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	<title>Pharmacon Net</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
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		<title>Trauer bricht das Herz: Erhöhtes Infarktrisiko nach Tod eines Nahestehenden</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 11:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychosomatik]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer ein sensibles Herz hat, sollte im Trauerfall besonders auf seine Gesundheit achten. Das zeigen Harvard-Forscher vom Beth Israel Deaconess Medical Center in der Fachzeitschrift &#8220;Circulation&#8221;. In der Woche nach dem Tod eines Nahestehenden steigt das Risiko des Herzinfarkts auf das Achtfache, am unmittelbaren Tag nach dem Ereignis sogar auf das 21-fache, so das Ergebnis ihrer Studie&#8230; Trauer: Hohe Belastung für Seele und Körper bidmc.org &#8211; pte &#8211; Die Wissenschaftler befragten 2.000 Patienten, die einen Herzinfarkt überlebt hatten, nach einem möglichen Auslöserereignis im Vorfeld. 270 von ihnen berichteten von einem Todesfall im nahen Umfeld in den sechs Monaten davor, 19 innerhalb eines Zeitraums von bloß 24 Stunden. Am deutlichsten war der Zusammenhang zwischen Todesfall und Herzinfarkt bei jenen, die schon zuvor herzkrank waren. Körper leidet mit &#8220;Trauer ist verbunden mit Depression, Angst und Wut &#8211; Gefühle, die Herzschlag und Blutdruck steigen und das Blut leichter verklumpen lassen&#8221;, erklärt Studienleiterin Elizabeth Mostofsky das erhöhte Risiko. Stress trifft sensible Stelle Auch Christine Pernlochner-Kügler, Chefredakteurin des Trauerportals Aspetos http://aspetos.at , hebt das enorme Stressempfinden von Hinterbliebenen hervor. &#8220;Todesfälle gehören neben der Diagnose schwerer Krankheiten, Scheidung und Eheschließung zu den größten Stresssituationen im Leben. Je nachdem, wo ein Mensch körperliche Dispositionen hat &#8211; etwa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ein sensibles Herz hat, sollte im Trauerfall besonders auf seine Gesundheit achten. Das zeigen Harvard-Forscher vom Beth Israel Deaconess Medical Center in der Fachzeitschrift &#8220;Circulation&#8221;. In der Woche nach dem Tod eines Nahestehenden steigt das Risiko des Herzinfarkts auf das Achtfache, am unmittelbaren Tag nach dem Ereignis sogar auf das 21-fache, so das Ergebnis ihrer Studie&#8230;<span id="more-3793"></span></p>
<p>Trauer: Hohe Belastung für Seele und Körper</p>
<p><a href="http://bidmc.org">bidmc.org</a> &#8211; <a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Die Wissenschaftler befragten 2.000 Patienten, die einen Herzinfarkt überlebt hatten, nach einem möglichen Auslöserereignis im Vorfeld. 270 von ihnen berichteten von einem Todesfall im nahen Umfeld in den sechs Monaten davor, 19 innerhalb eines Zeitraums von bloß 24 Stunden. Am deutlichsten war der Zusammenhang zwischen Todesfall und Herzinfarkt bei jenen, die schon zuvor herzkrank waren. </p>
<p><strong>Körper leidet mit</strong> </p>
<p>&#8220;Trauer ist verbunden mit Depression, Angst und Wut &#8211; Gefühle, die Herzschlag und Blutdruck steigen und das Blut leichter verklumpen lassen&#8221;, erklärt Studienleiterin Elizabeth Mostofsky das erhöhte Risiko. </p>
<p><strong>Stress trifft sensible Stelle</strong> </p>
<p>Auch Christine Pernlochner-Kügler, Chefredakteurin des Trauerportals Aspetos http://aspetos.at , hebt das enorme Stressempfinden von Hinterbliebenen hervor. &#8220;Todesfälle gehören neben der Diagnose schwerer Krankheiten, Scheidung und Eheschließung zu den größten Stresssituationen im Leben. Je nachdem, wo ein Mensch körperliche Dispositionen hat &#8211; etwa bei der Verdauung, beim Schlaf oder beim Herz &#8211; steigt bei diesem Gefühlschaos das Risiko eines Zusammenbruchs&#8221;, so die Trauerpsychologin im pressetext-Interview.</p>
<p>Dabei macht Trauer nicht per se krank, sondern ist vielmehr ein notwendiger und sinnvoller Prozess der Bewältigung. &#8220;Es ist gesund, die mit der Trauer verbundenen Gefühle zuzulassen, sofern sie richtig kanalisiert werden. Vielen geht es jedoch in der Schocksituation so, dass sie den Boden unter den Füßen verlieren&#8221;, berichtet Pernlochner-Kügler. Strukturen und Tagesabläufe brechen zusammen, was wohl auch ein entscheidender Grund dafür ist, dass viele auf die Einnahme wichtiger Herzmedikamente vergessen.</p>
<p><strong>Hinterbliebene nicht alleine lassen</strong></p>
<p>Unterstützen kann man trauernde Angehörige am besten darin, indem man sie nicht alleine lässt. &#8220;Primär geht es nicht um das Reden oder tröstende Worte für die Hinterbliebenen, sondern darum, dass in Akutsituation 24 Stunden jemand bei ihnen ist oder sie bei Angehörigen oder Nachbarn übernachten können. Personen, die dieses Auffangnetz bilden, sollten sich durchaus abwechseln&#8221;, rät die Expertin. Mit diesem Rückhalt falle es leichter, Gefühle zu normalisieren, Struktur zurückzugewinnen und damit zugleich Gesundheitsrisiken abzuwenden.</p>
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		</item>
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		<title>Fatigue: Müdigkeit nach Krebs keine Seltenheit</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2012/01/fatigue/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 13:37:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Onkologie]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Psychoonkologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Uni-Klinik für Rehabilitationsmedizin hat dazu ein Therapiekonzept entworfen, das aus mehreren Bausteinen besteht. Die Therapie ist gleichzeitig eine Studie, deren Ziel es ist, Standards für Diagnose und für Therapien zu erarbeiten. Die Forscher wollen mit ihrem Konzept die Aufnahme der tumorbedingten Erschöpfung als eigenständige Diagnose in die Internationale Klassifikation der Erkrankungen (ICD) erreichen&#8230; MHH-Klinik hilft Brustkrebspatientinnen bei Antriebslosigkeit pte &#8211; Die Klinik der Medizinische Hochschule Hannover (MHH) bietet eine Therapie für Brustkrebspatientinnen an, um das Müdigkeitssyndrom bei Frauen zu behandeln. Denn etwa die Hälfte der Betroffenen leidet unter einer Müdigkeit, die in der Fachsprache &#8220;Fatigue&#8221; heißt. Schlafprobleme ein Dauerthema Fadime Candir, Mitarbeiterin im MHH-Forschungslabor, beantwortet Fragen von Interessenten unter mh-hannover.de. &#8220;Gerade Brustkrebspatientinnen haben Schlafprobleme&#8221;, sagt Candir gegenüber pressetext. Frauen, die unter Fatigue leiden, sind kaum noch in der Lage, ihren Alltag zu bewältigen. Die Ursachen für das Phänomen finden sich in der Erkrankung selbst, können aber auch als Folge von Chemotherapie und Bestrahlung auftreten. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen bedeutet die Erkrankung eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität. Die Betroffenen glauben oft, dass sie die Müdigkeit als Folge ihrer Krebserkrankung in Kauf nehmen müssen. Im Workshop der MHH-Klinik sollen Beschwerden beseitigt und gelindert werden. Zur Therapie gehören Maltherapie, anthroposophische Eurythmietherapie, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Uni-Klinik für Rehabilitationsmedizin hat dazu ein Therapiekonzept entworfen, das aus mehreren Bausteinen besteht. Die Therapie ist gleichzeitig eine Studie, deren Ziel es ist, Standards für Diagnose und für Therapien zu erarbeiten. Die Forscher wollen mit ihrem Konzept die Aufnahme der tumorbedingten Erschöpfung als eigenständige Diagnose in die Internationale Klassifikation der Erkrankungen (ICD) erreichen&#8230;<span id="more-3789"></span></p>
<p><strong>MHH-Klinik hilft Brustkrebspatientinnen bei Antriebslosigkeit</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Die Klinik der <a href="http://www.mh-hannover.de">Medizinische Hochschule Hannover</a> (MHH) bietet eine Therapie für Brustkrebspatientinnen an, um das Müdigkeitssyndrom bei Frauen zu behandeln. Denn etwa die Hälfte der Betroffenen leidet unter einer Müdigkeit, die in der Fachsprache &#8220;Fatigue&#8221; heißt.</p>
<p><strong>Schlafprobleme ein Dauerthema</strong></p>
<p>Fadime Candir, Mitarbeiterin im MHH-Forschungslabor, beantwortet Fragen von Interessenten unter <a href="http://www.mh-hannover.de/16940.html">mh-hannover.de</a>. &#8220;Gerade Brustkrebspatientinnen haben Schlafprobleme&#8221;, sagt Candir gegenüber pressetext. Frauen, die unter Fatigue leiden, sind kaum noch in der Lage, ihren Alltag zu bewältigen. Die Ursachen für das Phänomen finden sich in der Erkrankung selbst, können aber auch als Folge von Chemotherapie und Bestrahlung auftreten. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen bedeutet die Erkrankung eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität. Die Betroffenen glauben oft, dass sie die Müdigkeit als Folge ihrer Krebserkrankung in Kauf nehmen müssen.</p>
<p>Im Workshop der MHH-Klinik sollen Beschwerden beseitigt und gelindert werden. Zur Therapie gehören Maltherapie, anthroposophische Eurythmietherapie, die Regulierung des Schlaf- Wachrhythmus und eine besondere Form der physiotherapeutischen Trainingstherapie. Die Behandlungen werden zehnmal &#8211; ein- bis zweimal in der Woche &#8211; durchgeführt und dauern vier Stunden. Die Teilnahme ist kostenlos.</p>
<p><strong>Behandlungen lindern Symptome</strong></p>
<p>Auch erfolgreich behandelte KrebspatientInnen fühlen sich häufig kraftlos und erschöpft &#8211; auch noch oft Jahre nach einer Behandlung. Die Folgen des Müdigkeitssyndroms sind für viele Betroffene verheerend: Das Familienleben leidet, Freundschaften gehen in die Brüche und der Beruf kann nicht mehr bewältigt werden. Insgesamt leiden rund 80 Prozent der Krebspatienten im Laufe ihrer Behandlung unter Fatigue.<br />
Bei etwa 40 Prozent wird der Zustand chronisch. &#8220;Das Leiden ist so schwerwiegend, dass es von den meisten als das am stärksten belastende Symptom ihrer Erkrankung angesehen wird &#8211; noch vor Schmerzen und Übelkeit&#8221;, sagt der Kölner Onkologe Jens Ulrich Rüffer, Vorsitzender der <a href="http://deutsche-fatigue-gesellschaft.de">Deutschen Fatigue Gesellschaft</a>. Die Forschung zu Fatigue stecke noch in den Kinderschuhen.</p>
<p><strong>Ziel: Langfristig Kraft zurück gewinnen</strong></p>
