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Jerusalemer Erfolg bei Osteoporose-Forschung

Wissenschaftler der School of Pharmacy an der Medizinischen Fakultät der Hebräischen Universität in Jerusalem haben eine Gruppe von Substanzen entdeckt, die eine Schlüsselrolle bei der Kontrolle der Knochendichte spielen, und auf dieser Grundlage mit der Entwicklung eines Medikaments zur Verhinderung und Behandlung von Osteoporose und anderen Knochenkrankheiten begonnen…

Hebräische Universität Jerusalem, 04.10.10

Die Ergebnisse der Forschergruppe um Prof. Itai Bab und Prof. Raphael Mechuolam wurden in der US-amerikanischen Zeitschrift PNAS (Proceedings oft he National Academy of Sciences) veröffentlicht.

Osteoporose ist die am weitesten verbreitete degenerative Krankhiet in der westlichen Welt. Sie äußert sich im Verlust an Knochenmasse und in der Schwächung der Knochenstruktur, was zu häufigen Knochenbrüchen, Behinderungen und sogar zum Tod führen kann. Grund dafür ist eine interne Zerstörung des Knochengewebes. Mit zunehmendem Alter wird die Menge an Knochengewebe, das verloren geht, größer als die, die geschaffen wird, was zum Rückgang der Knochendichte führt.

Die Jerusalemer Wissenschaftler fanden heraus, dass die Knochenzellen eine Reihe von Substanzen produzieren, die aus Fettsäuren und Aminosäuren namens „Acylamiden“ bestehen. Dann analysierten sie deren exakte chemische Zusammensetzung, kreierten synthetische Versionen von ihnen und prüften den Effekt auf die Knochenzellkulturen.

In Versuchen mit Mäusen fanden sie sodann heraus, dass eine der Komponenten in der Gruppe der synthetischen Materialien, Oleoylserin, die Knochendichte sowohl bei gesunden als auch osteoporotischen  Mäusen steigerte. Dabei stellten sie auch fest, dass die osteoporotischen Mäuse in der Tat über kein Oleoylserin in ihren Knochen verfügten. Diese Befunde, so die Forscher, können als Grundlage für neue Medikamente dienen, die sowohl Knochenschwund verhindern als auch Knochenbildung verstärken und somit den Verlust an Knochengewebe bei Osteoporose-Patienten rückgängig machen können.

Rafael Meshulam war 1964 erstmals die Isolierung und Synthese des aktiven Cannabis-Inhaltsstoffes THC gelungen. 1967 gelang Mechoulam et al. die THC-Synthese. Zuletzt erschienen: Cannabinoids as Therapeutics

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