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BMS schluckt Inhibitex: Hepatitis-C-Medikament im Fokus

Der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb übernimmt für 2,5 Mrd. Dollar (1,97 Mrd. Euro) den Mitbewerber Inhibitex. Das Unternehmen mit Sitz in New York interessiert sich dabei vor allem für Inhibitex‘ Medikament INX 189, ein vielversprechender Wirkstoff gegen Hepatitis C…

Übernahme für 2,5 Mrd. Dollar

ptebms.com  – inhibitex.com – Das Flagschiffprodukt von Inhibitex ist das Medikament INX-189, das die Phase II der klinischen Erprobung durchläuft. Dieses soll mit Produkten von Bristol kombiniert werden, um eine neue, besser verträglichere Therapie anbieten zu können. „Der Erwerb von Inhibitex bereichert das Portfolio für unsere in Entwicklung befindlichen Medikamenten gegen Hepatitis C und stellt ein wichtiges Investment für unsere langfristige Geschäftsentwicklung dar“, so Bristol-Ceo Lamberto Andreotti.
Das Hepatitis-Virus kann sich jahrelang unbemerkt im Körper befinden. Während dieser Zeit kann es jedoch zu einer schweren Schädigung der Leber kommen. Die Weltgesundheitsorganisation http://www.who.int geht davon aus, dass weltweit bis zu 170 Mio. Menschen betroffen sein könnten.

Branche leidet unter Kostendruck

„Wir werden weitere Fusionen am globalen Pharmamarkt sehen. Gerade kleine Unternehmen, die interessante Produkte und Forschung anbieten, sind Übernahmekandidaten“, meint dazu Stefan Mühlbauer, Analyst bei Silvia Quandt Research, im Gespräch mit pressetext.

Auch deutsche Pharmakonzerne suchen händeringend nach einer besserem Behandlungsmöglichkeit für Hepatitis-C-Patienten. So forciert Boehringer Ingelheim http://boehringer-ingelheim.com die Forschung in diesem Bereich. „Deutsche Pharmaunternehmen sind gerade in der Grundlagenforschung stark“, betont Mühlbauer. 2012 werde aber generell gesehen für den Sektor nicht gerade leicht. „Vor allem der enorme Kostendruck macht vielen Gesellschaften zu schaffen“, unterstreicht der Analyst.

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