<p>Dabei berührt Fatigue das ganze Leben, sagt Diplom-Sozialpädagogin Susanne Hanewald von der <a href="http://klinik-reinhardshoehe.de">Klinik Reinhardshöhe</a> in Bad Wildungen. Die Patienten sehnen sich nach einer Rückkehr zum normalen Alltag. &#8220;Doch da macht Fatigue einen Strich durch die Rechnung&#8221;, erklärt sie. Die MHH-Klinik bietet psychosoziale Therapieangebote, bei denen Patienten lernen, mit ihrer Erkrankung umzugehen. &#8220;Langfristiges Ziel ist es, Schritt für Schritt Kraft zurück zu gewinnen&#8221;, so Hanewald. Auch eigne sich dafür ein &#8220;Krafttagebuch&#8221;. Die Forscher an der MHH-Klinik möchten mit ihrem Konzept offene Fragen klären: &#8220;Insbesondere über die chronischen Verläufe, die auch erst später auftreten können, wissen wir noch zu wenig&#8221;, sagt Onkologe Rüffer. &#8220;Es handelt sich offensichtlich um ein ganz neues Krankheitsbild, das vom eigentlichen Tumorleiden abgekoppelt zu sein scheint.&#8221;</p>
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		<title>Geriatrie und Sucht: Immer mehr Ältere haben Alkoholproblem</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2012/01/alkoholproblem/</link>
		<comments>http://www.pharmacon.net/2012/01/alkoholproblem/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 13:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geriatrie]]></category>
		<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer mehr ältere Menschen werden in London gegen Probleme mit dem Trinken von Alkohol behandelt. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist es bei Menschen über 65 Jahren zu einem Anstieg von 163 Prozent bei Krankenhausaufenthalten durch Alkoholmissbrauch gekommen&#8230; Krankheit in dieser Altersgruppe ein Tabu &#8211; Ärzte auf Junge fokussiert pte &#8211; Das zeigen Daten, die vom NHS Information Centre für BBC Inside Out London zusammengestellt wurden. Die Zahlen steigen in dieser Altersgruppe stärker als in jeder anderen. Nur im Nordosten Englands werden mehr Menschen aus diesem Grund im Krankenhaus behandelt als in London. Laut einer NHS-Studie neigen insbesondere ältere Menschen eher als andere Altersgruppen dazu, jeden Tag Alkohol zu trinken. Der Rest der Bevölkerung konsumiert etwas weniger Alkohol und auch weniger oft, berichtet die BBC. Laut Tony Rao vom Royal College of Psychiatrists (RCPsych) gibt es in London Bezirke wie Hammersmith, Fulham, Southwark und Camden, in denen mehr Menschen an alkoholbedingten Krankheiten sterben als im Rest von England. Die praktischen Ärzte neigen die Alkoholprobleme der älteren Menschen aufgrund einer Reihe von Faktoren zu übersehen. Dazu gehören Zeitmangel, fehlendes Fachwissen und auch die Scheu der Betroffenen um Hilfe zu bitten. Claire Gerado, Vorsitzende des Royal College of GPs, betont, dass sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer mehr ältere Menschen werden in London gegen Probleme mit dem Trinken von Alkohol behandelt. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist es bei Menschen über 65 Jahren zu einem Anstieg von 163 Prozent bei Krankenhausaufenthalten durch Alkoholmissbrauch gekommen&#8230;<span id="more-3786"></span></p>
<p><strong>Krankheit in dieser Altersgruppe ein Tabu &#8211; Ärzte auf Junge fokussiert</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Das zeigen Daten, die vom <a href="http://www.ic.nhs.uk">NHS Information Centre</a> für BBC Inside Out London zusammengestellt wurden. Die Zahlen steigen in dieser Altersgruppe stärker als in jeder anderen. Nur im Nordosten Englands werden mehr Menschen aus diesem Grund im Krankenhaus behandelt als in London. Laut einer NHS-Studie neigen insbesondere ältere Menschen eher als andere Altersgruppen dazu, jeden Tag Alkohol zu trinken. Der Rest der Bevölkerung konsumiert etwas weniger Alkohol und auch weniger oft, berichtet die BBC.</p>
<p>Laut Tony Rao vom <a href="http://rcpsych.ac.uk">Royal College of Psychiatrists</a> (RCPsych) gibt es in London Bezirke wie Hammersmith, Fulham, Southwark und Camden, in denen mehr Menschen an alkoholbedingten Krankheiten sterben als im Rest von England.</p>
<p>Die praktischen Ärzte neigen die Alkoholprobleme der älteren Menschen aufgrund einer Reihe von Faktoren zu übersehen. Dazu gehören Zeitmangel, fehlendes Fachwissen und auch die Scheu der Betroffenen um Hilfe zu bitten. Claire Gerado, Vorsitzende des <a href="http://www.rcgp.org.uk">Royal College of GPs</a>, betont, dass sich viele Ärzte zu sehr auf junge Menschen konzentrieren. &#8220;Die jüngeren Alkoholiker sind viel sichtbarer. Sie erbrechen auf den Straßen. Das wird bei einem pensionierten Bankmanager eher nicht der Fall sein.&#8221;</p>
<p><strong>Trinken aus Langeweile</strong></p>
<p>Studien der NHS kommen zu dem Ergebnis, dass ältere Alkoholiker ihr Trinkproblem häufig als Tabu ansehen. Sie gehen davon aus, dass es für Hilfe zu spät ist, dass die Hilfsangebote nicht für sie gedacht sind oder dass sie überhaupt kein Problem mit dem Alkohol haben. Laut Experten ist eine Reihe von Gründen dafür verantwortlich, dass ältere Menschen sehr viel Alkohol trinken. Dazu gehören Langeweile, Einsamkeit, die Veränderung des Lebensstils durch die Pensionierung, Trauerfälle und Selbstmedikation.<br />
Es gibt allerdings nur sehr wenige Institutionen, die älteren Alkoholikern spezifische Unterstützung anbieten. Die Erfahrungen von <a href="http://foundation66.org.uk">Foundation 66</a> zeigen, dass 40 Prozent der Hilfesuchenden noch nie vorher eine derartige Einrichtung in Anspruch genommen haben. Laut Sean Dudley wurde für sie der Alkohol wahrscheinlich erst mit Ende 40 oder noch später zum Problem.</p>
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		<title>BMS schluckt Inhibitex: Hepatitis-C-Medikament im Fokus</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2012/01/hcv/</link>
		<comments>http://www.pharmacon.net/2012/01/hcv/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 13:23:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Hepatitis]]></category>
		<category><![CDATA[Leber]]></category>

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		<description><![CDATA[Der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb übernimmt für 2,5 Mrd. Dollar (1,97 Mrd. Euro) den Mitbewerber Inhibitex. Das Unternehmen mit Sitz in New York interessiert sich dabei vor allem für Inhibitex&#8217; Medikament INX 189, ein vielversprechender Wirkstoff gegen Hepatitis C&#8230; Übernahme für 2,5 Mrd. Dollar pte &#8211; bms.com  &#8211; inhibitex.com &#8211; Das Flagschiffprodukt von Inhibitex ist das Medikament INX-189, das die Phase II der klinischen Erprobung durchläuft. Dieses soll mit Produkten von Bristol kombiniert werden, um eine neue, besser verträglichere Therapie anbieten zu können. &#8220;Der Erwerb von Inhibitex bereichert das Portfolio für unsere in Entwicklung befindlichen Medikamenten gegen Hepatitis C und stellt ein wichtiges Investment für unsere langfristige Geschäftsentwicklung dar&#8221;, so Bristol-Ceo Lamberto Andreotti. Das Hepatitis-Virus kann sich jahrelang unbemerkt im Körper befinden. Während dieser Zeit kann es jedoch zu einer schweren Schädigung der Leber kommen. Die Weltgesundheitsorganisation http://www.who.int geht davon aus, dass weltweit bis zu 170 Mio. Menschen betroffen sein könnten. Branche leidet unter Kostendruck &#8220;Wir werden weitere Fusionen am globalen Pharmamarkt sehen. Gerade kleine Unternehmen, die interessante Produkte und Forschung anbieten, sind Übernahmekandidaten&#8221;, meint dazu Stefan Mühlbauer, Analyst bei Silvia Quandt Research, im Gespräch mit pressetext. Auch deutsche Pharmakonzerne suchen händeringend nach einer besserem Behandlungsmöglichkeit für Hepatitis-C-Patienten. So forciert Boehringer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb übernimmt für 2,5 Mrd. Dollar (1,97 Mrd. Euro) den Mitbewerber Inhibitex. Das Unternehmen mit Sitz in New York interessiert sich dabei vor allem für Inhibitex&#8217; Medikament INX 189, ein vielversprechender Wirkstoff gegen Hepatitis C&#8230;<span id="more-3783"></span></p>
<p><strong>Übernahme für 2,5 Mrd. Dollar</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; <a href="http://bms.com">bms.com</a>  &#8211; <a href="http://inhibitex.com">inhibitex.com</a> &#8211; Das Flagschiffprodukt von Inhibitex ist das Medikament INX-189, das die Phase II der klinischen Erprobung durchläuft. Dieses soll mit Produkten von Bristol kombiniert werden, um eine neue, besser verträglichere Therapie anbieten zu können. &#8220;Der Erwerb von Inhibitex bereichert das Portfolio für unsere in Entwicklung befindlichen Medikamenten gegen Hepatitis C und stellt ein wichtiges Investment für unsere langfristige Geschäftsentwicklung dar&#8221;, so Bristol-Ceo Lamberto Andreotti.<br />
Das Hepatitis-Virus kann sich jahrelang unbemerkt im Körper befinden. Während dieser Zeit kann es jedoch zu einer schweren Schädigung der Leber kommen. Die Weltgesundheitsorganisation http://www.who.int geht davon aus, dass weltweit bis zu 170 Mio. Menschen betroffen sein könnten.</p>
<p><strong>Branche leidet unter Kostendruck</strong></p>
<p>&#8220;Wir werden weitere Fusionen am globalen Pharmamarkt sehen. Gerade kleine Unternehmen, die interessante Produkte und Forschung anbieten, sind Übernahmekandidaten&#8221;, meint dazu Stefan Mühlbauer, Analyst bei <a href="http://silviaquandt.de">Silvia Quandt Research</a>, im Gespräch mit pressetext.<br />
<strong></strong><br />
Auch deutsche Pharmakonzerne suchen händeringend nach einer besserem Behandlungsmöglichkeit für Hepatitis-C-Patienten. So forciert Boehringer Ingelheim http://boehringer-ingelheim.com die Forschung in diesem Bereich. &#8220;Deutsche Pharmaunternehmen sind gerade in der Grundlagenforschung stark&#8221;, betont Mühlbauer. 2012 werde aber generell gesehen für den Sektor nicht gerade leicht. &#8220;Vor allem der enorme Kostendruck macht vielen Gesellschaften zu schaffen&#8221;, unterstreicht der Analyst.</p>
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		<item>
