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	<title>Pharmacon Net &#187; Onkologie</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
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		<title>Fatigue: Müdigkeit nach Krebs keine Seltenheit</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 13:37:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
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		<description><![CDATA[Uni-Klinik für Rehabilitationsmedizin hat dazu ein Therapiekonzept entworfen, das aus mehreren Bausteinen besteht. Die Therapie ist gleichzeitig eine Studie, deren Ziel es ist, Standards für Diagnose und für Therapien zu erarbeiten. Die Forscher wollen mit ihrem Konzept die Aufnahme der tumorbedingten Erschöpfung als eigenständige Diagnose in die Internationale Klassifikation der Erkrankungen (ICD) erreichen&#8230; MHH-Klinik hilft Brustkrebspatientinnen bei Antriebslosigkeit pte &#8211; Die Klinik der Medizinische Hochschule Hannover (MHH) bietet eine Therapie für Brustkrebspatientinnen an, um das Müdigkeitssyndrom bei Frauen zu behandeln. Denn etwa die Hälfte der Betroffenen leidet unter einer Müdigkeit, die in der Fachsprache &#8220;Fatigue&#8221; heißt. Schlafprobleme ein Dauerthema Fadime Candir, Mitarbeiterin im MHH-Forschungslabor, beantwortet Fragen von Interessenten unter mh-hannover.de. &#8220;Gerade Brustkrebspatientinnen haben Schlafprobleme&#8221;, sagt Candir gegenüber pressetext. Frauen, die unter Fatigue leiden, sind kaum noch in der Lage, ihren Alltag zu bewältigen. Die Ursachen für das Phänomen finden sich in der Erkrankung selbst, können aber auch als Folge von Chemotherapie und Bestrahlung auftreten. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen bedeutet die Erkrankung eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität. Die Betroffenen glauben oft, dass sie die Müdigkeit als Folge ihrer Krebserkrankung in Kauf nehmen müssen. Im Workshop der MHH-Klinik sollen Beschwerden beseitigt und gelindert werden. Zur Therapie gehören Maltherapie, anthroposophische Eurythmietherapie, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Uni-Klinik für Rehabilitationsmedizin hat dazu ein Therapiekonzept entworfen, das aus mehreren Bausteinen besteht. Die Therapie ist gleichzeitig eine Studie, deren Ziel es ist, Standards für Diagnose und für Therapien zu erarbeiten. Die Forscher wollen mit ihrem Konzept die Aufnahme der tumorbedingten Erschöpfung als eigenständige Diagnose in die Internationale Klassifikation der Erkrankungen (ICD) erreichen&#8230;<span id="more-3789"></span></p>
<p><strong>MHH-Klinik hilft Brustkrebspatientinnen bei Antriebslosigkeit</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Die Klinik der <a href="http://www.mh-hannover.de">Medizinische Hochschule Hannover</a> (MHH) bietet eine Therapie für Brustkrebspatientinnen an, um das Müdigkeitssyndrom bei Frauen zu behandeln. Denn etwa die Hälfte der Betroffenen leidet unter einer Müdigkeit, die in der Fachsprache &#8220;Fatigue&#8221; heißt.</p>
<p><strong>Schlafprobleme ein Dauerthema</strong></p>
<p>Fadime Candir, Mitarbeiterin im MHH-Forschungslabor, beantwortet Fragen von Interessenten unter <a href="http://www.mh-hannover.de/16940.html">mh-hannover.de</a>. &#8220;Gerade Brustkrebspatientinnen haben Schlafprobleme&#8221;, sagt Candir gegenüber pressetext. Frauen, die unter Fatigue leiden, sind kaum noch in der Lage, ihren Alltag zu bewältigen. Die Ursachen für das Phänomen finden sich in der Erkrankung selbst, können aber auch als Folge von Chemotherapie und Bestrahlung auftreten. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen bedeutet die Erkrankung eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität. Die Betroffenen glauben oft, dass sie die Müdigkeit als Folge ihrer Krebserkrankung in Kauf nehmen müssen.</p>
<p>Im Workshop der MHH-Klinik sollen Beschwerden beseitigt und gelindert werden. Zur Therapie gehören Maltherapie, anthroposophische Eurythmietherapie, die Regulierung des Schlaf- Wachrhythmus und eine besondere Form der physiotherapeutischen Trainingstherapie. Die Behandlungen werden zehnmal &#8211; ein- bis zweimal in der Woche &#8211; durchgeführt und dauern vier Stunden. Die Teilnahme ist kostenlos.</p>
<p><strong>Behandlungen lindern Symptome</strong></p>
<p>Auch erfolgreich behandelte KrebspatientInnen fühlen sich häufig kraftlos und erschöpft &#8211; auch noch oft Jahre nach einer Behandlung. Die Folgen des Müdigkeitssyndroms sind für viele Betroffene verheerend: Das Familienleben leidet, Freundschaften gehen in die Brüche und der Beruf kann nicht mehr bewältigt werden. Insgesamt leiden rund 80 Prozent der Krebspatienten im Laufe ihrer Behandlung unter Fatigue.<br />
Bei etwa 40 Prozent wird der Zustand chronisch. &#8220;Das Leiden ist so schwerwiegend, dass es von den meisten als das am stärksten belastende Symptom ihrer Erkrankung angesehen wird &#8211; noch vor Schmerzen und Übelkeit&#8221;, sagt der Kölner Onkologe Jens Ulrich Rüffer, Vorsitzender der <a href="http://deutsche-fatigue-gesellschaft.de">Deutschen Fatigue Gesellschaft</a>. Die Forschung zu Fatigue stecke noch in den Kinderschuhen.</p>
<p><strong>Ziel: Langfristig Kraft zurück gewinnen</strong></p>
<p>Dabei berührt Fatigue das ganze Leben, sagt Diplom-Sozialpädagogin Susanne Hanewald von der <a href="http://klinik-reinhardshoehe.de">Klinik Reinhardshöhe</a> in Bad Wildungen. Die Patienten sehnen sich nach einer Rückkehr zum normalen Alltag. &#8220;Doch da macht Fatigue einen Strich durch die Rechnung&#8221;, erklärt sie. Die MHH-Klinik bietet psychosoziale Therapieangebote, bei denen Patienten lernen, mit ihrer Erkrankung umzugehen. &#8220;Langfristiges Ziel ist es, Schritt für Schritt Kraft zurück zu gewinnen&#8221;, so Hanewald. Auch eigne sich dafür ein &#8220;Krafttagebuch&#8221;. Die Forscher an der MHH-Klinik möchten mit ihrem Konzept offene Fragen klären: &#8220;Insbesondere über die chronischen Verläufe, die auch erst später auftreten können, wissen wir noch zu wenig&#8221;, sagt Onkologe Rüffer. &#8220;Es handelt sich offensichtlich um ein ganz neues Krankheitsbild, das vom eigentlichen Tumorleiden abgekoppelt zu sein scheint.&#8221;</p>
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		<title>Impfung gegen Krebs</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/11/impfung-gegen-krebs/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 19:32:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TLV-01</dc:creator>
