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	<title>Pharmacon Net &#187; Allgemein</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
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		<title>Neue synthetische Moleküle gegen Autoimmunkrankheiten bei Mäusen</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 15:59:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TLV-01</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Immunologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Krankheiten wie Morbus Crohn und rheumatoider Arthritis greift das Immunsystem das Körpergewebe an. Wissenschaftlern des Weizman-Instituts ist es nun gelungen, das Immunsystem von Mäusen auszutricksen und es auf ein Enzym namens MMP9, einem der eigenen Spieler des Körpers im autoimmunen Prozess, zu richten. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit wurden in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlicht&#8230; Jahrelang haben Prof. Irit Sagi und ihr Forschungsteam aus dem Fachbereich Biologische Regulation nach Wegen gesucht, die Mitglieder der Matrix-Metalloproteinase-Familie (MMP) zu isolieren und zu blockieren. Diese Proteine schneiden sich durch Trägermaterial in unseren Körpern wie beispielsweise das Kollagen, das neben vielen anderen Dingen von großer Bedeutung für die Zellbewegung, -proliferation und -wundheilung ist. Aber wenn einige Mitglieder dieser Familie, insbesondere das MMP9, außer Kontrolle geraten, können sie Autoimmunkrankheiten und Krebsmetastasen begünstigen und sie sogar unterstützen. Ursprünglich hatten Sagi und andere Forscher synthetische Arzneimoleküle entwickelt, die das MMP direkt angreifen. Aber diese Mittel waren allzu grobe Werkzeuge mit verheerenden Nebenwirkungen. Anstelle der Entwicklung eines synthetischen Moleküls zur direkten Attacke von MMPs versuchten die Forscher in einem nächsten Schritt, natürliche Antikörper zu generieren, um das Immunsystem auszutricksen und das MMP9 über die Immunisierung anzugreifen, und zwar genau so wie die Immunisierung mit einem abgetöteten Virus das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Krankheiten wie Morbus Crohn und rheumatoider Arthritis greift das Immunsystem das Körpergewebe an. Wissenschaftlern des Weizman-Instituts ist es nun gelungen, das Immunsystem von Mäusen auszutricksen und es auf ein Enzym namens MMP9, einem der eigenen Spieler des Körpers im autoimmunen Prozess, zu richten. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit wurden in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlicht&#8230;<span id="more-3761"></span></p>
<p>Jahrelang haben Prof. Irit Sagi und ihr Forschungsteam aus dem Fachbereich Biologische Regulation nach Wegen gesucht, die Mitglieder der Matrix-Metalloproteinase-Familie (MMP) zu isolieren und zu blockieren. Diese Proteine schneiden sich durch Trägermaterial in unseren Körpern wie beispielsweise das Kollagen, das neben vielen anderen Dingen von großer Bedeutung für die Zellbewegung, -proliferation und -wundheilung ist. Aber wenn einige Mitglieder dieser Familie, insbesondere das MMP9, außer Kontrolle geraten, können sie Autoimmunkrankheiten und Krebsmetastasen begünstigen und sie sogar unterstützen.</p>
<p>Ursprünglich hatten Sagi und andere Forscher synthetische Arzneimoleküle entwickelt, die das MMP direkt angreifen. Aber diese Mittel waren allzu grobe Werkzeuge mit verheerenden Nebenwirkungen. </p>
<p>Anstelle der Entwicklung eines synthetischen Moleküls zur direkten Attacke von MMPs versuchten die Forscher in einem nächsten Schritt, natürliche Antikörper zu generieren, um das Immunsystem auszutricksen und das MMP9 über die Immunisierung anzugreifen, und zwar genau so wie die Immunisierung mit einem abgetöteten Virus das Immunsystem dazu veranlasst, Antikörper zu entwickeln, um das Enzym an seiner aktiven Stelle zu blockieren. </p>
<p>Gemeinsam mit Prof. Abraham Shanzer von der Abteilung für Organische Chemie stellten sie eine künstliche Version des Metallzink-Histidinkomplexes inmitten der aktiven MMP9-Stelle her. Dann injizierten sie diese winzigen synthetischen Moleküle in Mäuse und testeten danach, ob das Mäuseblut Anzeichen von Immunaktivität gegen MMPs aufweist. Die Antikörper, die sie fanden und die sie &#8220;Metallokörper&#8221; nannten, waren den TIMPs ähnlich aber nicht mit ihnen identisch. Eine detaillierte Analyse ihrer Atomstruktur suggerierte, dass sie ähnlich fungieren und sich in eine Ritze des Enzyms einklinken und die aktive Stelle blockieren. Die Metallokörper agierten nur bei zwei Mitgliedern der MMP-Familie selektiv – MMP2 und 9 – und sie hefteten sich eng an die Mäuse- und die menschliche Version dieser Enzyme an.</p>
<p>Bei einem Versuch mit der Simulation einer dem Morbus Crohn ähnelnden Krankheit wurden die Symptome verhindert, wenn die Mäuse mit den o.g. Metallokörpern behandelt wurden. </p>
<p>&#8220;Wir freuten uns nicht nur über das Potenzial dieser Methode zur Behandlung von Morbus Crohn,&#8221; sagt Sagi, &#8220;sondern über das Potenzial dieses Ansatzes zur Erforschung neuer Behandlungsformen für viele andere Krankheiten.&#8221; Yeda, der technologische Zweig des Weizmann Instituts hat einen Patentantrag für die synthetischen Immunisierungsmoleküle und für die Metallokörper eingereicht.</p>
<p><span style="font-size: xx-small;">Weizman Institut, 26.12.11, Newsletter der Botschaft des Staates Israel</span></p>
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		<title>Expertenvorschlag: Prag will Marihuana fuer medizinische Zwecke freigeben</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 13:26:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Cannabis]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
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		<category><![CDATA[Naturheilkunde]]></category>
		<category><![CDATA[Phytopharmaka]]></category>
		<category><![CDATA[Prag]]></category>
		<category><![CDATA[Psychopharmakologie]]></category>
		<category><![CDATA[Tschechien]]></category>

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		<description><![CDATA[Patienten mit Krebs, Multipler Sklerose oder atypischen Ekzemen koennen in Tschechien darauf hoffen, ihre Krankheitsmerkmale schon ab dem  naechsten Jahr mit der Einnahme von Marihuana lindern zu koennen. Einen  entsprechenden Entwurf zur Freigabe von Hanf fuer medizinische und  wissenschaftliche Zwecke hat ein Expertenteam aus Aerzten,  Pharmazeutikern, Drogensuchtberatern, Kriminalisten, Ministerialbeamten und Parlamentariern ausgearbeitet&#8230; Der Chef des Expertenteams, Universitaetsprofessor Tomas Zima, stellte den Entwurf am Donnerstag in Prag der Oeffentlichkeit vor. Danach sollen bei der Herstellung der medizinischen Droge strenge Bedingungen gelten fuer den Hanfanbau, der nur von lizenzierten Zuechtern betrieben werden darf. Die Kontrolle der Produktion von Marihuana soll von einer staatlichen Agentur gefuehrt werden und Patienten erhielten die Droge nur auf das Rezept eines Facharztes, erlaeuterte Zima.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Patienten mit Krebs, Multipler Sklerose oder atypischen Ekzemen koennen in Tschechien darauf hoffen, ihre Krankheitsmerkmale schon ab dem  naechsten Jahr mit der Einnahme von Marihuana lindern zu koennen. Einen  entsprechenden Entwurf zur Freigabe von Hanf fuer medizinische und  wissenschaftliche Zwecke hat ein Expertenteam aus Aerzten,  Pharmazeutikern, Drogensuchtberatern, Kriminalisten, Ministerialbeamten und Parlamentariern ausgearbeitet&#8230;<span id="more-3691"></span></p>
