Archivsuche

Büchersuche

Archiv (chronolog.)

Chronisch Depressive brauchen mehr als Pharmaka

Jeder fünfte Deutsche erkrankt an einer Depression. Neue Behandlungsansätze bauen ganz auf Psychologie bzw. Psychotherapie. Zwei Verfahren aus diesen Disziplinen gegen eine chronische Erkrankung werden nun am psychologischen Institut der Universität Tübingen erprobt: die „Cognitive Behavioral System of Psychotherapy (CBASP)“ und die „System of Supportive Psychotherapy (SYSP)“…

Bei starker Depression hilft nur Therapie

pte – CBASP ist eine anstrengende Therapie, wo der Patient mitwirken muss, SYSP eine unterstützende, auf die Gefühle und das Erleben fokussierende Psychotherapie. Wer eine der Therapien mitmacht, muss auf Medikamente verzichten. Häufig bekommen Depressive, die chronisch leiden, eine medikamentöse Therapie verordnet.

„Bei einer schweren Depression wird empfohlen, beide Verfahren, also medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung, durchzuführen“, sagt die Leipziger Psychotherapeutin Christine Rummel-Kluge im pressetext-Interview. Menschen aller sozialen Schichten, Kulturen und Nationalitäten sind von Depressionen betroffen. Etwa ein Drittel davon ist chronisch erkrankt. Mit Hilfe von Medikamenten tritt oft auch keine Besserung ein.

Starke Belastung auch für Umfeld

Für Betroffene und Angehörige stellt die Erkrankung Depression eine große Belastung dar. Oft verlieren depressive Menschen das Interesse am sozialen Umfeld. Sie genießen geinsame Aktivitäten mit Familie und Freunden nicht mehr und können soziale Kontakte nicht aufrechterhalten. Niedergeschlagenheit, Interesse- und Freudlosigkeit sowie Antriebslosigkeit sind die Kernsymptome einer Depression.

Comments are closed.