				<category><![CDATA[Onkologie]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Krebs ist eine häufige Krankheit, und je älter die Menschen im Durchschnitt werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie eines Tages an Krebs erkranken&#8230; Einen besonderen Durchbruch in der Krebsforschung hat nun die israelische Firma &#8220;Vaxil BioTherapeutics&#8221; erzielt: Es handelt sich um eine Impfung, die zurzeit im Hadassa-Universitätsklinikum in Jerusalem getestet wird. Wenn alles läuft wie geplant, könnte die Impfung bereits in sechs Jahren auf dem Markt sein und dabei helfen, Krebs nicht nur zu behandeln sondern auch daran zu hindern, wieder aufzutreten. Die Impfung wird im Moment gegen einen bestimmten Typ Blutkrebs, das Multiple Myelom, eingesetzt. Wenn die Substanz so hilft wie erhofft, und im Moment sieht es ganz danach aus, dann könnte VaxHit bei 90% aller bekannten Krebsarten angewandt werden, einschließlich Prostata- und Brustkrebs. &#8220;Beim Krebs weiß der Körper, dass etwas nicht funktioniert, doch das Immunsystem weiß nicht, wie es sich selbst vor dem Tumor schützen kann, so wie es das bei einer Infektion oder einem Virus tun würde. Das kommt daher, dass die Krebszellen körpereigene mutierte Zellen sind&#8221;, erklärt Julian Levy, Chef von Vaxil BioTherapeutics. &#8220;Zusätzlich dazu hat ein Krebspatient in der Regel ein geschwächtes Immunsystem, bedingt sowohl durch die Krankheit als auch die Behandlung.&#8221; Der Trick [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Krebs ist eine häufige Krankheit, und je älter die Menschen im Durchschnitt werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie eines Tages an Krebs erkranken&#8230;<span id="more-3660"></span></p>
<p>Einen besonderen Durchbruch in der Krebsforschung hat nun die israelische Firma &#8220;Vaxil BioTherapeutics&#8221; erzielt: Es handelt sich um eine Impfung, die zurzeit im Hadassa-Universitätsklinikum in Jerusalem getestet wird. Wenn alles läuft wie geplant, könnte die Impfung bereits in sechs Jahren auf dem Markt sein und dabei helfen, Krebs nicht nur zu behandeln sondern auch daran zu hindern, wieder aufzutreten.</p>
<p>Die Impfung wird im Moment gegen einen bestimmten Typ Blutkrebs, das Multiple Myelom, eingesetzt. Wenn die Substanz so hilft wie erhofft, und im Moment sieht es ganz danach aus, dann könnte VaxHit bei 90% aller bekannten Krebsarten angewandt werden, einschließlich Prostata- und Brustkrebs.</p>
<p>&#8220;Beim Krebs weiß der Körper, dass etwas nicht funktioniert, doch das Immunsystem weiß nicht, wie es sich selbst vor dem Tumor schützen kann, so wie es das bei einer Infektion oder einem Virus tun würde. Das kommt daher, dass die Krebszellen körpereigene mutierte Zellen sind&#8221;, erklärt Julian Levy, Chef von Vaxil BioTherapeutics. &#8220;Zusätzlich dazu hat ein Krebspatient in der Regel ein geschwächtes Immunsystem, bedingt sowohl durch die Krankheit als auch die Behandlung.&#8221;</p>
<p>Der Trick liegt nun darin, das geschwächte Immunsystem gegen die Bedrohung zu aktivieren.</p>
<p>In der Regel hilft eine Impfung dem Immunsystem des Körpers dabei, fremde Eindringlinge wie Bakterien oder Viren abzuwehren und ist für Menschen gedacht, die die Krankheit noch nicht hatten. Therapeutische Impfungen wie die von Vaxil dagegen werden kranken Menschen gegeben und funktionieren mehr wie ein Medikament.</p>
<p>ImMucin, das wichtigste Produkt von Vaxil, aktiviert das Immunsystem, indem es T-Helfer-Zellen &#8220;trainiert&#8221;, den Krebsmarker MUC1 aufzuspüren und zu zerstören. Damit können erstmals gezielt vom Krebs befallene Zellen ganz ohne Nebenwirkungen zerstört werden. Auch das Problem der Immunisierung vieler Zellen gegen die Chemotherapie bleibt damit aus.</p>
<p><span style="font-size: xx-small;">Außenministerium des Staates Israel, 20.11.11</span></p>
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		<title>Krebs bremst die Wirtschaft: Prävention auch Aufgabe der Sozial- und Wirtschaftspolitik</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/10/krebs-3/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 08:45:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

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		<description><![CDATA[Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder Krebs sind in Europa mit 86 die mit Abstand häufigste Todesursache. Längst stellen sie damit nicht nur ein Problem der Gesundheitspolitik dar. Die indirekten Kosten, die sie etwa durch Verdienstausfall verursachen, sind um ein Vielfaches höher als jene der Behandlung, berichtet Weltbank-Berater Armin Fidler beim European Health Forum&#8230; Enormer Schaden: Diabetes, Krebs und Co bremsen die Wirtschaft Experte fordert Gegensteuerung und Prävention, die auch Politikbereiche jenseits der Gesundheit einschließt pte &#8211; ehfg.org &#8211; Die so genannten &#8220;nicht übertragbaren Krankheiten&#8221; haben unser Weltbild verändert, wurde im Vormonat beim UNO-Gipfel deutlich. &#8220;Lange Zeit herrschte die Laienmeinung, dass die Last armer Länder die infektiösen und jene der Reichen die chronischen Erkrankungen sind. Das ist vorbei. Chronische Krankheiten sind in Schwellenländer wegen der steigenden Lebenserwartung als zusätzliche Bürde auf dem Vormarsch&#8221;, fasst Fidler zusammen. Da vielen Betroffenen die soziale Absicherung fehlt und medizinische Leistungen privat gekauft werden, lässt etwa eine Krebserkrankung Mittelstands-Familien oft wieder verarmen. Reiche und arme Welt chronisch krank Doch auch auf Makroebene verursachen die chronischen Krankheiten enorme Schäden, legt der Weltbank-Experte dar. Nimmt ihre Häufigkeit um zehn Prozent zu, verringert dies das Wirtschaftswachstum um 0,5 Prozent, zeigen Daten. Viel teurer als die Behandlung sind dabei die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder Krebs sind in Europa mit 86 die mit Abstand häufigste Todesursache. Längst stellen sie damit nicht nur ein Problem der Gesundheitspolitik dar. Die indirekten Kosten, die sie etwa durch Verdienstausfall verursachen, sind um ein Vielfaches höher als jene der Behandlung, berichtet Weltbank-Berater Armin Fidler beim European Health Forum&#8230;<span id="more-3566"></span></p>
<p><strong>Enormer Schaden: Diabetes, Krebs und Co bremsen die Wirtschaft</strong><br />
<strong>Experte fordert Gegensteuerung und Prävention, die auch Politikbereiche jenseits der Gesundheit einschließt</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; <a href="http://www.ehfg.org/">ehfg.org</a> &#8211; Die so genannten &#8220;nicht übertragbaren Krankheiten&#8221; haben unser Weltbild verändert, wurde im Vormonat beim UNO-Gipfel deutlich. &#8220;Lange Zeit herrschte die Laienmeinung, dass die Last armer Länder die infektiösen und jene der Reichen die chronischen Erkrankungen sind. Das ist vorbei. Chronische Krankheiten sind in Schwellenländer wegen der steigenden Lebenserwartung als zusätzliche Bürde auf dem Vormarsch&#8221;, fasst Fidler zusammen. Da vielen Betroffenen die soziale Absicherung fehlt und medizinische Leistungen privat gekauft werden, lässt etwa eine Krebserkrankung Mittelstands-Familien oft wieder verarmen.</p>
<p><strong>Reiche und arme Welt chronisch krank</strong></p>