		<title>Horst-Eberhard Richter: Psychotherapeut der Nation</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2012/01/horst-eberhard-richter/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 15:14:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Freud]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorurteil]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Tode von Horst-Eberhard Richter (1923–2011)&#8230; Von Hans-Jürgen Wirth Vor mehr als 40 Jahren, im Sommer 1970, ich war noch keine 20 Jahre alt, zog mich Horst-Eberhard Richters Patient Familie in einen wahren Leserausch. Neben Sigmund Freuds Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse und Erich Fromms Die Furcht vor der Freiheit bescherte mir dieses Buch eine Leseerfahrung, wie ich sie seit den Tagen meiner Hermann-Hesse-Lektüre nicht mehr erlebt hatte. Es eröffnete sich mir eine neue Welt, und in mir wurde die Neugier geweckt, die psychoanalytische Erkundung der komplexen Zusammenhänge zwischen Psyche und Gesellschaft (den Begriff »psychosozial« hatte Richter damals noch nicht geprägt) zum Zentrum meines weiteren Lebens zu machen. Was ich bei Richter las, wirkte – religiös gesprochen – fast wie eine Offenbarung. Ich erinnere mich tatsächlich noch immer an jenen Lese-Nachmittag, weil plötzlich meine Familie und meine mit ihr verknüpften Ängste und Konflikte so offen vor mir lagen. Seither hat mich die Frage, was die psychosoziale Welt im Innersten zusammenhält, nicht mehr losgelassen. Biografisches Am 28. April 1923 in Berlin geboren, wächst Horst-Eberhard Richter als Einzelkind auf. Die Mutter schildert er als eine sehr emotionale Frau, die sich stark an ihn geklammert habe. Den Vater, ein erfolgreicher Ingenieur und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Tode von Horst-Eberhard Richter (1923–2011)&#8230;<span id="more-3779"></span></p>
<p><em>Von Hans-Jürgen Wirth</em></p>
<p>Vor mehr als 40 Jahren, im Sommer 1970, ich war noch keine 20 Jahre alt, zog mich Horst-Eberhard Richters <em>Patient Familie</em> in einen wahren Leserausch. Neben Sigmund Freuds <em>Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse</em> und Erich Fromms <em>Die Furcht vor der Freiheit</em> bescherte mir dieses Buch eine Leseerfahrung, wie ich sie seit den Tagen meiner Hermann-Hesse-Lektüre nicht mehr erlebt hatte. Es eröffnete sich mir eine neue Welt, und in mir wurde die Neugier geweckt, die psychoanalytische Erkundung der komplexen Zusammenhänge zwischen Psyche und Gesellschaft (den Begriff »psychosozial« hatte Richter damals noch nicht geprägt) zum Zentrum meines weiteren Lebens zu machen. Was ich bei Richter las, wirkte – religiös gesprochen – fast wie eine Offenbarung. Ich erinnere mich tatsächlich noch immer an jenen Lese-Nachmittag, weil plötzlich meine Familie und meine mit ihr verknüpften Ängste und Konflikte so offen vor mir lagen. Seither hat mich die Frage, was die psychosoziale Welt im Innersten zusammenhält, nicht mehr losgelassen.</p>
<p><strong><img class="alignright size-medium wp-image-24061" title="Horst-Eberhard Richter" src="http://www.hagalil.com/archiv/wp-content/uploads/richter-216x300.jpg" alt="" width="216" height="300" />Biografisches</strong></p>
<p>Am 28. April 1923 in Berlin geboren, wächst Horst-Eberhard Richter als Einzelkind auf. Die Mutter schildert er als eine sehr emotionale Frau, die sich stark an ihn geklammert habe. Den Vater, ein erfolgreicher Ingenieur und Abteilungsleiter einer großen Firma, erlebt Richter als »stillen, in sich gekehrten Grübler«. Nach Hitlerjugend und Arbeitsdienst wird Richter 18-jährig zum Militär eingezogen und dient in einem Artillerieregiment an der Front in Russland. Kurz vor der Verlegung seiner Truppe nach Stalingrad erkrankt er lebensgefährlich an Diphtherie. Mit 22 Jahren gerät er in Kriegsgefangenschaft und erfährt erst bei seiner Rückkehr vom Tod seiner Eltern, die zwei Monate nach Kriegsende auf einem Spaziergang in der Nähe ihres Dorfes von zwei betrunkenen Russen ermordet worden waren.</p>
<p>Nach Studium der Medizin, Philosophie und Psychologie in Berlin promoviert Richter 1949 zum Dr. phil. und 1957 zum Dr. med. 1950 beginnt er seine psychoanalytische Ausbildung am Berliner Psychoanalytischen Institut, die er 1954 abschließt. Bereits fünf Jahre später, 1959, wird Richter Leiter dieses Instituts und übt diese Funktion bis 1962 aus. Gerade 41-jährig wird er 1964 zum Vorsitzenden der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) gewählt und engagiert sich in dieser Position bis 1968.</p>
<p><strong>Eltern, Kind und Neurose</strong></p>
<p>Im Jahr 1963, ein Jahr nachdem er auf den zweiten deutschen Lehrstuhl für Psychosomatische Medizin, neben dem von Alexander Mitscherlich in Heidelberg, berufen worden ist, publiziert Horst-Eberhard Richter sein Buch <em>Eltern, Kind und Neurose. Zur Psychoanalyse der kindlichen Rolle in der Familie</em>, das kurioserweise als Habilitationsschrift abgelehnt worden war. Richter wird ohne Habilitation Professor und für drei Jahrzehnte Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Psychosomatische Medizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sein Buch wird in den folgenden Jahren zum einflussreichen Grundlagenwerk für die neue psychoanalytische Behandlungsmethode der Familientherapie, die er im deutschsprachigen Raum als Erster entwickelt. Auf der Grundlage seiner Erfahrungen als leitender Arzt (1952 bis 1962) der »Beratungs- und Forschungsstelle für seelische Störungen im Kindesalter« am Berliner Kinderkrankenhaus im Bezirk Wedding hat er seine psychoanalytische Theorie formuliert, die es erlaubt, das Fehlverhalten von Kindern als symptomatischen Ausdruck unbewusster Konflikte zu verstehen, an denen die Eltern bzw. die ganze Familie leiden. »Die Rolle des Kindes«, schreibt Richter (1963, S. 73), »bestimmt sich also aus der Bedeutung, die ihm im Rahmen des elterlichen Versuches zufällt, ihren eigenen Konflikt zu bewältigen.« Der Konflikt des Kindes wird hervorgerufen durch die »Narzißtischen Projektionen der Eltern auf das Kind« (Richter 1960) – so der Titel seines Aufsatzes im <em>Jahrbuch der Psychoanalyse</em>, zu dessen Herausgeberkreis er bis zu seinem Tod gehört.</p>
<p>Diese Gedanken sind uns heute so vertraut, dass man sich kaum noch vorstellen kann, wie revolutionär – und damit sowohl anziehend als auch irritierend – sie damals sowohl auf die psychoanalytische Fachwelt als auch auf das interessierte Laienpublikum gewirkt haben müssen. Vergleicht man die psychoanalytische Paar- und Familientherapie mit anderen Formen der angewandten Psychoanalyse, wie beispielsweise der Gruppentherapie oder der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, so findet die Paar- und Familientherapie noch immer nicht die Anerkennung durch die psychoanalytischen Fachgesellschaften, die ihr eigentlich zukommen müsste. Man kann die paar- und familientherapeutischen Konzepte durchaus als frühe Vorläufer der heute maßgeblichen psychoanalytischen Schulrichtung ansehen, die unter der Bezeichnung »relationale Psychoanalyse« bekannt ist. Der theoretische Vordenker der relationalen Psychoanalyse, der amerikanische Psychoanalytiker Stephen Mitchell, nimmt zwar in seinen Büchern immer wieder auf die grundlegende Bedeutung der Paardynamik Bezug, allerdings ohne den naheliegenden Schritt zum paartherapeutischen Setting zu gehen.</p>
<p>Als Richter 1970 sein zweites grundlegendes Buch zur psychoanalytischen Familientherapie <em>Patient Familie. Entstehung, Struktur und Therapie von Konflikten in Ehe und Familie</em> veröffentlicht, ist er bereits ein bekannter Autor und die psychoanalytische Familientherapie, als deren Nestor er in Deutschland gelten kann, befindet sich auf dem besten Wege, ein einflussreiches psychotherapeutisches Konzept zu werden. Während Richter mit seinem theoretischen Hauptwerk <em>Eltern, Kind und Neurose</em> wissenschaftliches Neuland betritt, entfaltet er in <em>Patient Familie</em> seine Meisterschaft als sprachgewandter Autor, der mit psychoanalytischer Einfühlung seelisches Leid zu beschreiben und in seine beziehungsdynamischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge einzuordnen weiß.</p>
<p><strong>Hoffnung auf einen neuen Weg, sich selbst und andere zu befreien</strong></p>
<p>Persönlich lernte ich Horst-Eberhard Richter 1970 zu Beginn meines Psychologiestudiums im Rahmen einer studentischen Initiativgruppe kennen, die in der Gießener Obdachlosensiedlung »Eulenkopf« sozialpolitisch und sozialpädagogisch tätig ist. Wie viele meiner sich im Aufbruch befindlichen Generation fühle ich mich durch Richters Gedanken angezogen, und seine in den 70er Jahren publizierten Bücher <em>Die Gruppe</em> (1972), <em>Lernziel Solidarität</em> (1974), <em>Flüchten oder Standhalten</em> (1976) und <em>Engagierte Analysen</em> (1978) begleiteten mich in diesen Jahren. <em>Die Gruppe</em> hat den Untertitel <em>Hoffnung auf einen neuen Weg, sich selbst und andere zu befreien. Psychoanalyse in Kooperation mit Gruppeninitiativen</em>. Dieses Buch ist Ausdruck des geistig-kulturellen Klimas der frühen 70er Jahre und bietet zugleich Interpretationen und Reflexionen an, um die mit dem Jahr 1968 angebrochene Zeitenwende und die damit einhergehende psychosoziale Neuorientierung besser verstehen und für die Gestaltung des eigenen Lebens nutzen zu können. Richter ist kein Anhänger der antiautoritären Studentenbewegung der Jahre 68/69, sondern ein Sympathisant der sanfteren Initiativ-, Alternativ- und Ökologiebewegung der 70er Jahre und der Friedensbewegung der 80er Jahre. Er greift die Aufbruchstimmung der 70er Jahre auf, reflektiert aber auch die inneren Brüche, die überzogenen Ansprüche, die wir an uns selbst und an andere stellen, und hilft auf diese Weise dabei mit, dass wir zu realistischeren politischen Konzepten kommen. Dies macht die damalige Bedeutung seines Buches aus.</p>
<p>Richter hat – anders als die meisten Autoren der damaligen Zeit, die sich mit dem Phänomen der Gruppe beschäftigten – sowohl deren politische als auch ihre psychologische und psychotherapeutische Bedeutung erkannt. Er hat deutlich gemacht, dass es sich hierbei tatsächlich um eine soziale Neuerfindung handelt: Der Typus der spontanen, hierarchiefreien und mit den Mitteln der Selbstreflexion sich organisierenden Gruppe stellt in der Tat ein gesellschaftliches Novum dar, das vom emanzipatorischen Teil der Jugend- und Studentenbewegung kreiert worden ist.</p>
<p>Für Richter ist die Psychoanalyse nicht nur eine tiefenpsychologische Behandlungsmethode, sondern, und vielleicht zuallererst, ein Instrument der Aufklärung einer sich sozialanalytisch begreifenden Wissenschaft von Mensch und Gesellschaft. Allein in den Jahren 1972 bis 1981 schreibt er die fünf Bücher, die diese neue Ära eines ganzheitlichen Konzepts von Psychoanalyse einleiten und quasi zur Pflichtlektüre für eine breite Schicht politisch aufgeklärter Bürger werden.</p>
<p><strong>Psychiatrie-Reform</strong></p>
