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Synergie: Neurobiologie und Psychotherapie

Empirisch-statistische Neurobiologie und klinisch-therapeutische Praxis waren lange zwei getrennte Welten. Ein neues Buch will Synergien zwischen beiden Ansätzen aufzeigen…


Dabei sollen Behandelnde in Klinik und Praxis mit Hilfe der neurobiologischen Grundlagenforschung neue Erkenntnisse über Ursachen, Therapie und Prognose der großen psychiatrischen Krankheitsbilder gewinnen, was ihre Arbeit befruchten und verändern kann.
Neurobiologische Wissenschaftler finden hingegen konkrete Anregungen, wie sich Forschungsdesigns an den klinischen Bedürfnissen orientieren könnten.

Nach einem Grundsatzkapitel zum Verhältnis von Psyche und Gehirn werden die einzelnen Störungsbilder dargestellt, z.B. Suchterkrankungen, Paraphilien, Schizophrenie, Angststörung, ADHS, Borderline u.a. Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen, PTBS.
Die renommierten Autoren beleuchten jeweils die Aspekte – Störungsbild, – Neurobiologie, – Tiefenpsychologische Psychotherapie und – Verhaltenstherapie. Sie lassen sowohl psychodynamische als auch verhaltenstherapeutische Vorstellungen zielorientiert und gleichgewichtig zu Wort kommen.
Entstanden ist ein Grundlagenwerk mit dem Potential zu Integration und gegenseitigem Erkenntnisgewinn für Psychiater, Psychotherapeuten, Psychologen, Neurowissenschaftler (Biologen, Mediziner, Pharmakologen).

Herausgegeben von Prof. Dr. med. Georg Juckel, Ärztlicher Direktor des LWL-Universitätsklinikums Bochum, und Dr. med. Marc-Andreas Edel, Oberarzt Abt. Persönlichkeitsstörungen und ADHS, Uniklinik Bochum, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Präventivmedizin der Ruhr-Universität Bochum.

Der Bremer Hirnforscher Gerhard Roth versteht das Buch als einen mutigen und zugleich realistischen weiteren Schritt in Richtung Erforschung der neurobiologischen Grundlagen des Psychischen, seiner Erkrankungen und seiner Behandlung, der alle nur erdenkliche Unterstützung verdient.

http://www.schattauer.de

VORWORT von Gerhard Roth
Körper, Verstand, Seele: Neurobiologie der Psyche
Seit der Antike wird das Gehirn als „Sitz“ oder zumindest als „Werkzeug“ der Seele angesehen. Wo genau die Seele sitzt bzw. wo und wie sie auf das Gehirn einwirkt, das war bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts umstritten. Vieles war damals noch ganz rätselhaft, z. B. die Funktion der Ventrikel, der grauen und weißen Substanz, der Nervenfasern und der „Ganglienkugeln“ und insbesondere die Art der Erregungsfortleitung im Gehirn….

EINFÜHRUNG der Herausgeber
Neurobiologie und Psychotherapie: Wo sitzt die Seele?
Es ist aus unserer Sicht – abgesehen von Finanzierungsaspekten – wenig nachvollziehbar, warum einerseits die Pharmakotherapie so intensiv erforscht wird, andererseits jedoch viele Verfahren in der Psychiatrie wie die Ergotherapie, die Bewegungstherapie und insbesondere die „Königsdisziplin“ Psychotherapie, sowohl bezüglich Effektivität als auch Wirkmechanismen seit Jahrzehnten so sträflich vernachlässigt werden…

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