<p>Doch auch auf Makroebene verursachen die chronischen Krankheiten enorme Schäden, legt der Weltbank-Experte dar. Nimmt ihre Häufigkeit um zehn Prozent zu, verringert dies das Wirtschaftswachstum um 0,5 Prozent, zeigen Daten. Viel teurer als die Behandlung sind dabei die indirekten Kosten: In den USA kosten die sieben größten nicht übertragbaren Krankheiten der Volkswirtschaft über eine Bio. US-Dollar jährlich, wobei 300 Mrd. auf die Kappe der Behandlung, der Rest auf jene des Produktivitätsverlustes geht.</p>
<p><strong>Soziale Faktoren beteiligt</strong></p>
<p>Die Therapie, Diagnose und Intervention der klinischen Medizin wird mit dem Problem immer weniger gerecht. &#8220;Einen hohen Kosten-Nutzen-Effekt gibt es hingegen bei Lebensstil-Interventionen. Bietet man etwa Menschen mit hohem Diabetesrisiko ein Präventionspaket mit Ernährungsberatung und Bewegung an, spart jeder investierte Dollar in Entwicklungsländern zwei Dollar an Behandlungskosten, bei mittlerem Einkommen sogar mehr&#8221;, berichtet Fidler.</p>
<p>Prävention wird jedoch bisher oft zu eng gefasst, verdeutlicht eine am European Health Forum diskutierte WHO-Studie: &#8220;Zwar verbessert die medizinische Versorgung den Verlauf einer Erkrankung und erhöht die Lebenserwartung. Doch primär machen soziale und wirtschaftliche Gegebenheiten Menschen krank. Sogar in reichen Ländern sind Armut, soziale Isolation, Arbeitslosigkeit, fehlender Selbstwert und Familienprobleme eine Hauptursache für Gesundheitsprobleme&#8221;, erklärt WHO-Experte Michael Marmot.</p>
<p><strong>Prävention weiter fassen</strong></p>
<p>Fiedler sieht diese Ergebnisse als klaren Hinweis, dass Prävention mehr ist als Wissen. &#8220;Die Gesundheitspolitik liefert nur einen kleinen Beitrag. Gefordert ist etwa die Steuerpolitik, die etwa in der Tabakfrage viel mehr erreicht als alle Nichtraucher-Kampagnen. Erziehung und Bildung haben hohen Stellenwert, jedoch auch Wasser- und Sanitärversorgung, das soziale Gleichgewicht, Energie und Verkehr.&#8221; Besonders für Industrieländer relevant seien Ausbildung, freiwillige Verpflichtungen der Industrie, Zugang zu Information und gesundheitliche und psychische Bedingungen am Arbeitsplatz.</p>
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		<title>Radioaktive Trojaner überlisten Knochenmetastasen</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/08/knochenmetastasen/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 22:15:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Onkologie]]></category>
		<category><![CDATA[Hormone]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn sich Krebs in Knochen absiedelt, verschlechtern sich die Überlebenschancen der Betroffenen meist erheblich. Ein Ärzteteam der Bonner Universitätsklinik für Nuklearmedizin hat nun bei Patienten mit Knochenmetastasen von seltenen Tumoren erfolgreich radioaktive Trojaner eingeschleust. Bei der Hälfte der Erkrankten war eine Rückbildung der Metastasen zu beobachten&#8230; Johannes Seiler, Abteilung Presse und Kommunikation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 03.08.2011 Nur etwa drei bis fünf von 100.000 Menschen erkranken jährlich an der Krebsform „neuroendokriner Tumor“. Die Geschwulste kommen meistens im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldrüse vor. Da die Tumore häufig Hormone bilden, können sie das Verdauungssystem komplett durcheinander bringen und den Patienten das Leben zur Hölle machen. „Bei manchen dieser Patienten treten zudem Knochenmetastasen auf“, berichtet Dr. Samer Ezziddin, leitender Oberarzt an der Universitätsklinik für Nuklearmedizin. „Dann haben sie eigentlich schlechte Überlebenschancen.“ Die Wissenschaftler der Universitätskliniken Bonn und British Columbia (Kanada) behandelten 42 Patienten, die an seltenen neuroendokrinen Tumoren mit Knochenmetastasen erkrankt sind, mit einer trickreichen Methode. Tumore sammeln bestimmte Eiweiße ein Die Ärzte schleusten in die Tumore das radioaktive Isotop Lutetium-177 als Trojaner ein, die die Krebszellen von innen zerstörten. Dabei machten sie sich zunutze, dass die Tumore an ihrer Oberfläche massenhaft Andockstellen aufweisen, mit denen sie bestimmte Eiweiße einsammeln. Diese Eiweiße beluden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sich Krebs in Knochen absiedelt, verschlechtern sich die Überlebenschancen der Betroffenen meist erheblich. Ein Ärzteteam der Bonner Universitätsklinik für Nuklearmedizin hat nun bei Patienten mit Knochenmetastasen von seltenen Tumoren erfolgreich radioaktive Trojaner eingeschleust. Bei der Hälfte der Erkrankten war eine Rückbildung der Metastasen zu beobachten&#8230;<span id="more-3426"></span></p>
<p><em>Johannes Seiler, Abteilung Presse und Kommunikation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 03.08.2011</em></p>
<p>Nur etwa drei bis fünf von 100.000 Menschen erkranken jährlich an der Krebsform „neuroendokriner Tumor“. Die Geschwulste kommen meistens im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldrüse vor. Da die Tumore häufig Hormone bilden, können sie das Verdauungssystem komplett durcheinander bringen und den Patienten das Leben zur Hölle machen. „Bei manchen dieser Patienten treten zudem Knochenmetastasen auf“, berichtet Dr. Samer Ezziddin, leitender Oberarzt an der Universitätsklinik für Nuklearmedizin. „Dann haben sie eigentlich schlechte Überlebenschancen.“ Die Wissenschaftler der Universitätskliniken Bonn und British Columbia (Kanada) behandelten 42 Patienten, die an seltenen neuroendokrinen Tumoren mit Knochenmetastasen erkrankt sind, mit einer trickreichen Methode.</p>
<p><strong>Tumore sammeln bestimmte Eiweiße ein</strong></p>
<p>Die Ärzte schleusten in die Tumore das radioaktive Isotop Lutetium-177 als Trojaner ein, die die Krebszellen von innen zerstörten. Dabei machten sie sich zunutze, dass die Tumore an ihrer Oberfläche massenhaft Andockstellen aufweisen, mit denen sie bestimmte Eiweiße einsammeln. Diese Eiweiße beluden die Forscher mit dem radioaktiven Lutetium. „Es strahlt nicht weiter als etwa einen Millimeter“, erklärt Dr. Ezziddin. „Deshalb können wir damit gezielt die Tumore zerstören, ohne das Nachbargewebe zu schädigen.“</p>
<p>Mit dieser als Peptidrezeptor-Radionuklid-Therapie (PRRT) bezeichneten Methode haben die Ärzte bereits zuvor Patienten mit neuroendokrinen Tumoren erfolgreich behandelt. „Für die effektive Therapie von Knochenmetastasen gab es bisher mit dieser Methode noch keinen Nachweis“, sagt Professor Dr. Hans-Jürgen Biersack, Direktor der Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Bonn. „Die Ergebnisse aber sind spektakulär.“</p>
<p>Bei etwa der Hälfte der Patienten bildeten sich die Knochenmetastasen zurück, bei einem weiteren Drittel blieben sie stabil. Bei zwei Behandelten verschwanden die Absiedlungen sogar komplett. „Wir konnten einen durchschnittlichen Wachstums-Stop von 35 Monaten beobachten“, führt Dr. Ezziddin aus. „Verglichen mit den Daten diverser medikamentöser Studien ist dies ein beachtliches Resultat.“ Außerdem deuten die Ergebnisse der PRRT-Therapie auf ein verlängertes Überleben dieser Patienten hin. „Während andere Chemotherapien die Ausbreitung der Metastasen im Schnitt bis zu einem Jahr bremsen, gelang dies mit den radioaktiven Trojanern mindestens drei Mal so lange &#8211; und das selbst bei Knochenmetastasen“, berichtet der Oberarzt.</p>
