Archivsuche

Büchersuche

Archiv (chronolog.)

Weizmann-Institut: Neue Erfindung zur Kommunikation Schwerbehinderter

Am Weizmann-Institut in Rehovot ist ein neues System entwickelt worden, das Quadriplegikern erheblich das Leben erleichtern kann. Es beruht auf einem Gerät, das Veränderungen des Luftdrucks innerhalb der Nasenöffnung identifizieren und in elektrische Signale übersetzen kann. Somit wird eine Art von Kommunikation durch Schniefen ermöglicht…

Weizmann Institute of Science, 27.07.10

Das von Prof. Noam Sobel, den Elektroingenieuren Dr. Anton Plotkin und Aharon Weissbrod sowie der Studentin Lee Sela an der Abteilung für Neurobiologie entwickelte System wurde sowohl an Quadriplegikern, d.h. an allen vier Extremitäten Gelähmten, als auch an gesunden Testpersonen getestet – mit dem Ergebnis, dass die Methode leicht zu beherrschen ist. Den Testpersonen gelang es mittels der Technologie, durch Schniefen einen Rollstuhl über einen komplizierten Weg zu navigieren und ein Computerspiel mit beinahe derselben Geschwindigkeit und Genauigkeit zu spielen wie mit einer Maus oder einem Joystick.

Sobel berichtet begeistert: „Die aufregendsten Tests waren die mit den Patienten mit Locked-in-Syndrom. Dies sind Menschen mit ungeschädigter kognitiver Funktion, die völlig gelähmt sind – eingeschlossen in ihre Körper. Mit dem neuen System konnten sie mit Familienmitgliedern kommunizieren und sogar von sich aus in Kommunikation mit der Außenwelt treten. Manche schrieben ergreifende Mitteilungen an ihre Lieben und teilten mit ihnen, erstmals seit langer Zeit, ihre Gedanken und Gefühle.“

Weitere Informationen zu der Erfindung gibt es unter dem folgenden Link: http://wis-wander.weizmann.ac.il/site/en/weizman.asp?pi=371&doc_id=6174

Comments are closed.