<p>Der Chef des Expertenteams, Universitaetsprofessor Tomas Zima, stellte den Entwurf am Donnerstag in Prag der Oeffentlichkeit vor. Danach sollen bei der Herstellung der medizinischen Droge strenge Bedingungen gelten fuer den Hanfanbau, der nur von lizenzierten Zuechtern betrieben werden darf. Die Kontrolle der Produktion von Marihuana soll von einer staatlichen Agentur gefuehrt werden und Patienten erhielten die Droge nur auf das Rezept eines Facharztes, erlaeuterte Zima.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2012/01/marihuana-2/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
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		<title>Islam &amp; Homosexualität: Die Vertreibung aus dem Serail</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 14:43:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganz zurecht geraten islamische Staaten durch die Verfolgung Homosexueller immer wieder in den Blickpunkt westlicher Medien. Oft werden solche Vorfälle als Zeichen kultureller Rückständigkeit interpretiert. In einigen Bundesländern wurde deshalb vorgeschlagen, Muslime im Einbürgerungsverfahren nach ihrer Einstellung zu Homosexuellen zu befragen&#8230; Dabei stellt sich die Frage, ob deklassierte Halbstarke aus Migrantenfamilien, die aggressiv auf Schwule reagieren, wirklich religiös-kulturelle Motive unterstellt werden können. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschworen Homosexuelle die Kultur des &#8220;Orient&#8221; als ein tolerantes Gegenbeispiel zu Europa mit seinen Jahrhunderten voller religiöser und säkularer Verfolgung. Die klassische arabische Liebeslyrik ist voll von gleichgeschlechtlichen Motiven, wie man sie in der Literatur des &#8220;aufgeklärten&#8221; Abendlands vergeblich sucht. Manche wollen deshalb nicht glauben, dass sich die Lebensweise in islamischen Gesellschaften in einer so kurzen Zeitspanne auf so einschneidende Weise geändert haben soll. Auf der Suche nach einer Erklärung dieses Wandels fand Georg Klauda zahlreiche historische und aktuelle Quellen, die belegen sollen, dass die Schwulenverfolgung in Ländern wie Iran und Ägypten weniger das Relikt einer vormodernen Vergangenheit ist. Vielmehr handele es sich um das Resultat einer gewaltsamen Angleichung an die Denkformen der ehemaligen Kolonialherren, die Homosexuelle im Prozess der Modernisierung erstmals identifiziert, benannt und zum Objekt staatlichen Handelns gemacht haben. Homophobie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz zurecht geraten islamische Staaten durch die Verfolgung Homosexueller immer wieder in den Blickpunkt westlicher Medien. Oft werden solche Vorfälle als Zeichen kultureller Rückständigkeit interpretiert. In einigen Bundesländern wurde deshalb vorgeschlagen, Muslime im Einbürgerungsverfahren nach ihrer Einstellung zu Homosexuellen zu befragen&#8230;<span id="more-3713"></span></p>
<p>Dabei stellt sich die Frage, ob deklassierte Halbstarke aus Migrantenfamilien, die aggressiv auf Schwule reagieren, wirklich religiös-kulturelle Motive unterstellt werden können.</p>
<p>Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschworen Homosexuelle die Kultur des &#8220;Orient&#8221; als ein tolerantes Gegenbeispiel zu Europa mit seinen Jahrhunderten voller religiöser und säkularer Verfolgung. Die klassische arabische Liebeslyrik ist voll von gleichgeschlechtlichen Motiven, wie man sie in der Literatur des &#8220;aufgeklärten&#8221; Abendlands vergeblich sucht.</p>
<p>Manche wollen deshalb nicht glauben, dass sich die Lebensweise in islamischen Gesellschaften in einer so kurzen Zeitspanne auf so einschneidende Weise geändert haben soll. Auf der Suche nach einer Erklärung dieses Wandels fand Georg Klauda zahlreiche historische und aktuelle Quellen, die belegen sollen, dass die Schwulenverfolgung in Ländern wie Iran und Ägypten weniger das Relikt einer vormodernen Vergangenheit ist. Vielmehr handele es sich um das Resultat einer gewaltsamen Angleichung an die Denkformen der ehemaligen Kolonialherren, die Homosexuelle im Prozess der Modernisierung erstmals identifiziert, benannt und zum Objekt staatlichen Handelns gemacht haben.<br />
Homophobie ist eine Erfindung des christlichen Westens, die im Zuge der Globalisierung in die entlegensten Winkel dieser Welt exportiert wird.</p>
<div><strong>[<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3939542342">BESTELLEN?</a>]</strong></div>
<p>Durch den Diskurs über den «Kampf der Kulturen» ist die Gegenüberstellung von Christentum und Islam, Orient und Okzident wieder zu einem dominanten Motiv geworden. Dies gilt auch für das Thema Homosexualität. So wird im «Muslim-Fragebogen», den die baden-württembergische Landesregierung im Jahr 2005 entwickelte, die Toleranz gegenüber homosexuellen Lebensweisen zu jenen «westlichen Werten» gezählt, die man von muslimischen Einwanderern potentiell in Frage gestellt sieht.</p>
<p>Eine solche Einschätzung überrascht, vergleicht man sie mit den fast schon stereotypen Bekundungen, die sich in nahezu allen Geschichtsbüchern aus dem Bereich der gay &amp; lesbian studies finden lassen. So schreibt etwa Rictor Norton:</p>
<blockquote><p>«Homophobie ist hochgradig spezifisch für die christliche Tradition, was ein Grund dafür ist, warum Sodomie [hier im Sinne von mann-männlichem Analverkehr – G. K.] oft den Juden und den Türken zugeschrieben wird.»</p></blockquote>
<p>Ähnlich das Fazit von Byrne Fone in Homophobia – a history:</p>
<blockquote><p>«Manchmal scheint Homophobie in der westlichen Kultur besonders virulent, ja vielleicht sogar auf sie beschränkt zu sein. Studien sexuellen Verhaltens in anderen Kulturen, vergangenen und gegenwärtigen, haben selten die soziale, gesetzliche, moralische oder politische Missbilligung homosexuellen Verhaltens entdeckt, die so vielen Epochen der westlichen Geschichte gemeinsam ist. Tatsächlich bleibt in der modernen westlichen Gesellschaft […] Homophobie vielleicht das letzte akzeptable Vorurteil.»</p></blockquote>
<p>Der Kontrast zur aktuellen Debatte könnte größer kaum sein. Etwa wenn der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban im Interview mit der tageszeitung das Christentum als ethisches Vorbild für den Islam anpreist – und dabei unwidersprochen die Aussage tätigt, dass Homosexualität «in Europa […] nie mit dem Tode bestraft» worden wäre.</p>
<p>Dass in der christlich-europäischen Geschichte abertausende Männer wegen gleichgeschlechtlicher Sexualhandlungen verbrannt, enthauptet, gehängt und grausam verstümmelt wurden, scheint dem historischen Laienbewusstsein ebenso entglitten zu sein wie der einstmals so schreckerfüllte Name dieser Sünde, welcher «unter Christen nicht genannt werden darf»: «Sodomie».</p>
<p>Seit der Konstruktion des «Homosexuellen» als einer medizinischen Kategorie hat sich der Begriffsumfang jenes Wortes in Deutschland auf Mensch-Tier-Kontakte verengt, während in Frankreich und den angelsächsischen Ländern die ursprüngliche Bedeutung noch ganz gegenwärtig ist – zumal einige US-Bundesstaaten ihre Sodomiegesetze bis heute nicht gestrichen haben.</p>
<p>Die Beispiele zeugen von dem Problem, sich mit der Genealogie der eigenen Gesellschaft auseinanderzusetzen, offenbar weil deren Relevanz für die Gegenwart nicht mehr erkennbar erscheint. Homophobie wird stattdessen einer überwunden geglaubten Vormoderne überantwortet, von der man meint, sie in Form türkisch-arabischer Migrant/innen  wiederkehren zu sehen.</p>
<p>So spricht etwa der taz-Redakteur Jan Feddersen in seinem Artikel &#8220;Was guckst du? Bist du schwul?&#8221; von der Notwendigkeit einer «Zivilisierung des Vormodernen» und meint damit junge Männer, «die im weitesten Sinne dem muslimischen Kulturkreis zuzurechnen sind». Gegen diese Konstruktion von Lesben- und Schwulenfeindlichkeit als ein «vorzivilisatorisches» Relikt, das zunehmend auf den Fremden und «Anderen» abgewälzt wird, nimmt ein gerade erschienenes Buch von Georg Klauda wissenschaftlich Stellung.</p>
