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	<title>Pharmacon Net &#187; Suchterkrankungen</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
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		<title>Geriatrie und Sucht: Immer mehr Ältere haben Alkoholproblem</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 13:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geriatrie]]></category>
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		<description><![CDATA[Immer mehr ältere Menschen werden in London gegen Probleme mit dem Trinken von Alkohol behandelt. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist es bei Menschen über 65 Jahren zu einem Anstieg von 163 Prozent bei Krankenhausaufenthalten durch Alkoholmissbrauch gekommen&#8230; Krankheit in dieser Altersgruppe ein Tabu &#8211; Ärzte auf Junge fokussiert pte &#8211; Das zeigen Daten, die vom NHS Information Centre für BBC Inside Out London zusammengestellt wurden. Die Zahlen steigen in dieser Altersgruppe stärker als in jeder anderen. Nur im Nordosten Englands werden mehr Menschen aus diesem Grund im Krankenhaus behandelt als in London. Laut einer NHS-Studie neigen insbesondere ältere Menschen eher als andere Altersgruppen dazu, jeden Tag Alkohol zu trinken. Der Rest der Bevölkerung konsumiert etwas weniger Alkohol und auch weniger oft, berichtet die BBC. Laut Tony Rao vom Royal College of Psychiatrists (RCPsych) gibt es in London Bezirke wie Hammersmith, Fulham, Southwark und Camden, in denen mehr Menschen an alkoholbedingten Krankheiten sterben als im Rest von England. Die praktischen Ärzte neigen die Alkoholprobleme der älteren Menschen aufgrund einer Reihe von Faktoren zu übersehen. Dazu gehören Zeitmangel, fehlendes Fachwissen und auch die Scheu der Betroffenen um Hilfe zu bitten. Claire Gerado, Vorsitzende des Royal College of GPs, betont, dass sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer mehr ältere Menschen werden in London gegen Probleme mit dem Trinken von Alkohol behandelt. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist es bei Menschen über 65 Jahren zu einem Anstieg von 163 Prozent bei Krankenhausaufenthalten durch Alkoholmissbrauch gekommen&#8230;<span id="more-3786"></span></p>
<p><strong>Krankheit in dieser Altersgruppe ein Tabu &#8211; Ärzte auf Junge fokussiert</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Das zeigen Daten, die vom <a href="http://www.ic.nhs.uk">NHS Information Centre</a> für BBC Inside Out London zusammengestellt wurden. Die Zahlen steigen in dieser Altersgruppe stärker als in jeder anderen. Nur im Nordosten Englands werden mehr Menschen aus diesem Grund im Krankenhaus behandelt als in London. Laut einer NHS-Studie neigen insbesondere ältere Menschen eher als andere Altersgruppen dazu, jeden Tag Alkohol zu trinken. Der Rest der Bevölkerung konsumiert etwas weniger Alkohol und auch weniger oft, berichtet die BBC.</p>
<p>Laut Tony Rao vom <a href="http://rcpsych.ac.uk">Royal College of Psychiatrists</a> (RCPsych) gibt es in London Bezirke wie Hammersmith, Fulham, Southwark und Camden, in denen mehr Menschen an alkoholbedingten Krankheiten sterben als im Rest von England.</p>
<p>Die praktischen Ärzte neigen die Alkoholprobleme der älteren Menschen aufgrund einer Reihe von Faktoren zu übersehen. Dazu gehören Zeitmangel, fehlendes Fachwissen und auch die Scheu der Betroffenen um Hilfe zu bitten. Claire Gerado, Vorsitzende des <a href="http://www.rcgp.org.uk">Royal College of GPs</a>, betont, dass sich viele Ärzte zu sehr auf junge Menschen konzentrieren. &#8220;Die jüngeren Alkoholiker sind viel sichtbarer. Sie erbrechen auf den Straßen. Das wird bei einem pensionierten Bankmanager eher nicht der Fall sein.&#8221;</p>
<p><strong>Trinken aus Langeweile</strong></p>
<p>Studien der NHS kommen zu dem Ergebnis, dass ältere Alkoholiker ihr Trinkproblem häufig als Tabu ansehen. Sie gehen davon aus, dass es für Hilfe zu spät ist, dass die Hilfsangebote nicht für sie gedacht sind oder dass sie überhaupt kein Problem mit dem Alkohol haben. Laut Experten ist eine Reihe von Gründen dafür verantwortlich, dass ältere Menschen sehr viel Alkohol trinken. Dazu gehören Langeweile, Einsamkeit, die Veränderung des Lebensstils durch die Pensionierung, Trauerfälle und Selbstmedikation.<br />
Es gibt allerdings nur sehr wenige Institutionen, die älteren Alkoholikern spezifische Unterstützung anbieten. Die Erfahrungen von <a href="http://foundation66.org.uk">Foundation 66</a> zeigen, dass 40 Prozent der Hilfesuchenden noch nie vorher eine derartige Einrichtung in Anspruch genommen haben. Laut Sean Dudley wurde für sie der Alkohol wahrscheinlich erst mit Ende 40 oder noch später zum Problem.</p>
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		<title>BMS schluckt Inhibitex: Hepatitis-C-Medikament im Fokus</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 13:23:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb übernimmt für 2,5 Mrd. Dollar (1,97 Mrd. Euro) den Mitbewerber Inhibitex. Das Unternehmen mit Sitz in New York interessiert sich dabei vor allem für Inhibitex&#8217; Medikament INX 189, ein vielversprechender Wirkstoff gegen Hepatitis C&#8230; Übernahme für 2,5 Mrd. Dollar pte &#8211; bms.com  &#8211; inhibitex.com &#8211; Das Flagschiffprodukt von Inhibitex ist das Medikament INX-189, das die Phase II der klinischen Erprobung durchläuft. Dieses soll mit Produkten von Bristol kombiniert werden, um eine neue, besser verträglichere Therapie anbieten zu können. &#8220;Der Erwerb von Inhibitex bereichert das Portfolio für unsere in Entwicklung befindlichen Medikamenten gegen Hepatitis C und stellt ein wichtiges Investment für unsere langfristige Geschäftsentwicklung dar&#8221;, so Bristol-Ceo Lamberto Andreotti. Das Hepatitis-Virus kann sich jahrelang unbemerkt im Körper befinden. Während dieser Zeit kann es jedoch zu einer schweren Schädigung der Leber kommen. Die Weltgesundheitsorganisation http://www.who.int geht davon aus, dass weltweit bis zu 170 Mio. Menschen betroffen sein könnten. Branche leidet unter Kostendruck &#8220;Wir werden weitere Fusionen am globalen Pharmamarkt sehen. Gerade kleine Unternehmen, die interessante Produkte und Forschung anbieten, sind Übernahmekandidaten&#8221;, meint dazu Stefan Mühlbauer, Analyst bei Silvia Quandt Research, im Gespräch mit pressetext. Auch deutsche Pharmakonzerne suchen händeringend nach einer besserem Behandlungsmöglichkeit für Hepatitis-C-Patienten. So forciert Boehringer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb übernimmt für 2,5 Mrd. Dollar (1,97 Mrd. Euro) den Mitbewerber Inhibitex. Das Unternehmen mit Sitz in New York interessiert sich dabei vor allem für Inhibitex&#8217; Medikament INX 189, ein vielversprechender Wirkstoff gegen Hepatitis C&#8230;<span id="more-3783"></span></p>