<p><strong>Wissenschaftler stellen die Lutetium-Präparate selbst her</strong></p>
<p>Die Therapiemethode wird inzwischen zunehmend angewendet, obwohl die Lutetium-Präparate noch nicht auf dem Markt sind. „Die Handhabung des radioaktiven Materials und die Zubereitung des Therapiepräparates erfordern eine entsprechende Logistik mit eigenem Radioisotopenlabor“, sagt Prof. Biersack. „Patienten mit Knochenmetastasen können die berechtigte Hoffnung haben, dass ihnen mit der PRRT effektiv geholfen werden kann.“ Als Nebenwirkungen träten am ersten Behandlungstag etwa vermehrter Stuhlgang oder eine leichte Übelkeit auf. Außerdem könne es während der Verabreichung des Lutetiums zu einer geringen Abgeschlagenheit kommen. „Viele Patienten merken jedoch nichts oder kaum etwas von der Therapie“, berichten die Bonner Nuklearmediziner Ezziddin und Biersack.</p>
<p>Außerdem reduzierten sich bei den Behandelten die durch die Knochenmetastasen ausgelösten Schmerzen. „Mehr als die Hälfte war sogar beschwerdefrei“, sagt Dr. Ezziddin. Auch Patienten mit vielen Tumorabsiedlungen in den Knochen und schwächerer körperlicher Verfassung profitierten noch von der Therapie. „Dies ist ein Hinweis darauf, dass die Behandlung auch bei weit fortgeschrittenen Stadien noch erfolgreich angewendet werden kann“, ist der Oberarzt überzeugt.</p>
<p><em>Publikation: Response and Long-Term Control of Bone Metastases After Peptide Receptor Radionuclide Therapy with 177Lu-Octreotate. The Journal of Nuclear Medicine, Ausgabe 52 Nr. 8, Seiten 1197-1203, DOI: 10.2967/jnumed.111.090373</em></p>
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		<title>Erneut Durchbruch in der Krebsforschung</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/07/krebsforschung-3/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 19:44:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TLV-01</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Israelische Wissenschaftler haben ein Protein entdeckt, dass das Wachstum von Bauchspeicheldrüsenkrebs hemmen könnte&#8230; Die Forschungsgruppe am Krebsforschungszentrum des Sheba-Zentrums in Tel Hashomer haben die Wirkung des Proteins Klotho untersucht, eines Proteohormons, das in Hirn und Nieren gebildet wird und dessen Wirkung bei der Verlängerung des Lebens von Mäusen bereits länger bekannt ist. 2008 dann hatten Forscher des Sheba-Zentrums beobachtet, das unter Laborbedingungen in Brustkrebszellen injiziertes Klotho die Zellteilung der Krebszellen verhinderte. Die gegenwärtige Studie hat nun an Mäusen Möglichkeiten untersucht, Klotho zur Heilung von Krebs einzusetzen. Hierbei hatten die Forscher zunächst herausgefunden, dass gesunde Zellen der Bauchspeicheldrüse Klotho enthielten, vom Krebs befallene jedoch nicht. Dies könnte eine Möglichkeit sein, Bauchspeicheldrüsenkrebs bereits in einem frühen Stadium zu diagnostizieren. Nachdem den erkrankten Mäusen Klotho injiziert worden war, entdeckten die Forscher, dass das Protein nicht nur eine Ausbreitung des Krebses verhinderte, sondern diesen auch dazu brachte zu schrumpfen – und dies bereits nach ein bis zwei Wochen. Haaretz, 13.07.11, Newsletter der Botschaft des Staates Israel]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Israelische Wissenschaftler haben ein Protein entdeckt, dass das Wachstum von Bauchspeicheldrüsenkrebs hemmen könnte&#8230;<span id="more-3401"></span></p>
<p>Die Forschungsgruppe am Krebsforschungszentrum des Sheba-Zentrums in Tel Hashomer haben die Wirkung des Proteins Klotho untersucht, eines Proteohormons, das in Hirn und Nieren gebildet wird und dessen Wirkung bei der Verlängerung des Lebens von Mäusen bereits länger bekannt ist. </p>
<p>2008 dann hatten Forscher des Sheba-Zentrums beobachtet, das unter Laborbedingungen in Brustkrebszellen injiziertes Klotho die Zellteilung der Krebszellen verhinderte. </p>
<p>Die gegenwärtige Studie hat nun an Mäusen Möglichkeiten untersucht, Klotho zur Heilung von Krebs einzusetzen. Hierbei hatten die Forscher zunächst herausgefunden, dass gesunde Zellen der Bauchspeicheldrüse Klotho enthielten, vom Krebs befallene jedoch nicht. Dies könnte eine Möglichkeit sein, Bauchspeicheldrüsenkrebs bereits in einem frühen Stadium zu diagnostizieren. </p>
<p>Nachdem den erkrankten Mäusen Klotho injiziert worden war, entdeckten die Forscher, dass das Protein nicht nur eine Ausbreitung des Krebses verhinderte, sondern diesen auch dazu brachte zu schrumpfen – und dies bereits nach ein bis zwei Wochen. </p>
<p><a href="http://www.haaretz.com/print-edition/news/israeli-researchers-identify-protein-that-may-slow-down-pancreatic-cancer-1.372930">Haaretz</a>, 13.07.11, Newsletter der Botschaft des Staates Israel</p>
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		<title>Hebräische Universität Jerusalem: Durchbruch in der Krebsforschung</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 15:38:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Onkologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem haben die molekulare Basis für Veränderungen in der DNS entdeckt – das primäre Krankheitsereignis, aus dem später Krebs entsteht&#8230; Ein Team um Prof. Batsheva Kerem hat dabei jene DNS-Regionen ausgemacht, die für die Veränderungen am stärksten anfällig sind. „Ein wichtiges Kennzeichen der meisten Krebserkrankungen beim Menschen ist die Akkumulation von Schäden an der DNS, die die Entwicklung von Krebs begünstigen“, so Kerem. „Die sogenannten Wächtergene können die Replikation der Zellen nicht mehr überwachen, so dass in der nächsten Zellgeneration weitere Schäden entstehen. Dies kommt besonders häufig in bestimmten Regionen der DNS vor.“ Bei seiner Forschung hat das Team nun eine neue Methode angewandt, die es ermöglicht, einzelne DNS-Moleküle zu studieren, um die Basis für die spezifische Sensibilität der angreifbaren Orte zu untersuchen. Diese Ergebnisse sind sehr wichtig, da sie neues Licht auf die DNS-Features werfen und neue Erkenntnisse über die Regulierung der DNS-Replikation in jenen Regionen liefern, die in der Entwicklung von Krebs zuerst brüchig werden. Die Ergebnisse zeigen, dass es nicht nur besonders sensible Regionen gibt sondern auch solche, die die DNS-Replikation verlangsamen oder sogar aufhalten. Jerusalem Post, 08.07.11, Übers. f.d. Newsletter der Botschaft Israels]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem haben die molekulare Basis für Veränderungen in der DNS entdeckt – das primäre Krankheitsereignis, aus dem später Krebs entsteht&#8230;<span id="more-3387"></span></p>
<p>Ein Team um Prof. Batsheva Kerem hat dabei jene DNS-Regionen ausgemacht, die für die Veränderungen am stärksten anfällig sind. </p>
<p>„Ein wichtiges Kennzeichen der meisten Krebserkrankungen beim Menschen ist die Akkumulation von Schäden an der DNS, die die Entwicklung von Krebs begünstigen“, so Kerem. „Die sogenannten Wächtergene können die Replikation der Zellen nicht mehr überwachen, so dass in der nächsten Zellgeneration weitere Schäden entstehen. Dies kommt besonders häufig in bestimmten Regionen der DNS vor.“</p>
