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LaMachsikim ba: Kreatives Schreiben als Therapieansatz

Kreatives Schreiben verhilft zu mehr Selbstwirksamkeit, zu mehr Selbstachtsamkeit und ist somit eine unerschöpfliche Kraftquelle.

Dass man dieses Instrument nicht nur als Einzelner einsetzen kann, sondern auch in der systemischen Therapie, zur Personal- und Unternehmensentwicklung, großen Nutzen daraus ziehen kann, behaupten Renate Haußmann und Petra Rechenberg-Winter. In einem aktuellen Arbeitsbuch stellen sie ein wissenschaftlich fundiertes und praxiserprobtes Schreibwirkmodell vor. Neben theoretischem Grundwissen finden sich darin auch zahlreiche Schreibübungen und -beispiele. (Aus der Einleitung zu Kreatives Schreiben im systemischen Kontext)

Alles, was in mir steckt: Kreatives Schreiben im systemischen Kontext

Dass das kreative Schreiben sich schon auf dem Weg zu anerkannten Therapieverfahren dürften die Wenigsten wissen.
Beim Verlag Vandenhoeck & Ruprecht findet sich dazu aber allerhand:

Schreib es dir von der Seele: Kreatives Schreiben leicht gemacht

»Was ich auf dem Herzen habe, muss heraus, und darum schreibe ich.«
Ludwig van Beethoven

»Storytelling reveals meaning without committing the error of defining it.«
Hannah Arendt

Schreiben entlastet, schafft Ordnung im Chaos, verhilft zu Einsichten und führt zu einem reichen und lebendigen Leben. Anhand vielfältiger praktischer Übungen, die leicht durchführbar sind und Schreibspaß vermitteln, zeigt Silke Heimes, wie es gelingen kann, das »Schreib-Ich« zu wecken und Schreiben als natürliche, kreative Kraft und Inspirationsquelle zu nutzen. Ob spielerisch die Zeilen geschnitten werden (Cut-up-Technik) oder die Lieblingsspeise imaginiert wird, der Schreibende erweitert seinen Blick, wechselt die Perspektive, öffnet sich für neue Erfahrungen und tritt in tiefen, befriedigenden Kontakt mit sich und seiner Umwelt.

Kreatives und therapeutisches Schreiben: Ein Arbeitsbuch

Schreiben kann eine Entdeckungsreise zu sich selbst, eine achtsame Annäherung an die eigene Person und die Umwelt sein und es fördert die Persönlichkeitsentwicklung. Relevante lebensgeschichtliche Konflikte können aufgearbeitet werden. Kreatives und therapeutisches Schreiben intensiviert die Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit, es verändert die routinierte Wahrnehmung und erweitert den Blick.

Gerade schaue ich den Baum an. Ein Lebensbaum, so heisst er bei uns. Bei Eva und mir. Weil ich es nicht besser wusste, oder hat sie es gesagt? Wie er botanisch heisst, frage ich mich und weiss es nicht und werde unsicher. Ich bekomme Angst: „Vielleicht ist er kein Baum des Lebens?“…

Das wäre schlecht, denn gerade habe ich gesagt: „Mein G’tt im Himmel, verlasse mich nicht, ich möchte festhalten an dir, wie am Baum des Lebens“ und dabei fiel mein Blick auf das Bild an unserer Wand. Zuerst dachte ich „Oh, ein gutes Zeichen“. Ein Baum in der Wüste, im Negew, die Säulen Salomons im Hintergrund. Der Baum ist flach, kriecht am Boden.
Ich bekomme Angst: „Wenn er zu schwach ist, wird er die Not nicht überleben“.
Aber er ist nicht schwach. Er hat die ideale Form für diesen Ort. Er spendet maximal Schatten, alle lieben ihn, so wie er ist.

Deshalb steht er da schon so lange und lebt.
Und ich? Auch.

Hierfür werden Techniken wie Imagination und Traumarbeit vorgestellt. Eigenes Schreiben steht jedem offen, es bedarf keiner besonderen literarischen oder sprachwissenschaftlichen Fähigkeiten, vielmehr ist in jedem Menschen ein sprachliches Ausdrucksvermögen vorhanden. Dieses Arbeitsbuch enthält zahlreiche Schreibübungen und Anleitungen für Poesietherapeuten, Psychotherapeuten und Schreibgruppenleiter. Es unterstützt außerdem die poetische Selbstanalyse.

»Nichts packt mich mehr als die Entwicklung visionärer Konzepte, die nah an den Bedürfnissen der Menschen sind und sich trotzdem an wirtschaftlicher Realität und ökonomischem Erfolg messen lassen können. Dabei interessieren mich nicht die schnellen Lösungen, sondern mehr die Fragen, die nach Antworten verlangen. Vor der Umsetzung immer neuer Entwicklungen muss es einen Schritt geben, der von einer anderen Kraft gespeist wird als von Logik und theoretischer Machbarkeit. Etwas, das stark macht, um zu widerstehen. Nicht nur Krisen, sondern auch dem allesfressenden Monster, das Anspruch heißt.«
Renate Haußmann

»Im Prozess des kreativen Schreibens gestaltet sich in mir etwas, das ich bis dahin nicht in dieser Form gesehen, geschweige denn dargestellt habe, obwohl alle zugrunde liegenden und genutzten Elemente bereits in mir waren. Dabei reproduziere ich nicht bereits Formuliertes, begegne auch nicht nur mir selbst wie in einem Spiegel, sondern stelle neue Bilder, Zusammenhänge, Narrationen, Geschichten, Sichtweisen her. Mit dieser Veränderung entwickle ich mich, entwickelt sich meine Wirklichkeit, mein Selbst. Schreiben ist für mich Selbstentwicklung.«
Petra Rechenberg-Winter

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