<p>Von den sozialpolitischen Experimenten der 70er Jahre und den neuen Arbeitsansätzen der Initiativ-, Spontan- und Selbsthilfegruppen, von denen Richter inspiriert wird und die er seinerseits anregt, gehen weitreichende Innovationen im Bereich der psychosozialen Beratung und Therapie aus. Die Besinnung auf die psychischen und sozialen Voraussetzungen von Krankheit und Therapie und die Entwicklung eines auf das Psychosoziale bezogenen Gesundheits- und Krankheitsbegriffs sind ohne die kritischen Impulse aus der Initiativgruppen-Bewegung kaum vorstellbar. Es sind Anfang der 70er Jahre fast ausschließlich kritische Studenten, die sich den benachteiligten Gruppen der Gesellschaft, den Heimzöglingen, Obdachlosen, Psychiatriepatienten usw. zuwenden, das Gewissen der Gesellschaft wecken und sowohl die Öffentlichkeit als auch die Fachdisziplinen zwingen, sich mit diesen verdrängten Problembereichen auseinanderzusetzen. Maßgeblich beteiligt ist Richter an der Reform der deutschen Psychiatrie und Sozialpsychiatrie, wofür er 1980 den Theodor-Heuss-Preis erhält. Die in der Psychiatrie-Enquête als Modell der regionalen Selbstorganisation der psychosozialen Versorgungsdienste empfohlene »Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft« wird beispielsweise auf Richters Vorschlag hin dort aufgenommen und ganz nach dem Modell der Initiativgruppe konzipiert. Richters Fähigkeit, jeweils von allen seinen Partnern etwas zu lernen und die in einem Feld gewonnenen Erkenntnisse auf andere Zusammenhänge zu übertragen, stellt eine seiner großen Stärken dar. Nachdem Richter in der Initiativgruppe einiges über die Kreativität von hierarchiearmen Spontangruppen erfahren hat, versucht er sofort, etwas von dem freien Geist, der diese Initiativgruppen prägt, in die institutionelle Struktur seines Psychosomatischen Zentrums und auch der »Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft« in Gießen zu integrieren.</p>
<p><strong>»psychosozial«: Von der Zeitschrift zum Verlag</strong></p>
<p>Durch seine zahllosen Bücher, Artikel, Vorträge und Interviews trägt Richter maßgeblich dazu bei, dass diese zukunftsweisenden Experimente keine Einzelerscheinungen bleiben. Dank seiner Funktion als Vermittler, Botschafter, Interpret und kritischer Begleiter der »Neuen Sozialen Bewegungen« – zu denen die Frauen-, die Ökologie- und die Friedensbewegung gehören – werden sie zu Vorläufern einer Bewusstseinsveränderung, die unsere Gesellschaft erheblich geprägt hat.</p>
<p>Zu seinen publizistischen Aktivitäten gehört auch die Gründung der Zeitschrift <em>psychosozial</em>, in deren Herausgeberkreis Richter mich früh holt. Aus <em>psychosozial</em> geht später der von mir gegründete <a href="http://www.psychosozial-verlag.de/">Psychosozial-Verlag</a> hervor, den Richter nachhaltig unterstützt, indem er uns seine Erfolgsbücher zur Zweitverwertung überlässt. Danach kommen als Erstausgaben <a href="http://www.amazon.de/Die-Krise-Männlichkeit-unerwachsenen-Gesellschaft/dp/3898065707/buchundjudenhaga"><em>Die Krise der Männlichkeit in der unerwachsenen Gesellschaft</em></a> (2006) und <a href="http://www.amazon.de/Die-seelische-Krankheit-Friedlosigkeit-heilbar/dp/3898068366/buchundjudenhaga"><em>Die seelische Krankheit Friedlosigkeit ist heilbar</em></a> (2008) heraus. Richter ist insofern Namensgeber des Psychosozial-Verlages, der sich der von ihm vertretenen Auffassung von Psychoanalyse verpflichtet weiß.</p>
<p><strong>Psychoanalyse und empirische Forschung</strong></p>
<p>Eine Vorreiterrolle hat Richter auch in Bezug auf die Kooperation von Psychoanalyse und empirischer Psychologie: Zusammen mit Dieter Beckmann entwickelt er bereits Anfang der 70er Jahre einen Persönlichkeitstest, bei dessen Konzeption psychoanalytisch relevante Kategorien besonderes Gewicht haben.</p>
<p>Dieses psychologische Testverfahren bekommt den Namen Gießen-Test (Beckmann/Richter 1972). Er wird in zahlreichen Untersuchungen verwendet, z. B. auch in der für die psychosomatische Medizin wegweisenden Studie über die »Herzneurose« (Richter, Beckmann 1969). Der Gießen-Test ist im deutschsprachigen Raum auch heute noch einer der am häufigsten verwandten Fragebögen zur Psychodiagnostik. Zusammen mit Elmar Brähler führt Richter periodisch Befragungen durch, mit denen die Befindlichkeit und die Einstellungen in der Bevölkerung erhoben werden. In weit über 1.000 Publikationen wird der Gießen-Test bislang zitiert. Er ist in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt. Mithilfe dieses Tests wird der Name Gießens buchstäblich in die weite Welt getragen – zumindest in die psychologische Fachwelt.</p>
<p>Die Existenz eines psychoanalytisch fundierten Tests, der auch bei den Methodikern der empirischen Psychologie Anerkennung findet, erlaubt ganzen Generationen von psychoanalytisch orientierten Forscherinnen und Forschern, sich in der empirischen Psychologie wissenschaftlich zu qualifizieren, ohne ihre psychoanalytische Orientierung aufgeben zu müssen. Viele psychoanalytische Kolleginnen und Kollegen verdanken ihre wissenschaftliche Karriere nicht zuletzt dem Gießen-Test und damit Richters frühzeitiger Öffnung der Psychoanalyse für die empirische Forschung. Auch in der Psychotherapie-Forschung wird der Gießen-Test häufig angewandt. Unter Richters Leitung betreiben wir schon in den 70er Jahren Psychotherapie-Verlaufsforschungen und katamnestische Studien, in denen wir die Wirksamkeit von Psychotherapie, beispielsweise die der Paar-Kurztherapie (vgl. Richter/Wirth 1978), untersuchen. Inzwischen sieht sich die Psychoanalyse unter dem Druck der Gesundheitsreform und in der stärker gewordenen Konkurrenz mit anderen psychotherapeutischen Verfahren genötigt, sich der Psychotherapie-Erfolgsforschung zu stellen.</p>
<p><strong>Friedensbewegung und IPPNW</strong></p>
<p>Bereits ab 1980 engagiert sich Richter in der Friedensbewegung und ist 1981 einer der maßgeblichen Gründer der westdeutschen Sektion der Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW). Er beeinflusst die politische und inhaltliche Orientierung der bundesdeutschen IPPNW von Anfang an in Richtung Basisdemokratie und eines kollegialen Miteinanders. Das Engagement in der Friedensbewegung gewinnt immer größeres Gewicht in Richters Leben. Er verfasst die berühmte »Frankfurter Erklärung«, in der jeder Unterzeichner sich mit seiner Unterschrift dazu bekennt, sich jeglicher kriegsmedizinischen Schulung und Fortbildung zu verweigern. In etwas abgewandelter Form, als »New Physicians’ Oath«, wird diese Erklärung, nachdem Richter sie auf dem 2. IPPNW-Weltkongress in Cambridge eingebracht hat, von der Weltföderation übernommen. Im Jahr 1985, als das atomare Wettrüsten seinen Höhepunkt erreicht, erhalten die Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges – und mit ihnen Horst-Eberhard Richter – den Friedensnobelpreis. Der Friedensnobelpreis dürfte die wohl höchste Ehrung sein, die man erhalten kann. Dennoch sind nicht alle begeistert von der Verleihung. Besonders in der damaligen deutschen Regierung unter Helmut Kohl ist die Empörung groß, dass eine Organisation, die man als »Moskau-gesteuert« bezeichnet, so geehrt wird. Richter grenzt sich immer gegen eine Vereinnahmung durch falsche Freunde ab, lässt sich aber umgekehrt durch Verdächtigungen auch nicht von seinem eigenen Weg abbringen.</p>
<p>Sein friedenspolitisches Engagement auf internationaler Ebene bringt Richter 1987 auch in Kontakt mit einer Arbeitsgruppe unter der Schirmherrschaft von Michail Gorbatschow. Zu dieser Vereinigung, die sich »für eine atomwaffenfreie Welt und für das Überleben der Menschheit« einsetzt, gehören unter anderem der russische Atomwissenschaftler und Menschenrechtler Andrej Sacharow, Ex-US-Verteidigungsminister und Weltbank-Chef Robert McNamara und der Gründer von Greenpeace, David McTaggart. Von den Projekten, die diese Gruppe ins Leben ruft, holt Richter eines an seine Klinik: Es geht um eine psychologische Untersuchung, in der 1.400 Studierende der Justus-Liebig-Universität Gießen und 1.000 Moskauer Studierende zu ihren Einstellungen, politischen Meinungen, Wünsche und Ängste befragt werden. Natürlich kommt auch der Gießen-Test zum Einsatz. Das zentrale Ergebnis dieser Untersuchung – die noch vor dem Ende des Kalten Krieges, noch vor der Maueröffnung stattfindet – gibt an, dass junge Russen und Deutsche sich psychologisch viel näher sind und viel weniger Vorurteile über den jeweils anderen haben, als die offizielle Politik vermuten lässt. Die Ergebnisse publiziert Richter 1990 in dem Buch <em>Russen und Deutsche. Alte Feindbilder weichen neuen Hoffnungen</em>. Wieder taucht das Wort Hoffnung in einem seiner Buchtitel auf.</p>
<p>Als die Friedensbewegung nach dem NATO-Krieg gegen Jugoslawien 1999 von den Medien für tot erklärt wird, organisiert Richter als Antwort darauf zusammen mit der IPPNW den Kongress »Kultur des Friedens« (Richter 1999): Die große Teilnehmerzahl demonstriert, dass die Friedensbewegung in Deutschland sich gewandelt hat, aber keineswegs gestorben ist.</p>
<p><strong>»Erinnern hilft vorbeugen«</strong></p>
<p>Die erinnernde Bearbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit stellt das zentrale Motiv für Richters politisches Engagement dar. Schon mit <em>Eltern, Kind und Neurose</em> hatte Richter ein theoretisches Konzept formuliert, mit dem die unbewussten Verstrickungen der Generationen, die transgenerationale Weitergabe von Traumata und von unbewussten Konflikten, psychoanalytisch verstanden werden konnte. Der Begriff der transgenerationale Weitergabe von Traumata sollte erst viele Jahre später von der Holocaustforschung geprägt werden, aber die zugrundeliegende Psycho- und Beziehungsdynamik wird von Richter bereits Anfang der 60er Jahre konzeptuell begriffen. Er selbst und andere Autoren haben diese Koinzidenz rückblickend auch so gesehen. Bemerkenswert ist allerdings, dass auch Richter seinerzeit die übergreifende historisch-politische Bedeutung seines Eltern-Kind-Konzepts nicht klar war. Der Holocaust und die anderen Verbrechen des Nationalsozialismus waren noch so abgespalten vom allgemeinen Bewusstsein, dass sie nicht thematisierbar waren. In »Patient Familie« drängt sich die latente Bedrohung durch das verleugnete Thema Nationalsozialismus noch eindringlicher auf, ohne dass es zu einer bewussten Thematisierung gekommen wäre. Die massenhafte Verbreitung angstneurotischer Familienstrukturen, die Richter für die fünfziger und sechziger Jahre konstatiert, lässt sich nach Überlegungen von Tilman Moser (1995) auf die »Schweigegebote« über die »Schrecken der Vergangenheit« zurückführen. Um sich nicht mit der nationalsozialistischen Vergangenheit konfrontieren zu müssen, klammerten sich viele Familien »mit Hilfe von Vermeidungs- und Verleugnungstaktiken an die Illusion einer friedlichen, guten, geordneten Welt« (Richter 1970) und organisierten ihr familiäres Zusammenleben nach dem Vorbild eines harmonischen und konfliktfreien Sanatoriums. Für das Verhältnis der Eltern zu ihren Kindern hatte dies zur Folge, dass diese ängstlich überbehütet und phobisch gebunden wurden. Die Jugend- und Protestbewegung der sechziger Jahre kann unter anderem auch als ein Aufstand gegen diese überfürsorgliche und als einengend empfundene Bevormundung sowie als erste emotional bedeutsame Thematisierung der verleugneten deutschen Vergangenheit verstanden werden.</p>