<h2>Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt</h2>
<p>Einführend versucht Klauda, anhand von Reiseberichten und Zeitungsartikeln eine Reihe von Projektionen aufzudecken, in denen der «Orient» einerseits als das ganz Andere des Westens konstruiert, andererseits aber die eigenen Denkformen in der Wahrnehmung dieses Anderen nie in Zweifel gezogen werden. So etwa, wenn westliche Journalisten afghanische Männer, die Personen des gleichen Geschlechts erotische Avancen machen, ganz selbstverständlich als «schwul» kategorisieren. Dass eine Lebenswelt existieren könnte, in der diese Ordnung des Wissens keine Gültigkeit besitzt, scheint den Autoren nahezu unvorstellbar – obwohl doch sonst an jedem Verhaltensaspekt muslimischer Männer die fremdartige Sittlichkeit hervorgehoben wird, auch wenn es sich um durchaus vertraute Phänomene handelt. Dazu gehört auch die gewalttätige Schwulenfeindlichkeit mancher Kreuzberger Jugendlicher, die Jan Feddersen in seinem oben erwähnten Beitrag nicht als Bestandteil seiner eigenen Gesellschaft erkennen will.</p>
<p>Im Anschluss daran folgt eine Betrachtung der religiösen Konstruktion von <em><strong>liwāt</strong></em>, das man in gewisser Weise als das islamische Pendant zum christlichen Sodomiebegriff verstehen darf, wenn auch die Definition wesentlich enger gefasst ist: liwāt ist das Einführen des Penis in den Anus einer anderen Person mindestens bis zur Eichel. Die Exaktheit dieser Bestimmung weist bereits auf ein besonderes Merkmal des liwāt-Diskurses hin – es handelt sich um eine streng juristische Kategorie, weniger um ein Werkzeug der moralischen Mobilisierung. Entsprechend sind auch die Beweismethoden genau festgelegt und machen eine Überführung wegen liwāt äußerst unwahrscheinlich. Eine Sodomiterverfolgung, gar in den Dimensionen, wie sie in der europäischen Neuzeit stattfand, hat es im islamischen Herrschaftsbereich daher nie gegeben.</p>
<p>Gleichwohl kann man heute von einer Schwulenverfolgung in verschiedenen islamischen Ländern sprechen, die sich als Überschneidung zweier Machtformen interpretieren lässt: der Unterscheidung islamischer Juristen zwischen erlaubten und verbotenen Handlungen sowie der modernen, aus dem westlichen Pathologie-Diskurs übernommenen Sortierung zwischen «normalen» und «anormalen» Subjekten. Dies soll im Besonderen am Beispiel der Islamischen Republik Iran nachgezeichnet werden.</p>
<p>Das von Europa handelnde Kapitel zeigt – gegen die Deutung von Schwulenfeindlichkeit als vormodernes «Überbleibsel» –, dass die soziologischen Strukturen dessen, was wir heute Homophobie nennen, sich erst in der Epoche der Aufklärung etablierten und eine distinkte Lebenswelt schufen, die, natürlich mit einigen Abstrichen, bis heute für moderne Gesellschaften charakteristisch ist. Dies bezieht sich vor allem auf die Subkulturalisierung gleichgeschlechtlicher Liebe, welche als Indikator einer komplementären Heteronormalisierung der Lebensformen in der bürgerlichen Mehrheitsgesellschaft gedeutet werden kann. Sichtbar wird dies vor allem am Verschwinden romantischer Freundschaftskonzepte und der intimen Gesten, die jene begleiteten – wie etwa der Kuss, die Umarmung oder das Teilen von Tisch und Bett, die in einem männlichen Kontext nunmehr in wachsendem Maße als Ausdruck eines «sodomitischen» Verlangens interpretiert wurden.</p>
<p><strong>Der patriarchale Orient</strong></p>
<p>Schließlich geht es auch um die Konstruktion eines «patriarchalen Orients», der in europäischen Diskursen häufig als Folie oder Gegenüber benutzt wird, wenn es um die positive Hervorhebung des eigenen Selbst geht.</p>
<p>Die feministischen «Grenzgefechte» gegen muslimische Immigrant_innen in Deutschland werden der Modernisierung des Geschlechter-verhältnisses in arabischen Staaten und vor allem in der Türkei gegenübergestellt. Außerdem wird die gängige Ableitung von Homophobie aus «traditionell-patriarchalischen» Verhältnissen hinterfragt und auf die Schwierigkeit verwiesen, von diesem Standpunkt aus noch eine Kritik an der – in den letzten Jahrzehnten gerade unter männlichen Jugendlichen rapide angewachsenen – Heteronormativität der deutschen Verhältnisse zu formulieren. Das Kapitel enthält darüber hinaus auch einen kurzen Überblick über die Menschenrechtssituation von Homo-, Trans- und Bisexuellen in der laizistischen Türkei.</p>
<p>Viele dieser Überlegungen wären kaum möglich gewesen, ohne die intensive Forschung im Bereich der gay &amp; lesbian studies, die sich während der 1980er Jahre in den angelsächsischen Ländern etabliert haben.<br />
Und wie ein Großteil jener Untersuchungen setzt auch diese Arbeit methodologisch an einem Grundgedanken von Michel Foucault an, den dieser im ersten Band von Sexualität und Wahrheit skizziert hat. Es ist dies die kategoriale Unterscheidung zwischen zwei Gestalten des Wissens, die sich einerseits mit dem Begriff der Sodomie, andererseits mit dem der Homosexualität verbinden lassen:</p>
<blockquote><p>«Die Sodomie – so wie die alten zivilen oder kanonischen Rechte sie kannten – war ein Typ von verbotener Handlung, deren Urheber nur als ihr Rechtssubjekt in Betracht kam. Der Homosexuelle des 19. Jahrhunderts ist zu einer Persönlichkeit geworden, die über eine Vergangenheit und eine Kindheit verfügt, einen Charakter, eine Lebensform, und die schließlich eine Morphologie mit indiskreter Anatomie und möglicherweise rätselhafter Physiologie besitzt. […] Als eine der Gestalten der Sexualität ist die Homosexualität aufgetaucht, als sie von der Praktik der Sodomie zu einer Art innerer Androgynie, einem Hermaphroditismus der Seele herabgedrückt worden ist. Der Sodomit war ein Gestrauchelter, der Homosexuelle ist eine Spezies.»</p></blockquote>
<p>Diese Unterscheidung ist zugegebenermaßen nicht ganz unproblematisch.<br />
So wird, wie Michael D. Jordan deutlich gemacht hat, der Sodomit seit dem Hochmittelalter in bestimmten religiösen und literarischen Kontexten durchaus bereits als eine Art «Persönlichkeit» entworfen – und etwa von Thomas von Aquin mit einer Defektnatur ausgestattet, die ihm diese «widernatürliche» Art des Handelns nahe legte.<br />
Jedoch entspricht dem keine reale Subjektidentität in der Lebenswelt der «Sodomiten» selbst, weil deren Handlungen nahezu unterschiedslos im Gewebe intimer Freundschaftsbeziehungen verschwinden und «Sodomie» ein fester Bestandteil des dörflichen und städtischen Alltags ist.</p>
<p>Diese Problematik eingestanden, kann man das Verdienst von Foucaults konstitutionstheoretischer Wende dennoch nicht hoch genug ansetzen; denn trotz der sich aus der Kritik im Einzelnen ergebenden Notwendigkeit historischer Korrekturen lässt sich ein Großteil der Literatur im Bereich der gay &amp; lesbian studies, die in den letzten 25 Jahren veröffentlicht wurde, als eine zunehmende Entfaltung dieses Kerngedankens verstehen. Das heißt nicht, dass es nicht auch eine Reihe von Forscher_innen gegeben hätte, die eine solche radikale Historisierung des Begriffs der Homosexualität brüsk zurückgewiesen hätten. So argumentiert beispielsweise der Ethnologe Stephen O. Murray gegen diesen Nominalismus in Foucaults Schriften:</p>
<blockquote><p>«Die Entdeckung von Kulturen, welche blau nicht von grün unterscheiden, scheint niemanden zu dem Vorschlag bewegt zu haben, die Unterscheidung im Englischen fallen zu lassen. Ob als Rabe etikettiert, als Krähe oder als ‹dieser schwarze Vogel, den ich über das Tal fliegen sehe›, es gibt einen schwarzen Vogel, der aus meinem Fenster sichtbar ist.»</p></blockquote>
