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Träume sind kein Kokolores
Eschborn (ots) - Träume sind
keineswegs Schäume, wie vor allem häufig ältere Menschen denken.
»Es lohnt sich, auf seine Träume zu
achten, um so zur Lösung von Problemen zu gelangen«, sagt Privatdozent
Dr. Michael Schredl, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim,
im Gespräch mit der »Neue Apotheken Jllustrierte« in ihrer aktuellen
Ausgabe vom 15. Juni.
»Gelingt es, Traumerinnerungen in das
Wachbewusstsein zu integrieren, so kann man aus Träumen klüger werden«,
sagt der Schlaf- und Traumforscher. Ältere Menschen seien hier sogar im
Vorteil. Sie hätten größere Chancen, sich ihre Träume zurückzurufen, da
sie im Laufe der Nacht häufiger aufwachen und das Traumerleben somit
Stück für Stück in ihr Wachbewusstsein übertragen können.
Der Wissenschaftler empfiehlt, stets
Papier und Bleistift oder ein Aufnahmegerät neben dem Bett liegen zu
haben, so dass die Traumerlebnisse nach dem Aufwachen umgehend
aufgeschrieben beziehungsweise diktiert werden können.
Doch Schredl warnt vor der unkritischen
Nutzung von Symbollexika. Diese seien meist »reiner Unsinn«. Fixe
Deutungen, so der Fachmann, werden der Vielfalt der möglichen
Interpretationen nicht gerecht. Jeder sei sein eigener Traumexperte.
Stets müssten Traumsymbole individuell verstanden werden.
Träume dienen wie das Denken dazu,
Probleme oder Stress zu erkennen, zu verarbeiten und Sinn zu finden.
Schredl: »Wer sein Traumleben kennt, wird dadurch noch zusätzlich
bereichert. Er fühlt, weiß und lernt gewissermaßen etwas mehr über sich
und seine Welt.«
Der Forscher empfiehlt, den Dialog
zwischen dem Traum und dem Wach -Ich zu pflegen »aus wohlverstandener
Sorge für die Seele und das Selbst«.
Für weitere Informationen: Neue Apotheken
Jllustrierte
http://www.nai.de
hagalil.com / 16-06-2005
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