<p><strong>Übernahme für 2,5 Mrd. Dollar</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; <a href="http://bms.com">bms.com</a>  &#8211; <a href="http://inhibitex.com">inhibitex.com</a> &#8211; Das Flagschiffprodukt von Inhibitex ist das Medikament INX-189, das die Phase II der klinischen Erprobung durchläuft. Dieses soll mit Produkten von Bristol kombiniert werden, um eine neue, besser verträglichere Therapie anbieten zu können. &#8220;Der Erwerb von Inhibitex bereichert das Portfolio für unsere in Entwicklung befindlichen Medikamenten gegen Hepatitis C und stellt ein wichtiges Investment für unsere langfristige Geschäftsentwicklung dar&#8221;, so Bristol-Ceo Lamberto Andreotti.<br />
Das Hepatitis-Virus kann sich jahrelang unbemerkt im Körper befinden. Während dieser Zeit kann es jedoch zu einer schweren Schädigung der Leber kommen. Die Weltgesundheitsorganisation http://www.who.int geht davon aus, dass weltweit bis zu 170 Mio. Menschen betroffen sein könnten.</p>
<p><strong>Branche leidet unter Kostendruck</strong></p>
<p>&#8220;Wir werden weitere Fusionen am globalen Pharmamarkt sehen. Gerade kleine Unternehmen, die interessante Produkte und Forschung anbieten, sind Übernahmekandidaten&#8221;, meint dazu Stefan Mühlbauer, Analyst bei <a href="http://silviaquandt.de">Silvia Quandt Research</a>, im Gespräch mit pressetext.<br />
<strong></strong><br />
Auch deutsche Pharmakonzerne suchen händeringend nach einer besserem Behandlungsmöglichkeit für Hepatitis-C-Patienten. So forciert Boehringer Ingelheim http://boehringer-ingelheim.com die Forschung in diesem Bereich. &#8220;Deutsche Pharmaunternehmen sind gerade in der Grundlagenforschung stark&#8221;, betont Mühlbauer. 2012 werde aber generell gesehen für den Sektor nicht gerade leicht. &#8220;Vor allem der enorme Kostendruck macht vielen Gesellschaften zu schaffen&#8221;, unterstreicht der Analyst.</p>
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		<title>Vielversprechend: Neuer Impfstoff gegen Hepatitis C</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2012/01/hepatitis-c/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 19:10:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine frühe klinische Studie eines Impfstoffes gegen Hepatitis C hat laut Wissenschaftlern der University of Oxford viel versprechende Ergebnisse erbracht. Die Entwicklung eines Impfstoffes wurde dadurch erschwert, dass das Virus seine Erscheinungsform ändert und damit schwer zu fassen ist. Wissenschaftler zielten auf das Innere des Virus ab Oxford &#8211; pte -  sciencemag.org  &#8211; Tests mit 41 Patienten haben gezeigt, dass ein Impfstoff trotz aller Schwierigkeiten möglich ist, wie die Forscher in Science Translational Medicine schreiben. Das Virus verbreitet sich über Blut-Blut-Kontakt. Eine Ansteckungsmöglichkeit ist die gemeinsame Nutzung von Injektionsnadeln. Die Infektion kann durch antivirale Medikamente kontrolliert werden. Trotzdem wäre ein Impfstoff laut den Wissenschaftlern ein entscheidender Fortschritt. Ziel war es sich auf das Innere des Virus zu konzentrieren und nicht auf die sich ändernde Form der Oberfläche. Laut Paul Klenerman, einem der Autoren der Studie, ist das Innere des Virus jener Bereich, in dem es viele mögliche Ziele für einen Impfstoff gibt. Starke Immunreaktion Grippeviren wurden mit dem genetischen Material von Hepatitis C verändert, um das Immunsystem dazu zu bringen das Virus anzugreifen. Das Ziel der Phase 1 der Studie war es, festzustellen, ob dieser Ansatz sicher ist und weitere Schritte zu planen. 41 gesunde Patienten erhielten den Impfstoff, der laut den Wissenschaftlern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine frühe klinische Studie eines Impfstoffes gegen Hepatitis C hat laut Wissenschaftlern der University of Oxford viel versprechende Ergebnisse erbracht. Die Entwicklung eines Impfstoffes wurde dadurch erschwert, dass das Virus seine Erscheinungsform ändert und damit schwer zu fassen ist.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Wissenschaftler zielten auf das Innere des Virus ab</strong></span></p>
<p><a href="http://www.ox.ac.uk">Oxford</a> &#8211; <a href="http://www.pressetext.de">pte</a> -  <a href="http://stm.sciencemag.org">sciencemag.org</a>  &#8211; Tests mit 41 Patienten haben gezeigt, dass ein Impfstoff trotz aller Schwierigkeiten möglich ist, wie die Forscher in Science Translational Medicine schreiben.</p>
<p>Das Virus verbreitet sich über Blut-Blut-Kontakt. Eine Ansteckungsmöglichkeit ist die gemeinsame Nutzung von Injektionsnadeln. Die Infektion kann durch antivirale Medikamente kontrolliert werden. Trotzdem wäre ein Impfstoff laut den Wissenschaftlern ein entscheidender Fortschritt. Ziel war es sich auf das Innere des Virus zu konzentrieren und nicht auf die sich ändernde Form der Oberfläche. Laut Paul Klenerman, einem der Autoren der Studie, ist das Innere des Virus jener Bereich, in dem es viele mögliche Ziele für einen Impfstoff gibt.</p>
<p><strong>Starke Immunreaktion</strong></p>
<p>Grippeviren wurden mit dem genetischen Material von Hepatitis C verändert, um das Immunsystem dazu zu bringen das Virus anzugreifen. Das Ziel der Phase 1 der Studie war es, festzustellen, ob dieser Ansatz sicher ist und weitere Schritte zu planen. 41 gesunde Patienten erhielten den Impfstoff, der laut den Wissenschaftlern eine starke Immunreaktion hervorrief, die rund ein Jahr lang anhielt und zu keinen stärkeren Nebenwirkungen führte. In einem nächsten Schritt sollen Personen geimpft werden, die dem Risiko einer Infektion ausgesetzt sind.</p>
