Klinische Pharmakologie / Psychopharmakologie

 
 

 
 

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Ernährungshinweise bei Neurodermitis

Viele Neurodermitiker leiden - oftmals ohne es zu ahnen - an einer Nahrungsmittelallergie. Das kann bereits eine Ursache des Milchschorfs bei Säuglingen sein. Wir haben Ihnen im folgenden ein paar Ernährungsempfehlungen zusammengestellt, die helfen, eine Neurodermitis beim Säugling zu vermeiden bzw. zu lindern. Für Erwachsene finden Sie weiter unten entsprechende Hinweise.

Ständig aktualisiert wird bei http://www.martens.de

Was Sie bei der Säuglingsernährung beachten sollten:

  • Babys möglichst lange stillen (die Mutter sollte allergieauslösende Nahrungsmittel meiden)
  • für Säuglinge kuhmilch-, hühnerei- und fischfreie Kost (weil häufig eine entsprechende Allergie vorliegt) und erst spät feste Nahrungsmittel geben.
  • jeweils nur alle drei Tage ein neues Nahrungsmittel in den Speisenplan aufnehmen und dieses mehrere Tage hintereinander füttern

Bevor Sie bei Ihrem Säugling jedoch eine Nahrungsumstellung auf eigene Faust versuchen, sprechen Sie zuvor einmal Ihren Kinderarzt darauf an.

1.-5. Monat Muttermilch (wenn nicht möglich, allergenfreie Säuglingsnahrung.
ab 6. Monat zusätzlich: Apfel und Birne gekocht, Reisflocken (alles ohne Zuckerzusatz)
ab 7. Monat zusätzlich: Banane, Kartoffel, Karotte, Zucchini
ab 8. Monat zusätzlich: Blumenkohl, Rindfleisch, Sonnenblumenöl
ab 9. Monat zusätzlich: Putenfleisch, Kohlrabi, Aprikose, Wassermelone
ab 10. Monat zusätzlich: einzelne Getreidesorten in gegarter Form (Roggenbrot, Maisgries, Haferflocken) milcheiweißfreie Margarine

Erlaubte Getränke: für Säuglinge geeignete Mineralwässer, ungesüßter Tee (Stiefmütterchen, Lindenblüten), Säfte aus Obst, das gut vertragen wurde.

 

Ernährungsempfehlungen für Kinder und Erwachsene

Trinken Sie viel, Erwachsene mindestens 1,5 Liter pro Tag, damit die Stoffwechselprodukte Ihres Körpers gut ausgeschwemmt werden. Geeignet sind vor allem: Trinkwasser, Mineralwasser, Tees und Kaffee-Ersatz. Als weniger geeignet gelten: kohlensäurehaltige Sprudel und Limonaden, starker Kaffee sowie alkoholische Getränke. Auch Obstsäfte werden oftmals nicht gut vertragen.

Vermeiden Sie darüber hinaus alle Nahrungsmittel, die Sie nicht gut vertragen. Falls Sie noch nicht genau wissen, welche es sind, empfiehlt es sich, dies auszutesten. Lassen Sie zunächst einmal alle diejenigen aus Ihrer Nahrung weg, die von Neurodermitikern zumeist schlecht vertragen werden. Wenn sich Ihr Hautzustand danach bessert, nehmen Sie alle drei Tage eines der weggelassenen Lebensmittel wieder dazu. So können Sie gut beobachten, welches Sie nicht vertragen.

 

Lebensmittel, die Neurodermitiker oft nicht vertragen:

Fleisch Schweinefleisch, vor allem Salami und Schinken
Fisch viele Sorten, vor allem konservierte
Nährmittel Weizen, Soja und daraus hergestellte Produkte
Süßes Schokolade und andere Süßigkeiten
Milchprod. Kuhmilch und daraus hergestellte Produkte, vor allem Yoghurt, Quark und Sahne
Eier Hühnereier
Gemüse Karotten, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Sauerkraut, Spinat
Obst Trauben, Rosinen, Äpfel, Nüsse, Mandeln
Gewürze vor allem scharfe und Paprika, aber auch andere Gewürze (individuell verschieden)

Weichen Sie anstelle dessen auf Nahrungsmittel aus, die meist gut vertragen werden.

 

Nahrungsmittel, die Neurodermitiker meist gut vertragen:

Fleisch Kalb, Lamm, Huhn
Nährmittel Gerste, Hafer, Buchweizen, Hirse
Süßes mit Süßstoff oder Fruchtzucker Gesüßtes
Fett Sonnenblumen- und Distelöl
Gemüse Zucchini, Auberginen, Gurken

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