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COPD-Patienten:
Falsch oder gar nicht behandelt
Erschütternde Resultate bei neuer Volkskrankheit
Glasgow (pte, 8. September 2004 08:25) - Patienten, die an einer chronisch
obstruktiven Bronchitis COPD leiden, werden extrem häufig falsch
diagnostiziert oder überhaupt nicht behandelt.
Zu diesem Schluss kommt eine
Studie der European Respiratory Society (ERS) http://www.ersnet.org , die
derzeit in Glasgow tagt. Die Erkrankung zählt in der Zwischenzeit allerdings
zu den Volkskrankheiten. Weltweit sterben etwa 2,7 Mio. Menschen daran, in
Deutschland gibt es geschätzte drei bis fünf Mio. Patienten.
COPD oder "chronic obstructive pulmonary disease" wie der internationale
Fachausdruck heißt, steht für Krankheitsbilder, die dadurch gekennzeichnet
sind, dass der Luftstrom vor allem beim Ausatmen behindert ist und sich im
Lauf der Jahre neben der Atemnot ein Gefühl der "Überblähung" entwickelt.
Husten und übermäßige Schleimproduktion sind weitere Symptome. Obwohl die
Erkrankung mit ihrer Todesrate zur vierthäufigsten Todesursache zählt,
schätzen die Experten, werden 75 Prozent der Fälle in Europa und 50 Prozent
der Fälle in den USA nicht richtig diagnostiziert. "Der Grad an falschen
Diagnosen ist extrem beunruhigend", so David Price, Experte von der
University of Aberdeen.
Die Diagnose COPD bedeutet einen belastenden Einschnitt ins Leben, da die
Erkrankung per se nicht heilbar ist. Sie gehört aber dennoch zu den
Lungenerkrankungen, die medizinisch in den Griff zu bekommen sind. Dazu
zählen unter anderem die Aufgabe des Rauchens, körperliches Training,
Atemgymnastik und gesunde Ernährung. Zusätzlich werden Medikamente
verabreicht. Die Experten fordern, dass die Mediziner genauere Diagnosen
stellen, um die Therapien zu verbessern und dabei den Patienten mehr Chance
zur Linderung zu geben.
Weitere Informationen: http://www.copd-aktuell.de und
http://www.goldcopd.com
hagalil.com / 13-09-2004
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