<p>Dieser objektivistische Zugriff auf die Universalgeschichte «der Homosexualität›, welcher Murray vorschwebt und den er in Homosexualities auch realisiert hat, bedeutet jedoch nicht nur, vom Verständnis, das Menschen in ihrer Zeit von ihren Handlungen und Gefühlen hatten, abzusehen, sondern auch die Geschichtlichkeit der begrifflichen Konstruktionen zu verschleiern, die unsere eigenen Lebensformen organisieren.<br />
Gegen den Versuch, diese Debatte als eine rein erkenntnistheoretische abzuwerten, die zwischen so genannten Essentialisten und Konstruktivisten geführt wird, ist daher auf den impliziten Materialismus zu verweisen, der Foucaults Denken zugrunde liegt.</p>
<p>So handelt es sich bei <a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3518283162">Sexualität und Wahrheit</a> keineswegs um eine bloße Diskursgeschichte der Sexualität, sondern ebenso sehr um eine Untersuchung der historischen Machtformen, in die das Wissen über den Sex eingebettet war, aber auch der «Zwangswirkungen, die es auf die Individuen ausgeübt hat».</p>
<p>Genau hier liegt eine Leistung von Foucaults Werk, die in der Historiker- Debatte der 1980er Jahre – welche tatsächlich vor allem ein Streit erkenntnistheoretischer Positionen war – nur unzureichend berücksichtigt wurde: Gegen die traditionelle Auffassung von Macht als etwas, das lediglich verbietet und unterdrückt – d. h. eine juristische Grenze zwischen erlaubt und unerlaubt zieht –, legt Foucault großen Wert darauf, dass für die Moderne eine andere Form der Macht wesentlich charakteristischer war: die Unterscheidung zwischen «normal» und «anormal» (oder, in medizinischen Begriffen, zwischen «gesund» und «krank»), eine Differenzierung, die eigentümlicherweise nicht mehr an spezifischen Handlungen, sondern an den Subjekten selbst haftet.</p>
<p>Dies bedeutet keineswegs, dass die repressive Macht einfach spurlos verschwunden wäre. Vielmehr kommt es in den meisten europäischen Staaten über Jahrhunderte hinweg zu einer folgenreichen Überlappung der beiden Mechanismen, und es ist nicht zuletzt das Gesetz, das es Medizin und Psychiatrie erlaubt, ihre Wirkungen auszuüben, indem sie den Gutachtern und Gerichtsexperten die nötige Zahl von Delinquenten liefert, auf deren empirischer Basis die pathologische Diskursivierung der «Homosexualität» schließlich beginnt.</p>
<p>Was die Ebene der Subjektivität angeht, so wäre gegen Foucault allerdings einzuwenden, dass die Wirkung dieser Diskurse weniger in einer «Intensivierung», «Vermehrung» oder «Anreizung» peripherer Lüste bestand, als in einer beispiellosen Verknappung von Verhaltensweisen, die als Ausdruck einer devianten sexuellen Identität konstruiert und wahrgenommen wurden. Hierfür liefert diese Arbeit eine Reihe von empirischen Belegen.</p>
<p>Zuletzt noch ein paar Worte dazu, warum das Thema dieser Arbeit auf männliche Homosexualität beschränkt ist. Sicher wäre es wünschenswert, die unterschiedlichen Auswirkungen des hier dargelegten Modernisierungsprozesses auf Männer und Frauen zu zeigen. Aber die Schwierigkeiten, die ein solcher Versuch aufwürfe, sind nahezu unüberwindlich. Zum Ersten hat der Sodomie-Begriff, von dem diese Arbeit ihren Ausgangspunkt nimmt, nur in einigen ganz wenigen und außerordentlichen Fällen auch sexuelle Beziehungen zwischen Frauen erfasst. Zum Zweiten ist die Zahl der Quellen, die von intimen Freundschaften erzählen, bis zum 18. Jahrhundert, als Frauen selbst zur Feder griffen, extrem ungleichgewichtig verteilt. Und zum Dritten sind auch die Verlaufsformen, die zur Entstehung lesbischer Subkulturen und der Konstruktion einer weiblichen Homosexualität führten, historisch ganz andere gewesen.<br />
Diese Unterschiede werde ich an mehreren Stellen in dieser Arbeit erwähnen. Dennoch scheint es mir geeigneter, die beiden Themen voneinander zu trennen, nicht zuletzt deshalb, weil auch die historischen Personen, von denen hier die Rede sein wird, beides nur selten in einen Zusammenhang gesetzt haben. Eine eigene Untersuchung über die Geschichte weiblicher Freundschafts- und Liebesbeziehungen und ihren Wandel hin zur Konstruktion eines devianten lesbischen Subjekts, wie sie etwa Lilian Faderman mit Surpassing the Love of Men vorgelegt hat, scheint mir dem Gegenstand besser Rechnung tragen zu können als eine Arbeit, die beides nebeneinander behandelt und dabei den fundamentalen Bruch vergisst, der durch das patriarchale Geschlechtersystem verursacht wurde. Ein solches Vorgehen würde Symmetrie nur vortäuschen; in Wirklichkeit erschienen weib-weibliche Beziehungen aufgrund des unüberwindlichen Quellen-Ungleichgewichts so nur weiter als ein Anhängsel in einer vermeintlich uniformen Geschichte «der Homosexualität».</p>
<p><strong>[<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3939542342">BESTELLEN?</a>]</strong></p>
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		<title>Irrational und unbewusst: Finanzkrisen haben psychische Ursachen</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 08:26:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die gegenwärtige Finanzkrise hat vor allem psychische Gründe, decken Burkard Sievers und Susan Long auf. In ihrem Buch beschreiben der Experte von der Schumpeter School of Business and Economics der Bergischen Universität  und die Fachfrau vom Royal Melbourne Institute of Technology in Melbourne  die psycho-sozialen Dynamiken der Krise&#8230; Ökonomien durch irrationale, unbewusste Entscheidungen geprägt pte &#8211; wiwi.uni-wuppertal.de &#8211; rmit.edu.au &#8211; Im Buch &#8220;Zur Sozioanalyse des Geldes, der Finanzwelt und des Kapitalismus: Unter der Oberfläche der Finanzindustrie&#8221; schauen die Autoren nicht auf das Individuum, sondern auf die Systemebene. Globaler Sündenfall USA &#8220;Wenn wir beispielsweise nach Gier schauen, fragen wir nicht nach der Gier von Managern oder Bankern, sondern wie weit Gier im System verankert ist&#8221;, sagt Sievers im pressetext-Gespräch. &#8220;Wir versuchen zu verstehen, warum diese scheinbar rationale Welt des ökonomischen Verhaltens mit ihren ausgeklügelten Modellen und Voraussagen immer wieder auf erschreckende Weise versagt.&#8221; Die unbewusste Dynamik in der jüngsten Krise wurde zum Beispiel darin deutlich, dass man unbewusst von der Illusion ausging, dass die Preise für bebaubares Land in den USA stetig steigen würden. In den Wirtschaftswissenschaften wird die unbewußte Dimension nicht beachtet, kritisiert Sievers. &#8220;Die Einsicht, dass die Finanzkrise in erster Linie psychologisch bedingt war und dass die Finanzwelt in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die gegenwärtige Finanzkrise hat vor allem psychische Gründe, decken Burkard Sievers und Susan Long auf. In ihrem Buch beschreiben der Experte von der Schumpeter School of Business and Economics der Bergischen Universität  und die Fachfrau vom Royal Melbourne Institute of Technology in Melbourne  die psycho-sozialen Dynamiken der Krise&#8230;<span id="more-3666"></span></p>
<h2>Ökonomien durch irrationale, unbewusste Entscheidungen geprägt</h2>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; <a href="http://www.wiwi.uni-wuppertal.de/">wiwi.uni-wuppertal.de</a> &#8211; <a href="http://rmit.edu.au/">rmit.edu.au</a> &#8211; Im Buch &#8220;Zur Sozioanalyse des Geldes, der Finanzwelt und des Kapitalismus: Unter der Oberfläche der Finanzindustrie&#8221; schauen die Autoren nicht auf das Individuum, sondern auf die Systemebene.</p>
<p><strong>Globaler Sündenfall USA</strong></p>