<p><strong>170 Mio. Menschen infiziert</strong></p>
<p>Das Virus kann sich jahrelang unbemerkt im Körper befinden. Während dieser Zeit kann es jedoch zu einer schweren Schädigung der Leber kommen. Allein in Großbritannien dürften laut BBC bis zu 500.000 Menschen infiziert sein. Die <a href="http://www.who.int">Weltgesundheitsorganisation</a> geht davon aus, dass weltweit bis zu 170 Mio. Menschen betroffen sein könnten.</p>
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		<title>Obdachlose: Lebenserwartung sinkt um 30 Jahre</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/12/obdachlose/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 18:43:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Lebenserwartung liegt bei rund 47 Jahren und ist damit deutlich niedriger als der normale Durchschnitt von 77 Jahren. Drogen- und Alkoholmissbrauch sind für ein Drittel aller Todesfälle bei obdachlosen Menschen verantwortlich&#8230; Drogen- und Alkoholmissbrauch in England häufigste Todesursachen http://shef.ac.uk &#8211; pte &#8211; In England sterben Obdachlose 30 Jahre früher als der Durchschnitt der Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Sheffield für die Wohltätigkeitsorganisation Crisis http://crisis.org.uk. Die britische Regierung hat bereits angekündigt, dass 20 Mio. Pfund für die Unterstützung von Singles zur Verfügung gestellt werden, denen der Verlust ihrer Wohnung droht. Frauen sterben noch früher Die Wissenschaftler betonen, dass Drogen- und Alkoholmissbrauch häufig zu Obdachlosigkeit führen. Kein Dach über dem Kopf zu haben, verschärft diese Probleme weiter. Durchschnittlich liegt das Sterbealter bei Obdachlosen bei 47 Jahren. Beim Großteil der Frauen ist dieses Alter mit 43 Jahren jedoch deutlich niedriger. Für die Studie wurden nicht nur jene Menschen berücksichtigt, die auf der Straße leben, sondern auch jene, die in Notunterkünften, Wohnheimen und Tagesstätten untergebracht sind. Es zeigte sich, dass Obdachlose neun Mal so oft Selbstmord begehen und dass Verkehrsunfälle mit Todesfolge drei Mal so häufig vorkommen. Signifikanter Anstieg der Fälle Leslie Morphy, der Vorstandsvorsitzende von Crisis, betont, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Lebenserwartung liegt bei rund 47 Jahren und ist damit deutlich niedriger als der normale Durchschnitt von 77 Jahren. Drogen- und Alkoholmissbrauch sind für ein Drittel aller Todesfälle bei obdachlosen Menschen verantwortlich&#8230;<span id="more-3694"></span></p>
<h2>Drogen- und Alkoholmissbrauch in England häufigste Todesursachen</h2>
<p><a href="http://shef.ac.uk/">http://shef.ac.uk</a> &#8211; <a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; In England sterben Obdachlose 30 Jahre früher als der Durchschnitt der Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Sheffield für die Wohltätigkeitsorganisation Crisis <a href="http://crisis.org.uk/">http://crisis.org.uk</a>. Die britische Regierung hat bereits angekündigt, dass 20 Mio. Pfund für die Unterstützung von Singles zur Verfügung gestellt werden, denen der Verlust ihrer Wohnung droht.</p>
<p><strong>Frauen sterben noch früher</strong></p>
<p>Die Wissenschaftler betonen, dass Drogen- und Alkoholmissbrauch häufig zu Obdachlosigkeit führen. Kein Dach über dem Kopf zu haben, verschärft diese Probleme weiter. Durchschnittlich liegt das Sterbealter bei Obdachlosen bei 47 Jahren. Beim Großteil der Frauen ist dieses Alter mit 43 Jahren jedoch deutlich niedriger.</p>
<p>Für die Studie wurden nicht nur jene Menschen berücksichtigt, die auf der Straße leben, sondern auch jene, die in Notunterkünften, Wohnheimen und Tagesstätten untergebracht sind. Es zeigte sich, dass Obdachlose neun Mal so oft Selbstmord begehen und dass Verkehrsunfälle mit Todesfolge drei Mal so häufig vorkommen.</p>
<p><strong>Signifikanter Anstieg der Fälle</strong></p>
<p>Leslie Morphy, der Vorstandsvorsitzende von Crisis, betont, dass die umfangreichen Investitionen des NHS <a href="http://nhs.uk/">http://nhs.uk</a> den Obdachlosen bei der Lösung ihrer Gesundheitsprobleme nicht geholfen haben. &#8220;Es ist schockierend aber nicht überraschend, dass Obdachlose viel früher sterben als der Rest der Bevölkerung.&#8221;</p>
<p>Das Leben auf der Straße ist für den Großteil hart. Der Stress, kein Dach über dem Kopf zu haben, habe &#8211; wie die Untersuchung zeigt &#8211; seinen Preis. Die Wohltätigkeitsorganisation Shelter <a href="http://shelter.org.uk/">http://shelter.org.uk</a> weist ihrerseits darauf hin, dass rund 70.000 Kinder Weihnachten in Hilfsunterkünften verbringen werden. Zum Vergleich: 2007 waren es noch 112.000.</p>
<p><strong><span style="font-size: x-small;">Leben auf der Straße wird kriminalisiert:<br />
</span> <a href="http://www.hagalil.com/archiv/2011/12/19/obdachlos/">Zu arm für Rechte</a><span style="font-size: x-small;"><br />
</span> </strong> <span style="font-size: xx-small;"> In Ungarn ist Obdachlosigkeit per Gesetz zur Ordnungswidrigkeit erklärt worden. Die Kriminalisierung von Armut ist eine der repressiven Maßnahmen der regierenden Rechtspopulisten, durch die sich nicht zuletzt Budapest stark verändert…</span><span style="font-size: x-small;"><strong><br />
</strong></span></p>
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		<title>HIV / AIDS: Osteuropa bald Aids-Sorgenkind Nr. 1</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 13:28:57 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
