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Prager Ärzte drohen mit Kündigung: Gesundheitsminister fordert mehr Effektivität

Gesundheitsminister Heger mahnt die Ärzte, effektiver zu arbeiten

Ein Viertel der 16.000 tschechischen Krankenhausärzte droht, mit Jahresende zu kündigen. Dies gaben am Mittwoch Vertreter der Protestbewegung „Danke, wir gehen“ bekannt, die gegen die niedrigen Gehälter und die schlechten Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen in tschechischen Krankenhäusern protestieren…

Gesundheitsminister Heger appellierte am Donnerstag an Krankenhäuser und Ärzte, wegen der wirtschaftlichen Engpässe effektiver zu arbeiten. Wenn die medizinischen Einrichtungen effektiver und sparsamer arbeiten würden, müssten Patienten die Reduzierung der finanziellen Mittel im kommenden Jahr nicht zu spüren bekommen, sagte Heger.

Krankenhäuser und Ärzte beklagen, es müssten unter Umständen ganze Abteilungen geschlossen werden. Auch für Medikamente stünde nicht mehr ausreichend Geld zur Verfügung. Die Erstattungsverfügung für 2011 sieht Kürzungen in den Arztgehältern um zwei Prozent und bei den Krankenhäusern um fünf Prozent vor. Der Etat für Nachbehandlungen wird um zehn Prozent gekürzt.

Ein Viertel der Krankenhausärzte droht zum Jahresende mit Kündigung

In einem offenen Brief an Gesundheitsminister Heger und alle Regierungsmitglieder warnt die Ärztegewerkschaft vor massiven Versorgungsengpässen. Sollte auch nur ein Teil der protestierenden Ärzte tatsächlich kündigen, müssten zahlreiche kleinere Krankenhäuser schließen. Die Regierung habe bisher nicht adäquat auf die Forderungen der Ärzte reagiert, kritisiert die Gewerkschaft.