<p>&#8220;Wenn wir beispielsweise nach Gier schauen, fragen wir nicht nach der Gier von Managern oder Bankern, sondern wie weit Gier im System verankert ist&#8221;, sagt Sievers im pressetext-Gespräch. &#8220;Wir versuchen zu verstehen, warum diese scheinbar rationale Welt des ökonomischen Verhaltens mit ihren ausgeklügelten Modellen und Voraussagen immer wieder auf erschreckende Weise versagt.&#8221; Die unbewusste Dynamik in der jüngsten Krise wurde zum Beispiel darin deutlich, dass man unbewusst von der Illusion ausging, dass die Preise für bebaubares Land in den USA stetig steigen würden. In den Wirtschaftswissenschaften wird die unbewußte Dimension nicht beachtet, kritisiert Sievers.</p>
<p>&#8220;Die Einsicht, dass die Finanzkrise in erster Linie psychologisch bedingt war und dass die Finanzwelt in hohem Maße durch irrationale, häufig unbewusste Faktoren geprägt ist, ist noch nicht weit verbreitet. Unser Buch ist eines der ersten, wenn nicht sogar das allererste, das explizit der Frage nachgeht, was sich unter der Oberfläche von Geld, Finanzen und Kapital verbirgt.&#8221;</p>
<p><strong>Vertrauen in Finanzwelt gestört</strong></p>
<p>Die Herausgeber laden ihre internationale Leserschaft dazu ein, ein besseres Verständnis für die unbewussten Dynamiken zu gewinnen, die der Finanzwelt zugrunde liegen. Der Band enthält Beiträge von Autoren aus Australien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Schweden, der Türkei, Ungarn und den USA. Die Sozioanalyse ist eine sozialwissenschaftliche Disziplin, die unbewusste Wünsche, Fantasien und Illusionen offenlegt. In dem Buch wird die irrationale Inflation des Vertrauens in die Welt des Geldes, der Finanzen, des Kapitals und des Kapitalismus beleuchtet.</p>
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		<title>Dr. Yael Adler: Hautkrankheiten</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 19:47:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Haut]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Pharmazie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Fast jede Person entwickelt im Laufe ihres Lebens eine Hautveränderung oder Erkrankung. Viele Betroffene suchen zunächst Rat in der Apotheke oder der Hausarzt-Praxis. Apotheker, PTA und Arzt müssen sich also mit dem Thema „Haut&#8221; auskennen und über solide Kenntnisse rund um Dermatologie und Dermatopharmazie verfügen: Nur dann können sie den Patienten erste Hilfestellungen geben&#8230; Aus dem Vorwort von Dr. med Yael Adler zu ihrem neuen Buch &#8220;Hautkrankheiten &#8211; Symptome, Therapie, Beratung&#8220; Dabei geht es nicht darum, den Hautarzt zu ersetzen. Wesentlich ist, der täglichen Flut an Fragen rund um die Haut professionell und im Sinne des Hilfesuchenden zu begegnen. Nicht jeder sucht gleich bei einer Rauigkeit der Haut oder bei leichter Schuppung den Hautarzt auf. Dieses Buch stellt brennende Alltagsfragen rund um Haut und Hautbeschwerden in den Vordergrund. Es gibt Ihnen Werkzeuge zur Beurteilung von Hautproblemen und Krankheiten an die Hand. Sie lernen, die Signale der Haut richtig zu erkennen und auf sie zu reagieren. Durch die Lektüre dieses Buchs sind Sie in der Lage, Ihre Kunden oder Patienten mit ihren Hautproblemen und Hautkrankheiten adäquat zu beraten. In vielen Fällen können Sie die Beschwerden lindern oder in Zusammenarbeit mit dem Hautarzt heilen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Fast jede Person entwickelt im Laufe ihres Lebens eine Hautveränderung oder Erkrankung. Viele Betroffene suchen zunächst Rat in der Apotheke oder der Hausarzt-Praxis. Apotheker, PTA und Arzt müssen sich also mit dem Thema „Haut&#8221; auskennen und über solide Kenntnisse rund um Dermatologie und Dermatopharmazie verfügen: Nur dann können sie den Patienten erste Hilfestellungen geben&#8230;<span id="more-3640"></span></p>
<p><em>Aus dem Vorwort von Dr. med Yael Adler zu ihrem neuen Buch &#8220;<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3804728154">Hautkrankheiten &#8211; Symptome, Therapie, Beratung</a>&#8220;</em></p>
<p>Dabei geht es nicht darum, den Hautarzt zu ersetzen. Wesentlich ist, der täglichen Flut an Fragen rund um die Haut professionell und im Sinne des Hilfesuchenden zu begegnen. Nicht jeder sucht gleich bei einer Rauigkeit der Haut oder bei leichter Schuppung den Hautarzt auf.</p>
<p>Dieses Buch stellt brennende Alltagsfragen rund um Haut und Hautbeschwerden in den Vordergrund. Es gibt Ihnen Werkzeuge zur Beurteilung von Hautproblemen und Krankheiten an die Hand. Sie lernen, die Signale der Haut richtig zu erkennen und auf sie zu reagieren.</p>
<p>Durch die Lektüre dieses Buchs sind Sie in der Lage, Ihre Kunden oder Patienten mit ihren Hautproblemen und Hautkrankheiten adäquat zu beraten. In vielen Fällen können Sie die Beschwerden lindern oder in Zusammenarbeit mit dem Hautarzt heilen. Hinweise zum Umgang mit Patienten und Kunden helfen Ihnen dabei.</p>
<p>Sie werden in der Lage sein, aus der Haut zu lesen, welcher Hautcharakter und Hauttyp vorliegt. Dadurch wählen Sie die richtigen Pflegeprodukte aus und ordnen bestehende Beschwerden richtig ein. Sie erlernen die charakteristischen Schlüsselsymptome einer Erkrankung und können sie der vorliegenden Krankheit beziehungsweise einigen wichtigen Differentialdiagnosen zuordnen.</p>
<p>Wurde die Diagnose bereits gestellt, können Apothekerinnen und Apotheker anhand der charakteristischen Hautveränderungen und typischen Krankheitsmerkmale die begleitende und stadiengerechte pharmazeutische Betreuung durchführen. Sie lernen abzugrenzen, wann die Selbstmedikation bei Hautbeschwerden oder -Veränderungen möglich und sinnvoll ist und wann dem Patienten zu einem Arztbesuch geraten werden muss.</p>
<p>Das Buch bietet die theoretischen Grundlagen, um folgende Fähigkeiten zu erwerben und zu vertiefen:</p>
<ul>
<li>charakteristische Hautveränderungen beschreiben und typischen Krankheitsbildern zuordnen,</li>
<li>Wirkstoffe und Dermatikagrundlagen bei der Behandlung der häufigsten Hautzustände und Krankheitsbilder sinnvoll einsetzen und Kenntnisse über leitliniengerechtes Therapieren erweitern,</li>
<li>Hautzustand der Patienten richtig bewerten und daraus Schlussfolgerungen hinsichtlich der medizinischen Pflege ziehen, sowohl bei gestörten Hautzuständen noch ohne pathologischen Hintergrund, als auch bei ärztlich diagnostizierten Dermatosen sowie zur Erhaltung der gesunden Haut,</li>
<li>Patienten mit Hauterkrankungen in der Apotheke optimal pharmazeutisch betreuen.</li>
</ul>
<p>Gleichzeitig eignet sich das Buch als Nachschlagewerk mit konkreten Handlungsanweisungen für den Alltag mit Hautpatienten.</p>
<p><strong>Videos mit Yael Adler</strong></p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2011/10/dermatologie/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>siehe auch: <a href="http://www.youtube.com/user/adlerdermatologie">youtube.com/adlerdermatologie</a></p>
<p><strong><span style="font-size: small;">Wohlfühlen ist Hautsache</span></strong></p>
<p>Buch bestellen? <a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3804728154">Hautkrankheiten &#8211; Symptome, Therapie, Beratung</a></p>
<p>Raue und schuppige Haut, Akne, Juckreiz oder Couperose: Wenn Probleme unter die Haut gehen, ist die Apotheke oft die erste Anlaufstelle für die Betroffenen. Dieses Buch lässt keine Fragen offen und liefert optimale Beratungstipps und Therapievorschläge, zugeschnitten auf jeden Patienten.</p>
<p>■ Lernen Sie, wie Hautveränderungen entstehen und wie sie behandelt werden.</p>
<p>■ Nutzen Sie den detaillierten Fotoatlas und erkennen Sie blitzschnell, welche Hautkrankheit individuell vorliegen könnte.</p>
<p>■ Erfahren Sie alles über die gezielte Vorbeugung typischer Hautveränderungen.</p>
<p>■ Begleiten Sie mit Ihren Empfehlungen stadiengerecht die ärztliche Therapie.</p>
<p>■ Helfen Sie Ihren Kunden aus der Hautnot &#8211; mit den richtigen Reinigungs-, Pflege- und Schutzprodukten.</p>