<p>Erst im Zusammenhang mit der Nachrüstungsdebatte und dem erneuten Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt Anfang der 80er Jahre kommen Richter die Erinnerungen an die Grausamkeiten des zweiten Weltkrieges, seine eigenen Kriegserlebnisse und die Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus zu vollem Bewusstsein. Richter prägt das Motto »erinnern hilft vorbeugen«, unter das die bundesdeutsche Sektion der »Internationalen Ärzte für die Verhütung eines Atomkrieges« (IPPNW) ihre Kampagne von 1985 stellt, mit der sie die öffentliche Diskussion und Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit zu einem zentralen Anliegen ihres Kampfes für die Beendigung des Wettrüstens macht. Dem liegt der Gedanke zugrunde, die Beschäftigung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus könne unsere Wahrnehmung für die psychischen und sozialen Umstände sensibilisieren, die die »psychische Krankheit Friedlosigkeit« (eine Formulierung, die Richter von Carl Friedrich von Weizsäcker [1967] übernimmt) bedingen. Unsere Friedensfähigkeit heute – so lautet Richters Überlegung – hänge entscheidend von der Bereitschaft ab, zu erinnern und im Gedächtnis zu bewahren, welche Verbrechen von den Deutschen an den Juden und an den Nachbarvölkern begangen wurden, so wie umgekehrt das aktive Eintreten für die Überwindung der Konfrontation zwischen den Militärblöcken und die Beschäftigung mit den psychischen und gesellschaftlichen Bedingungen des paranoiden Freund-Feind-Denkens nahezu zwangsläufig dazu führe, dass man sich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinanderzusetzen beginne. Insofern knüpft Richter an die berühmte <em>Zeitdiagnose</em> Alexander und Margarete Mitscherlichs von der <em>Unfähigkeit zu trauern</em> (1967) an, wendet diese aber in ein sozialtherapeutisches Konzept, das originär psychoanalytischen Erfahrungen folgt: die erinnernde Bearbeitung der traumatischen Vergangenheit befreit auch auf der kollektiven Ebene von dem Zwang, die alten Traumata zu wiederholen und eröffnet neue Denk- und Handlungsräume.</p>
<p><strong>Die RAF verstehen?</strong></p>
<p>Es gehört zur zentralen Aufgabe des Psychoanalytikers, sich mit den dunklen, den verdrängten, ja auch den bösen und destruktiven Seiten des menschlichen Lebens zu beschäftigen. Da ein tieferes psychologisches Verständnis nur möglich ist, wenn man sich einfühlend und emotional nachvollziehend auf den anderen einlässt, entsteht für den Außenstehenden oft das Missverständnis, Verstehen sei mit Rechtfertigung, gar mit Parteinahme gleichzusetzen. Als Richter die Ex-Terroristin Birgit Hogefeld im Gefängnis betreut, wird ihm genau dieser Vorwurf gemacht, er sei ein »RAF-Versteher« und rechtfertige damit – zumindest indirekt – deren terroristische Taten. Tatsächlich geht es Richter jedoch darum, über das mitfühlende Verständnis der ehemaligen Terroristin die Rückkehr in die Gesellschaft zu ermöglichen.</p>
<p><strong>Psychoanalyse als Sozialphilosophie</strong></p>
<p>Richter hat nicht nur seine theoretischen Interessen, sondern ebenso seine praktischen Forschungsstrategien und schließlich auch seine Versuche der praktisch-therapeutisch-politischen Beeinflussung vom Individuum auf die Zweierbeziehung, von dort auf die Familie, von der Familie auf die Gruppe, von der Gruppe auf den Stadtteil und die regionalen psychosozialen Versorgungssysteme ausgeweitet, um bei sozialen Bewegungen, politischen Entscheidungsträgern (<em>Die hohe Kunst der Korruption</em>), der Interaktion zwischen Völkern (<em>Russen und Deutsche</em>) und schließlich bei philosophischen Betrachtungen (<em>Der Gotteskomplex</em>) anzukommen. <em>Der Gotteskomplex</em> (1979) wird sein psychoanalytisch-sozialphilosophisches Hauptwerk, in dem er, auf <em>Eltern, Kind und Neurose</em> aufbauend, an Sigmund Freuds Begriff des »Prothesengottes« aus dem <em>Unbehagen in der Kultur</em> (1933) anknüpfend, sein Verständnis des Grundproblems des modernen Menschen entwickelt. Richters weit ausholende These setzt beim Übergang aus der religiösen Geborgenheit des Mittelalters in die aufgeklärte Neuzeit an. Nach dem Verlust der mittelalterlichen Gotteskindschaft floh der Mensch in die Identifizierung mit göttlicher Allmacht und Allwissenheit. Der Glaube an Gott wurde durch den Glauben an die Allmacht des Menschen ersetzt. »Die grandiose Selbstgewissheit des Ich ist an die Stelle der Geborgenheit in der großen idealisierten Elternfigur getreten. Das individuelle Ich wird zum Abbild Gottes.« Der Versuch, die Schattenseiten des Lebens – Alter, Krankheit, Gebrechlichkeit, Schwäche, Ohnmacht und schließlich der Tod – durch die übertriebene Betonung der entgegengesetzten Eigenschaften – Jugendlichkeit, Gesundheit, Fitness, Stärke, Macht und Todesverachtung – zu verleugnen, bezeichnet Richter als »Krankheit, nicht leiden zu können«. Wer aber nicht leiden will, der muss hassen und sucht sich dafür Sündenböcke, auf die er die eigenen verleugneten schwachen Seiten projizieren kann, so lautet seine psychoanalytisch fundierte Schlussfolgerung.</p>
<p><strong>Botschafter der Psychoanalyse</strong></p>
<p>Es bedarf eines großen Mutes und einer starken Selbstgewissheit, um mit der sozialen Isolationsdrohung und Ächtung fertig zu werden, die Richter aus der Professoren-Kollegenschaft der Ärzte, teilweise aber auch von seinen Psychoanalytiker-Kollegen nicht selten entgegenschlagen. Indem er sich beharrlich der Auseinandersetzung mit dieser Kollegenschaft stellt, gewinnt er die Kraft, sich von den Zwängen und Denkverboten, die die verschiedenen Rollen mit sich bringen, zu distanzieren. Ich schätze an Richter besonders, dass er ein Neuerer des psychoanalytischen Denkens ist, der den Kontakt zur Psychoanalyse nicht abgebrochen hat, der keine eigene, mehr oder weniger sektiererische Schule gegründet hat, wie es in der Geschichte der Psychoanalyse so häufig passiert ist. Vielmehr hat er seine Gedanken in den Strom der psychoanalytischen Diskussion einfließen lassen. Bezeichnenderweise ist er es, der nach seiner Emeritierung in Gießen von 1992 bis 2002 die Leitung des unmittelbar von der Schließung bedrohten Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt übernimmt und dieses in eine gesicherte Zukunft führt.</p>
<p>Richter wirkt in der Öffentlichkeit als ein Botschafter der Psychoanalyse, der in Deutschland neben Alexander und Margarete Mitscherlich wie kein anderer dazu beigetragen hat, dass psychoanalytische Argumente in der Öffentlichkeit Gehör finden. Mit seinen Publikationen, die sich an eine breite Leserschaft richten, betreibt er eine Art »psychoanalytischer Volksaufklärung«, wie sie in den Anfängen der psychoanalytischen Bewegung zum Selbstverständnis vieler Psychoanalytiker gehörte. Sowohl die Psychoanalyse in Deutschland als auch die Öffentlichkeit haben dem »psychoanalytischen Publizisten« Richter viel zu verdanken: Unzählige Menschen sind durch ihn darauf aufmerksam gemacht worden, dass es so etwas wie Psychoanalyse und psychotherapeutische Hilfe für ihre seelischen Probleme überhaupt gibt. Auf der anderen Seite wäre auch die psychoanalytische Gemeinschaft ohne den »politischen Psychoanalytiker« Richter ärmer: Seine Bücher und Ideen haben unsere Sensibilität für die Bedeutung sozialer und politischer Probleme bei der Bewältigung unserer unbewussten Konflikte geschärft und deutlich gemacht, dass die Psychoanalyse nicht in einem gesellschaftsfreien Raum existiert. Zugleich ermutigt und motiviert sein konstruktives politisches Engagement viele Menschen – außerhalb und innerhalb der Psychoanalyse –, eigene Initiativen zu ergreifen, um sich in gesellschaftliche Konflikte einzumischen.</p>
<p><strong>Horst-Eberhard Richter als Charismatiker</strong></p>
<p>Doch wie gelang es Horst-Eberhard Richter, über einen Zeitraum von fast 50 Jahren, so beständig und einflussreich in der öffentlichen Diskussion präsent zu bleiben, und das mit so belastenden Themen wie Randgruppen, Vorurteilen und Krieg? Dies hängt mit einer Eigenschaft zusammen, die der Soziologe Max Weber als Charisma bezeichnet. Die charismatische Persönlichkeit wird von einer besonderen Aura umgeben, die auf andere motivierend und faszinierend wirkt. Charismatische Persönlichkeiten haben die Vision einer besseren Zukunft, sie verfügen über Selbstvertrauen, Entschlossenheit und Ausdauer, sie besitzen eine außergewöhnliche Bereitschaft zum Risiko und scheuen keine persönlichen Wagnisse, sie leben ihre Vision vor, fungieren als Sprachrohr der Gemeinschaft und sind anregende Kommunikatoren, die ihre Botschaften einfallsreich und emotional ansprechend vermitteln. Richter verkörpert wie kaum ein Zweiter den Glauben und die Hoffnung auf eine bessere, friedlichere und gerechtere Welt, auch wenn er diese Utopie häufig in eine Frage kleidet: <em>Sind wir zum Frieden fähig? </em>(1980) oder:<em> Ist eine andere Welt möglich?</em> (2003). Richter ist deshalb häufig als »Gutmensch« belächelt worden. Das hat ihn zwar geärgert und gekränkt, aber er hat diese Bezeichnung auch als Auszeichnung verstanden und sich in der Rolle des »Mahners«, des »Gutmenschen«, des »Gewissens der Nation«, gar des »Psychotherapeuten der Nation« (Johannes Rau) wohlgefühlt.</p>
<p>Horst-Eberhard Richter war nicht nur der Mahner, der gesellschaftliche Missstände anprangert, sondern auch der Verkünder des Prinzips Hoffnung, der konkrete Modelle entwirft, wie etwas zum Besseren gewendet werden kann. Es ist diese besondere Kombination von mahnender Kritik und hoffnungsvollem Optimismus, die seinen Botschaften bei so vielen Menschen so große Resonanz beschert hat.</p>
<p><a href="http://web.psychosozial-verlag.de/psychosozial/index.php?parent=43&amp;sub=yes&amp;idcat=43&amp;lang=1&amp;&amp;idart=19&amp;idau=102">Weitere Werke von Horst-Eberhard Richter</a></p>
