Archivsuche

Büchersuche

haGalil Shop

Archiv (chronolog.)

Rentner wollen künftig weiterarbeiten: Bundesbürger fürchten sich vor Altersarmut

Jeder dritte Deutsche will im Rentenalter weiter berufstätig sein. Das sind rund vier von zehn Männern und knapp drei von zehn Frauen. Die Gründe liegen in den sinkenden Leistungen der Renten- und Krankenversicherung bei gleichzeitig steigenden Abgaben. Vielen ist mittlerweile bewusst, dass sie im Alter deutlich mehr Abstriche machen müssen als die jetzigen Rentner…

Menschen arbeiten künftig länger, um Altersarmut zu entgehen

pte – Dies ergab die Studie „Kundenkompass Selbstbestimmung im Alter“ der Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP)  in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut. „Länger dem Beruf nachzugehen, entspricht dem Wunsch nach Selbstbestimmung im Alter und ist für viele natürlich auch eine Frage des Geldes“, sagt Ralf Suhr, Vorstandsvorsitzender des ZQP. Neun von zehn Bundesbürgern sind überzeugt, Konsumverzicht üben zu müssen, um im Ruhestand über die Runden zu kommen. Jeder Dritte fürchtet sich vor Altersarmut.

Kein angemessener Lebensstandard

Vor allem die Generation der unter 30-Jährigen macht sich keine Illusionen mehr und rechnet mit deutlich geringeren Sozialabgaben. Insgesamt gehen rund drei Viertel der Befragten nicht mehr davon aus, dass ihnen die gesetzliche Rente im Alter einen angemessenen Lebensstandard sichert. Rund 37 Prozent der Bundesbürger erwarten daher, dass sie im Alter auf die Unterstützung der Gesellschaft angewiesen sein werden.

Viele Bundesbürger nehmen zudem die Risiken des Alters intensiver wahr als früher. Der Grund: Sie fassen sich bewusster mit dem Thema Pflege – stärker als in der Vergangenheit sehen sie auch die Verantwortung für den Pflegefall bei sich selbst. Ihr Ziel ist es vor allem, Angehörige finanziell nicht zu belasten. 70 Prozent der Frauen und 80 Prozent der Männer streben danach, im Alter ihrer eigenen Familie finanziell unter die Arme zu greifen, so wie sie es heute von ihren Eltern erfahren. Ihnen ist bewusst, dass auch ihre Kinder aufgrund der demografischen Entwicklung deutlich stärker belastet werden.

Alters- und leistungsgerechte Arbeitsbedingungen

„Aufgrund des demografischen Wandels sind die Unternehmen in Zukunft noch mehr auf die Mitarbeit, Erfahrung und Qualifikation Älterer angewiesen“, sagt ein Sprecher der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) http://bda-online.de , gegenüber pressetext. „Die Betriebe haben die Notwendigkeiten längst erkannt und personalpolitisch reagiert. Seit Jahren nimmt die Beschäftigung Älterer deutlich zu. Im Jahr 2000 waren von den 55- bis 64-Jährigen 37 Prozent beschäftigt, heute sind es 57 Prozent.“

Auch die Tarifvertragsparteien hätten laut BDA innovative, branchenspezifische Lösungen für den Umgang mit dem demografischen Wandel entwickelt. So bestehen in der Chemischen Industrie, der Stahlindustrie, im Baugewerbe sowie in der Metall- und Elektroindustrie zahlreiche Rahmenregelungen, beispielsweise zur Gestaltung alters- und leistungsgerechter Arbeitsbedingungen oder auch zur individuellen betrieblichen Altersvorsorge.

„Die Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert und wird dies auch weiterhin tun. Körperliche Belastungen gehen zurück, die Menschen sind im höheren Alter gesünder und leistungsfähiger als noch vor zehn oder 20 Jahren“, so der BDA-Sprecher.

Comments are closed.