<p>Steigern Sie Ihre Beratungskompetenz und nehmen Sie Ihren Patienten den Leidensdruck: für ein rundum gutes Hautgefühl!</p>
<p><span style="font-size: small;"><a href="http://www.wissenschaftliche-verlagsgesellschaft.de/"> www.wissenschaftliche-verlagsgesellschaft.de</a></span></p>
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		<title>Hepatologie: Medikamente schädigen Leber stärker als gedacht</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 13:14:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Medikamente schädigen die Leber mehr als angenommen. Der Grund: Die Schädigung der Leber ist in den Nebenwirkungen gar nicht veröffentlicht&#8230;Nebenwirkungen und Beeinträchtigungen häufig nicht offengelegt (pte) Zu diesem Schluss kommt die Deutsche Leberstiftung http://deutsche-leberstiftung.de: &#8220;Es gibt wenig Daten zu Medikamenten und erhöhten Leberwerten. Unsere Experten waren erstaunt, dass doch so viele befragte Personen dies angegeben haben&#8221;, sagt Bianka Wiebner von der Deutschen Leberstiftung im pressetext-Gespräch. Bisherige Vorhersage schwierig Grundsätzlich ist die Vorhersage einer Leberschädigung schwierig, denn die Kombination von genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen ist komplex. Eine Befragung der Stiftung hatte das Ziel, zu ermitteln, wie häufig erhöhte Leberwerte nach Medikamenteneinnahmen vorkommen und welche Risikofaktoren für Leberschädigungen durch Medikamente bestehen. Interviewt wurden volljährige Personen, die apotheken-, verschreibungspflichtige oder nicht verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen. Die bisherige Auswertung der Daten zeigt: Es sind bei deutlich mehr Personen als erwartet erhöhte Leberwerte durch Medikamenten-Einnahme aufgetreten. Das haben 15,3 Prozent der Befragten angegeben. &#8220;Wir freuen uns, dass die Kooperation mit den Linda-Apotheken so erfolgreich läuft und gleich zwei Ziele erfüllt: Die Aufmerksamkeit für Lebererkrankungen verbessern sowie neue Möglichkeiten zur Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen zu eröffnen&#8221;, sagt Michael Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Medikamente schädigen die Leber mehr als angenommen. Der Grund: Die Schädigung der Leber ist in den Nebenwirkungen gar nicht veröffentlicht&#8230;<span id="more-3610"></span><strong>Nebenwirkungen und Beeinträchtigungen häufig nicht offengelegt</strong></p>
<p>(<a href="http://www.pressetext.de">pte</a>) Zu diesem Schluss kommt die Deutsche Leberstiftung <a href="http://deutsche-leberstiftung.de/">http://deutsche-leberstiftung.de: </a>&#8220;Es gibt wenig Daten zu Medikamenten und erhöhten Leberwerten. Unsere Experten waren erstaunt, dass doch so viele befragte Personen dies angegeben haben&#8221;, sagt Bianka Wiebner von der Deutschen Leberstiftung im pressetext-Gespräch.</p>
<p><strong>Bisherige Vorhersage schwierig</strong></p>
<p>Grundsätzlich ist die Vorhersage einer Leberschädigung schwierig, denn die Kombination von genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen ist komplex. Eine Befragung der Stiftung hatte das Ziel, zu ermitteln, wie häufig erhöhte Leberwerte nach Medikamenteneinnahmen vorkommen und welche Risikofaktoren für Leberschädigungen durch Medikamente bestehen. Interviewt wurden volljährige Personen, die apotheken-, verschreibungspflichtige oder nicht verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen.</p>
<p>Die bisherige Auswertung der Daten zeigt: Es sind bei deutlich mehr Personen als erwartet erhöhte Leberwerte durch Medikamenten-Einnahme aufgetreten. Das haben 15,3 Prozent der Befragten angegeben. &#8220;Wir freuen uns, dass die Kooperation mit den Linda-Apotheken so erfolgreich läuft und gleich zwei Ziele erfüllt: Die Aufmerksamkeit für Lebererkrankungen verbessern sowie neue Möglichkeiten zur Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen zu eröffnen&#8221;, sagt Michael Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung.</p>
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		<title>Proportionen bewahren</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Sep 2011 05:57:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TLV-01</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Biologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wissenschaftler des Weizmann Instituts haben dem Puzzle der Größenverhältnisse ein signifikantes Teil hinzugefügt, das zeigt, wie Muster in ihrer Größe synchronisiert bleiben, während beispielsweise ein Embryo oder Organe heranwachsen und sich entwickeln&#8230; In einer neuen Studie, die im Magazin „Current Biology“ erschienen ist, konnten die Professoren Naama Barkai und Ben-Zion Shilo sowie der Forschungsstudent Danny Ben-Zvi aus dem Fachbereich Molekulargenetik zeigen, wie das Skalieren in der Entwicklung der Flügel von Fruchtfliegen funktioniert – d.h. wie dabei die Aderstruktur perfekt proportioniert bleibt. Ihre Entdeckungen sollten sich auf viele verschiedene Entwicklungsbeispiele, so auch bei der menschlichen Embryonenentwicklung, anwenden lassen. Die Wissenschaftler wussten, dass Musterung auf Morphogenen beruht, d.h. Substanzen, die von einer geringen Menge an Zellen im Zentrum der Embryonenentwicklung abgesondert werden, von wo aus sie sich nach außen ausbreiten. Während die Morphogene sich ausbreiten, sinken die Morphogenspiegel in den Zellen, die weiter vom Zentrum entfernt sind, und somit leitet die Konzentration ein Signal an die sich entwickelnden Zellen über ihren Platz und ihre Funktion im wachsenden Organismus weiter. Aber ein solches Morphogen breitet sich in einem kleinen Organismus genau wie einem größeren Organismus in der gleichen Rate vom Zentrum her aus und würde sich daher nicht selbst auf das Skalieren auswirken. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschaftler des Weizmann Instituts haben dem Puzzle der Größenverhältnisse ein signifikantes Teil hinzugefügt, das zeigt, wie Muster in ihrer Größe synchronisiert bleiben, während beispielsweise ein Embryo oder Organe heranwachsen und sich entwickeln&#8230;<span id="more-3557"></span></p>
<p> In einer neuen Studie, die im Magazin „Current Biology“ erschienen ist, konnten die Professoren Naama Barkai und Ben-Zion Shilo sowie der Forschungsstudent Danny Ben-Zvi aus dem Fachbereich Molekulargenetik zeigen, wie das Skalieren in der Entwicklung der Flügel von Fruchtfliegen funktioniert – d.h. wie dabei die Aderstruktur perfekt proportioniert bleibt.</p>
<p>Ihre Entdeckungen sollten sich auf viele verschiedene Entwicklungsbeispiele, so auch bei der menschlichen Embryonenentwicklung, anwenden lassen.</p>
<p>Die Wissenschaftler wussten, dass Musterung auf Morphogenen beruht, d.h. Substanzen, die von einer geringen Menge an Zellen im Zentrum der Embryonenentwicklung abgesondert werden, von wo aus sie sich nach außen ausbreiten. Während die Morphogene sich ausbreiten, sinken die Morphogenspiegel in den Zellen, die weiter vom Zentrum entfernt sind, und somit leitet die Konzentration ein Signal an die sich entwickelnden Zellen über ihren Platz und ihre Funktion im wachsenden Organismus weiter.</p>
<p>Aber ein solches Morphogen breitet sich in einem kleinen Organismus genau wie einem größeren Organismus in der gleichen Rate vom Zentrum her aus und würde sich daher nicht selbst auf das Skalieren auswirken.</p>
<p>Vor einigen Jahren fanden Forscher ein Molekül in Froschembryonen, das an den Rändern synthetisiert ist und sich nach innen ausbreitet. Auch dieses zweite Molekül fungiert als Morphogen. Und es ist die Wiederverteilung dieses Moleküls, die letztlich das Signal des Morphogens bestimmt, welches jede sich entwickelnde Zelle bekommt und dabei die Embryogröße berücksichtigt.</p>
