderwärmung aber auch die Chance für neue Impulse für die Wirtschaft. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas sagte: „Wenn wir die Sorgen der Bürger ernst nehmen wollen, muss die EU bei der Durchsetzung entsprechender Ziele auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Kopenhagen eine führende Rolle übernehmen.“

63 Prozent aller Bürger betrachten die Problematik des Klimawandels als sehr ernst, weitere 24 Prozent als ziemlich ernst. Nur 10 Prozent der Befragten sind der Meinung, der Klimawandel sei kein ernstes Problem und Prozent haben keine Meinung dazu. Nach Auffassung von 47 Prozent der Befragten ist der Klimawandel eines der zwei wichtigsten globalen Probleme der heutigen Welt. Mit 69 Prozent aller Stimmen wird nur die Problematik der Armut noch höher eingestuft. Die meisten Europäer (62 Prozent) sind dabei der Meinung, der Prozess des Klimawandels sei nicht unaufhaltsam.
Laut der Umfrage sind beinahe zwei Drittel aller EU-Bürger der Meinung, der Kampf gegen den Klimawandel könne sich positiv auf die europäische Wirtschaft auswirken. Dieser Auffassung sind insgesamt 63 Prozent der Befragten, verglichen mit 56 Prozent in dem Zeitraum März-April 2008. Darüber hinaus stimmten 66 Prozent der Bürger damit überein, dass der Umweltschutz als Motor des wirtschaftlichen Wachstums in der EU fungieren könne.

Mehr Maßnahmen gefordert

Die Mehrheit der Europäer ist der Auffassung, dass die Industrie, die Bürger selbst, die nationalen und lokalen Regierungen sowie die EU nicht genug für den Kampf gegen den Klimawandel unternähmen. Nur 19 % sind der Meinung, die Maßnahmen der Unternehmen und der Industrie seien ausreichend für eine erfolgreiche Bekämpfung des Klimawandels, 30 % der Bürger sind dieser Meinung in Bezug auf die EU.
Trotz dieser positiven Entwicklung im Vergleich zu den Zahlen vom Zeitraum März-April 2008 ist jeweils eine Mehrzahl der Befragten (55 % bzw. 72 %) der Meinung, auf der Ebene der Unternehmen bzw. der EU werde nicht genug gegen den Klimawandel unternommen. 63 % der Europäer bestätigen, selbst etwas in der einen oder anderen Form gegen den Klimawandel unternommen zu haben. 31 % der Befragten hingegen gaben an, nichts unternommen zu haben.

Akzeptanz von höheren Preisen für umweltfreundlichere Energie

49 % der Befragten gaben an, sie seien bereit, höhere Preise für Energie aus Quellen zu akzeptieren, die weniger Treibhausgasemissionen verursachen, 27 % der Bürger wären dazu nicht bereit. 24 % gaben hierzu nichts an. Von denjenigen, die bereit wären, höhere Preise zu akzeptieren, gab die Hälfte an, sie wären nicht bereit, mehr als 5 % zusätzlich zu zahlen.

Die Eurobarometer-Sonderumfrage wurde von der Europäischen Kommission in Auftrag gegeben. Die Befragungen wurden von August bis September 2009 unter 26 719 Bürgern in 27 EU-Mitgliedstaaten durchgeführt.

http://ec.europa.eu/public_opinion/index_en.htm

Comments are closed.