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Erste Tests mit Affen erfolgreich abgeschlossen:
HIV und Ebola Viren zur Behandlung von
Mukoviszidose
http://www.bbc.co.uk
Philadelphia (pte) - Mukoviszidose soll durch Elemente
der beiden potenziell tödlichen Viren HIV und Ebola behandelbar werden.
Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Pennsylvania
http://www.upenn.edu gekommen.
Die Viren werden dazu eingesetzt, eine
gesunde Version des bei Mukoviszidose geschädigten Gens direkt in die
Lungenzellen zu transportieren. Tests mit Affen waren laut dem Team um
Gary Kobinger erfolgreich. Der Umstand, dass Mukoviszidose durch die
Mutation eines einzelnen Gens verursacht wird, wurde 1989 erkannt. Seit
diesem Zeitpunkt wurde nach einer Möglichkeit der Beseitigung dieser
Schädigung geforscht.
Die Wissenschafter kombinierten ein Protein von der Oberfläche des
Ebolavirus, das auf die Lungenzellen abzielt, mit einem Teil des HIV
Virus, der leicht Gene in den genetischen Aufbau von Zellen einfügt.
Eine gesunde Kopie des CFTR Gens wurde in der Folge zwischen diesen
beiden Komponenten eingefügt. Erste Tests zeigten, dass das Hybrid-Virus
sehr wirksam ist. Bei Mäusen war das Testgen nach zwei Monaten in 24
Prozent der Atemwegszellen aktiv.
Bei Affen war das Gen nach zwei
Monaten in 21 Prozent der Lungenzellen aktiv. Weitere Tests werden
derzeit durchgeführt. Kein Viruselement sollte in der Lage sein, eine
Erkrankung zu verursachen. Im unwahrscheinlichen Fall einer Infektion
würde das Virus laut NewScientist wie HIV aussehen. Wenn es in das Blut
gelangte, würde es sich nicht so effektiv wie das normale Virus
vermehren. Es könnte jedoch sein, dass die Patienten Auswirkungen
spüren. Die größte Gefahr besteht laut NewScientist darin, dass die
Ansteckung eines Patienten mit HIV zu einer neuen Virenkombination
führen könnte.
Steve Hyde von der University of Oxford http://www.ox.ac.uk erklärte
laut BBC, dass auf die Lunge abzielende Therapieansätze schwierig
durchzuführen seien, da der Körper über umfangreiche Abwehrmechanismen
verfüge. Der neue Ansatz sei sicher wirksam. Ähnliche Studien hätten
gezeigt, dass der Körper rasch lerne, sich gegen das fremde Virus zu
verteidigen. "Der Körper bildet Antikörper. Der Therapieansatz
funktioniert beim ersten Mal.
Es besteht jedoch keine Garantie, dass das
auch beim zweiten Mal oder bei weiteren Versuchen so bleibt."
Bedenken
bestünden auch, da diese Virentherapie zu der gleichen Klasse gehöre wie
jene, die Kindern mit einer Störung des Immunsystems verabreicht worden
war. Bei dieser französischen Studie wurde versehentlich ein Krebs
verursachendes Gen aktiviert.
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monschein@pressetext.com
hagalil.com /
09-06-2005
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