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Eine israelisch-amerikanische Entwicklung:
Ultraschall statt Spritze
Joseph Kost, Professor der Universität
in Be´er Sheva (http://www.bgu.ac.il/index.php),
und sein Kollege Robert Langer vom Massachusetts Institute of Technology
MIT (http://www.mit.edu/) haben
eine alternative Spritze zur Verabreichung von Medikamenten entwickelt
und dafür eine Einfuhrerlaubnis von der amerikanischen Food and Drug
Administration (FDA) erhalten.
Mit der Erlaubnis gewährt die Behörde zum
ersten Mal die kommerzielle Nutzung eines medizinischen Geräts, das
bestimmte Wirkstoffe anstelle einer Spritze über Ultraschall verabreicht
und auf diese Weise lokale Schmerzen lindert.
Das Gerät wird zur lokalen Betäubung vor Katheter-Operationen und
Bluttransfusionen verwendet. Die Behandlung beansprucht ungefähr 30
Sekunden und ist mit keinerlei Schmerzen oder Schäden für die Haut
verbunden. Die technologische Entwicklung des Geräts dauerte acht Jahre.
Nun bringt die Investition von Kost und Langer ihre ersten Früchte.
Die Technologie kann auch den Blutzucker von Diabetes-Patienten ohne
Einstich messen und wird zusammen mit Bayer entwickelt. Wir wollen unser
Gerät zu einem Verbraucherpreis von 50 bis 100 Dollar anbieten, welches
es den Zuckerkranken ermöglichen wird, ihren Blutzucker ohne jeglichen
Schmerz zu messen, sagte Kost. Durch das Gerät dringen die
Ultraschallstrahlen unter die Haut, wo sie die Poren weiten und Stoffe
nach innen und außen befördern.
In Israel haben bereits einige Start-Up Unternehmen versucht, eine
Technologie zur Messung des Blutzuckers ohne Einstich zu entwickeln.
Diese Versuche sehen zwar
vielversprechend aus, ihre Tests sind aber teilweise noch nicht
abgeschlossen oder die Geräte haben noch keine Freigabe durch die FDA.
Laut Kost ist die Anwendung anderer Technologien langsamer als die
Nutzung von Ultraschall.
Die beiden Forscher haben 1996 die Firma Sontra gegründet, die heute an
der NASDAQ gehandelt wird. Kost sagte, dass die Firma weitere Geräte zur
Verabreichung von Medikamenten ohne Spritze entwickle, unter anderem
Grippe-Impfungen und Schmerzminderer für Krebskranke, welche derzeit
getestet werden und noch nicht von der FDA genehmigt wurden. Der
Marktwert der Firma wird derzeit auf ca. 40 Millionen Dollar geschätzt.
Kost besitzt ca. eine halbe Million Aktien der Firma, die mit MIT unter
Vertrag steht. (Haaretz)
israel.de
Newsletter der israelischen Botschaft Berlin
hagalil.com / 15-10-2004
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