Klinische Pharmakologie / Psychopharmakologie

 
 

 
 

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Ernährungshinweise bei Rosengewächs-Allergie

So reagiert Ihr Körper bei einer Nahrungsmittelallergie

Bei einer Nahrungsmittelallergie reagiert der Körper auf einzelne Nahrungsmittel oder Zusatzstoffe mit Krankheitssymptomen. Oft reichen schon kleinste Mengen, um die Beschwerden auszulösen. Dagegen hilft nur eines: Lassen Sie alle Stoffe, auf die Sie reagieren, konsequent weg aus Ihrer Nahrung! Auch empfiehlt es sich, auf verwandte Stoffe zu verzichten, da der Organismus im Laufe der Zeit sehr oft auch auf diese allergisch reagiert. Der Mediziner spricht dann von der Entwicklung einer sogenannten Kreuzallergie.

Hier ist Vorsicht geboten!

Besondere Vorsicht empfiehlt sich vor allem bei der Verwendung von Fertiggerichten und beim Essen im Restaurant. Prägen Sie sich die Gerichte gut ein, in denen die Lebensmittel, die Sie nicht vertragen, vorkommen, und verzichten Sie konsequent darauf. Auch ist es möglich, daß Sie einmal allergisch reagieren, obwohl Sie sich streng an die Diät gehalten haben. Vielleicht befanden sich in Ihren Lebensmitteln Stoffe, auf die Sie allergisch reagieren, ohne daß es für Sie ersichtlich war. Möglicherweise wurde das von Ihnen verzehrte Lebensmittel längere Zeit neben einem gelagert, auf das Sie allergisch reagieren. Oder es können Rückstände am Kochgeschirr gewesen sein oder das Tier wurde mit Lebensmitteln, die Sie nicht vertragen, gefüttert bzw. die Pflanze damit gedüngt oder ähnliches.

Versuchen Sie daher bei jeder unvermuteten allergischen Reaktion die Ursache zu ergründen. Nur so schaffen Sie es langfristig, alle Lebensmittel auf die Sie reagieren, zu vermeiden. Da man oft Schwierigkeiten hat, sich im nachhinein an alles, was man gegessen hat, zu erinnen, hat es sich als nützlich erwiesen, zur Gedächtnisstütze ein Ernährungsbuch zu führen. In dieses werden jeden Tag alle verzehrten Lebensmittel eingetragen und die Beschwerden - sofern welche auftraten - notiert. So können Sie später vergleichen, ob Sie beim Auftreten von Beschwerden gleiche Produkte verzehrt haben und diese dann zukünftig ebenfalls aus Ihrer Ernährung streichen.

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Diese Pflanzen und deren Produkte können Ihre Allergie auslösen

Zur Pflanzenfamilie der Rosengewächse gehören u.a. die Mandel, die Pimpernelle (wird als Gewürz verwendet) und das gesamte Beerenobst (Apfel, Birne, Pfirsich, Aprikose, Pflaume, Zwetschge, Mirabelle, Kirsche, Himbeere, Brombeere, Mispel, Quitte, Schlehe, Erdbeere, Hagebutte, Eberesche, Nektarine u.a.). Da alle diese Pflanzen eng miteinander verwandt sind, kann es vorkommen, daß Menschen mit einer Allergie auf ein Produkt dieser Pflanzen, beispielsweise Mandeln, im Laufe der Zeit eine Kreuzallergie auch gegen andere Vertreter dieser Pflanzenfamilie entwickeln. Es empfiehlt sich daher, nicht nur auf die Pflanzenprodukte, auf die Sie allergisch reagieren, zu verzichten, sondern auch die oben angegebenen verwandten Produkte höchstens selten und mit Vorsicht zu sich zu nehmen. Wer beispielsweise auf Mandeln allergisch reagiert, sollte daher auch das gesamte Beerenobst und das Gewürz Pimpernelle nur mit Vorsicht genießen.

Besonders problematisch sind bei dieser Allergie die Mandeln. Während man einem Produkt, das Beerenobst enthält, dieses in der Regel bereits von außen ansieht (Ausnahme Fruchtsaft, Pudding und Joghurt oder Quark mit Frucht), sind die Mandeln meist versteckt enthalten. Wir haben daher für Sie extra eine Liste der Lebensmittel zusammengestellt, die Mandeln enthalten können.

Lebensmittel, die häufig Mandeln enthalten:

  • Schokolade, Pralinen, Knusperriegel, Studentenfutter, Bonbons
  • Kuchen, Plätzchen, Brot, Brötchen
  • Backwaren wie Stollen, Lebkuchen und andere mandelhaltige Kuchen
  • Süßes wie Marzipan, Persipan, Mandeleis (sie alle enthalten Mandeln)
  • Müsli
  • Pudding
  • Mixgetränke
  • alkoholische Getränke mit Mandeln (Amaretto, Marsala und andere)
  • Wurst, Pasteten
  • Soßen (z.B. Cumberlandsoße, Mandelsoße, Dessertsoßen)
  • Fertiggerichte (achten Sie vor dem Kauf auf die Angabe der Bestandteile auf der Packung. Kaufen Sie nur Produkte ohne Mandeln)
  • Gerichte im Restaurant (z.B. chinesisches Essen mit Mandeln)

Vorschläge zum Austauschen

Wenn Sie einmal für ein Kochrezept Mandeln benötigen, tauschen Sie sie gegen andere Nüsse aus. An Obst sind für Sie beispielsweise geeignet: Ananas, Bananen, Melonen und Zitrusfrüchte.


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