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		<description><![CDATA[Während weltweit die Neuinfektionen mit dem HI-Virus sinken, geraten sie in Osteuropa zunehmend außer Kontrolle. &#8220;Russland und die Ukraine stehen mit ihrem Aidsproblem bald dort, wo das südliche Afrika vor fünf bis zehn Jahren war&#8221;, warnt Nicolas Cantau, Fund Portfolio Manager für die Ukraine beim Global Fund&#8230;Experte: &#8220;Situation wie früher in Südafrika steht bevor&#8221; pte -  Der &#8220;Global Fund to fight AIDS, Tuberculosis and Malaria&#8221; http://theglobalfund.org ist mit Abstand der größte Geldgeber für HIV/Aids-Projekte weltweit. Alarm schlug anlässlich des heutigen Weltaidstages auch die WHO http://who.int . Ihr Vergleich der Aids-Situation 2010 mit jener von 2001 zeigt: Die jährlichen Neuinfektionen gingen zwar weltweit um 15 Prozent auf 2,7 Mio. zurück und es gibt Hinweise, dass sich sogar in der zahlenmäßig größten Krisenregion Afrika südlich der Sahara die Zunahmen abflachen. In Osteuropa und Zentralasien verdreifachte sich die Zahl der HIV-Positiven allerdings auf nunmehr 1,5 Mio. und Aids-Todesfälle stiegen sogar auf das Zehnfache. Speziell zur Ukraine informiert ein noch unveröffentlichter Bericht der UNAIDS http://unaids.org , dass 360.000 Ukrainer oder 1,33 Prozent der Bevölkerung zwischen 15 bis 49 Jahren den HI-Virus tragen, wobei nur 100.000 davon offiziell als Patienten gemeldet sind. Hoch ist die Infektionsrate besonders bei Drogenabhängigen, Sexarbeiterinnen, homosexuellen Männern und auch Straßenkindern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während weltweit die Neuinfektionen mit dem HI-Virus sinken, geraten sie in Osteuropa zunehmend außer Kontrolle. &#8220;Russland und die Ukraine stehen mit ihrem Aidsproblem bald dort, wo das südliche Afrika vor fünf bis zehn Jahren war&#8221;, warnt Nicolas Cantau, Fund Portfolio Manager für die Ukraine beim Global Fund&#8230;<span id="more-3669"></span><strong>Experte: &#8220;Situation wie früher in Südafrika steht bevor&#8221;</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> -  Der &#8220;Global Fund to fight AIDS, Tuberculosis and Malaria&#8221; <a href="http://theglobalfund.org/">http://theglobalfund.org</a> ist mit Abstand der größte Geldgeber für HIV/Aids-Projekte weltweit.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2011/12/hiv-4/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Alarm schlug anlässlich des heutigen Weltaidstages auch die WHO <a href="http://who.int/">http://who.int</a> . Ihr Vergleich der Aids-Situation 2010 mit jener von 2001 zeigt: Die jährlichen Neuinfektionen gingen zwar weltweit um 15 Prozent auf 2,7 Mio. zurück und es gibt Hinweise, dass sich sogar in der zahlenmäßig größten Krisenregion Afrika südlich der Sahara die Zunahmen abflachen. In Osteuropa und Zentralasien verdreifachte sich die Zahl der HIV-Positiven allerdings auf nunmehr 1,5 Mio. und Aids-Todesfälle stiegen sogar auf das Zehnfache.</p>
<p>Speziell zur Ukraine informiert ein noch unveröffentlichter Bericht der UNAIDS <a href="http://unaids.org/">http://unaids.org</a> , dass 360.000 Ukrainer oder 1,33 Prozent der Bevölkerung zwischen 15 bis 49 Jahren den HI-Virus tragen, wobei nur 100.000 davon offiziell als Patienten gemeldet sind. Hoch ist die Infektionsrate besonders bei Drogenabhängigen, Sexarbeiterinnen, homosexuellen Männern und auch Straßenkindern, wobei allerdings der heterosexuelle Geschlechtsverkehr im Jahr 2009 den Drogenkonsum als wichtigste Übertragungsform abgelöst hat.</p>
<p><strong>Drei Viertel bleiben unentdeckt</strong></p>
<p>&#8220;Es gibt Hinweise, dass die heterosexuelle Übertragung heute in erster Linie von infizierten Drogenabhängigen ausgeht&#8221;, erklärt Cantau. Zwei Drittel der sexuell Neuinfizierten sind Frauen, vorwiegend aus der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen, wobei 50 Prozent der HI-Trägerinnen bei einer Schwangerschaft als solche diagnostiziert werden. Insgesamt bleibt der Virus jedoch bei drei von vier Betroffenen unentdeckt, weshalb Experten bereits den fortdauernden Boom von Neuerkrankungen befürchten.</p>
<p>Die ukrainische Regierung setzt in ihren Gegenmaßnahmen bei den Hochrisikogruppen an und wird dabei vom Global Fund in den kommenden zwei Jahren mit 88 Mio. Dollar unterstützt. &#8220;Die verfügbaren Mittel reichen jedoch kaum, um die vielen Lücken auch nur notdürftig zu füllen. Denn weder gelingt der flächendeckende Test bei Risikogruppen, noch die Behandlung aller Erkrankten&#8221;, betont der Global Fund-Sprecher. Ähnliches berichten auch ukrainische Selbsthilfegruppen (pressetext berichtete: <a href="http://pressetext.com/news/20100721030">http://pressetext.com/news/20100721030</a> ).</p>
<p><strong>DACH-Ländern fehlt Verantwortung</strong></p>
<p>Gegenüber Russland, wo die Situation der Epidemie mit der Ukraine vergleichbar ist, spricht Cantau allerdings ein noch härteres Urteil aus. &#8220;Russland gehört zu den Geberländern für den Global Fund, verwehrt diesem aber die Mitwirkung bei der HIV-Bekämpfung. Seine Strategie ist die generelle Prävention, wobei die Bedürfnisse der Drogenabhängigen übergangen und die einzig wirksame Schadensminderungen durch Substitution oder Nadeltausch verboten werden. Dahinter stehen nur ideologische Gründe, die jeder Evidenz widersprechen.&#8221; Schlimm sei dies, da UNAIDS-Forschungen zeigen, dass HIV/Aids durch Test und effektive Behandlung ausgemerzt werden könnte.</p>
<p>Jegliche Kritik gerade aus deutschsprachigen Ländern hat jedoch fahlen Beigeschmack: Deutschland, die Schweiz und Österreich sind Schlusslichter im weltweiten Kampf gegen HIV/Aids. &#8220;Das betrifft nicht nur den finanziellen Beitrag für Aidsprojekte, sondern auch die Entwicklungshilfe, die deutlich unter 0,7 Prozent des BIP liegt&#8221;, so Cantau. Weit schärfer hat dies Global-Fund-Direktor Michel Kazatchkine anlässlich der Aids-Konferenz 2010 formuliert: &#8220;Österreich bekämpft Aids nur mit schönen Worten&#8221; (pressetext berichtete: <a href="http://pressetext.com/news/20100723004">http://pressetext.com/news/20100723004</a> ).</p>
<p>UNAIDS-Datenblatt Ukraine: <a href="http://www.unaids.org/en/Regionscountries/Countries/Ukraine/">http://www.unaids.org/en/Regionscountries/Countries/Ukraine/</a></p>