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		<title>Vielversprechend: Neuer Impfstoff gegen Hepatitis C</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 19:10:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine frühe klinische Studie eines Impfstoffes gegen Hepatitis C hat laut Wissenschaftlern der University of Oxford viel versprechende Ergebnisse erbracht. Die Entwicklung eines Impfstoffes wurde dadurch erschwert, dass das Virus seine Erscheinungsform ändert und damit schwer zu fassen ist. Wissenschaftler zielten auf das Innere des Virus ab Oxford &#8211; pte -  sciencemag.org  &#8211; Tests mit 41 Patienten haben gezeigt, dass ein Impfstoff trotz aller Schwierigkeiten möglich ist, wie die Forscher in Science Translational Medicine schreiben. Das Virus verbreitet sich über Blut-Blut-Kontakt. Eine Ansteckungsmöglichkeit ist die gemeinsame Nutzung von Injektionsnadeln. Die Infektion kann durch antivirale Medikamente kontrolliert werden. Trotzdem wäre ein Impfstoff laut den Wissenschaftlern ein entscheidender Fortschritt. Ziel war es sich auf das Innere des Virus zu konzentrieren und nicht auf die sich ändernde Form der Oberfläche. Laut Paul Klenerman, einem der Autoren der Studie, ist das Innere des Virus jener Bereich, in dem es viele mögliche Ziele für einen Impfstoff gibt. Starke Immunreaktion Grippeviren wurden mit dem genetischen Material von Hepatitis C verändert, um das Immunsystem dazu zu bringen das Virus anzugreifen. Das Ziel der Phase 1 der Studie war es, festzustellen, ob dieser Ansatz sicher ist und weitere Schritte zu planen. 41 gesunde Patienten erhielten den Impfstoff, der laut den Wissenschaftlern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine frühe klinische Studie eines Impfstoffes gegen Hepatitis C hat laut Wissenschaftlern der University of Oxford viel versprechende Ergebnisse erbracht. Die Entwicklung eines Impfstoffes wurde dadurch erschwert, dass das Virus seine Erscheinungsform ändert und damit schwer zu fassen ist.</p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong>Wissenschaftler zielten auf das Innere des Virus ab</strong></span></p>
<p><a href="http://www.ox.ac.uk">Oxford</a> &#8211; <a href="http://www.pressetext.de">pte</a> -  <a href="http://stm.sciencemag.org">sciencemag.org</a>  &#8211; Tests mit 41 Patienten haben gezeigt, dass ein Impfstoff trotz aller Schwierigkeiten möglich ist, wie die Forscher in Science Translational Medicine schreiben.</p>
<p>Das Virus verbreitet sich über Blut-Blut-Kontakt. Eine Ansteckungsmöglichkeit ist die gemeinsame Nutzung von Injektionsnadeln. Die Infektion kann durch antivirale Medikamente kontrolliert werden. Trotzdem wäre ein Impfstoff laut den Wissenschaftlern ein entscheidender Fortschritt. Ziel war es sich auf das Innere des Virus zu konzentrieren und nicht auf die sich ändernde Form der Oberfläche. Laut Paul Klenerman, einem der Autoren der Studie, ist das Innere des Virus jener Bereich, in dem es viele mögliche Ziele für einen Impfstoff gibt.</p>
<p><strong>Starke Immunreaktion</strong></p>
<p>Grippeviren wurden mit dem genetischen Material von Hepatitis C verändert, um das Immunsystem dazu zu bringen das Virus anzugreifen. Das Ziel der Phase 1 der Studie war es, festzustellen, ob dieser Ansatz sicher ist und weitere Schritte zu planen. 41 gesunde Patienten erhielten den Impfstoff, der laut den Wissenschaftlern eine starke Immunreaktion hervorrief, die rund ein Jahr lang anhielt und zu keinen stärkeren Nebenwirkungen führte. In einem nächsten Schritt sollen Personen geimpft werden, die dem Risiko einer Infektion ausgesetzt sind.</p>
<p><strong>170 Mio. Menschen infiziert</strong></p>
<p>Das Virus kann sich jahrelang unbemerkt im Körper befinden. Während dieser Zeit kann es jedoch zu einer schweren Schädigung der Leber kommen. Allein in Großbritannien dürften laut BBC bis zu 500.000 Menschen infiziert sein. Die <a href="http://www.who.int">Weltgesundheitsorganisation</a> geht davon aus, dass weltweit bis zu 170 Mio. Menschen betroffen sein könnten.</p>
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		<title>Neue synthetische Moleküle gegen Autoimmunkrankheiten bei Mäusen</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 15:59:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TLV-01</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Immunologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei Krankheiten wie Morbus Crohn und rheumatoider Arthritis greift das Immunsystem das Körpergewebe an. Wissenschaftlern des Weizman-Instituts ist es nun gelungen, das Immunsystem von Mäusen auszutricksen und es auf ein Enzym namens MMP9, einem der eigenen Spieler des Körpers im autoimmunen Prozess, zu richten. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit wurden in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlicht&#8230; Jahrelang haben Prof. Irit Sagi und ihr Forschungsteam aus dem Fachbereich Biologische Regulation nach Wegen gesucht, die Mitglieder der Matrix-Metalloproteinase-Familie (MMP) zu isolieren und zu blockieren. Diese Proteine schneiden sich durch Trägermaterial in unseren Körpern wie beispielsweise das Kollagen, das neben vielen anderen Dingen von großer Bedeutung für die Zellbewegung, -proliferation und -wundheilung ist. Aber wenn einige Mitglieder dieser Familie, insbesondere das MMP9, außer Kontrolle geraten, können sie Autoimmunkrankheiten und Krebsmetastasen begünstigen und sie sogar unterstützen. Ursprünglich hatten Sagi und andere Forscher synthetische Arzneimoleküle entwickelt, die das MMP direkt angreifen. Aber diese Mittel waren allzu grobe Werkzeuge mit verheerenden Nebenwirkungen. Anstelle der Entwicklung eines synthetischen Moleküls zur direkten Attacke von MMPs versuchten die Forscher in einem nächsten Schritt, natürliche Antikörper zu generieren, um das Immunsystem auszutricksen und das MMP9 über die Immunisierung anzugreifen, und zwar genau so wie die Immunisierung mit einem abgetöteten Virus das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Krankheiten wie Morbus Crohn und rheumatoider Arthritis greift das Immunsystem das Körpergewebe an. Wissenschaftlern des Weizman-Instituts ist es nun gelungen, das Immunsystem von Mäusen auszutricksen und es auf ein Enzym namens MMP9, einem der eigenen Spieler des Körpers im autoimmunen Prozess, zu richten. Die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit wurden in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlicht&#8230;<span id="more-3761"></span></p>
<p>Jahrelang haben Prof. Irit Sagi und ihr Forschungsteam aus dem Fachbereich Biologische Regulation nach Wegen gesucht, die Mitglieder der Matrix-Metalloproteinase-Familie (MMP) zu isolieren und zu blockieren. Diese Proteine schneiden sich durch Trägermaterial in unseren Körpern wie beispielsweise das Kollagen, das neben vielen anderen Dingen von großer Bedeutung für die Zellbewegung, -proliferation und -wundheilung ist. Aber wenn einige Mitglieder dieser Familie, insbesondere das MMP9, außer Kontrolle geraten, können sie Autoimmunkrankheiten und Krebsmetastasen begünstigen und sie sogar unterstützen.</p>
<p>Ursprünglich hatten Sagi und andere Forscher synthetische Arzneimoleküle entwickelt, die das MMP direkt angreifen. Aber diese Mittel waren allzu grobe Werkzeuge mit verheerenden Nebenwirkungen. </p>
<p>Anstelle der Entwicklung eines synthetischen Moleküls zur direkten Attacke von MMPs versuchten die Forscher in einem nächsten Schritt, natürliche Antikörper zu generieren, um das Immunsystem auszutricksen und das MMP9 über die Immunisierung anzugreifen, und zwar genau so wie die Immunisierung mit einem abgetöteten Virus das Immunsystem dazu veranlasst, Antikörper zu entwickeln, um das Enzym an seiner aktiven Stelle zu blockieren. </p>
<p>Gemeinsam mit Prof. Abraham Shanzer von der Abteilung für Organische Chemie stellten sie eine künstliche Version des Metallzink-Histidinkomplexes inmitten der aktiven MMP9-Stelle her. Dann injizierten sie diese winzigen synthetischen Moleküle in Mäuse und testeten danach, ob das Mäuseblut Anzeichen von Immunaktivität gegen MMPs aufweist. Die Antikörper, die sie fanden und die sie &#8220;Metallokörper&#8221; nannten, waren den TIMPs ähnlich aber nicht mit ihnen identisch. Eine detaillierte Analyse ihrer Atomstruktur suggerierte, dass sie ähnlich fungieren und sich in eine Ritze des Enzyms einklinken und die aktive Stelle blockieren. Die Metallokörper agierten nur bei zwei Mitgliedern der MMP-Familie selektiv – MMP2 und 9 – und sie hefteten sich eng an die Mäuse- und die menschliche Version dieser Enzyme an.</p>
<p>Bei einem Versuch mit der Simulation einer dem Morbus Crohn ähnelnden Krankheit wurden die Symptome verhindert, wenn die Mäuse mit den o.g. Metallokörpern behandelt wurden. </p>
<p>&#8220;Wir freuten uns nicht nur über das Potenzial dieser Methode zur Behandlung von Morbus Crohn,&#8221; sagt Sagi, &#8220;sondern über das Potenzial dieses Ansatzes zur Erforschung neuer Behandlungsformen für viele andere Krankheiten.&#8221; Yeda, der technologische Zweig des Weizmann Instituts hat einen Patentantrag für die synthetischen Immunisierungsmoleküle und für die Metallokörper eingereicht.</p>
<p><span style="font-size: xx-small;">Weizman Institut, 26.12.11, Newsletter der Botschaft des Staates Israel</span></p>
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		<title>Keine Empathie unter Studenten mehr: Wirtschaftskrise fördert Ellbogengesellschaft</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 14:44:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie allg.]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Untersuchung]]></category>

