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Docetaxel bei Prostatakarzinom

Bei ca. jedem Dritten kommt es zur Neutropenie, d.h. Abnahme der neutrophilen Blutkörperchen, einer Untergruppe der Granulozyten, die wieder eine Untergruppe der Leukozyten sind (weiße Blutkörperchen). Der Tiefpunkt (Nadir) wird nach 7 Tagen beobachtet und dauert 7 Tage. In dieser Zeit speziell Ansteckungsgefahr meiden (Mundschutz, Menschenmassen meiden).

Weitere Nebenwirkungen von Docetaxel

Haut: Es kann zu Rötungen der Haut kommen (Ausschlag, Exantheme) an Fuß, Hand und Unterarm kommen. Nagelveränderungen.
Nervensystem: das Auftreten einer peripheren sensiblen Neuropathie (Nervenreizung, Kribbeln) ist zwar häufig, geht aber idR wieder zurück.
Magen / Darm: Häufig sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Mundentzündungen (Vorbeugen zB m. Salviathymol).
Außerdem: Achten auf Zeichen einer Erkältung, Lungenentzündung (hängt auch mit Neutropenie zusammen), Tränenkanalverstopfung (ev. künstl. Tränen), Verletzungen an der Einstichstelle (Extravasationsverletzungen).

Effektivste Dosierung: Docetaxel alle 3 Wochen: 75 mg/m2 über 60 min i. v. an Tag 1, 5 mg Prednisolon 1–0–1 p.o. dauerhaft und Ondansetron als Begleitmedikation (bei Überleit). Zyklusdauer 21 Tage.
Glucocorticoide (zB Prednisolon, Cortisol, Dexamethason) können bei hormonrefraktärem (trotz Hormonblockade aktivem) Prostatakarzinom eine schwache Remission (Rückgang) bewirken. Die Ergebnisse sind im Vergleich zur maximalen Androgenblockade gleichwertig.

Bsp.: Doxetacel 1. Adm. 17-03-2011 12.00h übl. Reg.i. Komb. Prednisolon

!! Nadir: 24-03-2011 bis 31-03-2011. Mundschutz, wenig Besuch.

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