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Forschung: Musik der Kindheit prägt massiv

Junge Erwachsene zeigen die meisten Gefühle bei Musik, die sie als Kinder bei ihren Eltern gehört haben. Das haben Psychologen der Cornell University in einem Experiment ermittelt…

Lieder aus der Generation der Eltern sind häufig mit Emotionen behaftet
Musik verbindet Generationen

ptecornell.edu – „Musikstücke sind zusammen mit den Emotionen abgespeichert, die bei ihrem Anhören vorhanden waren“, sagt Andreas C. Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie http://music-psychology.de , gegenüber pressetext.

Mit Situationen abgespeichert

Die Emotionen selbst werden dabei nicht unbedingt von der Musik ausgelöst, sondern die Musik wird im Zusammenhang mit der Situation abgespeichert. „Außerdem werden episodische Erinnerungen, also Erinnerungen biografischer Ereignisse, mit Musikstücken verknüpft“, sagt Lehmann.
Diesen Effekt gibt es etwa bei Paaren, die ein bestimmtes Lied mit einem Ereignis in ihrer Beziehung verknüpfen. „Wir präferieren Musik unserer Jugend sowie – neuerdings gezeigt – aus der Jugend unserer Eltern. Denn diese Musik haben wir in der Kindheit gehört, da die Eltern diese Musik besonders mochten“, so Lehmann und verweist auf die Studie der Cornell University unter der Leitung von Carol Lynne Krumhansl.

62 junge Erwachsene analysiert

Die Studie belegt auch, wie eindrucksvoll eine bestimmte Musik in der häuslichen Umgebung sein kann. Um die Verbindung zwischen den autobiografischen Erinnerungen und bestimmten Musikstücken zu erforschen, haben die Psychologen 62 jungen Erwachsenen in einer Langzeitstudie Musik vorgespielt und sie nach ihren Emotionen befragt.

Überraschend für die Wissenschaftler: Die Anfang 20-Jährigen hatten die stärkste emotionale Bindung zu Populärmusik aus den 1980er-Jahren. Die Studienteilnehmer hatten eine besondere Affinität zu den Songs, die ihre Eltern gehört hatten, als sie selbst junge Erwachsene waren.

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