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Der Pillendreh: Ein Apotheker packt aus

Gegen den Esoterikboom in den Apotheken; gegen sog. alternative Medizin als „gleichwertige“ Medizin zu wissenschaftlich gesicherten und getesteten Arzneien… Eine Analyse, was alles an „Medikamenten“ so gekauft wird…

Voodoo-Medizin und Junk-Pharmazie sind im Vormarsch. Alle ihre Vertreter, aber auch deren Anhänger sind „so gut“ und wollen nur „das Beste“. Aber: Sind und wollen sie das auch wirklich? Nun haben auch der vielgepriesene Markt und der demokratische Staat diese „vielversprechenden“ Bereiche entdeckt.

Der Markt treibt via offizieller Gesundheitspolitik die Behörden vor sich her. Diese geben den schwarzen Peter des Unwissenschaftlichen dem ahnungslosen Wähler (und Käufer) weiter, und der darf nun über Qualität von Mitteln und Therapien abstimmen, von denen er keine Ahnung hat. Ein skeptischer Blick hinter die Kulissen zeigt, daß dieses Spiel ein Uraltrenner ist und der Spruch „Wer heilt, hat recht“ ein ebenso oft bemühter Kalauer, der mit Wissenschaftlichkeit aber auch gar nichts am Hut hat. Der Geschädigte ist nämlich immer der Nicht-Geheilte, weil nach wie vor Kranke … Denn: Glaube mag vielleicht Berge zu versetzen, aber nicht Kranke – klinisch – gesund zu machen! Wem allerdings der bloße Glaube an seine „Gesundheit“ genügt, soll sich ruhig weiterhin in eingebildeter Sicherheit wiegen und sich das Geld aus der Tasche ziehen lassen …

Edmund Berndt
Der Pillendreh: Ein Apotheker packt aus
mit einem Vorwort von Univ.-Prof. Dr. Heinz Oberhummer
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Mag. Dr. Edmund H. J. Berndt, geb. 1948. Nach der Matura studierte er Pharmazie in Graz. 1973, erfolgte die Sponsion zum Magister. Nach einem Arbeitsaufenthalt in der Schweiz dissertierte er an der Abteilung Arzneiformenlehre (Galenik) am Institut für pharmazeutische Chemie (Prof. G. Zigeuner) und promovierte 1977 zum Dr. phil.. Seine berufliche Laufbahn begann der Autor als Betriebsassistent in einem pharmazeutischen Betrieb. Nach Firmenwechsel, dreijähriger Tätigkeit als Pharmaberater und zweijähriger Mitarbeit im Außendienst für medizinische Reagenzien und Diagnostika entschloß sich Dr. Berndt, Apotheker zu werden. Er absolvierte das Berufsausbildungsjahr in Linz, legte 1983 die Fachprüfung für den Apothekerberuf ab, arbeitete als Apotheker in Schärding, Linz und Lambach und führt seit 1991 seine eigene Apotheke in Lenzing. Seine Freizeit und Hobby sind von seiner Heimat am Attersee geprägt. Er schätzt am Segelsport die Erholung und die Herausforderungen, die sich aus dem komplexen Wechselspiel zwischen den Kräften der Natur und der Technik des Segelsports ergeben.

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Aus einer amazon-rezension: … „Der Autor, Apotheker Mag. Edmund Berndt, listet naturwissenschaftliche Argumente gegen die Wirksamkeit der paramedizinischen Therapien auf und versucht die Scharlatanerie zu entlarven. Er beschreibt, wie sich esoterisches Treiben – unterstützt durch Medien – bis in die Gesundheitspolitik einschleicht und aufdrängt, wie im Schatten des Halbwissens die Grundfesten der Aufklärung untergraben werden.
So weit so gut und in vielen Punkten gebe ich dem Autor recht und manche Haltung wäre eine interessante und anregende Diskussion wert (z.B. Ist die Apotheke der geeignete Ort, um „erzieherisch“ in Sachen Naturwissenschaft zu wirken und nicht vielmehr die Garantie, dass – abgesehen von der Heilwirkung – bei den Produkten Hygiene und Qualität unbedenklich und amtlich geprüft sind, anstatt dass paramedizinische „Heilmittel“ in dubiosen ungeprüften Esoterikläden vertrieben werden? Wo sind die Fortbildungen der unbeeinflussten Naturwissenschafter für die Fachleute? Ist nicht so manches in Medizin und Pharmazie daran schuld, dass die Esoterik soviel Zuspruch findet? u.v.m.).
Was mich an diesem Buch besonders gestört hat, ist vor allem ein überheblicher, beleidigter – teilweise frustrierter – Unterton. Mir fehlt die sachliche Gelassenheit, die die Argumente selbst wirken lässt. Stattdessen wird der Autor nicht müde, neue polemische Worte für die angegriffene Sparte zu finden („Schmalspuringenieure“, „Hinterhofbastler“) und erreicht streckenweise sehr tiefes Niveau
„…

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