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		<description><![CDATA[Studenten zeigen deutlich weniger Empathie als noch vor 20 oder 30 Jahren. Zu diesem Schluss kommt eine Meta-Studie unter insgesamt 14.000 College-Studentenin den USA. Verglichen wurden dabei Daten zwischen 1979 und 2009. &#8220;Den größten Abfall von Empathie konnten wir nach dem Jahr 2000 feststellen&#8221;, schreibt Sara Konrath, Forscherin am Institute of Social Research der University of Michigan&#8230; pte &#8211; umich.edu &#8211; Präsentiert wurde das Forschungsergebnis beim jährlichen Treffen der Association for Psychological Science in Boston. Verglichen mit den Studenten der späten 70er-Jahre stimmen heute Studierende Sätzen wie &#8220;Manchmal versuche ich meine Freunde besser zu verstehen, indem ich mir vorstelle, wie Dinge aus ihrer Perspektive betrachtet aussehen&#8221; deutlich seltener zu. Auch fehle es an Gefühlen für Menschen, die ärmer oder weniger begütet sind, geben die Studenten zu. Aus dieser Geisteshaltung sehen viele Menschen die heutigen Jugendlichen als &#8220;Generation Me&#8221;, die sich durch Attribute wie egozentrisch, ich-bezogen, narzisstisch, individuell und überzeugt auszeichnen. Leistungsgesellschaft fördert Egoismus &#8220;Da die heutige Gesellschaft eine Leistungsgesellschaft ist, wird schon sehr früh Wert darauf gelegt, wie man am besten durchkommt und Karriere macht&#8221;, meint die Psychologin Caroline Erb gegenüber pressetext. Der Druck auf jeden Einzelnen steige, weil jeder das Ziel erreichen will &#8211; notwendigerweise auch ohne Rücksicht auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Studenten zeigen deutlich weniger Empathie als noch vor 20 oder 30 Jahren. Zu diesem Schluss kommt eine Meta-Studie unter insgesamt 14.000 College-Studentenin den USA. Verglichen wurden dabei Daten zwischen 1979 und 2009. &#8220;Den größten Abfall von Empathie konnten wir nach dem Jahr 2000 feststellen&#8221;, schreibt Sara Konrath, Forscherin am Institute of Social Research der University of Michigan&#8230;<span id="more-2913"></span></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; <a href="http://www.umich.edu">umich.edu</a> &#8211; Präsentiert wurde das Forschungsergebnis beim jährlichen Treffen der Association for Psychological Science in Boston. Verglichen mit den Studenten der späten 70er-Jahre stimmen heute Studierende Sätzen wie &#8220;Manchmal versuche ich meine Freunde besser zu verstehen, indem ich mir vorstelle, wie Dinge aus ihrer Perspektive betrachtet aussehen&#8221; deutlich seltener zu. Auch fehle es an Gefühlen für Menschen, die ärmer oder weniger begütet sind, geben die Studenten zu. Aus dieser Geisteshaltung sehen viele Menschen die heutigen Jugendlichen als &#8220;Generation Me&#8221;, die sich durch Attribute wie egozentrisch, ich-bezogen, narzisstisch, individuell und überzeugt auszeichnen.</p>
<p><strong>Leistungsgesellschaft fördert Egoismus</strong></p>
<p>&#8220;Da die heutige Gesellschaft eine Leistungsgesellschaft ist, wird schon sehr früh Wert darauf gelegt, wie man am besten durchkommt und Karriere macht&#8221;, meint die Psychologin Caroline Erb gegenüber pressetext. Der Druck auf jeden Einzelnen steige, weil jeder das Ziel erreichen will &#8211; notwendigerweise auch ohne Rücksicht auf Verluste. &#8220;Massenuniversitäten fördern die Angst, ein anderer könnte einem den Job vor der Nase wegschnappen.&#8221;</p>
<p>&#8220;Diese Situation macht Menschen unzufriedener und geht zu Lasten des allgemeinen Wohlfühlfaktors&#8221;, so Erb. Gerade am Anfang der Studienzeit suche man nach Rückhalt bei Kommilitonen. &#8220;Der große Druck sorgt jedoch dafür, dass jeder in erster Linie auf sich selbst schaut als auf die anderen.&#8221;</p>
<p><strong>Egoismus im Berufsleben als Unzufriedenheitsfaktor</strong></p>
<p>&#8220;Diese Geisteshaltung, dass jeder nur für sich selbst ist, schafft auch im Berufsleben ein deutliches Unwohlsein&#8221;, sieht Erb. Das führe dazu, dass die Unzufriedenheit wachse und man einfach nicht mehr gerne zur Arbeit geht. &#8220;Offensichtlich zählt es mehr, ob man etwas am Konto hat, als die Frage nach Werten und Idealen&#8221;, meint Erb. &#8220;Es besteht die ernstzunehmende Gefahr, dass wir immer mehr zu einer Ellbogengesellschaft werden.&#8221;</p>
<p>&#8220;Empathie muss von Kindheit an gelernt werden&#8221;, bestätigt die Psychologin, die unter anderem auch für die Partnerplattform Parship.com arbeitet. Empathie mit einem anderen Menschen bedeutet, sich in dessen Lage zu versetzen und mit ihm mitzufühlen, sich darüber klar zu werden, was der andere fühlt oder fühlen könnte. Dazu ist es allerdings auch notwendig, die eigenen Gefühle zu erkennen und angemessen zu reagieren.</p>
<p><strong>Ältere Generation war nicht besser</strong></p>
<p>Eine <a href="http://www.pressetext.com/news/100318023/">Studie</a> an mehr als 450.000 Mittelschulabgängern verschiedener Jahrgänge hat gezeigt, dass die heutige Jugend nicht selbstbezogener war als ihre Eltern es damals waren. Was sich jedoch in den vergangenen 30 Jahren deutlich veränderte, war der Einfluss der Massenmedien und der Video-Games. Zudem spielen auch immer mehr soziale Netzwerke eine Rolle. &#8220;Wenn es auch so einfach ist, online mit Menschen in Kontakt zu treten, ist es auch leicht diese beim Auftreten von Problemen einfach zu ignorieren oder wegzuschalten. Dieses Verhalten könnte auch einen Einfluss auf das tägliche Leben in der Realität haben&#8221;, meint Studien-Koautor Edward O&#8217;Brien. Vorhergehende Untersuchungen haben gezeigt, dass College-Studenten Suchtverhalten bei der Nutzung von sozialen Medienplattformen zeigten.</p>
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		<title>Biografie: Anna Halprin</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 14:40:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Ende der 1930er Jahre ist der Tanz ein wichtiges Element der vielseitigen Karriere von Anna Halprin. Immer wieder hat sie revolutionäre Richtungen für diese Kunstform entwickelt und dabei andere Choreografen dazu inspiriert, den modernen Tanz in neue Dimensionen zu führen. Für James Roose Evans, den Autor von Experimental Theatre, zählt Anna zu den wichtigsten Theaterkünstlern des 20. Jahrhunderts&#8230; 1955 gründete Anna den bahnbrechenden San Francisco Dancer’s Workshop und 1978 gemeinsam mit ihrer Tochter Daria Halprin das Tamalpa Institute. Einige ihrer Schüler sind Meredith Monk, Trisha Brown, Yvonne Rainer, Simone Forti, Ruth Emmerson und Sally Gross, von denen sich einige in der progressiven und experimentellen Judson Church Group engagieren. Im Laufe der Jahre hat ihr berühmter, in Kalifornien unter freiem Himmel liegender Tanzboden zahlreichen Tänzern und Choreografen, darunter Merce Cunningham, Eiko &#38; Koma und Min Tanaka, sowie Komponisten wie John Cage, Luciano Berio, Terry Riley, LeMonte Young und Morton Subotnick oder visuellen Künstlern wie Robert Morris und Robert Whiteman, Dichtern wie Richard Brautigan, James Broughton und Michael McClure und zahllosen anderen als eine experimentelle Heimat gedient. Anna Halprin zählt zu den frühen Pionieren der Expressive Arts- Heilungsbewegung. Sie hat zahllose kollaborative Tanzprogramme mit unheilbar kranken Patienten durchgeführt und ist seit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Ende der 1930er Jahre ist der Tanz ein wichtiges Element der vielseitigen Karriere von Anna Halprin. Immer wieder hat sie revolutionäre Richtungen für diese Kunstform entwickelt und dabei andere Choreografen dazu inspiriert, den modernen Tanz in neue Dimensionen zu führen. Für James Roose Evans, den Autor von Experimental Theatre, zählt Anna zu den wichtigsten Theaterkünstlern des 20. Jahrhunderts&#8230;<span id="more-3742"></span></p>
<p>1955 gründete Anna den bahnbrechenden San Francisco Dancer’s Workshop und 1978 gemeinsam mit ihrer Tochter Daria Halprin das Tamalpa Institute.</p>
<p>Einige ihrer Schüler sind Meredith Monk, Trisha Brown, Yvonne Rainer, Simone Forti, Ruth Emmerson und Sally Gross, von denen sich einige in der progressiven und experimentellen Judson Church Group engagieren. Im Laufe der Jahre hat ihr berühmter, in Kalifornien unter freiem Himmel liegender Tanzboden zahlreichen Tänzern und Choreografen, darunter Merce Cunningham, Eiko &amp; Koma und Min Tanaka, sowie Komponisten wie John Cage, Luciano Berio, Terry Riley, LeMonte Young und Morton Subotnick oder visuellen Künstlern wie Robert Morris und Robert Whiteman, Dichtern wie Richard Brautigan, James Broughton und Michael McClure und zahllosen anderen als eine experimentelle Heimat gedient.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2012/01/anna-halprin-2/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Anna Halprin zählt zu den frühen Pionieren der <strong>Expressive Arts- Heilungsbewegung</strong>. Sie hat zahllose kollaborative Tanzprogramme mit unheilbar kranken Patienten durchgeführt und ist seit langem davon über- zeugt, dass eine <strong>Verbindung zwischen der Bewegung und der Heilkraft des Tanzes</strong> besteht. Neben dem Tanz sowie Innovationen am Theater hat Halprin sich außerdem zahlreichen sozialen Themen gewidmet. In den letzten zehn Jahren hat sie mit „Circle the Earth“ ein zeitgenössisches Tanzritual in Städten und Gemeinden geleitet, mit dem reale Themen angesprochen werden, mit denen sich die teilnehmenden Gemeinden auf der ganzen Welt konfrontiert sehen. Ihr „Planetary Dance: A Prayer for Peace“, ein Gebet um Frieden zwischen den verschiedenen Völkern der Erde, wurde in Berlin bei einer Veranstaltung anlässlich des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des Potsdamer Vertrags, der den Zweiten Weltkrieg beendete, unter Mitwirkung von 400 Teilnehmern aufgeführt.<br />
1995 wurde sie von Michael Gorbatschow gebeten, eine Invokation beim State of the World Forum in Kalifornien aufzuführen.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2012/01/anna-halprin-2/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Anna Halprin hat neue Richtungen für den Tanz gefunden und ist diesen Pfaden mutig in unbekannte Gebiete gefolgt, stets dazu bereit, ihre Arbeit dem jeweiligen Moment anzupassen – eine Philosophie, die zu einer umfassenden Neudefinition des Tanzes geführt hat.</p>
<blockquote><p><em>Anna Halprin:</em><br />
<em> „Ich glaube, wenn mehr von uns in einer auf direkten Erfahrungen beruhenden Weise mit der Natur in Kontakt treten könnten, würde dies die Art, wie wir mit unserer Umwelt, uns selbst und anderen umgehen, verändern.“</em></p></blockquote>
<p><strong>[<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/B0042SFNNU">DVD BESTELLEN?</a>]</strong></p>
<p>Halprin hat 150 komplette Tanzwerke für das Theater geschaffen, die ausführlich in Büchern sowie auf Fotos und Film dokumentiert sind. Sie hat zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhalten, einschließlich einer Auszeichnung für ihr Lebenswerk als Choreografin des American Dance Festivals. Sie hat drei Bücher geschrieben, Videos über ihre Arbeit veröffentlicht und verschiedene Ehrungen von der Nationalen Kunststiftung der USA, der Guggenheim Foundation, dem American Dance Guild und vielen anderen verliehen bekommen. 1997 wurde Anna Halprin vom American Dance Festival mit dem Samuel H. Scripps Award for Lifetime Achievement „America’s Irreplaceable Dance Treasures“ aufgenommen.</p>
<blockquote><p><em>Anna Halprin:</em><br />
<em> „Ich empfinde eine beständige Liebe zum Tanz und zu seiner Fähigkeit, zu lehren, zu inspirieren, zu heilen und zu transformieren. Mein Leben lang habe ich mit Leidenschaft und Hingabe die Natur des Tanzes und die Frage erforscht, warum er als Lebenskraft so wichtig ist. Ich finde es außerordentlich spannend, meine tiefe Liebe zum Tanz mit ganz normalen und sehr unterschiedlichen Menschen zu teilen. Ihre einzigartige Kreativität inspiriert mich dazu, Tänze zu entwickeln, die aus unserem Leben heraus entstehen. Ich möchte Leben und Kunst ineinander verflechten, damit unser Leben sich so vertieft wie unsere Kunst wächst und unsere Kunst so wächst wie unser Leben sich vertieft.“</em></p></blockquote>
