Klinische Pharmakologie / Psychopharmakologie

 
 

 
 

„Die besten Dinge im Leben sind nicht die, die man für Geld bekommt.“
Albert Einstein

Seit dem Startschuss von Bundeskanzler Gerhard Schröder mit einem Zitat Albert Einsteins am Bundeskanzleramt Anfang Februar sind zahlreiche Ministerien und öffentliche Einrichtungen der Zitatidee im Einsteinjahr 2005 gefolgt. Das Jahr ist eine gemeinsame Initiative von Bundesregierung, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur.

Die Idee, Albert Einsteins Worte im öffentlichen Raum sichtbar werden zu lassen, soll eine neue Form der Wissenschaftskommunikation begründen und der breiten Öffentlichkeit einen leichten Einstieg in Einsteins Gedankenwelt ermöglichen. „Wir wollen die Menschen im Alltag erreichen, sie neugierig machen, zum Nachdenken und zum Nachfragen anregen. Fragen zu stellen ist die Grundlage allen Lernens“, sagt Dr. Gerd Weiberg, Leiter des Büros Einsteinjahr 2005 Berlin.

Alle Einstein-Zitate an Gebäuden sind auf der offiziellen Website des Einsteinjahres 2005 in der Rubrik "Denk mal" zu finden.
Bisher sind folgende Zitate Einsteins in Berlin und Umgebung zu entdecken:
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„Der Staat ist für die Menschen und nicht die Menschen für den Staat.“
An der Nordfassade des Bundeskanzleramts sind diese Worte Albert Einsteins,
die der weltberühmte Physiker und Pazifist 1932 in einer Rede zur Genfer Abrüstungskonferenz
äußerte, zu lesen. Bundeskanzler Gerhard Schröder wählte das
Zitat, weil es Einsteins grundlegendes Verständnis von der Rolle des Staates ausdrückt:
„Der Staat sollte als seine wichtigste Aufgabe das Individuum schützen
und ihm die Möglichkeit zur besten Entfaltung seiner Persönlichkeit geben“, zitierte
Kanzler Schröder den Wissenschaftler bei der Enthüllung des Ausspruchs
am 1. Februar 2005.
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: French, Anthony: Albert Einstein. Wirkung und Nachwirkung; Vieweg, Braunschweig,
1985, Seite 285.
1d]STb\X]XbcTaXd\ STa 5X]P]iT]
„Mein politisches Ideal ist das demokratische. Jeder soll als Person respektiert
und keiner vergöttert sein.“
Das Zitat stammt aus dem Aufsatz „Wie ich die Welt sehe“. Er wurde um 1930
verfasst und 1931 in englischer Fassung im 13. Band der „Living Philosophies“
abgedruckt. Einstein bezieht sich in diesem Aufsatz, in dem es um das Denken
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und die Freiheit des Menschen geht, auf ein Zitat Arthur Schopenhauers: „Ein
Mensch kann zwar tun, was er will, aber nicht wollen, was er will.“
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: Einstein, Albert: Mein Weltbild; hrsg. von Carl Seelig, Europa Verlag, Zürich 2005,
Seite 8.
1d]STb\X]XbcTaXd\ STa 9dbcXi
„Wenn es sich um Wahrheit und Gerechtigkeit handelt, gibt es nicht die Unterscheidung
zwischen kleinen und großen Problemen.“
Dieses Zitat stammt aus Einsteins unvollendetem und letztem schriftlichen Manuskript-
Entwurf für die Ansprache zum 7. Jahrestag der Unabhängigkeit Israels.
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: Einstein-Archiv 28-1098.
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„ Ich bekenne mich zum Ideal der Demokratie.”
Einstein äußerte diesen Satz in seinem Beitrag „Mein Glaubensbekenntnis“ während
einer Schallplattenaufnahme für die Deutsche Liga für Menschenrechte 1932
in Berlin.
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: Einstein-Archiv 28-218.

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„Wichtig ist, dass man nicht aufhört zu fragen.“
Diese Worte Einsteins zitiert William Miller in einem Beitrag der Zeitschrift Life
vom 2. Mai 1955. Miller ist der Vater eines jungen Harvard-Studenten, der nach
dem Sinn des Daseins fragt. Einstein macht dem jungen Mann Mut, indem er ihm
vor Augen führt, dass Dinge wie Geld oder Karriere nicht wichtig seien. Wichtig sei
es dagegen, den Wert im Leben selbst zu erkennen und nicht aufzuhören zu fragen.
(“Never lose a holy curiosity.”) „Einstein macht damit nicht nur diesem Studenten
Mut, sondern hoffentlich allen jungen Menschen“, sagt Bundesforschungsministerin
Edelgard Bulmahn zu dem Zitat an ihrem Ministerium.
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: Life vom 2. Mai 1955.

1d]STb\X]XbcTaXd\ Uãa 6Tbd]SWTXc d]S B^iXP[T BXRWTad]V
„Oft bedrückt mich der Gedanke, in welchem Maße mein Leben auf der Arbeit
meiner Mitmenschen aufgebaut ist, und ich weiß, wie viel ich ihnen schulde.“
Einstein äußerte diesen Satz in seinem Beitrag „Mein Glaubensbekenntnis“ während
einer Schallplattenaufnahme für die Deutsche Liga für Menschenrechte 1932
in Berlin.
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: Einstein-Archiv 28-218.
1d]STb\X]XbcTaXd\ Uãa ETaQaPdRWTabRWdci 4a]ËWad]V d]S ;P]SfXacbRWPUc
„ Es wäre traurig, wenn die Tüte wertvoller wäre als das darin verpackte Fleisch.“
Anlässlich des Todes von Albert Einstein zitierte die New York Times in ihrem
Nachruf am 19. April 1955 diesen Ausspruch Einsteins. (“It would be a sad situation
if the bag was better than the meat wrapped in it.“)
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: New York Times vom 19. April 1955.

