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Samuel Mitja Rapoport

Nach dem Studium der Medizin und Chemie in Wien (Dr. med. 1936, Ph D 1939 USA) war Rapoport als Assistent bei Otto von Furth (Med Chemie) und entschloss sich nach dem Einmarsch der Deutschen, währenddessen er ein Stipendıum in Cincinnati wahrnahm, nicht nach Wien zurückzukehren. ln Cincinnati fand er hervorragende Arbeitsbedingungen vor (1942 Ass. Professor) und lernte seine aus Hamburg vertriebene künftige Ehefrau, eine Kınderarztin kennen…

Aus „Die Geschichte der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie im Spiegel ihrer Ehrenmitglieder„.

Z.B. Ehrenmitglied der Ges. (Ost / DDR) 1977:
Prof. em. Dr. med. Dr. phil. Dr. h. c. mult. Samuel Mitja Rapoport
* 27. November 1912 in Wolotschysk, Galizien, [heute Ukraine], gest. am 7. Juli 2oo4 in Berlin.
verh. 1946 mit Dr. med. Ingeborg, geb. Syllm; zwei Söhne, zwei Töchter.

Die Entdeckung der ACD-Lösung (Zusatz von Citrat u Dextrose) zur Haltbarmachung von Bluttransfusıonen brachte ihm die höchste zivile Anerkennung der USA durch Prasident Truman ein („Certificate of Merit“).

Als 1950 seıne Verhaftung wegen „kommunistıscher Umtriebe« drohte (McCarthy) floh er nach Wien, wo ihm auf Betreıben der USA eine Anstellung verweıgert wurde 1952 nahm er einen Ruf aus Ost-Berlın an und wırkte von 1952 bis 1978 als Direktor des Bıochemıschen lnstıtuts der Humboldt-Universität

Einer seinerForschungsschwerpunkte war die Molekularbiologıe der Erythrozyten. Er inaugurıerte 1955 das Internationale Symposıum uber Struktur und Funktion der Erythrozyten (Zwölf Tagungen bis 1989).

Als charismatischer, international anerkannter Wissenschaftler und Autor des »Lehrbuches der Biochemie« war Rapoport der prominenteste Biochemiker der DDR, der zahlreiche Privilegien genoß. Als langjähriges Mitglied des Forschungsrates der DDR hatte er wesentlichen Einfluss auf Ausbildungspläne und Forschungsplanungen. Er war Vorsitzender der „Gesellschaft für Experimentelle Medizin der DDR« und der „Biochemischen Gesellschaft“. 1969 wurde er Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR; deren zwangsweise Auflösung im Rahmen der Wende brandmarkte er als Unrecht und wurde Gründungspräsident der Leibniz Sozietät. Rapoport war Ehrendoktor der Humboldt-Universität sowie der Semmelweiss-Universität in Budapest.

Der empfehlenswerte Film „Die Rapoports – Unsere drei Leben“ (2004) dokumentiert das Leben des Ehepaars Rapoport und erhielt 2005 den Adolf-Grimme-Preis. Frau Professorin Rapoport, Pionierin der Neonatologie, beging im September 2012 ihren 100. Geburtstag mit einem Symposium in Berlin.

siehe auch: Wiki

– Cellular und Molecular Biology of Erythrocytes (mit Haruhisa Yoshikawa), Baltimore 1974.

– The Reticulocyte. Boca Raton, Florida 1986. 238 S…. … …

Stolperstein für Prof. Hirschfeld

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