<p>Bei seiner Forschung hat das Team nun eine neue Methode angewandt, die es ermöglicht, einzelne DNS-Moleküle zu studieren, um die Basis für die spezifische Sensibilität der angreifbaren Orte zu untersuchen. Diese Ergebnisse sind sehr wichtig, da sie neues Licht auf die DNS-Features werfen und neue Erkenntnisse über die Regulierung der DNS-Replikation in jenen Regionen liefern, die in der Entwicklung von Krebs zuerst brüchig werden. </p>
<p>Die Ergebnisse zeigen, dass es nicht nur besonders sensible Regionen gibt sondern auch solche, die die DNS-Replikation verlangsamen oder sogar aufhalten. </p>
<p><em>Jerusalem Post, 08.07.11, Übers. f.d. Newsletter der Botschaft Israels</em></p>
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		<title>Neue Erkenntnisse Jerusalemer Krebsforscher</title>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2011 05:58:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TLV-01</dc:creator>
				<category><![CDATA[Onkologie]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Schäden an normaler DNA sind ein Kennzeichen von Krebszellen. Obgleich bekannt ist, dass Schäden an gewöhnlichen Zellen durch Überlastung ihrer DNA-Replikation verursacht werden, wenn Krebszellen eindringen, war die molekulare Basis dafür bislang noch unklar. Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem sind in dieser Hinsicht nun weitergekommen&#8230; Prof. Batsheva Kerem vom Alexander Silberman Institut of Life Sciences und ihre Mitarbeiter haben herausgefunden, dass Zellen während der frühen Krebsentwicklung an unzureichenden Bausteinen zur Unterstützung der normalen DNA-Replikation leiden Dies kann gestoppt werden, indem von außen ‚Bausteine‘ hinzugefügt werden, was zu verminderter DNA-Schädigung und erheblich geringerem Krebsentwicklungspotential der Zellen führt. Die Wissenschaftler erwarten sich davon neue Methoden zum Schutz gegen präkanzeröse Entwicklungen und womöglich sogar eine neue Behandlungsweise zur Verminderung von DNA-Bruch. Die Forschungsergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Cell veröffentlicht worden. Hebräische Universität Jerusalem, 03.05.11, Newsl. Botschaft des Staates Israel]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schäden an normaler DNA sind ein Kennzeichen von Krebszellen. Obgleich bekannt ist, dass Schäden an gewöhnlichen Zellen durch Überlastung ihrer DNA-Replikation verursacht werden, wenn Krebszellen eindringen, war die molekulare Basis dafür bislang noch unklar. Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem sind in dieser Hinsicht nun weitergekommen&#8230;<span id="more-3321"></span></p>
<p>Prof. Batsheva Kerem vom Alexander Silberman Institut of Life Sciences und ihre Mitarbeiter haben herausgefunden, dass Zellen während der frühen Krebsentwicklung an unzureichenden Bausteinen zur Unterstützung der normalen DNA-Replikation leiden Dies kann gestoppt werden, indem von außen ‚Bausteine‘ hinzugefügt werden, was zu verminderter DNA-Schädigung und erheblich geringerem Krebsentwicklungspotential der Zellen führt.</p>
<p>Die Wissenschaftler erwarten sich davon neue Methoden zum Schutz gegen präkanzeröse Entwicklungen und womöglich sogar eine neue Behandlungsweise zur Verminderung von DNA-Bruch.</p>
<p>Die Forschungsergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Cell veröffentlicht worden.</p>
<p><em>Hebräische Universität Jerusalem, 03.05.11, Newsl. Botschaft des Staates Israel</em></p>
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		<title>Docetaxel bei Prostatakarzinom</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/03/prostata-2/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 15:44:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Onkologie]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei ca. jedem Dritten kommt es zur Neutropenie, d.h. Abnahme der neutrophilen Blutkörperchen, einer Untergruppe der Granulozyten, die wieder eine Untergruppe der Leukozyten sind (weiße Blutkörperchen). Der Tiefpunkt (Nadir) wird nach 7 Tagen beobachtet und dauert 7 Tage. In dieser Zeit speziell Ansteckungsgefahr meiden (Mundschutz, Menschenmassen meiden). Weitere Nebenwirkungen von Docetaxel Haut: Es kann zu Rötungen der Haut kommen (Ausschlag, Exantheme) an Fuß, Hand und Unterarm kommen. Nagelveränderungen. Nervensystem: das Auftreten einer peripheren sensiblen Neuropathie (Nervenreizung, Kribbeln) ist zwar häufig, geht aber idR wieder zurück. Magen / Darm: Häufig sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Mundentzündungen (Vorbeugen zB m. Salviathymol). Außerdem: Achten auf Zeichen einer Erkältung, Lungenentzündung (hängt auch mit Neutropenie zusammen), Tränenkanalverstopfung (ev. künstl. Tränen), Verletzungen an der Einstichstelle (Extravasationsverletzungen). Effektivste Dosierung: Docetaxel alle 3 Wochen: 75 mg/m2 über 60 min i. v. an Tag 1, 5 mg Prednisolon 1–0–1 p.o. dauerhaft und Ondansetron als Begleitmedikation (bei Überleit). Zyklusdauer 21 Tage. Glucocorticoide (zB Prednisolon, Cortisol, Dexamethason) können bei hormonrefraktärem (trotz Hormonblockade aktivem) Prostatakarzinom eine schwache Remission (Rückgang) bewirken. Die Ergebnisse sind im Vergleich zur maximalen Androgenblockade gleichwertig. Bsp.: Doxetacel 1. Adm. 17-03-2011 12.00h übl. Reg.i. Komb. Prednisolon !! Nadir: 24-03-2011 bis 31-03-2011. Mundschutz, wenig Besuch.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei ca. jedem Dritten kommt es zur Neutropenie, d.h. Abnahme der neutrophilen Blutkörperchen, einer Untergruppe der Granulozyten, die wieder eine Untergruppe der Leukozyten sind (weiße Blutkörperchen). Der Tiefpunkt (Nadir) wird nach 7 Tagen beobachtet und dauert 7 Tage. In dieser Zeit speziell Ansteckungsgefahr meiden (Mundschutz, Menschenmassen meiden).</p>
<p>Weitere Nebenwirkungen von Docetaxel</p>
<p>Haut: Es kann zu Rötungen der Haut kommen (Ausschlag, Exantheme) an Fuß, Hand und Unterarm kommen. Nagelveränderungen.<br />
Nervensystem: das Auftreten einer peripheren sensiblen Neuropathie (Nervenreizung, Kribbeln) ist zwar häufig, geht aber idR wieder zurück.<br />
Magen / Darm: Häufig sind Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Mundentzündungen (Vorbeugen zB m. Salviathymol).<br />
Außerdem: Achten auf Zeichen einer Erkältung, Lungenentzündung (hängt auch mit Neutropenie zusammen), Tränenkanalverstopfung (ev. künstl. Tränen), Verletzungen an der Einstichstelle (Extravasationsverletzungen).</p>
<p>Effektivste Dosierung: Docetaxel alle 3 Wochen: 75 mg/m2 über 60 min i. v. an Tag 1, 5 mg Prednisolon 1–0–1 p.o. dauerhaft und Ondansetron als Begleitmedikation (bei Überleit). Zyklusdauer 21 Tage.<br />
Glucocorticoide (zB Prednisolon, Cortisol, Dexamethason) können bei hormonrefraktärem (trotz Hormonblockade aktivem) Prostatakarzinom eine schwache Remission (Rückgang) bewirken. Die Ergebnisse sind im Vergleich zur maximalen Androgenblockade gleichwertig.</p>
