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NADA-Fachtagung

Akupunktur ist seit jeher Teil der traditionellen chinesischen Medizin, die in vielen Bereichen angewandt wird. Ein relativ neuer Bereich ist dabei die Suchtbehandlung…

Von Ramona Ambs

Dabei entdeckte der Hongkonger Arzt Wen bereits 1973, dass die Nadelstimulation am Ohr die Entzugssymptomatik Opiumabhängiger deutlich reduziert. Daraufhin wurde seine Methode in einigen Drogenambulanzen und Fachkliniken übernommen und weiter erprobt und kombiniert. Schließlich entstand so ein geeignetes Behandlungssetting, dass sich als NADA-Protokoll etablierte. NADA (Abkürzung für National Acupuncture Detoxification Association) wurde dann 1985 in New York gegründet und die Behandlungsmethode verbreitet sich seither kontinuierlich.

Mittlerweile arbeiten auch hierzulande rund 300 psychiatrische Suchtkrankenenrichtungen und zahlreiche Drogenambulanzen mit dem NADA-Protokoll. Die NADA-Akupunktur wird auch bei anderen Patienten (mit depressiven Störungen, burnout oder traumatischen Erlebnissen) erprobt und zeigt auch dort positive Effekte. Die 1993 gegründete deutsche Sektion von NADA, hat sich deshalb zum Ziel gesetzt Suchtkranke, psychisch Kranke, Traumatisierte und Menschen mit Stresserkrankungen mit Hilfe der Kombination der 5 Ohrpunkte, dem sog. NADA-Protokoll, zu behandeln bzw. Angehörige psychosozialer und medizinischer Berufsgruppen in dieser Form der Behandlung auszubilden.

Ersteres betrifft auch in zunehmenden Maße Flüchtlinge, die in den letzten Jahren hier angekommen sind. Deren Stress, Angst und Traumata stellen neue Herausforderungen dar.

In der Fachagung „STRESS, ANGST und TRAUMA- wie hilft das NADA-Protokoll“ wollen sich nun Referenten aus verschiedenen Ländern und Disziplinen dazu austauschen und dabei neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, sowie persönliche Erfahrungsberichte zur Wirksamkeit und den neuen Einsatzmöglichkeiten des NADA-Protokolls erörtern.

Die NADA-Fachtagung findet am 23. & 24. September 2016 in Heidelberg statt.

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