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Sonnenschutz und Apotheke
1. Der Markt 1996
1.1 Marktentwicklung Sonnenschutz
(Sonnenschutzmittel + Après)
- 1996 hat der Gesamtmarkt für Sonnenschutz (incl. Après) ein
Gesamtvolumen von 506 Mio. DM erreicht. Auf den Vertriebskanal Apotheke
entfällt davon ein Umsatzvolumen von 106,35 Mio. DM, welcher mit einem
Anteil von 20,9% ein bedeutender Teilmarkt ist.
- Mit -2,1% (Wert) lag die Gesamtentwicklung des Sonnenschutzmarktes
1996 witterungsbedingt unter dem Vorjahr. Der Vetriebskanal Apotheke war
dabei mit -15,5% stärker rückläufig als der Gesamtmarkt.
- Im Apothekenmarkt konnten die medizinischen Marken ihren hohen Anteil
mit 67,1% vs. 65,3% im Vorjahr weiter ausbauen.
- Einen stärkeren Einbruch im Apothekenmarkt erfuhren die
Apotheken-Kosmetischen Marken mit -7,78 Mio. DM (-20,32%). Die
nicht-apothekenexklusiven Consumer Marken haben ebenfalls an die
medizinischen Marken verloren: -987,4 Tausend DM (-18,17%) vs. Vorjahr.
- Das mit den Aufklärungsmaßnahmen in den Medien gestiegene Bedürfnis
nach medizinisch sicherem Sonnenschutz bei höchster Verträglichkeit
findet seinen Ausdruck im Trend zu medizinischen Sonnenschutzprodukten:
deren Anteil hat sich in den letzten drei Jahren von 56,0% auf 67,1%
erhöhte, während im gleichen Zeitraum der Anteil der
Apotheken-Kosmetischen Produkte von 38,8% auf 28,7% zurückging.
Fazit: Bei einer ggü. den anderen
Vertriebskanälen leicht schwächeren Entwicklung in der Apotheke haben sich die
medizinischen Sonnenschutz Marken weiter durchgesetzt.
1.2 Markttrends Sonnenschutz
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Die stetige Abnahme der schützenden Ozonschicht hat in den letzten
Jahren auch in den nördlichen Breiten zu einem meßbaren Anstieg der
UV-Intensität geführt . Dies ist in einer wissenschaftlichen Studie der
NASA bestätigt:
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- In den europäischen Gebieten hat sich zwischen 1979 und 1992 die
UVB-Strahlung um 6,8% pro Jahr erhöht.
- In bestimmten Regionen der Südhalbkugel nahmen die Werte sogar um 9,9%
pro Jahr zu.
- Eine erhöhte UVB-Belastung bedeutet - nach Auffassung führender
Dermatologen - ein erhöhtes Hautkrebsrisiko. Weiterhin kann dagegen die
UVA-Strahlung zu chronischen Lichtschäden wie z.B. vorzeitiger
Hautalterung führen und auch phototoxische und photoallergische
Reaktionen auslösen.
Aus dieser Entwicklung leiten sich steigende Anforderungen an medizinisch
sichere Sonnenschutzprodukte ab. In der Empfehlung der Apotheker findet dies
seinen Niederschlag in der bereits dargestellten Verlagerung von Consumer und
Apotheken-Kosmetischen Marken hin zu den medizinischen Sonnenschutz Marken.
- Für das Jahr 1997 erwarten wir:
- Erholung des Marktes auf das in 1995 erreichte Niveau.
- Ein weiterhin schnelleres Wachstum bei den medizinischen Marken.
1.3 Marktanteile im Vertriebskanal Apotheke
(Sonnenschutzmittel + Après)

Quelle: Beiersdorf AG (nach Nielsen)

Quelle: Beiersdorf AG (nach Nielsen)
Der Vertriebskanal Apotheke erreichte 1996 ein Volumen von 106,35 Mio. DM.
- Insgesamt konnte Ladival® seine bestehende Marktführerschaft im
deutschen Apothekenmarkt mit 20,5% vor Eucerin® Sun Sensitive (13,5%)
und Ilrido (13,2%) behaupten.
Eucerin® Sun Sensitive ist mit einem Marktanteil von 13,5% auch in 1996
die Nr. 2 im Markt knapp vor Ilrido 13,2%. In Ostdeutschland konnte
Eucerin® Sun Sensitive die Marktführerschaft mit 20,7% vs. Ladival® mit
15,2% Marktanteil deutlich behaupten.
- In der Gesamtbetrachtung gab es im Jahr 1996 bei den großen
Apotheken-marken nur geringfügige Marktanteilsverschiebungen.
1.4 Bedeutung und Entwicklung der Produktsegmente im
Vertriebskanal Apotheke

Quelle: Beiersdorf AG (nach Nielsen)

Quelle: Beiersdorf AG (nach Nielsen)

Quelle: Beiersdorf AG (nach Nielsen)
- Lotionen haben mit 41,6% trotz anteilsmäßig leicht rückläufiger
Tendenz auch im Jahr 1996 mit deutlichem Abstand die größte
Marktbedeutung im Vertriebskanal Apotheke. Gefolgt werden die Lotionen
von Cremes mit 20,8% und Gel/Balsam mit 21,4% Anteil.
- Insgesamt hat sich die Marktentwicklung (-15,5%) in allen
Produktsegmenten, bis auf das Creme-Segment (+4,3%) und das
Après-Segment (-10,95%) überproportional niedergeschlagen.
- Lediglich das Creme-Segment konnte seinen Anteil um weitere 3,3
Prozent-punkte auf 20,8% im Jahr 1996 steigern, während das
Lotionen-Segment um 2,1 Prozentpunkte und das Gel-Segment um 0,7
Prozentpunkt rückläufig waren.
- In der Entwicklung der letzten drei Jahren gab es nur geringe
Verschiebungen zwischen den einzelnen Produktsegmenten, wobei sich
Lotionen als Standarddarreichungsform durchgesetzt haben.
Fazit: Lotionen sind die mit Abstand
bedeutenste Applikationsform
1.5 Bedeutung und Entwicklung der Lichtschutzsegmente
im Vertriebskanal Apotheke

Quelle: Beiersdorf AG (nach Nielsen)

Quelle: Beiersdorf AG (nach Nielsen)
- Mit einem ggü. Vorjahr deutlich gestiegenen Anteil von 43,0% in 1996
hat das Segment der Lichtschutzfaktoren über 20 den größten wertmäßigen
Anteil.
- Gleichzeitig hat das Segment der Lichtschutzfaktoren über 20 bei einem
um 15,5% rückläufigen Apothekenmarkt mit +5,7% eine gegenläufige und
somit sehr positive Entwicklung, während das Segment der
Lichtschutzfaktoren 0-7 mit -27,9% die höchsten Verluste hatte.
- Der Anteil der Lichtschutzfaktoren über 20 ist in den letzten 3 Jahren
insgesamt von 20,3% auf 43,0% gestiegen, während im gleichen Zeitraum
der Anteil der Lichtschutzfaktoren 0-7 von 21,7% auf 12,9% zurückging.
Fazit: Insgesamt läßt sich aus der
Betrachtung der letzten drei Jahren eine starke/weiter anhaltende Verschiebung
zu den höheren Lichtschutzfaktoren in der Apotheke feststellen.
1997© PharmacOn Line - München
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