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		<title>Riesige Umsätze: Cannabis im Internet</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 08:20:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das börsennotierte US-Unternehmen General Cannabis Inc., ein kalifornischer Service-Dienstleister für die medizinische Marihuanaindustrie, hat die Domain Marijuana.com für 4,2 Mio. Dollar erworben. Die Investition wird sich lohnen: Mit der Plattform WeedMaps, die das Auffinden von Ausgabestellen für medizinisches Marihuana erleichtert, verdiente die Firma bisher schon gutes Geld&#8230; Marijuana-Domain kostet 4,2 Mio. Dollar pte -  generalcannabis.com &#8211; &#8220;Im deutschsprachigen Raum spielt medizinisches Marihuana derzeit kaum eine wirtschaftliche Rolle. Die Schweiz war allerdings eine Zeit lang ein Exportland für Cannabis&#8221;, sagt Georg Wurth vom deutschen Hanfverband gegenüber pressetext. Eine Mio. Dollar pro Monat General Cannabis übernimmt marijuana.com ab 2012. Für 4,2 Mio. Dollar erhält das Unternehmen nicht nur die Domain, sondern auch das Forum, das derzeit auf der Seite zu finden ist und etwa 3,5 Mio. Seitenaufrufe verzeichnet. User von WeedMaps sollen ihre Accounts in Zukunft auch zur Anmeldung bei Marijuana.com verwenden können. Durch die Verknüpfung mit dem Such- und Bewertungsportal für Marihuana-Ausgabestellen erhofft sich General Cannabis ähnliche Umsätze. Schon als WeedMaps erstanden wurde setzte die Seite 400.000 Dollar pro Monat um. Mittlerweile ist dieser Betrag auf über eine Mio. gestiegen. Der gesamte Umsatz der medizinischen Marihuanaindustrie wird auf 45 bis 120 Mrd. Dollar geschätzt. Die Alkohol- und Tabakindustrie bringen es zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das börsennotierte US-Unternehmen General Cannabis Inc., ein kalifornischer Service-Dienstleister für die medizinische Marihuanaindustrie, hat die Domain Marijuana.com für 4,2 Mio. Dollar erworben. Die Investition wird sich lohnen: Mit der Plattform WeedMaps, die das Auffinden von Ausgabestellen für medizinisches Marihuana erleichtert, verdiente die Firma bisher schon gutes Geld&#8230;<span id="more-3662"></span></p>
<h2>Marijuana-Domain kostet 4,2 Mio. Dollar</h2>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> -  <a href="http://generalcannabis.com/">generalcannabis.com</a> &#8211; &#8220;Im deutschsprachigen Raum spielt medizinisches Marihuana derzeit kaum eine wirtschaftliche Rolle. Die Schweiz war allerdings eine Zeit lang ein Exportland für Cannabis&#8221;, sagt Georg Wurth vom deutschen <a href="http://hanfverband.de">Hanfverband</a> gegenüber pressetext.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2011/12/cannabis-15/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><strong>Eine Mio. Dollar pro Monat</strong></p>
<p>General Cannabis übernimmt <a href="http://www.marijuana.com">marijuana.com</a> ab 2012. Für 4,2 Mio. Dollar erhält das Unternehmen nicht nur die Domain, sondern auch das Forum, das derzeit auf der Seite zu finden ist und etwa 3,5 Mio. Seitenaufrufe verzeichnet. User von WeedMaps sollen ihre Accounts in Zukunft auch zur Anmeldung bei Marijuana.com verwenden können. Durch die Verknüpfung mit dem Such- und Bewertungsportal für Marihuana-Ausgabestellen erhofft sich General Cannabis ähnliche Umsätze. Schon als WeedMaps erstanden wurde setzte die Seite 400.000 Dollar pro Monat um. Mittlerweile ist dieser Betrag auf über eine Mio. gestiegen.</p>
<p>Der gesamte Umsatz der medizinischen Marihuanaindustrie wird auf 45 bis 120 Mrd. Dollar geschätzt. Die Alkohol- und Tabakindustrie bringen es zum Vergleich auf 188 beziehungsweise 75 Mrd. Dollar. &#8220;Derzeit erlauben 15 Staaten medizinisches Marihuana, aber nur in zwei oder drei gibt es Ausgabestellen wie in Kalifornien. Dort läuft nach Schätzungen ein Drittel des gesamten Konsums über Rezepte ab. Ärzte werben sogar damit, Bezugsscheine zu verkaufen&#8221;, erklärt Wurth.</p>
<p><strong>Schattenwirtschaft</strong></p>
<p>Dass ausgerechnet in den USA, wo das Marihuana-Verbot seinen Ausgang nahm, eine blühende Industrie samt damit einhergehender Liberalisierung rund um das grüne Kraut entstand, liegt neben den wirtschaftlichen Interessen auch an den Konsumraten, die doppelt so hoch sind wie in Deutschland, und an den überfüllten Gefängnissen, in denen viele Marihuana-Dealer einsitzen.</p>
<p>Ein Milliardengeschäft ist Cannabis auch in Europa. &#8220;Allein in Deutschland haben 13 Mio. Menschen Erfahrungen mit Marihuana gesammelt. Da werden jedes Jahr einige 100 Tonnen konsumiert. Das ist durchaus ein Wirtschaftsfaktor&#8221;, so Wurth. Das medizinische Marihuana, das mittlerweile unter strengen Auflagen auch im deutschsprachigen Raum verschrieben wird, wird zum Großteil in Holland produziert und hat wegen der geringen Menge keine Bedeutung für die Volkswirtschaft.</p>
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		<title>Prager Petition: Legalisierung von Hanf als Pharmakon gefordert</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/08/thc/</link>
		<comments>http://www.pharmacon.net/2011/08/thc/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 05:26:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Cannabis]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Dienstag haben Ärzte, Patienten und Wissenschaftler eine Petition  zur Legalisierung von Hanf zu medizinischen Zwecken eingereicht. Es gehe bei dieser Petition nicht um die Legalisierung der Droge Marihuana, sondern ausschliesslich um die Nutzung der Pflanze Hanf zur Herstellung von Arzneimittel, wie der Sprecher des Petitionsausschusses der medizinischen Fakultät der Karlsuniversität, Tomas Zabransky, erklärte&#8230; Bisher sind Medikamente, die mehr als 0,3 Prozent des Wirkstoffes THC  enthalten, in Tschechien illegal. Laut Zabransky nutzen derzeit aber Tausende Patienten Hanf zur Therapie. Entweder züchten sie es selbst  oder kaufen es auf dem Schwarzmarkt. Eine offizielle Zulassung helfe daher, die Patienten aus der Illegalität zu holen. Ein Sprecher des  Gesundheitsministeriums erklärte, zur weiteren Nutzung von Hanf als Arzneimittel müsse zunächst eine breite gesellschaftliche Diskussion stattfinden, bis dahin gebe es klare Regeln zur medizinischen Nutzung. Die Isolierung und Synzthetisierung von THC, dem wirksamen Bestandteil von Cannabis, gelang zuerst R. Mechoulam, von der School of Pharmacy in Jerusalem. Was die nicht-medizinische Nutzung betrifft, haben die Tschechen inzwischen sogar die Spanier im Haschisch- bzw. Marijuanakonsum überholt. Es folgen Italiener, Franzosen, Briten. Besonders restriktiv ist die Haltung noch immer in Deutschland, wo schon der Besitz geringer Mengen mit mehrjährigen Haftstrafen bestraft werden kann. Daran hat sich auch nichts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag haben Ärzte, Patienten und Wissenschaftler eine Petition  zur Legalisierung von Hanf zu medizinischen Zwecken eingereicht. Es gehe bei dieser Petition nicht um die Legalisierung der Droge Marihuana, sondern ausschliesslich um die Nutzung der Pflanze Hanf zur Herstellung von Arzneimittel, wie der Sprecher des Petitionsausschusses der medizinischen Fakultät der Karlsuniversität, Tomas Zabransky, erklärte&#8230;<span id="more-3533"></span></p>
