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Zwischen Geld und Moral: Prostitution in Bamako

Menschenhandel, Sklaverei, Armut, Unterdrückung und sexuelle Ausbeutung der Frau in patriarchalen Gesellschaften. Das sind die mit Prostitution in Afrika üblicherweise verbundenen Assoziationen…

So unbestritten das alles, oft in erschreckenden Dimensionen, existiert, bleibt doch die Frage, ob das unhinterfragt zu verallgemeinern ist.
Inès Neubauer war deshalb vor Ort in Bamako und ist dem nachgegangen. Sie hat mit Prostituierten gesprochen, ihren Kunden, mit Polizisten und Vertretern von NGOs und auch mit unbeteiligten Bürgern.

Herausgekommen ist ein facettenreiches Bild: Prostitution ist in Bamako kein gesellschaftlich scharf um- und abgegrenzter Beruf, sondern in das soziale Netz der Stadt verwoben, in dem Prostituierte eher informell aktiv sind und kaum von Zuhältern drangsaliert oder rechtlichen Zwängen unterworfen werden.

Inès Neubauer, 1982 geboren, Studium der Historischen Ethnologie in Frankfurt am Main. Forschungen in Mali und Ruanda zum Verhältnis von Diskursen und sozialen Dynamiken. Bereitet derzeit ihre Dissertation zum Thema Konsum und Entwicklungszusammenarbeit im Rahmen der Wirtschaftsethnologie in Mainz vor. Ihr Buch über Bamako wird im September erscheinen.

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