Klinische Pharmakologie / Psychopharmakologie

 
 

 
 

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Pharmazeutische Praxis

Ernährungshinweise bei Colitis ulzerosa

Die Ernährungsempfehlungen richten sich danach, ob sich Ihre Erkrankung in der akuten oder in der symptomfreien Phase befindet.

Während der akuten Phase empfiehlt sich eine ballaststoffarme Diät. Diese erreichen Sie, indem Sie anstelle von Vollkornprodukten Weißmehlprodukte essen und Gemüse sowie Obst meiden.

Nach dem Abklingen der Beschwerden, also in der symptomfreien Phase, empfiehlt sich eine leichte Vollkost. Das heißt, Sie dürfen im Prinzip alles essen, sollten jedoch Nahrungsmittel, die Sie schlecht vertragen, meiden. Am besten gehen Sie folgendermaßen vor:

Lassen Sie zunächst einmal alle Lebensmittel, die in unten stehender Liste aufgeführt sind, aus Ihrer Ernährung weg. Anschließend bauen Sie sie nach und nach wieder in Ihren Speiseplan ein. Dabei beginnen Sie am besten mit den Lebensmitteln, die Sie bislang meist gut vertragen haben. Achten Sie dann darauf, ob sich Ihre Beschwerden verstärken. Wenn ja, dann sollten Sie das jeweilige Lebensmittel zukünftig aus Ihrem Speiseplan streichen.

Lebensmittel, die meist schlecht vertragen werden

Fleisch fettes Fleisch (z.B. Eisbein), paniert gebratenes, stark gepökelte und stark geräucherte Ware, fettes Geflügel, Speck, fette Wurst, Fleischsalat mit Mayonnaise
Fisch Aal, Karpfen, Fischkonserven in Öl
Milchprod. Sahne und Vollmilch in größeren Mengen, scharf gewürzte und harte Käsesorten
Eier gebraten und hartgekocht, Pfannkuchen
Fett Schmalz, Talg, Speck, Pflanzenfette
Gemüse Hülsenfrüchte, Gurkensalat, schwer verdauliche Kohlsorten (Weißkohl, Sauerkraut, Rotkraut, Grünkohl, Wirsing) Zwiebeln, Paprika, Pilze, Lauch, Pommes frites, Kartoffelsalat, Kopfsalat
Obst rohes Stein- und Kernobst, evtl. Trauben, unreife Früchte, Datteln, Feigen, Nüsse, Mandeln
Nährmittel dunkles schweres Vollkornbrot (z.B. Pumpernickel), frisches und grobes Brot, süße und fette Backwaren
Kuchen Cremetorte, Blätterteiggebäck, Fettgebackenes
Getränke Getränke mit Kohlensäure, Bohnenkaffee, Alkohol in jeder Form
Sonstiges Frittiertes, paniert Gebratenes, fette Speisen, zu heiße, kalte und stark gewürzte Speisen, Süßigkeiten, Mayonnaise, Schokolade, Pralinen, Marzipan, Fertigsoßen

Diese Lebensmittel dürfen Sie dafür vermehrt essen,
denn sie werden meist gut vertragen:

Fleisch ausgesprochen mageres Fleisch, Schweineschulter, Schweinekeule, Kotelette, Schnitzel, Leber, Herz, Zunge, Filet, Roulade, Siedfleisch, Hase, Reh, Hirsch, Fasan, Taube, Hähnchen, Huhn, Pute ohne Haut, kalter Braten, magerer Schinken, Cornedbeef, Tatar, Weiß- oder Wienerwurst, Kalbswurst, Geflügel- oder Kalbfleischsülze, Kalbslyoner, milde, fettarme Wurstwaren bis 25% Fett
Fisch Forelle, Felchen, Goldbarsch, Kabeljau, Hecht, Heilbutt, Scholle, Seezunge, Schellfisch, Zander, Thunfisch, Krabben, Hering in Gelee
Milchprod. Butter-, Mager-, Sauermilch, Joghurt, fettarme Kondensmilch, fettarmer Käse, weiche Käsesorten (Brie, Butter-, Schmelzkäse), Edamer, Trappistenkäse u.a. mit weniger als 40% Fett i.Tr. , Magerquark, Schichtkäse
Eier weichgekocht, Eierstich, Spiegelei, Rührei, Omelette
Fett Butter, Öl und Margarine mit hohem Anteil ungesättigter Fettsäuren, jeweils in kleinen Mengen; halbfette Margarine
Gemüse alle Sorten nach individueller Verträglichkeit, Kartoffeln (nicht frittiert/gebraten), Klöße, Kartoffelsuppe
Obst rohes Obst in kleinen Mengen und gut ausgereift( Äpfel, Bananen, Südfrüchte, Pfirsiche, Melonen, Rosinen, Trockenobst), alle Sorten in Form von Kompott
Nährmittel Mehl, Stärkemehl, Grieß, Reis, Haferflocken, Teigwaren, Grünkern, Spätzle, Semmelknödel, altbackenes Brot/Brötchen, Knäckebrot, Weiß-, Misch-, Graham-, Leinsamenbrot, Keks, Zwieback
Kuchen fettarmer Hefekuchen, Bisquit, Obsttorte
Getränke verdünnte(!) Gemüse-, Obstsäfte, Schwarzer Tee, Kräutertee, milder Kaffee, Mineralwasser ohne Kohlensäure
Sonstiges Zucker, Honig, Marmelade, Kräuter, Tomatenmark, Ketchup, Hefepaste, Salz, Suppengewürze

Darüber hinaus sollten Sie folgende Produkte von Ihrem Speiseplan streichen:

rohe Früchte, grobes Gemüse und Milch. Auf das Weglassen der Milch reagieren nicht alle Betroffenen mit einer Besserung. Daher probieren Sie es am besten einmal aus. Sollte bei Ihnen nach dem Weglassen der Milch keine Besserung eintreten, so wird Ihre Erkrankung vermutlich nicht durch Milch beeinflußt und Sie können wieder bedenkenlos Milch trinken.

Falls die Änderung Ihrer Ernährung keine zufriedenstellenden Ergebnisse bringt, versuchen Sie es einmal mit einer sogenannten Formuladiät, beispielsweise Astronautenkost.

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