<p>Bisher sind Medikamente, die mehr als 0,3 Prozent des Wirkstoffes THC  enthalten, in Tschechien illegal. Laut Zabransky nutzen derzeit aber Tausende Patienten Hanf zur Therapie. Entweder züchten sie es selbst  oder kaufen es auf dem Schwarzmarkt. Eine offizielle Zulassung helfe daher, die Patienten aus der Illegalität zu holen.</p>
<p>Ein Sprecher des  Gesundheitsministeriums erklärte, zur weiteren Nutzung von Hanf als Arzneimittel müsse zunächst eine breite gesellschaftliche Diskussion stattfinden, bis dahin gebe es klare Regeln zur medizinischen Nutzung.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2011/08/thc/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><span style="font-size: x-small;"><em>Die Isolierung und Synzthetisierung von THC, dem wirksamen Bestandteil von Cannabis, gelang zuerst <a href="http://www.pharmacon.net/2010/11/cannabis-11/">R. Mechoulam</a>, von der School of Pharmacy in Jerusalem.</em></span></p>
<p>Was die nicht-medizinische Nutzung betrifft, haben die Tschechen inzwischen sogar die Spanier im Haschisch- bzw. Marijuanakonsum überholt. Es folgen Italiener, Franzosen, Briten. Besonders restriktiv ist die Haltung noch immer in Deutschland, wo schon der Besitz geringer Mengen mit mehrjährigen Haftstrafen bestraft werden kann. Daran hat sich auch nichts geändert als die Partei &#8220;die Grünen&#8221; in der Bundesregierung saß.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2011/08/thc/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Ivan Douda, vom Zentrum für Prävention und Heilung von Drogensüchtigen, sieht die Entwicklung in Tschechien positiv. Traditionell sehr strenge Gesellschaften wie in Deutschland kann man nur schwer mit Gesellschaften vergleichen, die lange liberale Traditionen haben. Auch die lebenslustigere Einstellung südlicher Länder bringt einen lockereren Umgang mit sich, unabhängig von der Rechtslage. &#8220;<em>Man muss diese Berichte immer im Ganzen bewerten. Warum die Tschechen in dem Bericht auf dem ersten Platz liegen, kommt vielleicht auch dadurch, weil die Atmosphäre bei uns offener ist. Die Leute geben eher zu, die Droge probiert zu haben oder sie ab und zu zu rauchen. Niemand bestraft sie dafür und niemand wundert sich,“</em> so Ivan Douda. Wenn wir die Situation mit dem Nachbarn Deutschland vergleichen, kann der große Verbrauch von Marihuana unter den jungen Tschechen sogar eine gute Nachricht sein: <em>„Es heißt dann auch, dass Jugendliche weniger Alkohol trinken und weniger von harten Drogen Gebrauch machen. Es bringt sicher ein Risiko mit sich, aber insgesamt ist es besser, wenn junge Leute mit der leichten Droge experimentieren, als mit den gefährlicheren.“</em></p>
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		<title>Warum Rauchstopp traurig macht: Glückshormon-Unterdrücker steigt bei Entzug an</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/08/mao/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 10:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Hormone]]></category>
		<category><![CDATA[Serotonin]]></category>

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		<description><![CDATA[Obwohl die meisten Raucher an ihrem Laster leiden, fällt ihnen das Aufhören sehr schwer. Ein Gefühl des Unwohlseins bringt motivierten Versuchen oft den Rückschlag. Eine Komponente, die dazu beiträgt, erklären nun kanadische Forscher in den &#8220;Archives of General Psychiatry&#8221;. Biochemische Prozesse im Gehirn lösen einige Stunden bis Tage nach der letzten Zigarette ein Stimmungstief aus, so die Wissenschaftler&#8230; Zum Aufhören muss man Traurigkeit überwinden pte &#8211; Das Team um Jeffrey Meyer untersuchte dazu 48 Kettenrauchern mittels spezieller Bildgebung, der Positron-Emissions-Tomographie. Die Konzentration eines speziellen Enzyms im Gehirn, die sogenannte Monoaminoxidase-A (MAO-A), stieg acht Stunden nach dem Entzug um 25 Prozent an. MAO-A baut Hormone wie etwa Serotonin ab, die sonst die Stimmung stabilisieren. Vermehrtes MAO-A im Entzug sorgt für mehr Traurigkeit, die sich auch in der subjektiven Wahrnehmung der Untersuchten deutlich zeigte. Zu viel Hormon-Verhinderer beim Entzug Für Michael Musalek, Leiter des Anton-Proksch-Instituts http://www.api.or.at , liefert der Hinweis auf die MAO-Prozesse einen &#8220;spannenden Einblick, wie Entzug genau funktioniert.&#8221; Sucht sei zu komplex, um sie auf einen einzigen Mechanismus zu reduzieren. &#8220;Sind die genauen Vorgänge des Unwohlseins bekannt, kann man jedoch erforschen, wie sie zu beeinflussen sind. Sehr wahrscheinlich ist MAO auch an anderen Suchterkrankungen beteiligt&#8221;, so der Experte im pressetext-Interview. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="center">Obwohl die meisten Raucher an ihrem Laster leiden, fällt ihnen das Aufhören sehr schwer. Ein Gefühl des Unwohlseins bringt motivierten Versuchen oft den Rückschlag. Eine Komponente, die dazu beiträgt, erklären nun kanadische Forscher in den &#8220;Archives of General Psychiatry&#8221;. Biochemische Prozesse im Gehirn lösen einige Stunden bis Tage nach der letzten Zigarette ein Stimmungstief aus, so die Wissenschaftler&#8230;<span id="more-3447"></span></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><strong>Zum Aufhören muss man Traurigkeit überwinden</strong></p>
