| PharmacOn Line: Markt und Marketing
Verkaufen - auch in der Apotheke:
Kundenorientierung und Umsatzmanagement optimal verbinden.
Kundenorientierung: Begeistern und Binden
- Sehen Sie die Welt mit den Augen Ihres Kunden. Sowohl fachliche als
auch kommunikative Fähigkeiten machen das bessere Beratungsgespräch aus.
Bauen Sie im Verkaufsgespräch eine Beziehung zum Kunden.
- Nicht nur beraten und bedienen, sondern vor allem dem noch nicht
festgelegten Kunden echte Alternativen präsentieren. Es geht beim
Einkauf nicht allein um das Produkt, sondern vielmehr um den
Zusatznutzen.
- Wer Sicherheit in seiner Kaufentscheidung gewinnen will, darf nicht zu
eilig beraten werden.
Wichtig sind Freundlichkeit, Höflichkeit, Kompetenz, aber auch eine
angemessene Darstellung der Sachverhalte und das Geschick, Verkaufschancen als
solche zu erkennen.
Bsp.: Eine junge Frau betritt die Apotheke und wünscht ein
mildes Schnupfenpräparat
- PTA-A
präsentiert alle vorrätigen Nasentropfen und -salben. In
den Vordergrund stellt sie die Produkte, nicht das Anliegen der jungen Frau.
Ihre Haltung ist unsicher. Auf Fragen kann sie nicht fachkundig antworten.
Zu den verschiedenen Präparaten stellt sie lediglich die Preisunterschiede
dar. Auf die Frage nach Nebenwirkungen weicht PTA-A sogar einen Schritt
zurück. Trotz des freundlichen Gespräches kann sich die Frau nicht
entscheiden.
- PTA-B
empfiehlt der Kundin aus dem Gesamtsortiment lediglich die
Nasensalben. Sie präsentierte unterschiedliche Produkte, überläßt die Wahl
jedoch der verunsicherten Kundin. Auf die Frage der Kundin, worauf der
Preisunterschied von über 100% zwischen den diversen Produkten
zurückzuführen sei, argumentiert sie mit unterschiedlichen Inhaltsmengen und
Herstellermarken. Eigentlich seien die Produkte alle gleich. Die junge Frau
konnte auch hier keine Entscheidung treffen.
- PTA-C
erkundigt sich erst einmal nach Symptomen und
Begleitumständen, grenzt dann das Sortiment zwar nicht ein, präsentiert
jedoch ein eher teueres Produkt. Außerdem empfiehlt sie zusätzliche
Maßnahmen und Produkte (Luftbefeuchtung, Vorbeugung ...). Alle weiteren
Produkte vergleicht sie in Inhaltsstoffen, Anwendungsdauer, Wirkungsweise
und Verträglichkeit auf das erste Präparat. Durch diese Beratung fällt es
der jungen Frau nicht schwer, sich für zwei Präparate (Nasentropfen und ein
Erkältungsbad) zu entscheiden.
1997© PharmacOn Line - München
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