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Volksentscheid: Apotheken in Bayern beraten zum Rauchstopp

Am 4. Juli 2010 entschied Bayern über ein totales Rauchverbot in Wirtshäusern und Bierzelten. Apothekerinnen und Apotheker in Bayern sind jederzeit eine kompetente Anlaufstelle für jeden, der das Rauchen aufgeben möchte…

Jeder dritte Raucher versucht mindestens einmal im Jahr, mit dem Rauchen aufzuhören. Bereits ein kurzes Beratungsgespräch des Apothekers kann den Erfolg eines Abstinenzversuchs steigern. „Der bloße Vorsatz, nicht mehr zu rauchen, reicht leider nicht immer“, sagt Apotheker Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern. „In der Apotheker erhalten Kunden Beratung und Informationsmaterial. Einige Apotheken bieten auch Seminare an.“

Patienten nehmen das Beratungsangebot der Apotheken verstärkt wahr, so eine Studie des WIPIG (Wissenschaftliches Institut für Prävention im Gesundheitswesen) aus dem Jahr 2008. Am häufigsten fragten Apothekenkunden dabei nach Nicotinkaugummis und -pflastern.
Schmitt: „Aber nicht für jeden Raucher ist jedes dieser rezeptfreien Medikamente empfehlenswert. Fragen Sie nach einer individuellen Beratung.“

Nikotin-Ersatzmittel werden normalerweise nur in den ersten Wochen und Monaten empfohlen. Diese Arzneimittel unterdrücken die körperlichen Entzugssymptome. Schnell setzt die Nikotinwirkung bei Kaugummis und Lutschtabletten ein. Schmitt: „Ihre Wirkung hält nur kurze Zeit an. Sie werden angewendet, wenn das Verlangen nach einer Zigarette sehr groß ist. Ihre Dosis wird nach und nach verringert, bis das Verlangen nach Nikotin nach einigen Wochen ganz verschwunden ist.“
Pflaster sind eher für starke Raucher geeignet. Sie geben das Nikotin nach und nach durch die Haut ins Blut ab. Die Stärke der Pflaster wird im Lauf der Zeit reduziert. „Wer ein Entwöhnungsmittel anwendet, sollte nicht zusätzlich rauchen“, sagt Schmitt, „dies könnte zu einer Überdosierung von Nikotin führen.“

Daneben gibt es weitere, verschreibungspflichtige Nikotinentwöhnungsmittel.

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