<p>pte &#8211; Das Team um Jeffrey Meyer untersuchte dazu 48 Kettenrauchern mittels spezieller Bildgebung, der Positron-Emissions-Tomographie. Die Konzentration eines speziellen Enzyms im Gehirn, die sogenannte Monoaminoxidase-A (MAO-A), stieg acht Stunden nach dem Entzug um 25 Prozent an. MAO-A baut Hormone wie etwa Serotonin ab, die sonst die Stimmung stabilisieren. Vermehrtes MAO-A im Entzug sorgt für mehr Traurigkeit, die sich auch in der subjektiven Wahrnehmung der Untersuchten deutlich zeigte.</p>
<p><strong>Zu viel Hormon-Verhinderer beim Entzug<br />
</strong></p>
<p>Für Michael Musalek, Leiter des Anton-Proksch-Instituts <a href="http://www.api.or.at/">http://www.api.or.at</a> , liefert der Hinweis auf die MAO-Prozesse einen &#8220;spannenden Einblick, wie Entzug genau funktioniert.&#8221; Sucht sei zu komplex, um sie auf einen einzigen Mechanismus zu reduzieren. &#8220;Sind die genauen Vorgänge des Unwohlseins bekannt, kann man jedoch erforschen, wie sie zu beeinflussen sind. Sehr wahrscheinlich ist MAO auch an anderen Suchterkrankungen beteiligt&#8221;, so der Experte im pressetext-Interview.</p>
<p><strong>Vitaminpillen als Verführer</strong></p>
<p>Zum Stolperstrick für den Rauchverzicht kann jedoch sogar scheinbar gesundes Verhalten werden, zeigen taiwanesische Forscher um Wen-Ben Chiou in der Zeitschrift &#8220;Addiction&#8221;. 74 starke Raucher probierten in einer Versuchsreihe Placebo-Tabletten, wobei man einigen sagte, es handle sich um Vitamin C-Präparate. In der freien Stunde nach dem Test genehmigten sich die vermeintlichen Vitaminschlucker doppelt so viele Zigaretten wie die restlichen Teilnehmer.</p>
<p>Manche Raucher sehen Nahrungsergänzungsmittel somit als &#8220;Lizenz zum Zigarettenrauchen&#8221; und belohnen sich durch den Qualm dafür, ihrem Körper zuvor etwas Gutes getan zu haben, interpretieren die Forscher. Multivitamin-Präparate schützen jedoch nicht vor Krebs. Auf diese gefährliche Komponente der Vitaminpillen hat <a href="http://www.pharmacon.net/2011/08/vitamin-2/">Chiou schon früher</a> gewiesen: Wer sie zu sich nimmt, betreibt in der Regel auch weniger Sport, isst ungesünder und geht weniger spazieren.</p>
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		<title>Impfung gegen Drogensucht? Medikamente im Tierversuch erfolgreich</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/07/naltrexon/</link>
		<comments>http://www.pharmacon.net/2011/07/naltrexon/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 17:54:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Experten wie Arthur Caplan von der University of Pennsylvania haben sich zuletzt dafür ausgesprochen, Drogenabhängige zu impfen, um ihnen bei der Erholung von ihrer Sucht zu helfen. Sie empfehlen die Verabreichung von Medikamenten wie Naltrexon, die das Verlangen nach Drogen dämpfen. Die Diskussion wurde durch den Tod von Amy Winehouse und eine Studie des Scripps Research Institute http://www.scripps.edu wieder eröffnet&#8230; La Jolla http://www.upenn.edu &#8211; pte &#8211; Das Team um Kim Janda hat einen Cocktail aus Impfstoffen entwickelt, der aus heroinähnlichen Hapten besteht, die sich an ein Trägerprotein anbinden und mit Alum vermischt werden. Damit wird das Immunsystem gezielt angeregt. Der Impfstoff trainiert das Immunsystem darauf, Heroinmoleküle mit Antikörpern zu überschütten. Die Droge wird so zu einem eindringenden Organismus, der im Blut so verlangsamt wird, dass er das Gehirn gar nicht erst erreichen kann. Die Wissenschaftler verabreichten Ratten eine Katheder, der Heroin direkt ins Blut abgab, wenn die Tiere einen Hebel betätigten. Alle nicht geimpften Ratten betätigten den Hebel häufig und gerne. Das galt nur für drei der sieben geimpften Tiere. Details der Studie wurden im Journal of Medicinal Chemistry http://pubs.acs.org/journal/jmcmar veröffentlicht. Vielversprechende Methoden Das Team um Zheng-Xiong Xi vom National Institute on Drug Abuse http://www.nida.nih.gov arbeitete mit Mäusen, die wie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Experten wie Arthur Caplan von der University of Pennsylvania  haben sich zuletzt dafür ausgesprochen, Drogenabhängige zu impfen, um ihnen bei der Erholung von ihrer Sucht zu helfen. Sie empfehlen die Verabreichung von Medikamenten wie Naltrexon, die das Verlangen nach Drogen dämpfen. Die Diskussion wurde durch den Tod von Amy Winehouse und eine Studie des Scripps Research Institute <a href="http://www.scripps.edu/">http://www.scripps.edu</a> wieder eröffnet&#8230;<span id="more-3419"></span></p>
<p>La Jolla <a href="http://www.upenn.edu/">http://www.upenn.edu</a> &#8211; <a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Das Team um Kim Janda hat einen Cocktail aus Impfstoffen entwickelt, der aus heroinähnlichen Hapten besteht, die sich an ein Trägerprotein anbinden und mit Alum vermischt werden. Damit wird das Immunsystem gezielt angeregt.</p>
<p>Der Impfstoff trainiert das Immunsystem darauf, Heroinmoleküle mit Antikörpern zu überschütten. Die Droge wird so zu einem eindringenden Organismus, der im Blut so verlangsamt wird, dass er das Gehirn gar nicht erst erreichen kann. Die Wissenschaftler verabreichten Ratten eine Katheder, der Heroin direkt ins Blut abgab, wenn die Tiere einen Hebel betätigten. Alle nicht geimpften Ratten betätigten den Hebel häufig und gerne. Das galt nur für drei der sieben geimpften Tiere. Details der Studie wurden im Journal of Medicinal Chemistry <a href="http://pubs.acs.org/journal/jmcmar">http://pubs.acs.org/journal/jmcmar</a> veröffentlicht.</p>
<p><strong>Vielversprechende Methoden</strong></p>
<p>Das Team um Zheng-Xiong Xi vom National Institute on Drug Abuse <a href="http://www.nida.nih.gov/">http://www.nida.nih.gov</a> arbeitete mit Mäusen, die wie die Ratten einen Katheder erhielten, der nach Betätigung eines Hebels Kokain freisetzte. Xi verabreichte den Tieren ein Medikament, das die Cannabinoid-Rezeptoren CB2 im Gehirn blockierte, damit eine Dopaminaktivität verhinderte und so auch die Wirkung der Droge zunichte machte. Auch die geimpften Mäuse waren laut Nature <a href="http://www.nature.com/">http://www.nature.com</a> an der Droge weniger interessiert als die Kontrollgruppe.</p>
