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Was den Menschen antreibt: Psychoanalyse als Theorie und Praxis von Beziehung

Erich Fromm war der erste Psychoanalytiker, der den Menschen als Beziehungswesen ernst nahm. Lange vor der Bindungsforschung und der Etablierung der intersubjektiven Psychoanalyse sah er das Bezogensein des Menschen auf andere Menschen, auf die Wirklichkeit und auf sich selbst als das Kernproblem psychischer Strukturbildung an…

Entsprechend orientieren sich seine psychoanalytische Theoriebildung und therapeutischen Techniken in erster Linie an solchen individuellen und gesellschaftlichen Erfahrungen, deren unbewusste Wirkungen, Behinderungen und Konflikte in der therapeutischen Beziehung aufgedeckt werden sollen. Der im Psychosozial Verlag vorgelegte Band “Was den Menschen antreibt: Psychoanalyse als Theorie und Praxis von Beziehung” versammelt die wichtigsten Beiträge Fromms zu seiner psychoanalytischen Theorie und Praxis, unter anderem seine kritische Auseinandersetzung mit Freud.

Erich Fromm (1900-1980) war Soziologe, Psychoanalytiker und langjähriger Leiter der sozialpsychoanalytischen Abteilung des bekannten Frankfurter Instituts für Sozialforschung unter Max Horkheimer.
Seine konstruktiven Beiträge u.a. zur Weiterentwicklung der Psychoanalyse, zur Religionspsychologie und zur Gesellschaftskritik machten ihn zu einem der einflussreichsten Denker des vergangenen Jahrhunderts.

Herausgegeben wurde das Buch von Rainer Funk. Er war Erich Fromms letzter Assistent und verwaltet seine Rechte. Funk veröffentlichte zahlreiche Schriften von und über Fromm und ist Psychoanalytiker in Tübingen.

Aus der Einleitung des Herausgebers