<p>Bsp.: Doxetacel 1. Adm. 17-03-2011 12.00h übl. Reg.i. Komb. Prednisolon</p>
<p>!! Nadir: 24-03-2011 bis 31-03-2011. Mundschutz, wenig Besuch.</p>
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		<title>Nierenkrebs: Zweites entscheidendes Gen entdeckt</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/01/nierenkrebs/</link>
		<comments>http://www.pharmacon.net/2011/01/nierenkrebs/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 15:36:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Onkologie]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Nierenkrebs entgeht sehr häufig der Entdeckung. Rund die Hälfte der Betroffenen hat keine Symptome. Allein in Großbritannien starben laut BBC fast 4.000 Menschen an dieser Krankheit&#8230; PBRM1 bei einem Drittel der Patienten nachweisbar Prognose bei Nierenkrebs ist derzeit noch schlecht Hinxton (pte/20.01.2011/11:00) &#8211; Ein mutiertes Gen haben Forscher des Wellcome Trust Sanger Institute http://www.sanger.ac.uk bei einem Drittel der Patienten mit der verbreitetsten Form von Nierenkrebs nachgewiesen. Die Entdeckung eines zweiten entscheidenden Gens &#8211; PBRM1 &#8211; ist laut dem Team um Mike Stratton ein großer Erfolg. Die in Nature http://www.nature.com veröffentlichte Studie zeigt, dass das Gen bei der DNA-Packung in den Körperzellen eine Rolle spielt. Forscher arbeiten seit Jahren an der Enträtselung der genetischen Ursachen von Nierenkrebs. VHL, das am häufigsten beteiligte Gen, weist bei acht von zehn Patienten Mutationen auf. Es ist jedoch nicht allein verantwortlich. Jetzt wurden mehrere andere Gene entdeckt, die ebenfalls eine Rolle spielen. Bei rund einem Drittel der Patienten weist PBRM1 Mutationen auf. Stratton bezeichnete diese Entdeckung als entscheidenden Fortschritt. &#8220;Wir glauben, dass wir jetzt fast alle Gene kennen, die bei dieser Krebsart eine entscheidende Rolle spielen.&#8221; Damit gebe es viele neue Ansätze für die Behandlung von Nierenkrebs. Laut Elizabeth Rapley von The Institute of Cancer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nierenkrebs entgeht sehr häufig der Entdeckung. Rund die Hälfte der Betroffenen hat keine Symptome. Allein in Großbritannien starben laut BBC fast 4.000 Menschen an dieser Krankheit&#8230;<span id="more-3044"></span></p>
<p>PBRM1 bei einem Drittel der Patienten nachweisbar<br />
Prognose bei Nierenkrebs ist derzeit noch schlecht</p>
<p>Hinxton (pte/20.01.2011/11:00) &#8211; Ein mutiertes Gen haben Forscher des Wellcome Trust Sanger Institute http://www.sanger.ac.uk bei einem Drittel der Patienten mit der verbreitetsten Form von Nierenkrebs nachgewiesen. Die Entdeckung eines zweiten entscheidenden Gens &#8211; PBRM1 &#8211; ist laut dem Team um Mike Stratton ein großer Erfolg. Die in Nature http://www.nature.com veröffentlichte Studie zeigt, dass das Gen bei der DNA-Packung in den Körperzellen eine Rolle spielt. </p>
<p>Forscher arbeiten seit Jahren an der Enträtselung der genetischen Ursachen von Nierenkrebs. VHL, das am häufigsten beteiligte Gen, weist bei acht von zehn Patienten Mutationen auf. Es ist jedoch nicht allein verantwortlich. </p>
<p>Jetzt wurden mehrere andere Gene entdeckt, die ebenfalls eine Rolle spielen. Bei rund einem Drittel der Patienten weist PBRM1 Mutationen auf. Stratton bezeichnete diese Entdeckung als entscheidenden Fortschritt. &#8220;Wir glauben, dass wir jetzt fast alle Gene kennen, die bei dieser Krebsart eine entscheidende Rolle spielen.&#8221; Damit gebe es viele neue Ansätze für die Behandlung von Nierenkrebs. Laut Elizabeth Rapley von The Institute of Cancer Research http://www.icr.ac.uk ist die Prognose bei dieser Krebsart schlecht. Weniger als 50 Prozent überleben die Krankheit mehr als fünf Jahre.</p>
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		<item>
		<title>Die Kunst stillzusitzen: Ein Skeptiker auf der Suche nach Gesundheit und Heilung</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2010/12/prostata/</link>
		<comments>http://www.pharmacon.net/2010/12/prostata/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 18 Dec 2010 10:02:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Onkologie]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[»Die Kunst stillzusitzen« ist Tim Parks, geb. 1954, persönlichstes Buch: eine Krankheitsgeschichte mit »happy end«, klug und unglaublich unterhaltsam. Geplagt von undefinierbaren chronischen Schmerzen, konfrontiert er die Leser mit der buch­stäblich nackten Wahrheit über das Ver­hältnis von Geist und Körper&#8230; Nach einer langen und letztlich fruchtlosen Kon­sul­ta­tion von Schulmedizinern findet er die Lösung für seine Schmerzen in einem Schweige-Retreat, in einer Atemtechnik, der Vorbereitung zur Meditation. Davon hatte Tim Parks am allerwenigsten eine Lösung seiner gesundheitlichen Probleme erwartet; als Skeptiker waren ihm die ganzen alternativen Heilmethoden und New-Age-Versprechen reichlich suspekt. Die meisten von uns werden irgendwann krank; aber nur wenige können darüber mit soviel Schwung, mit solch einer brillanten Intelligenz erzählen wie Tim Parks. Tim Parks ist ein glänzender Beobachter des modernen Lebens. Marcel Reich-Ranicki Um es gleich vorwegzusagen: Ich habe noch nie so gern ein Buch gelesen, das mich gar nichts angeht &#8211; zumindest vordergründig nichts angeht &#8211; denn es geht zunächst um ein Männerleiden: Prostatitis. Und wenn mir jemand vorher gesagt hätte, ich würde ein Buch darüber mit atemloser Spannung und größtem Vergnügen lesen &#8211; ich hätte es natürlich nicht geglaubt. Renée Zucker, RBB Inforadio Thorsten Wiedau, Top-Rezensent bei amazon, fragt: Kann man durch reines stillsitzen und meditieren, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>»Die Kunst stillzusitzen« ist Tim Parks, geb. 1954, persönlichstes Buch: eine Krankheitsgeschichte mit »happy end«, klug und unglaublich unterhaltsam. Geplagt von undefinierbaren chronischen Schmerzen, konfrontiert er die Leser mit der buch­stäblich nackten Wahrheit über das Ver­hältnis von Geist und Körper&#8230;<span id="more-2793"></span></p>
<p>Nach einer langen und letztlich fruchtlosen Kon­sul­ta­tion von Schulmedizinern findet er die Lösung für seine Schmerzen in einem Schweige-Retreat, in einer Atemtechnik, der Vorbereitung zur Meditation. Davon hatte Tim Parks am allerwenigsten eine Lösung seiner gesundheitlichen Probleme erwartet; als Skeptiker waren ihm die ganzen alternativen Heilmethoden und New-Age-Versprechen reichlich suspekt. Die meisten von uns werden irgendwann krank; aber nur wenige können darüber mit soviel Schwung, mit solch einer brillanten Intelligenz erzählen wie Tim Parks.</p>
<p>Tim Parks ist ein glänzender Beobachter des modernen Lebens.<br />
<em>Marcel Reich-Ranicki</em></p>
