Apothekenkompetenz generiert Wachstum
Weiter ausbauen konnten nur die medizinischen Marken ihren schon hohen Anteil
von 65,3% auf 67,1 %. Dies zeigt, was der Verbraucher honoriert - nämlich die
Fachkompetenz der Apotheken.
Bei den einzelnen Marken konnte Ladival seine Position mit 20,5% behaupten.
Auf Platz 2 schob sich die erst 1991 auf den Markt gekommene Marke Eucerin Sun
Sensitive von der Beiersdorf AG mit 13,5 %, vor dem bisherigen Zweiten Ilrido
(Merck). Es folgen UVau-Derm (Sanofi Winthrop) mit 10,3% und Capital Soleil
(Vichy) mit 9,4 %. Auf alle anderen Produkte entfielen 33,1 %.
Nur hohe Lichtschutzfaktoren legen zu
Der Trend zu hohen Lichtschutzfaktoren (LF) hielt unvermindert an. Wertmäßig
legte nur LF 20 (und mehr) um 5,7% zu, während alle anderen Gruppen zum Teil
drastisch verloren. LF 15-19 um 19,1%, LF 8-14 um 26,7% und LF 0-7 um 27,9%.
LF 20 (und mehr) hält jetzt einen Anteil von 43 %, vor 2 Jahren waren es noch
20,3 %; der Anteil der LF 15-19 verringerte sich im selben Zeitraum von 28,4%
auf 23,9 %, LF 8-14 von 29,7% auf 20,1% und LF 0-7 von 21,7% auf 12,9 %.
Auch an dieser Entwicklung zeigt sich überdeutlich, daß vor allem die
Verbraucher in der Apotheke Sonnenschutzprodukte erwerben, die bereits ein hohes
Problembewußtsein haben und deshalb hier kaufen wollen.
Sonnencreme wächst
Höchster Anteil aber bei Milch und Lotionen
Bei den Produktsegmenten legte Sonnencreme um 4,3% zu und hat jetzt einen
Anteil von 20,8 %. Trotz eines Rückganges von 19,4% stellen Milch und Lotionen
mit einem Anteil von 41,6% jedoch den größten Anteil. Gele, Balsam und Stifte
verloren ebenfalls um jeweils 18,3% und haben jetzt einen Anteil von 21,4% bzw.
4 %. Après verloren verloren fast 11% und liegen jetzt bei 11,7%.
Problembewußtsein: Chance für Apotheken
Für 1997 kann es zu einer deutlichen Belebung des Apothekengeschäftes kommen.
Die Sensibilisierung breiter Verbraucherschichten wird durch die anhaltenden
öffentlichen und kontrovers geführten Diskussionen zur Problematik von
UV-Strahlen und Ozonschicht zunehmen. Sie werden deshalb nach Beratung und
Information suchen und gleichzeitig von den Produkten angesprochen werden, die
ihnen kompetent und bekannt erscheinen.
Konzentration auf kompetente Anbieter schafft Nachfrage
Das setzt in der Apotheke voraus, daß keine Sortimentsverzettelung
stattfindet, sondern die Produkte im Angebot präsent sind, die diesen
Erwartungen gerecht werden. Seit der Lebensmitteleinzelhandel dieses Prinzip
berücksichtigt, gewinnt er - mit anderen Marken - deutlich an Nachfrage, 1996 um
24,4% und hat jetzt bei den Vertriebskanälen mit 30,2% die führende Position.
Entscheidend ist ferner für die Apotheke, daß der Verbraucher Innovation und
Problemlösung findet.
20% der Bevölkerung sind anfällig für Lichtdermatosen
Mikropigmente: Physikalische Filter mit großen Chancen
Die Nachfrage nach physikalischen Filtern, den sogenannten Mikropigmenten,
wird sich bei den apotheken-relevanten Sonnenschutzprodukten vermutlich
verstärken. Mikropigmente sind besonders bei Allergien und
Hautunverträglichkeiten auf chemische Filter geeignet und insbesondere bei
Kleinkindern, deren hauteigene Schutz- und Abwehrmechanismen noch unvollständig
sind.
Wenn es Sie interessiert, bieten wir Ihnen eine noch genauere
Analyse zur Entwicklung des Sonnenschutzmarktes in der Apotheke.
Der Artikel befasst sich zum einen ausführlich mit der
Marktentwicklung 1996 (incl. graphischer Darstellungen) und zum anderen
mit den Trends der Zukunft.
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Der Vertriebskanal Apotheke erreichte 1996 ein
Volumen von 106,35 Mio. DM. Trotz eines Rückganges von 19,4% stellen
Milch und Lotionen mit einem Anteil von 41,6% den größten Anteil. Der
Trend zu hohen Lichtschutzfaktoren (LF) hielt unvermindert an. |
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