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1d]STb\X]XbcTaXd\ Uãa FXacbRWPUc d]S 0aQTXc
„Der Wert der Leistung liegt im Geleisteten.“
Die Quelle dieses Zitats ist ein Briefwechsel mit D. Liberson aus dem Jahr 1950.
Auf die Frage Libersons am 27. Oktober: “Would you say, that the large number of
Jewish Nobel Prize Winners has helped the Jewish people?” antwortete Einstein
am 28. Oktober 1950: “Your last question – about the Nobel Prize Winners –
seems to me not a reasonable one. For the value of achievement lies in
achieving.”
@dT[[T
: Einstein-Archiv 60-297.
1d]STb\X]XbcTaXd\ Uãa FXacbRWPUc[XRWT IdbP\\T]PaQTXc d]S 4]cfXRZ[d]V
„Das Denken und die Methoden der Vergangenheit konnten die Weltkriege nicht
verhindern, aber das Denken der Zukunft muss Kriege unmöglich machen.“
Das Zitat Einsteins ist Teil eines Artikels, der am 23. Juni 1946 in der New York
Times publiziert wurde.
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: New York Times vom 23. Juni 1946.

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„Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle.“

Das Zitat stammt aus dem Aufsatz „Wie ich die Welt sehe“, der um 1930 von Einstein
verfasst wurde. Der Aufsatz dreht sich um das Mysterium des Lebens.
@dT[[T
: Einstein, Albert: Mein Weltbild; hrsg. von Carl Seelig, Europa Verlag, Zürich 2005,
Seite 10.
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„Ich habe keine besondere Begabung, sondern bin nur leidenschaftlich neugierig."
Diesen Satz schrieb Albert Einstein in einem Brief an seinen Biographen
Carl Seelig am 11. März 1952.
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: Einstein-Archiv 39-013.
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„Die Sehnsucht des Menschen verlangt nach gesicherter Erkenntnis.“
Der Ausspruch Einsteins stammt aus seinem Aufsatz „Bertrand Russell und das
philosophische Denken“ aus dem Jahr 1946. Einstein schrieb diese Arbeit für den
fünften Band der von Professor A. Schilpp herausgegebenen “Library of Living
Philosophers“. Nachzulesen ist der Beitrag in Albert Einsteins „Mein Weltbild“.
@dT[[T
: Einstein, Albert: Mein Weltbild; hrsg. von Carl Seelig, Europa Verlag, Zürich 2005,
Seite 46.
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„Berlin ist die Stätte, mit der ich durch menschliche und wissenschaftliche Beziehungen
am meisten verwachsen bin.“
Dieser Satz stammt aus Albert Einsteins Brief an den preußischen Unterrichtsminister
Konrad Haenisch vom 8. September 1920. Der Wissenschaftler verfasste
ihn in der Zeit, als er in Berlin lebte und lehrte. Einstein hatte ein Jahr zuvor geheiratet.
Im Brief heißt es weiter:„ Einem Ruf ins Ausland werde ich nur in dem
Falle Folge leisten, dass äußere Verhältnisse mich dazu zwingen.“
@dT[[T
: Einstein-Archiv 43-827.
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„Echte Demokratie ist doch kein leerer Wahn.“
Das Zitat entstammt einer autobiographischen Skizze, die Einstein für die Zeitschrift
der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) verfasst hat.
Der Botschafter der Schweiz, Dr. Werner Baumann, wählte das Zitat, weil es Einsteins
positive Erfahrungen mit dem Schweizer Schulwesen wiedergibt. „In der
Schweiz, wo Einstein von 1895 bis 1914 lebte, wurde er sich bewusst, welche Rolle
Bildung und Erziehung für demokratisches Verstehen und Handeln spielen“,
sagte Werner Baumann bei der Zitat-Enthüllung am 1. Februar 2005 in Berlin.
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Seelig, Carl: Helle Zeit – dunkle Zeit. In memoriam Albert Einstein; Zürich, Stuttgart,
Wien, 1956; zitiert nach: Melcher, Horst: Albert Einstein wider Vorurteile und Denkgewohnheiten;
Verlag das Europäische Buch, Berlin, 1988, Seite 71.
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„Zur Strafe für meine Autoritätsverachtung hat mich das Schicksal selbst zu einer
Autorität gemacht.”
Albert Einstein äußerte diesen Satz im September 1930 gegenüber einem Freund.
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: Einstein-Archiv 36-598.
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„Weisheit ist nicht das Ergebnis der Schulbildung, sondern des lebenslangen Versuchs,
sie zu erwerben.“
Albert Einstein schrieb diese Worte in einem Brief vom 22. März 1954 an seinen
Bewunderer J. Dispentiere.
@dT[[T
: Dukas, Helen/Banesh Hoffmann: Albert Einstein. The Human Side; Princeton University
Press, Princeton, New Jersey, 1979, Seite 44.
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„Das Streben nach Wahrheit und Erkenntnis gehört zum Schönsten, dessen der
Mensch fähig ist."
Albert Einstein äußerte diese Worte in einer NBC-Rundfunksendung für United
Jewish Appeal am 11. April 1943. (Der vollständige Ausspruch lautet: „Das Streben
nach Wahrheit und Erkenntnis gehört zum Schönsten, dessen der Mensch
fähig ist, wenn auch der Stolz auf dieses Streben meist im Munde derjenigen ist,
die am wenigstens von solchem Streben erfüllt sind.“)
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: Einstein-Archiv 28-587.
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hagalil.com / 16-06-2005

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