<p>Um es gleich vorwegzusagen: Ich habe noch nie so gern ein Buch gelesen, das mich gar nichts angeht &#8211; zumindest vordergründig nichts angeht &#8211; denn es geht zunächst um ein Männerleiden: Prostatitis. Und wenn mir jemand vorher gesagt hätte, ich würde ein Buch darüber mit atemloser Spannung und größtem Vergnügen lesen &#8211; ich hätte es natürlich nicht geglaubt.<br />
<em>Renée Zucker, RBB Inforadio</em></p>
<p><em>Thorsten Wiedau</em>, Top-Rezensent bei amazon, fragt: Kann man durch reines stillsitzen und meditieren, durch stillsitzen und atmen Schmerz überwinden? Es klingt ganz unglaublich was uns da Tim Parks in seinem Buch DIE KUNST STILLZUSITZEN offeriert. Allerdings sind die vielen und ständigen Heilsversprechen die durch die Werbung geistern noch viel unglaubwürdiger. Das Buch macht Lust und Laune sich dem Thema hinzugeben und man liest sich ohne Probleme von Kapitel zu Kapitel, öfters tief durchatmend und den Körper entspannend.</p>
<p>Um was geht es in diesem Buch? Tim Parks spricht offen und schonungslos über seine Prostataerkrankung, aber auch nicht als erster, denn immer mehr Männer sprechen über dieses Leiden das doch so verbreitet ist, sich aber durch seine Art du Weise der öffentlichen Diskussion gerne entzieht.</p>
<p>Letztendlich ist das Buch eine Krankheitsgeschichte mit positivem Ausgang, sie führt über die allfällige Diagnose, die Schmerzen und die Probleme über Behandlungsmethoden, die Scham und die negativen Aussichten bis zur Erkundung alternativer Heilungsaussichten und ungewöhnlicher Wege.</p>
<p>Klar das einem Skeptiker wie Tim Parks solche Alternativen Heilungswege nicht gleich offen stehen. Warum sollten sie auch funktionieren? DIE KUNST STILLZUSITZEN eröffnete sich im mittels einer Schweigesitzung und dem Erlernen neuer Atemtechniken. Was dies mit seiner Erkrankung zu tun hat, zuerst einmal nichts und doch vieles, denn es ging Tim Parks in diesem Augenblick um die Selbstreflexion &#8211; woher kommt die Krankheit und was will die Krankheit mir sagen, auch dies nichts wirklich Neues, denn Rüdiger Dahlke hat das Thema schon ebenfalls formuliert.</p>
<p>Was mich bei dem Buch wirklich hat innehalten lassen, sind die multiplen Berichte von so vielen Männern in einem Buchkapitel, ob jung oder alt, jeder hatte Probleme oder ist schon einmal operiert worden, doch auch die Angst vor dem Prostata Krebs gehört dazu, er ist sprichwörtlich alltäglich und grausam.</p>
<p>Ob man da noch lachen kann, wenn Tim Parks berichtet, wie man die Muskeln des Anusbereichs mit einem speziellen Gegenstand oder dem Finger selbst massiert &#8211; welcher Mann möchte daran eigentlich denken?</p>
<p>Millionen von Treffern im Internet gibt es zum Thema und Tim Parks informiert sich. Das Tim Parks dann zur Meditation kommt, sich Anfangs schwer damit tut und dann erkennt wie er sich endlich innerlich entspannt liest sich locker und frei weg. In der Tat hat man das Gefühl man könnte nicht mehr aufhören mit dem Lesen, da man unbedingt wissen muss wie es weitergeht. Die romanhafte Darstellung des Themas, die Selbstreflexionen, die Selbsterkenntnis des Autoren und die intime Nähe zu ihm machen das Buch so lesenswert &#8211; hier liegt das Geheimnis, auch wenn dieses spezielle Geheimnis nur für ihn funktioniert hat.</p>
<p><strong>[<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3888976804">BESTELLEN?</a>]</strong></p>
<p>Zum Einlesen, hier das erste Kapitel:</p>
<p><strong>TURP</strong></p>
<p>Kurz vor meinem einundfünfzigsten Geburtstag, im Dezember 2005,  zeichnete mein Freund Carlo ein Gewirr aus Röhrchen und Ballons auf den Rand  einer Zeitung.</p>
<p>Wir saßen in einem Café in einem Vorort von Mailand.</p>
<p>&#8220;Die Prostata ist so groß wie ein kleiner Apfel, verstehst du?  Hier, ungefähr so. Aber in zunehmendem Aller wird sie größer und faseriger, und  dann drückt sie auf diese Röhre, die durch sie hindurchführt, die Harnröhre. Sie  blockiert sie, siehst du? Was kann man dagegen tun? Man entkernt sie  gewissermaßen, von innen. Mit Laser. Durch den Penis. Man weitet sie.״</p>
<p>Ich sah. dass Carlo diese Zeichnung schon oft gemacht hatte. Er aß  dabei einen Donut und in seiner Stimme lag die Begeisterung eines Gläubigen.</p>
<p>&#8220;Dann brennen wir ein Stückchen von dieser Klappe hier weg, dem  Schließmuskel, um sicherzustellen, dass er sich richtig öffnen kann. Das ist der  Boden der Blase.&#8221;</p>
<p>Meiner Blase.</p>
<p>Ich fragte: &#8220;Warum?&#8221;</p>
<p>&#8220;Damit die Blase sich besser entleert. Dann musst du nicht so oft.&#8221;</p>
<p>״Und was ist mit Sex?&#8221;</p>
<p>Dafür brauchte er ein richtiges Blatt Papier. Er öffnete seine  Aktentasche. Es gab eine Komplikation. Fachkundig zeichnete er mit seiner  Chirurgenhand das gleiche Diagramm noch einmal, nur doppelt so groß. &#8211; Zum  Pinkeln müssen sich zwei Schließmuskeln öffnen, siehst du? Der, den wir ein  bisschen weggebrannt haben, am Blasenboden, und ein zweiter weiter unten.</p>
<p>Also, beim Orgasmus schießt das Sperma hier ein &#8211; zwischen dem  oberen und dem unteren Schließmuskel. Von der Prostata in die Harnröhre. Klar,  oder? Der untere Schließmuskel geht auf und der obere schließt sich. Nach der OP  allerdings, wenn wir den oberen permanent geöffnet haben, kann es sein, dass  dein Sperma nach oben in die Blase statt nach unten durch den Penis schießt.  Dann kriegst du einen trockenen Orgasmus. Das Gefühl ist das Gleiche, nur keine  Flecken auf dem Laken. Eigentlich ein Vorteil. Er lachte und biss wieder in  seinen Donut.</p>
<p>Ich betrachtete das schmuddelige Gewirr aus Röhren und Behältern.  Es ging um marode Leitungen. Mein Abfluss war verstopft. Die Klospülung musste  repariert werden.</p>
<p>&#8220;Und die Schmerzen?&#8221;</p>
<p>&#8220;Nicht sehr groß. Du bleibst ein paar Tage im Bett, und nach etwa  zwei Monaten kannst du wieder mit dem Sex anfangen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Ich meinte die Schmerzen, die ich jetzt habe.&#8221; &#8220;Ach so.&#8221;</p>
<p>Carlo ist ein stattlicher Mann mit einem offenen, ehrlichen  Gesicht: &#8220;Wir können nicht garantieren, dass sie weggehen.&#8221;</p>
<p>Damals hatte ich eine ganze Reihe von Schmerzen: eine  unterschwellige Spannung im ganzen Bauch, ein scharfes Stechen im Beckenboden,  elektrische Schläge entlang der Innenseite der Oberschenkel, Kreuzschmerzen, ein  Ziepen und Zwicken im Penis. Wenn diese Probleme durch die Operation nicht  gelöst wurden, wozu sie dann machen lassen?</p>
<p>&#8220;Deine Blase wird sich besser entleeren. Du wirst nachts nicht so  oft pinkeln müssen. Die Schmerzen werden höchstwahrscheinlich nachlassen, ich  kann dir nur nicht garantieren, dass sie weggehen.&#8221;</p>
<p>Ich willigte ein.</p>
<p>In der Zwischenzeit sollte ich es mit verschiedenen Pillen  versuchen.</p>
<p>&#8220;Bei diesen Geschichten muss man oft ein bisschen herumprobieren&#8221;,  sagte er. Er würde für mich den Kontakt zu einer Kollegin herstellen, einer  Spezialistin für diese Medikamente. Ich könnte aber jetzt schon mal mit  Alphablockern anfangen. &#8220;Die hemmen die Reaktion auf Adrenalin, das den  Pinkelimpuls auslöst.&#8221; Er meinte, ich müsste dann nachts nur ein, zwei Mal  aufstehen statt fünf oder sechs Mal.</p>
