Klinische Pharmakologie / Psychopharmakologie

 
 

 
 

Sonnenschutz und Apotheke

Die stetige Abnahme der schützenden Ozonschicht hat in den letzten Jahren auch in den nördlichen Breiten zu einem meßbaren Anstieg der UV-Intensität geführt . Dies ist in einer wissenschaftlichen Studie der NASA bestätigt:

  • In den europäischen Gebieten hat sich zwischen 1979 und 1992 die UVB-Strahlung um 6,8% pro Jahr erhöht.
    In bestimmten Regionen der Südhalbkugel nahmen die Werte sogar um 9,9% pro Jahr zu.
    Eine erhöhte UVB-Belastung bedeutet - nach Auffassung führender Dermatologen - ein erhöhtes Hautkrebsrisiko. Weiterhin kann dagegen die UVA-Strahlung zu chronischen Lichtschäden wie z.B. vorzeitiger Hautalterung führen und auch phototoxische und photoallergische Reaktionen auslösen.

Polymorphe Lichtdermatose (PLD)

Die polymorphe Lichtdermatose (PLD) ist die häufigste Form der "Sonnenallergie". Dermatologen schätzen, daß bis zu 20% der Bevölkerung unter den Symptomen der PLD leiden. Die Symptome einer polymorphen Lichtdermatose können - wie der Name "polymorph" schon sagt - je nach Person sehr unterschiedlich sein. Bei ein und demselben Patienten sind die Symptome der PLD aber immer gleich, also monomorph. Aus den experimentellen Ergebnissen konnte als neuer Befund festgestellt werden, daß durch UVA-Strahlung induzierte freie Radikale eine wesentliche Rolle bei der Auslösung der PLD haben. Die Betroffenen, meistens Frauen, entwickeln nach den ersten Sonnenstrahlen auf sonnenentwöhnten Körperstellen wie Dekolleté, Oberarmen und Schultern juckende, fleckige oder bläschenartige gerötete Hautausschläge.

Physikalische Filter (Micropigmente)

Lichtschutzfilter können in zwei Gruppen eingeteilt werden, zum einen in die chemischen Filter, welche die Energie der UV-Strahlen in Wärmeenergie umwandeln und die zweite Gruppe, die der physikalischen Filter, welche bei Einarbeitung in eine Cremegrundlage die UV-Strahlung auf der Hautoberfläche reflektieren.

Physikalische Filter sind meist mineralische Pigmente wie zum Beispiel Titan-dioxid, welches sich in Form von kleinsten Pigmenten - sogenannten Mikropigmenten - auf die Haut legt. Die Mikropigmente wirken auf der Haut wie kleine Spiegel, welche die UV-Strahlen im gesamten Bereich auf der Hautoberfläche reflektieren.

Produkte, die nur physikalische Filter enthalten, sind besonders bei Allergien und Hautunverträglichkeiten auf chemische Filter geeignet oder bei Kleinkindern, deren hauteigene Schutz- und Abwehrmechanismen noch nicht vollständig entwickelt sind.

UV-bedingte, vorzeitige Hautalterung

Neben dem unvermeidlichen genetischen Altern kommt es durch intensive Sonnenbelastung merkbar zu vorzeitiger Hautalterung. Diese vorzeitige Hautalterung betrifft am häufigsten die ständig der Witterung und Sonnenstrahlung ausgesetzten Bereiche der Haut und damit insbesondere die Gesichtshaut. Die Sonnenstrahlung trocknet hierbei die Gesichtshaut aus, die dadurch rauh wird und zur Fältchenbildung neigt.

Weiterhin werden durch die UVA-Strahlung chronische Lichtschäden der Dermis - wie der Elastose, durch Degeneration der elastischen Bindegewebsfasern - verursacht, die eine vorzeitige Hautalterung zur Folge haben.

Siehe hierzu auch:
Sonnenschutz 'Apotheken verloren in der letzten Saison Anteile'
Aktuelle UV-Prognose (mmc)

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