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Nach Geburt: BabyTime stärkt Mutter-Kind-Bindung

Das Cedars-Sinai Hospital in Los Angeles stellt frisch gebackenen Müttern seit kurzem das sogenannte „BabyTime“-Programm zur Verfügung, welches diesen die Möglichkeit bietet, ihre Neugeborenen auf der Babystation via iPad zu sehen und mit diesen zu sprechen. Außerdem können sich die Eltern über Video-Chat jederzeit mit dem medizinischen Team in Verbindung setzen…

Eltern können Neugeborenes via iPad sehen und mit ihm sprechen

Los Angeles/Wien ( http://cedars-sinai.edupte) Da es für Eltern nach der Geburt nichts Wichtigeres gibt, als dem Kind nahe zu sein, stellt das Kommunikationstool eine ernorme psychische Entlastung dar.

Stimme und Gesicht werden erkannt

Die Patientin Rachel Little hat BabyTime bereits genutzt. „Obwohl ich meine Tochter nicht halten konnte, hörte sie auf zu weinen, als sie meine Stimme hörte“, erzählt Little. „Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich das BabyTime-Programm positiv auf die Bindung zwischen einer Mutter und ihrem Kind auswirkt. Immerhin reagieren Neugeborene auf vertraute Stimmen und sind auch in der Lage, diese wieder zu erkennen“, sagt Psychotherapeut Dominik Rosenauer im Gespräch mit pressetext.

Darüber hinaus bestätigt der Experte, dass Säuglinge dazu fähig sind, die Gesichter ihrer Mütter auf einer hellen Oberfläche wahrzunehmen. „Versuche belegen, dass Babys interessierter auf schematisch abgebildete Muster regieren, die Ähnlichkeit mit einem Gesicht aufweisen. Dabei neigen die Neugeborenen dazu, ihren Blick eher den gesichtsähnlichen Abbildungen zuzuwenden als anderen Darstellungen“, erläutert Rosenauer.

Kommunikationslücken überbrücken

Mütter sind unmittelbar nach der Geburt oftmals nicht in der Lage, eine körperliche Beziehung zu ihrem Baby herzustellen, weil sich dieses aufgrund unvorhergesehener Umstände noch in intensivmedizinischer Betreuung oder in einem Brutkasten befindet. Laut Charles F. Simmons, Vorstand des Cedars-Sinai Department of Pediatrics, verstärkt diese Technologie nicht nur das Bindungsgefühl zwischen Mutter und Kind, sondern trägt auch dazu bei, die Kommunikationslücken zwischen der Familie und dem Ärzteteam zu füllen.

Kommt das Neugeborene auf die Babystation, so wird ein iPad in der Nähe des Brutkastens installiert. Die Mutter, welche sich außerhalb der Station befindet, erhält ebenfalls ein iPad, mit dem sie sich bei Bedarf auf BabyTime anmelden kann. Das Programm läuft über eine sichere Internetverbindung des Krankenhauses. Durch die zusätzliche Kommunikationsmöglichkeit mit den Ärzten und Schwestern lässt sich die Angst und der Stress von den Müttern nach der Geburt ihres Kindes erheblich reduzieren.

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