<p>Ich nahm die Alphablocker. Nach zwei Wochen stand ich immer noch  sechs Mal in der Nacht auf, und dazu litt ich unter Verstopfung. Ich setzte die  Pillen ab, und nach einer weiteren Woche war alles beim Alten. Normaler  Stuhlgang, normale Schmerzen. Es kam mir vor wie eine Verbesserung.</p>
<p>Dann, kurz vor Weihnachten, gab mir die &#8220;Spezialisten-Kollegin&#8221;, zu  der Carlo mich geschickt hatte, eine schmale Frau mit hellbraunem Haar und einem  starken süditalienischen Akzent, eine Probepackung eines neuen Mittels. &#8220;Schenk  ich Ihnen zu Weihnachten&#8221;, sagte sie mit einem schiefen Lächeln, &#8220;Neue  Herangehensweise. Mal sehen, was passiert.&#8221;</p>
<p>Eine Zeil lang bemerkte ich keine Veränderung. Dann stellte ich  erfreut fest, dass ich nicht mehr SO oft pinkeln musste. Dann machte ich mir  Sorgen, dass ich nicht oft genug pinkelte. Zu Silvester war ich richtig in  Schwierigkeiten. Ich hatte seit zehn Stunden nicht mehr gepinkelt. Es fühlte  sich an, als ob ich müsste. Ich stellte mich vors Klo. Nichts als Schmerzen. Ich  setzte die Pillen ab. Ich rief Carlo an. aber sein Handy war nicht erreichbar.  Seine Privatnummer hatte ich nicht, letztlich war er nur einer aus meinem  Freundeskreis an der Universität in Mailand, wo ich unterrichte. Ich wohne aber  zwei Stunden entfernt, in Verona.</p>
<p>Sollte ich ins Krankenhaus fahren? Die Notdienste würden an  Silvester überfüllt sein. Hinzu kam, dass ich im Krankenhaus in Verona einige  Leute kannte. Mein Nachbar arbeitete dort. Ich hatte extra einen Arzt in Mailand  aufgesucht, weil ich den kindischen Wunsch nach Geheimhaltung in der  Nachbarschaft verspürte; wer will schon Prostatabeschwerden zugeben?</p>
<p>Ich sagte unsere kleine Party kurzfristig ab und ging lange vor  Mitternacht ins Bett. Starr und wütend lag ich da. Ich war sauer auf die Ärztin,  die mir die Pillen gegeben hatte. Ich war wütend auf das Leben, weil es mir  dieses Los beschert hatte. Mein Körper kam mir fremd und bösartig vor. Wir beide  konnten uns nicht miteinander anfreunden. Vielleicht wohne ich als Parasit in  meinem eigenen Fleisch, dachte ich! und jetzt hat der Wirt die Nase voll.</p>
<p>Bis dahin hatte ich immer geglaubt, ich selbst sei Eigentümer der  Wohnung.</p>
<p>Von unten hörte ich meine Frau und meine jüngste Tochter mit den  Nachbarn, deren Kinder gerade im Garten ihr Feuerwerk vorbereiteten, plaudern  und lachen. Die Stimmen schienen weit weg zu sein. Ich war ein Gefangener dieser  blöden Beschwerden. Die Entfernung zwischen uns, zwischen mir und meiner  Familie, kam mir plötzlich vor wie ein Teil einer Geschichte, wie eine Szene aus  einem Film. Es war die Geschichte meines Abstiegs, meiner Verwandlung in einen  griesgrämigen, abstoßenden alten Mann.</p>
<p>Als das Neujahrsfeuerwerk losging, stand ich nicht auf, um vom  Balkon aus zuzusehen. Überall in der Stadt wurde gefeiert. Ich befand mich in  einer dunklen Zelle und fragte mich, wie ich da rauskommen konnte, wie ich diese  üble Geschichte, die sich neuerdings in meinem Kopf entspann, abschütteln  konnte. Selbstmitleid erzählt die langweiligsten Geschichten. Ich war an einem  Wendepunkt, ohne zu wissen, wohin ich mich wenden sollte.</p>
<p>Gegen drei Uhr morgens schaffte ich es endlich, ein paar Tropfen zu  pinkeln. Es dauerte eine Weile, aber danach fühlte ich mich besser. Um das zu  feiern, trank ich den Rest des Champagners aus. Eine gute halbe Flasche. Dann  ging ich in den Keller, machte den Computer an und gab bei Google &#8220;TURP&#8221; ein.</p>
<p>Transurethrale Resektion der Prostata ist die derzeit am häufigsten  angewendete und effektivste operative Methode bei gutartiger Prostatahyperplasie.  Sie wird deshalb auch als Goldstandard bezeichnet, und alle anderen Methoden  müssen sich mit ihren Ergebnissen an dieser Methode messen lassen. Die Prozedur  wird unter&#8230;</p>
<p>&#8220;Goldstandard&#8221; war eine seltsame Bezeichnung, fand ich. Aber was,  wenn meine Prostatahyper-was-auch-immer gar nicht gutartig war?</p>
<p>&#8220;Nach dem Eingriff wird ein Katheter eingesetzt, um Blut oder  Blutgerinnsel aus der blase zu spülen&#8221;.</p>
<p>Ich las dieselbe Information auf einem Dutzend Webseiten und  klickte dann unwillkürlich auf Bilder. Sofort erschien ein Foto der grotesk  geweiteten Öffnung eines Penis mit einer Metallröhre in der Mitte. Das Bild  glich einem schlotzenden Fischmaul. Schnell bewegte ich den Cursor und klickte  auf eine etwas harmlosere Bleistiftzeichnung. Ein Mann im Arztkittel mit einer  seltsam altmodischen Kopfbedeckung starrte in ein Instrument, das aussah wie  eine Kreuzung aus einem Teleskop, einer Spritze und einem Gewehr. Es war etwa  zwanzig Zentimeter lang und hatte kleine Pistolenabzüge und flexible Schläuche,  die unten und oben herausragten. Der Mann hatte seine Finger an den Abzügen und  schaute mit einem Auge durch ein Okular; am anderen Ende des Schlauches sah man  die Spitze eines Penis,die in einer trichterförmigen Öffnung stecke. Ein starrer  Schlauch führte vom Instrument durch den Penis, der infolgedessen unnatürlich  gerade wirkte, bis in einen dunklen Bereich von der Größe eines Squashballs  gleich hinter dem Hodensack.</p>
<p>
<a href="http://www.pharmacon.net/wp-content/gallery/buecher/turp.gif" title="" class="shutterset_singlepic16" >
	<img class="ngg-singlepic ngg-right" src="http://www.pharmacon.net/wp-content/gallery/cache/16__280x200_turp.gif" alt="turp" title="turp" />
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Die Bildunterschrift erklärte: &#8220;Bei der TURP wird mithilfe einer  Drahtschlinge ein Teil des Prostatagewebes abgehobelt.&#8221;</p>
<p>Ich weiß noch, wie ich die Zeichnung eine ganze Weile anstarrte.  Was mich verblüffte, war ihre anmaßende Deutlichkeit. Dieser gut aussehende,  glatt rasierte junge Doktor mit seiner komischen Mütze war der Renaissance-Mann,  der mit seinen Teleskopen den Himmel erforscht, und der Mann der Aufklärung, der  die Macht chirurgischer Werkzeuge entdeckt. Er konnte direkt in den Körper  hineinschauen, in meinen Körper, mitten ins Leben, und er machte saubere,  klinische Schnitte mit hoch entwickelten Instrumenten.</p>
<p>Ich ging auf die Fußballseite des Guardian und las einen Bericht  von einem Spiel, das durch zwei Tore in der Nachspielzeit entschieden worden  war. Ich brauche mich wegen der Operation ja nicht sofort zu entscheiden, dachte  ich&#8230;</p>
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<p>In unserer von billigen Selbstenthüllungen und Quacksalber-Ratgebern dominierten Welt ist &#8216;Die Kunst stillzusitzen&#8217; das einzig Wahre: Ein Werk echter Tröstung, das einen Weg aus dem dunklen Wald der mittleren Jahre weist, in den wir alle, früher oder später, unwiderruflich eintreten werden.<br />
<em>Will Self</em></p>
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