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Skorpiongift als Schmerzmittel – eine Alternative zu Morphium?

Das Gift von Skorpionen ist berüchtigt. Doch es könnte als wichtiger Ersatz für gefährliche und abhängig machende Schmerzmittel wie Morphium dienen. Dies ist die Ansicht von Prof. Michael Gurevitz von der TAU, der Universität von Tel Aviv in Israel…

Universität Tel Aviv, 2010

Die natürlichen Komponenten des Skorpiongifts haben Millionen Jahre der Evolution durchlaufen und weisen hohe Wirksamkeit und Spezifität für bestimmte Komponenten des menschlichen Körpers auf, ohne dabei Nebenwirkungen mit sich zu bringen.

Wie Gurevitz erkannt hat, interagieren die Peptid-Giftstoffe des Skorpiongifts mit Natriumkanälen im Nerven- und Muskelsystem – und einige dieser Natriumkanäle übermitteln Schmerz. Sollte es gelingen, die Interaktionen auf molekularer Ebene nachzuvollziehen, könnten sich chemische Derivate entwickeln lassen, die als neuartige Schmerzmittel das Skorpiongift imitieren würden.

Prof. Gurevitz konzentriert sich bei seiner Forschjung auf den israelischen gelben Skorpion, der als einer der potentesten Skorpione weltweit gilt. Sein Gift enthält mehr als 300 Peptide, von denen bislang nur eine kleine Zahl erforscht ist. Als Vorbild dienen dem israelischen Biologen uralte Methoden der traditionellen chinesischen Medizin.

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