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Scham, Innere Richter und Rechtsextremismus

Vor allem unter jüngeren Ost- und älteren Westdeutschen gibt es vermehrt rechtsextreme Einstellungen, fand die Arbeitsgruppe um Elmar Brähler, Johannes Kiess und Oliver Decker in einer Längsschnittstudie heraus, in der sie insgesamt 17.000 Menschen befragte…

Der vorliegende Band »Rechtsextremismus der Mitte« präsentiert die Ergebnisse aus den letzten zehn Jahren.

Seit 2002 untersucht die Leipziger Arbeitsgruppe um Elmar Brähler und Oliver Decker die rechtsextreme Einstellung in Deutschland. Im Rahmen dieser bekannten »Mitte«- Studien werden im Zwei-Jahres-Rhythmus repräsentative Erhebungen durchgeführt. Getrennt nach Altersgruppen werden so Entwicklungstendenzen sichtbar, die für die demokratische Gesellschaft von höchster Relevanz sind.

Von zentraler Bedeutung ist dabei der Strukturwandel der Öffentlichkeit: Wo befindet sich heute der Ort demokratischer Auseinandersetzung? Mehr und mehr im virtuellen Raum des Internets? Welche Konsequenzen hat das für die gesellschaftliche Partizipation? Darüber hinaus wird eine Theorie der Gesellschaft vorgestellt, die aktuelle Diskurse der Sozialpsychologie mit einer Gegenwartsdiagnose verbindet und Herausforderungen für die Demokratie im 21. Jahrhundert formuliert.

Unter Mitarbeit von Janine Deppe, Immo Fritsche, Norman Geißler, Andreas Hinz und Roland Imhoff erschienen im Psychosozial-Verlag.

Akzeptanz und Anerkennung

Im selben Verlag erschien auch ein neues Buch zum psychologischen Basiswissen: Schamkonflikte belasten Menschen in unterschiedlicher Weise und hemmen Lebensfreude, Selbstwertgefühl und intime Beziehungen grundlegend. In der Scham erfährt das Subjekt eine Infragestellung und Bedrohung der sozialen Akzeptanz und Anerkennung. Scham ist aber nicht nur ein subjektives Gefühl, sondern hat auch eine intersubjektive Dimension, die in der Psychoanalyse in den letzten Jahren zunehmend verstanden und fokussiert wird. Im psychoanalytisch-therapeutischen Prozess ist Scham eine Hauptquelle für Widerstand, Verstrickungen und problematische Übertragungs-Gegenübertragungs-Konstellationen.

Über-Ich-Problematik

Um den »›inneren Richter‹ im Einzelnen und in der Kultur« geht es dann in einer Festschrift zu Ehren Léon Wurmsers, herausgegeben von Beate Steiner und Ulrich Bahrke. Die versammelten Beiträge behandeln verschiedene Aspekte der Über-Ich-Problematik im therapeutischen und kulturellen Kontext. So werden psychoanalytisch-klinische, soziokulturelle und literatur- und kulturwissenschaftliche Aspekte des »inneren Richters« dargestellt.

Außerdem erschienen gerade die März-Ausgaben der Zeitschriften »psychosozial«, »Psychotherapie im Alter«, »Behindertenpädagogik« und »Psychoanalyse und Körper«.

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