Klinische Pharmakologie / Psychopharmakologie

 
 

 
 

PharmacOn Line:
Sonnenschutz und Apotheke

Sonnenschutzsaison ´96
Apotheken verloren Anteile

Die Apotheken verloren in einem leicht rückläufigen Sonnengeschäft (Gesamtmarkt: 506 Mio. DM in 1996, 517 Mio. DM in 1995) deutlich an Marktanteilen. Lag der Anteil im Vorjahr noch bei 24,3%, so "sackte" er im letzten Jahr auf 20,9% ab. In Endverbraucherpreisen bedeutete das einen Rückgang von 125 Mio. DM auf 106,35 Mio. DM.

Apothekenkompetenz generiert Wachstum

Weiter ausbauen konnten nur die medizinischen Marken ihren schon hohen Anteil von 65,3% auf 67,1 %. Dies zeigt, was der Verbraucher honoriert - nämlich die Fachkompetenz der Apotheken.

Bei den einzelnen Marken konnte Ladival seine Position mit 20,5% behaupten. Auf Platz 2 schob sich die erst 1991 auf den Markt gekommene Marke Eucerin Sun Sensitive von der Beiersdorf AG mit 13,5 %, vor dem bisherigen Zweiten Ilrido (Merck). Es folgen UVau-Derm (Sanofi Winthrop) mit 10,3% und Capital Soleil (Vichy) mit 9,4 %. Auf alle anderen Produkte entfielen 33,1 %.

Nur hohe Lichtschutzfaktoren legen zu

Der Trend zu hohen Lichtschutzfaktoren (LF) hielt unvermindert an. Wertmäßig legte nur LF 20 (und mehr) um 5,7% zu, während alle anderen Gruppen zum Teil drastisch verloren. LF 15-19 um 19,1%, LF 8-14 um 26,7% und LF 0-7 um 27,9%.

LF 20 (und mehr) hält jetzt einen Anteil von 43 %, vor 2 Jahren waren es noch 20,3 %; der Anteil der LF 15-19 verringerte sich im selben Zeitraum von 28,4% auf 23,9 %, LF 8-14 von 29,7% auf 20,1% und LF 0-7 von 21,7% auf 12,9 %.

Auch an dieser Entwicklung zeigt sich überdeutlich, daß vor allem die Verbraucher in der Apotheke Sonnenschutzprodukte erwerben, die bereits ein hohes Problembewußtsein haben und deshalb hier kaufen wollen.

Sonnencreme wächst
Höchster Anteil aber bei Milch und Lotionen

Bei den Produktsegmenten legte Sonnencreme um 4,3% zu und hat jetzt einen Anteil von 20,8 %. Trotz eines Rückganges von 19,4% stellen Milch und Lotionen mit einem Anteil von 41,6% jedoch den größten Anteil. Gele, Balsam und Stifte verloren ebenfalls um jeweils 18,3% und haben jetzt einen Anteil von 21,4% bzw. 4 %. Après verloren verloren fast 11% und liegen jetzt bei 11,7%.

Problembewußtsein: Chance für Apotheken

Für 1997 kann es zu einer deutlichen Belebung des Apothekengeschäftes kommen. Die Sensibilisierung breiter Verbraucherschichten wird durch die anhaltenden öffentlichen und kontrovers geführten Diskussionen zur Problematik von UV-Strahlen und Ozonschicht zunehmen. Sie werden deshalb nach Beratung und Information suchen und gleichzeitig von den Produkten angesprochen werden, die ihnen kompetent und bekannt erscheinen.

Konzentration auf kompetente Anbieter schafft Nachfrage

Das setzt in der Apotheke voraus, daß keine Sortimentsverzettelung stattfindet, sondern die Produkte im Angebot präsent sind, die diesen Erwartungen gerecht werden. Seit der Lebensmitteleinzelhandel dieses Prinzip berücksichtigt, gewinnt er - mit anderen Marken - deutlich an Nachfrage, 1996 um 24,4% und hat jetzt bei den Vertriebskanälen mit 30,2% die führende Position.

Entscheidend ist ferner für die Apotheke, daß der Verbraucher Innovation und Problemlösung findet.

20% der Bevölkerung sind anfällig für Lichtdermatosen
Mikropigmente: Physikalische Filter mit großen Chancen

Die Nachfrage nach physikalischen Filtern, den sogenannten Mikropigmenten, wird sich bei den apotheken-relevanten Sonnenschutzprodukten vermutlich verstärken. Mikropigmente sind besonders bei Allergien und Hautunverträglichkeiten auf chemische Filter geeignet und insbesondere bei Kleinkindern, deren hauteigene Schutz- und Abwehrmechanismen noch unvollständig sind.

Wenn es Sie interessiert, bieten wir Ihnen eine noch genauere Analyse zur Entwicklung des Sonnenschutzmarktes in der Apotheke.
Der Artikel befasst sich zum einen ausführlich mit der Marktentwicklung 1996 (incl. graphischer Darstellungen) und zum anderen mit den Trends der Zukunft.

Der Vertriebskanal Apotheke erreichte 1996 ein Volumen von 106,35 Mio. DM. Trotz eines Rückganges von 19,4% stellen Milch und Lotionen mit einem Anteil von 41,6% den größten Anteil. Der Trend zu hohen Lichtschutzfaktoren (LF) hielt unvermindert an.


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