<p>Als Nächstes schufen Barkai und Ben-Zvi ein theoretisches Modell, genannt Expansions- und Repressionsmodell, in dem ein Expander-Molekül am Wachstumsrand bei der Ausbreitung des zentralen Morphogens hilft, das letztlich die Synthese des Expander-Moleküls am Rand unterdrückt. Das Modell suggeriert wie das Zusammenspiel zwischen Ausbreitung am Rande und Unterdrückung, die vom Zentrum ausgeht, in einem Muster mit richtigem Größenverhältnis resultiert.</p>
<p>Ben-Zvi, Barkai und Shilo haben das theoretische Modell nun wieder ins Labor zurückgeholt und führen Experimente mit Fruchtfliegenlarven durch, in denen das Flügelmuster bereits in kleinen Strukturen, die sich Flügelscheiben nennen, beginnt.</p>
<p>Die Wissenschaftler sammelten nun Fruchtfliegenlarven verschiedener Größen. Durch Anwendung einer von ihnen entwickelten quantitativen Methode prüften sie die Ausbreitung der Konzentration eines Morphogens namens Dpp.</p>
<p>Dann eliminierten sie aus den Flügelscheiben ein weiteres sogenanntes Pentagon-Molekül – das nach ihrer Vermutung eine Expander-Rolle innehatte – und prüften die Ausbreitung erneut.<br />
Ihre Ergebnisse zeigten, dass die Flügel der unveränderten Fruchtfliegen die Skalierungsaktivität des Morphogens enthüllten, wie das Modell vorhersagte, wobei die Signale proportional zur Flügelgröße waren.</p>
<p>Im Gegensatz dazu breitete sich in Fliegen ohne Pentagon-Molekül das Dpp-Morphogen in allen Flügeln auf gleiche Weise aus, ohne Berücksichtigung ihrer verhältnismäßigen Größe.</p>
<p>Damit konnten sie also zeigen, dass das Pentagon-Molekül in der Tat ein Expander-Molekül ist und dass sich das von ihnen entwickelte Expansions- und Repressionsmodell bei sehr unterschiedlichen Organismen wie Fröschen und Fruchtfliegen anwenden lässt.</p>
<p>Hierzu erklärt Shilo: „Das Besondere dieser Forschungsarbeit liegt in der Art und Weise wie sie nahtlos ein theoretisches Modell mit experimenteller Biologie verbindet. Mit diesem neuartigen Ansatz zur Untersuchung von Größenverhältnissen können wir uns anstelle der Suche nach komplexen molekularen Mechanismen erstmals ein solches relativ einfaches und universelles Modell anschauen.“</p>
<p><span style="font-size: xx-small;">Weizman Institut für Wissenschaft, 30.08.11, Newsletter der Botschaft des Staates Israel</span></p>
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		<title>Israelische Experten fordern: Arztkittel abschaffen!</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/09/mikrobiologie/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 08:41:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Kontakt]]></category>

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		<description><![CDATA[Alles andere als hygienisch sind die weißen Kittel von Spitalsärzten und Krankenschwestern: Über 60 Prozent dieser Uniformen enthalten potenziell gefährliche Keime, berichten Forscher vom Shaare Zedek Medical Center in Jerusalem im &#8220;American Journal of Infection Control&#8221;&#8230; Weiße Uniformen sind Bakterienschleudern szmc.org.il &#8211; pte &#8211; Das Problem sieht auch Arne Simon von der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert-Koch-Institut http://www.rki.de. Im pressetext-Interview fordert er die Abschaffung der weißen Arztkittel. Multiresistente Keime Die israelischen Forscher untersuchten 75 Uniformen von Krankenschwestern und 60 von Ärzten einer 550-Betten-Uniklinik in Jerusalem. Mittels Standard-Bluttupfern wurden Abstriche von der Unterleibszone, den Ärmelenden und Taschen der Kittel entnommen und auf deren Inhalt untersucht. Über 60 Prozent aller Kleidungsstücke wurden positiv auf Krankheitserreger getestet. Bei 27 Kulturen fanden sich auch multiresistente Bakterien, in acht davon die gefürchteten MRSA-Keime. Kittel zeigen nur Status &#8220;Weiße Kittel sind nur Statussymbole. Sie werden zu selten gewechselt und haben keine rationale Schutzfunktion&#8221;, so der Homburger Hygieneexperte Simon gegenüber pressetext. Dass Ärzte ihre Arbeitskleidung teils nur einmal pro Woche wechseln, sei Folge von Bequemlichkeit oder Vergesslichkeit. Ein schwerwiegender Fehler: &#8220;Keime in der Kitteltasche oder am Ärmel sorgen dafür, dass Hände trotz Dekontaminierung schnell wieder verschmutzt werden. Auch wenn es keine Studien dazu gibt, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alles andere als hygienisch sind die weißen Kittel von Spitalsärzten und Krankenschwestern: Über 60 Prozent dieser Uniformen enthalten potenziell gefährliche Keime, berichten Forscher vom Shaare Zedek Medical Center in Jerusalem im &#8220;American Journal of Infection Control&#8221;&#8230;<span id="more-3549"></span></p>
<p><strong>Weiße Uniformen sind Bakterienschleudern</strong></p>
<p><a href="http://www.szmc.org.il">szmc.org.il</a> &#8211; <a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211;  Das Problem sieht auch Arne Simon von der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert-Koch-Institut http://www.rki.de. Im pressetext-Interview fordert er die Abschaffung der weißen Arztkittel.</p>
<p><strong>Multiresistente Keime </strong></p>
<p>Die israelischen Forscher untersuchten 75 Uniformen von Krankenschwestern und 60 von Ärzten einer 550-Betten-Uniklinik in Jerusalem. Mittels Standard-Bluttupfern wurden Abstriche von der Unterleibszone, den Ärmelenden und Taschen der Kittel entnommen und auf deren Inhalt untersucht. Über 60 Prozent aller Kleidungsstücke wurden positiv auf Krankheitserreger getestet. Bei 27 Kulturen fanden sich auch multiresistente Bakterien, in acht davon die gefürchteten MRSA-Keime.</p>
<p><strong>Kittel zeigen nur Status </strong></p>
<p>&#8220;Weiße Kittel sind nur Statussymbole. Sie werden zu selten gewechselt und haben keine rationale Schutzfunktion&#8221;, so der Homburger Hygieneexperte Simon gegenüber pressetext. Dass Ärzte ihre Arbeitskleidung teils nur einmal pro Woche wechseln, sei Folge von Bequemlichkeit oder Vergesslichkeit. Ein schwerwiegender Fehler: &#8220;Keime in der Kitteltasche oder am Ärmel sorgen dafür, dass Hände trotz Dekontaminierung schnell wieder verschmutzt werden. Auch wenn es keine Studien dazu gibt, ist eine Übertragung von Krankheiten auf diese Weise sehr leicht möglich&#8221;, so Simon.</p>
<p>Um Erregern Einhalt zu gebieten, gibt es teils schon heute patientenbezogene Schutzkleidung. &#8220;Auf Intensivstationen oder in der Onkologie halten sich Patienten mit besonders empfindlichem Immunsystem auf. Hier gibt es zunehmend Bereichskleidung, gegen die Ärzte ihre Kittel beim Betreten der Station austauschen.&#8221; Für den normalen Patientenkontakt sei der weiße Kittel jedoch ohnehin überflüssig. &#8220;Das beste wäre es, die weißen Kittel ganz abzuschaffen und durch tätigkeitsbezogene Schutzkittel zu ersetzen. In der Kinderheilkunde gibt es das längst, nur bei Erwachsenen wird es teils noch als fehlender Respekt gedeutet.&#8221;</p>
<p><strong>Sauberkeit entscheidet </strong></p>
<p>Die israelischen Forscher schlagen aufgrund ihrer Ergebnisse noch nicht Alarm für ein hohes Übertragungsrisiko, weisen jedoch auf die Allgegenwart von Krankenhauskeimen in der Kleidung hin. Ob eine Ansteckung über den Weg der Schutzkleidung erfolgt, hängt in hohem Maß von den hygienischen Bedingungen eines Spitals ab: Das Risiko einer Arzt-Patienten-Übertragung ist in Entwicklungsländern 20 Mal höher als in Industrieländern, ist jedoch auch dort gegeben, wie die Studie klarmacht.</p>