<p>Könnten diese Medikamente erfolgreich für den Einsatz beim Menschen adaptiert werden, wären sie bei der Behandlung von Drogensüchtigen ein großer Fortschritt. Kleine Pannen müssten dann nicht mehr zu Rückfällen in die Sucht werden. Die bisher getesteten Impfstoffe gegen Kokain und Nikotin haben bei klinischen Tests allerdings noch keine vergleichbaren Ergebnisse erzielt. Ausreichend Antikörper bildeten sich nur bei einem Drittel der Teilnehmer.</p>
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		<title>Alkoholismus: Pharmakologische Unterstützung bringt Erfolge</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/07/alkoholismus-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 14:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>

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		<description><![CDATA[In Deutschland sind mehr als 4 Millionen Menschen alkoholabhängig oder betreiben einen schädlichen Alkoholmissbrauch. Die Alkoholabhängigkeit zählt somit hierzulande zu den häufigsten Abhängigkeitserkrankungen. Dabei ist jeder Alkoholkonsum, der zu körperlichen, seelischen und sozialen Schäden führt, ein Missbrauch und kann eine Abhängigkeit zur Folge haben&#8230; Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt die Risikogrenze für Gesundheitsschäden für Männer bei 40 Gramm Alkohol pro Tag (entspricht 0,4 l Wein oder 0,8 l Bier) und für Frauen bei 20 Gramm Alkohol pro Tag (entspricht 0,2 l Wein oder 0,4 l Bier). Alkoholabhängigkeit ist eine chronische Krankheit und im medizinischen Sinne nicht heilbar. Es gibt jedoch verschiedene Therapiemaßnahmen, deren gemeinsames Ziel eine lebenslange Alkohol-Abstinenz bei möglichst langer Rückfallfreiheit ist. Alkohol-Entzug unter pharmakologischer und psychotherapeutischer Betreuung Die Behandlung beginnt mit dem unter ärztlicher Aufsicht durchgeführten akuten Entzug, dem sich eine psychotherapeutisch-psychiatrische und umfassende sozialmedizinische Langzeitbehandlung anschließt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit einer medikamentösen Rückfallprophylaxe. Hierbei kommt den so genannten &#8220;Anti-Craving-Substanzen&#8221; eine besondere Bedeutung zu. Sie unterdrücken das heftige Verlangen nach Alkohol (Craving) und unterstützen so die Therapie. Neues Medikament hilft abstinent zu bleiben und die Kontrolle zu behalten Neben zb Acamprosat ist seit 2010 auch ein Naltrexon-Präparat (Adepend®) zur Reduktion des Rückfallrisikos, Unterstützung der Abstinenz und Minderung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Deutschland sind mehr als 4 Millionen Menschen alkoholabhängig oder betreiben einen schädlichen Alkoholmissbrauch. Die Alkoholabhängigkeit zählt somit hierzulande zu den häufigsten Abhängigkeitserkrankungen. Dabei ist jeder Alkoholkonsum, der zu körperlichen, seelischen und sozialen Schäden führt, ein Missbrauch und kann eine Abhängigkeit zur Folge haben&#8230;<span id="more-3403"></span></p>
<p>Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt die Risikogrenze für Gesundheitsschäden für Männer bei 40 Gramm Alkohol pro Tag (entspricht 0,4 l Wein oder 0,8 l Bier) und für Frauen bei 20 Gramm Alkohol pro Tag (entspricht 0,2 l Wein oder 0,4 l Bier). Alkoholabhängigkeit ist eine chronische Krankheit und im medizinischen Sinne nicht heilbar. Es gibt jedoch verschiedene Therapiemaßnahmen, deren gemeinsames Ziel eine lebenslange Alkohol-Abstinenz bei möglichst langer Rückfallfreiheit ist.</p>
<p><strong>Alkohol-Entzug unter pharmakologischer und psychotherapeutischer Betreuung</strong></p>
<p>Die Behandlung beginnt mit dem unter ärztlicher Aufsicht durchgeführten akuten Entzug, dem sich eine psychotherapeutisch-psychiatrische und umfassende sozialmedizinische Langzeitbehandlung anschließt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit einer medikamentösen Rückfallprophylaxe. Hierbei kommt den so genannten &#8220;<strong>Anti-Craving-Substanzen</strong>&#8221; eine besondere Bedeutung zu. Sie unterdrücken das heftige Verlangen nach Alkohol (Craving) und unterstützen so die Therapie.</p>
<p><strong>Neues Medikament hilft abstinent zu bleiben und die Kontrolle zu behalten</strong> </p>
<p>Neben zb Acamprosat ist seit 2010 auch ein Naltrexon-Präparat (Adepend®) zur Reduktion des Rückfallrisikos, Unterstützung der Abstinenz und Minderung des Verlangens nach Alkohol als Teil einer umfassenden Therapie bei Erwachsenen in Deutschland rezeptpflichtig zugelassen. Naltrexon besetzt Rezeptoren im Gehirn, die für das subjektiv belohnende Gefühl nach Alkoholkonsum verantwortlich sind. Die Wirksamkeit dieser Anti-Craving-Substanz ist durch mehrere wissenschaftliche Studien belegt. Die Behandlungsdauer ist je nach Patient sehr verschieden, sollte jedoch bei mindestens 3 Monaten liegen. Bereits 30 bis 40 Minuten nach der ersten Einnahme der 1x täglich einzunehmenden Tablette kann die Wirkung einsetzen. Naltrexon selbst führt weder zu einer psychischen noch zu einer körperlichen Abhängigkeit, so dass auch nach dem Absetzen des Medikamentes keine Entzugssymptome auftreten. Es ist außerdem gut verträglich und weist keine direkte Wechselwirkung mit Alkohol auf &#8211; kann und soll also auch im Falle eines Rückfalls weiter eingenommen werden.<br />
Lediglich zu Beginn der Therapie kann es möglicherweise vorübergehend zu Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen kommen, die aber gut mit anderen Medikamenten zu behandeln sind. Naltrexon kann Alkoholabhängige darin unterstützen, abstinent zu werden, ist aber immer Teil einer umfassenden Therapie und stellt keinen Ersatz für psychotherapeutische und sozialmedizinische Maßnahmen dar.</p>
<p>Ob eine Behandlung Erfolg hat, hängt natürlich vom Willen der Betroffenen ab, lebenslang auf Alkohol zu verzichten. Voraussetzung ist, dass diese sich selbst und anderen ihre Sucht eingestehen und sie als Krankheit annehmen. Selbsthilfegruppen sowie die Unterstützung durch Familie und Freunde stellen eine zusätzliche große Hilfe für den Therapieerfolg dar. Suchtberatungsstellen, psychosoziale Beratungsstellen, das Gesundheitsamt und natürlich der Hausarzt sind erste Anlaufstellen für Hilfesuchende und vermitteln unter Wahrung der Persönlichkeit und auf Wunsch auch anonym die passende Therapie.</p>
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