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		<title>Israelische Studie zeigt: Totes Meer gut gegen Diabetes</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 19:27:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine erste Untersuchung der Universität Beer Sheva hat ergeben, dass ein Bad in Wasser aus dem Toten Meer bei an Typ-2-Diabetes erkrankten Patienten den Blutzuckerspiegel signifikant gesengt hat. In einer Kontrollgruppe von nicht Erkrankten ergaben sich dagegen keine Veränderungen des Blutzuckerspiegels&#8230; In der israelischen Tageszeitung Haaretz vom 30.08.11 wies Prof. Shaul Sukenik, Leiter der Forschungsgruppe, darauf hin, dass es sich nur um eine erste kurze Studie handele. „Doch die Ergebnisse sind vielversprechend“, so Sukenik. [Zeige als Diashow]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine erste Untersuchung der Universität Beer Sheva hat ergeben, dass ein Bad in Wasser aus dem Toten Meer bei an Typ-2-Diabetes erkrankten Patienten den Blutzuckerspiegel signifikant gesengt hat. In einer Kontrollgruppe von nicht Erkrankten ergaben sich dagegen keine Veränderungen des Blutzuckerspiegels&#8230;<span id="more-3543"></span></p>
<p>In der israelischen Tageszeitung Haaretz vom 30.08.11 wies Prof. Shaul Sukenik, Leiter der Forschungsgruppe, darauf hin, dass es sich nur um eine erste kurze Studie handele. „Doch die Ergebnisse sind vielversprechend“, so Sukenik.</p>
<p><a href="http://www.hagalil.com/archiv/2010/10/06/totes-meer-3/?show=slide">[Zeige als Diashow]</a></p>
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		<title>Apotheken-Öffnungszeiten: Vorteile nur für &#8220;Rosinenpicker&#8221;</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/08/apotheke-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 10:41:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Längeres Offenhalten der Apotheken an Samstagnachmittagen ist ein Thema, das regelmäßig von einigen Branchenkollegen aufgewärmt wird. Die Sinnhaftigkeit unter dem Aspekt der Medikamentenversorgung der heimischen Bevölkerung steht dabei aber nicht zur Debatte&#8221;, ist Mag. pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident des Verbands Angestellter Apotheker Österreichs (VAAÖ) überzeugt&#8230; Wien &#8211; In der Diskussion um die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten nimmt der Verband eine klare Position ein: Samstagnachmittag offen zu halten ist lediglich ein Vorteil für ein paar Rosinenpicker, deren Apotheken an Standorten in einer hohen Frequenzlage, wie beispielsweise in Einkaufszentren, liegen. Damit würden die, deren Lage ohnehin schon vorteilhaft ist, noch mehr profitieren. Die Schere zu benachteiligten Standorten geht dann noch weiter auf, das können wir in einem gesundheitlichen Solidarsystem, in dem alle die gleichen Versorgungspflichten haben, nicht akzeptieren&#8221;, betont Podroschko. Einzelne Wiener Apotheker wollen dem Beispiel anderer Bundesländer folgen und künftig auch an Samstagnachmittagen offen halten. Derzeit ist das in Wien nicht erlaubt, Grazer und Salzburger Apotheker haben die Möglichkeit samstags bis 18.00 Uhr geöffnet zu haben. Warum Wien anders ist, erklärt der VAAÖ-Experte: &#8220;Wir haben in Wien nicht nur eine höhere Apothekendichte als in anderen Bundesländern, sondern auch eine wesentlich höhere Anzahl an Apotheken, die täglich und auch nachts ihren Bereitschaftsdienst versehen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Längeres Offenhalten der Apotheken an Samstagnachmittagen ist ein Thema, das regelmäßig von einigen Branchenkollegen aufgewärmt wird. Die Sinnhaftigkeit unter dem Aspekt der Medikamentenversorgung der heimischen Bevölkerung steht dabei aber nicht zur Debatte&#8221;, ist Mag. pharm. Raimund Podroschko, Vizepräsident des Verbands Angestellter Apotheker Österreichs (VAAÖ) überzeugt&#8230;<span id="more-3458"></span></p>
<p>Wien &#8211; In der Diskussion um die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten nimmt der Verband eine klare Position ein: Samstagnachmittag offen zu halten ist lediglich ein Vorteil für ein paar Rosinenpicker, deren Apotheken an Standorten in einer hohen Frequenzlage, wie beispielsweise in Einkaufszentren, liegen. Damit würden die, deren Lage ohnehin schon vorteilhaft ist, noch mehr profitieren. Die Schere zu benachteiligten Standorten geht dann noch weiter auf, das können wir in einem gesundheitlichen Solidarsystem, in dem alle die gleichen Versorgungspflichten haben, nicht akzeptieren&#8221;, betont Podroschko. Einzelne Wiener Apotheker wollen dem Beispiel anderer Bundesländer folgen und künftig auch an Samstagnachmittagen offen halten. Derzeit ist das in Wien nicht erlaubt, Grazer und Salzburger Apotheker haben die Möglichkeit samstags bis 18.00 Uhr geöffnet zu haben.</p>
<p>Warum Wien anders ist, erklärt der VAAÖ-Experte: &#8220;Wir haben in Wien nicht nur eine höhere Apothekendichte als in anderen Bundesländern, sondern auch eine wesentlich höhere Anzahl an Apotheken, die täglich und auch nachts ihren Bereitschaftsdienst versehen. Für viele kleine Apotheken sind diese Dienste bereits jetzt ein Minusgeschäft. Im Falle eines Offenhaltens einer in der Nähe liegenden großen Apotheke würde diese Diskrepanz noch extremer ausfallen&#8221;, erklärt Podroschko. Viel wichtiger sieht der VAAÖ das Anliegen der Wiener Lokalpolitik, die Apothekenöffnungszeiten jenen der Ordinationsöffnungszeiten von Ärzten anzupassen. &#8220;Das würde wirklich Vorteile für die Patienten und die Versorgung der Bevölkerung bringen&#8221;, ist der VAAÖ-Vertreter überzeugt. Nur &#8220;einfach länger offen zu halten&#8221;, ist kein Geschäft für die Apotheken, denn: bei unverändertem Personalstand verlagert sich die Arbeit auf mehr Stunden bei gleichbleibenden Umsätzen und führt daher unweigerlich zu einer geringeren Dichte an fachlich qualifiziertem Personal.</p>
<p>Geschäfte mit Medikamenten sind geschützt &#8211; damit steht Österreich in Europa nicht allein da und das hat auch seinen Sinn. So wie nicht an jeder Ecke eine Apotheke eröffnen darf &#8211; der Gebietsschutz regelt unter anderem, dass die Entfernung zwischen zwei Apotheken nicht weniger als 500 m betragen darf und mindestens 5.500 Personen zu einem Versorgungsgebiet gehören müssen &#8211; so darf auch nicht ohne fachliche Qualifikation mit Arzneimitteln gehandelt werden. Arzneimittel sind ausschließlich in Apotheken zu verkaufen, das gilt sowohl für rezeptpflichtige als auch für rezeptfreie Produkte. Denn nur in Apotheken kann eine auf den Kunden abgestimmte Beratung von pharmazeutischem Fachpersonal auf hohem fachlichen Niveau mit entsprechendem pharmazeutischen Hintergrundwissen garantiert werden. &#8220;Wir genießen als Gesundheitsanbieter bestimmte Schutzmaßnahmen, die sind aber auch notwendig, um eine hohe Qualität der Betreuung und Beratung der Patienten aufrecht zu hallten. Daher müssen wir uns gerade bei den Ladenschlusszeiten nicht auf den Vergleich mit Drogeriemarktketten zurückziehen&#8221;, wehrt sich Podroschko vehement gegen das Argument, dass aufgrund der Öffnungszeiten Umsätze an Drogeriemärkte wandern.</p>
<p>Überall dort, wo in Europa der Gebietsschutz für Apotheken aufgehoben wurde, wird er sukzessive wieder eingeführt, denn die Folge war ein Aussterben der Apotheken in ländlichen Gebieten. &#8220;Zudem sinkt die Qualität, denn nur wirtschaftlich gesunde Betriebe können es sich leisten, gut ausgebildetes Personal anzustellen. Wer sich also ein hochwertiges Gesundheitssystem wünscht und von qualifiziertem Fachpersonal in Sachen Gesundheit bestens beraten werden möchte, der tut gut daran, den vielen Apotheken außerhalb von Frequenzlagen nicht durch längere Öffnungszeiten die Existenzgrundlage zu rauben!&#8221;</p>
<p><em>VAAÖ = Parteipolitisch unabhängig vertritt der VAAÖ die beruflichen und sozialen Interessen der angestellten ApothekerInnen</em></p>
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