<p>Anna Halprin setzt ihre revolutionäre Arbeit bei der Erkundung der Schönheit des alternden Körpers und seiner Beziehung zur Natur fort. Zu ihren jüngsten Arbeiten zählt das preisgekrönte Video „Returning Home“.</p>
<p>Im September 2004 führte sie das konfrontative „Intensive Care: Reflections on Death and Dying“ beim Festival D’Automne in Paris auf.</p>
<p><em>Jom Kipur / Schofar</em></p>
<p><iframe width="456" height="257" src="http://www.youtube.com/embed/-uqaDMmXMcA?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>2005 entwickelte Anna eine auf Film festgehaltene Performance mit dem Titel „Seniors Rocking“. 2006 zeigte das Museum of Contemporary Art eine umfassende Ausstellung über ihr Lebenswerk.<br />
Auch im hohen Alter von fast 90 Jahren tritt Anna Halprin weiter auf, reist und unterrichtet mit Leidenschaft. Sie kostet dabei jeden Augenblick ihres Lebens aus, getreu ihrem Motto: „<strong>Altern ist wie eine Erleuchtung mit vorgehaltener Pistole</strong>“.</p>
<p><iframe width="456" height="342" src="http://www.youtube.com/embed/_1bnEpgSzn0?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><strong>[<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/B0042SFNNU">DVD BESTELLEN?</a>]</strong></p>
<blockquote><p><em>Anna Halprin:</em><br />
<em>„Während ich auf der Bank mit Blick über meinen Tanzboden sitze, entsteht eine Flut von Fragen. Was kommt jetzt? Wohin gehe ich? Wie sieht meine Arbeit heute aus, wo ich siebenundachtzig bin? Was tun alte Menschen in anderen Kulturen? Die Jugend lehren, Kranke heilen, sich um das Land kümmern, Rituale abhalten, mit den Ahnen sprechen und die Familie erhalten. Ich führe alle diese Aufgaben aus und rufe die Geister, wo immer sie sein mögen, was immer das bedeuten mag, und in welcher Form sie sich auch zeigen mögen, um mir weiter den Weg zu weisen in dieser Evolution des Tanzes, der ich mein Leben gewidmet habe. Ich glaube weiterhin an das strahlende Potenzial, das durch all diese Arbeit freigesetzt wird, in seiner Entwicklung von der Rebellion über Entfaltung bis hin zur Gemeinschaft, zum Heilen und wieder zurück zur Natur.“</em></p></blockquote>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2012/01/anna-halprin-2/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Anna Halprin: Den Atem sichtbar machen</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 14:04:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Musiktherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>
		<category><![CDATA[Tanztherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit mehr als sieben Jahrzehnten stellt sich die mittlerweile fast neunzigjährige Anna Halprin die Frage: Was ist Tanz? Ihre Suche nach einer Antwort hat in den USA eine Ära der Experimente in Theater, Musik, Happening und Performance-Kunst eingeleitet und den Tanz neu definiert&#8230; BREATH MADE VISIBLE Ein Film von Ruedi Gerber Dokumentation über die amerikanische Tanzpionierin Anna Halprin, die seit über 70 Jahren auf den Bühnen dieser Welt steht. Zusammen mit ihrem Mann, dem renommierten Landschaftsarchitekten Lawrence Halprin (Roosevelt Memorial), entwickelte sie neues Gedankengut, das Generationen von Künstlern beeinflusst hat. BREATH MADE VISIBLE ist ein bewegendes Filmporträt über Anna Halprin, der Tanzpionierin aus den USA, die inzwischen über 90 Jahre als ist. Ein Leben in Tänzen In eindringlichen Bildern und Zeugnissen wird das Leben und Werk dieser Tanz- und Performance-Ikone porträtiert, die ihre Kunst und ihr Leben untrennbar miteinander verschmolzen hat. Die Dokumentation des schweizerischen Filmemacher Ruedi Gerber verbindet neue Interviews und Bühnenauftritte mit frühen Performances von Anna Halprin. Bisher unveröffentlichtes Archivmaterial eröffnet zudem Einblicke in die Geschichte der gesellschaftlich engagierten Tanzkunst Nordamerikas. Anna Halprin fragt: „Was ist das wichtigste im Leben?“ Sie macht uns in ihrem hohen Alter Mut und zeigt, wie uns die ungebrochene Kraft des Tanzes nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit mehr als sieben Jahrzehnten stellt sich die mittlerweile fast neunzigjährige Anna Halprin die Frage: Was ist Tanz? Ihre Suche nach einer Antwort hat in den USA eine Ära der Experimente in Theater, Musik, Happening und Performance-Kunst eingeleitet und den Tanz neu definiert&#8230;<span id="more-3644"></span></p>
<p><a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/B0042SFNNU"><span style="font-size: medium;"><strong>BREATH MADE VISIBLE</strong></span></a><br />
Ein Film von Ruedi Gerber</p>
<p><strong></strong>Dokumentation über die amerikanische Tanzpionierin Anna Halprin, die seit über 70 Jahren auf den Bühnen dieser Welt steht.</p>
<p>Zusammen mit ihrem Mann, dem renommierten Landschaftsarchitekten Lawrence Halprin (Roosevelt Memorial), entwickelte sie neues Gedankengut, das Generationen von Künstlern beeinflusst hat. BREATH MADE VISIBLE ist ein bewegendes Filmporträt über Anna Halprin, der Tanzpionierin aus den USA, die inzwischen über 90 Jahre als ist.</p>
<p><strong>Ein Leben in Tänzen</strong></p>
<p>In eindringlichen Bildern und Zeugnissen wird das Leben und Werk dieser Tanz- und Performance-Ikone porträtiert, die ihre Kunst und ihr Leben untrennbar miteinander verschmolzen hat. Die Dokumentation des schweizerischen Filmemacher Ruedi Gerber verbindet neue Interviews und Bühnenauftritte mit frühen Performances von Anna Halprin. Bisher unveröffentlichtes Archivmaterial eröffnet zudem Einblicke in die Geschichte der gesellschaftlich engagierten Tanzkunst Nordamerikas.</p>
<p>Anna Halprin fragt: „Was ist das wichtigste im Leben?“<br />
Sie macht uns in ihrem hohen Alter Mut und zeigt, wie uns die ungebrochene Kraft des Tanzes nicht nur helfen kann, mit unserem Leben umzugehen, sondern es auch zu transformieren und uns dabei im 21. Jahrhundert treu zu bleiben.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2012/01/anna-halprin/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Merce Cunningham bezeichnet sie als Prophetin und Philosophin und ihre Tochter Daria Halprin, die als Schauspielerin auch in Antonionis Meisterwerk „Zabriskie Point“ zu sehen war, wirft einen kritischen Blick auf die wilden Workshops der 1960er Jahre. Der Film führt von Halprins ersten komischen Tänzen und experimentellen Performances auf einem Tanzboden unter kalifornischen Mammutbäumen über ihre Aufsehen erregenden Tourneen in Europa, ihren Rückzug von der Bühne wegen Krankheit, bis zur triumphalen Rückkehr auf die Bühne.</p>
<p><strong>[<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/B0042SFNNU">DVD BESTELLEN?</a>]</strong></p>
<p>Halprin betrachtet den Tanz als Antwort auf die Kräfte unseres sozialen und natürlichen Umfelds. Improvisation und Experiment sind ihr die wichtigsten Mittel des kreativen Ausdrucks. Früh verbindet Halprin in ihren Choreografien alltägliche Gesten und Bewegungen mit persönlichen Geschichten. Ihre Bühne waren und sind der Ozean, ein Fahrrad, eine Küche. Unvergesslich zum Beispiel, wie sie sich an der Pazifikküste mit 82 Jahren den Wellen hingibt und daraus eine Performance kreiert.<br />
Bereits in den 1950er Jahren gründet sie den später weltberühmten San Francisco Dancers Workshop. Ihre Truppe, zu der John Graham und A.A. Leath gehörten, macht Furore in Schweden und die Nacktheit als neues Ausdrucksmittel provoziert Skandale in den USA. In dieser Zeit arbeitet Anna Halprin zusammen mit Musikern wie John Cage, La Monte Young, Terry Riley and Morton Subotnick. Sie inspirieren sich gegenseitig. Die Truppe schwingt sich von Dächern, tanzt in der „La Fenice“ in Venedig (Musik: Luciano Berio) und balanciert auf dem Gerüst eines Frachthangars am Flughafen von San Francisco. In den späten 1960er Jahren gründet Halprin dann die erste multikulturelle Company – Schwarz und Weiß finden sich im Tanz.</p>
<blockquote><p><em>„Before I had cancer I lived my life for my art, after I had cancer I lived my art for my life“.</em></p></blockquote>
<p>Mit fünfzig Jahren erkrankt Anna Halprin schwer. Sie sagt, sie habe sich den Weg zur Heilung frei getanzt. Von der Bühne verabschiedet sie sich für längere Zeit. Tanz wird für Halprin Mittel zur Heilung. Sie beginnt als Lehrerin mit Krebs- und Aidskranken zu arbeiten und später mit älteren Menschen. Bis plötzlich ihr Ehemann Lawrence Halprin erkrankt. Die Besuche an seinem Krankenbett inspirieren sie 2004 zur Choreografie „Intensive Care“: Halprin, nun über 80, kehrt mit großem Erfolg auf die Bühne zurück! In den folgenden Jahren tritt sie in Paris, San Francisco und Washington auf, und in New York ruft sie im großen Joyce Theater während ihres 15-minütigen Solo ins Publikum: „Es sind noch so viele Tänze zu machen!“</p>
<p><strong>Was sagt der Regisseur?</strong></p>
<p>BREATH MADE VISIBLE ist ein Film über die höchst lebendige Legende Anna Halprin, eine der einflussreichsten, jedoch viel zu wenig bekannten Größen des modernen Tanzes. BREATH MADE VISIBLE ist mehr als ein Film über Tanz: ein Film über das Leben an sich, darüber, was uns wirklich wichtig ist und wie wir heute mit dem Leben umgehen. Im Zentrum geht es um unsere Werte und darum, wie wir authentisch bleiben und uns im 21. Jahrhundert selbst erleben können.</p>
<p><strong>[<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/B0042SFNNU">DVD BESTELLEN?</a>]</strong></p>
<p>Als Leute, die Anna kannten, von meinem Filmprojekt erfuhren, waren Freude und Aufregung groß. Meine Absicht war es allerdings auch, einen Film für Leute zu machen, denen Anna gänzlich unbekannt ist. Ich wollte keinen biografischen Lehrfilm, sondern das Publikum wie bei einem Spielfilm emotional einbinden. Ich wollte die Zuschauer durch Annas charismatische Persönlichkeit unmittelbar berühren und das Publikum mitnehmen in ihr kreatives, in den Wäldern Nordkaliforniens verborgenes Leben. Dorthin, wo Anna gerne im Einklang mit der freien Natur arbeitet und von wo aus sie in die Welt hinaus geht, auf die großen Bühnen von New York, Venedig, Stockholm, Paris und Washington.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2012/01/anna-halprin/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>In ihren Darbietungen in der Natur der Westküste, in denen die Künstlerin ihre Seele öffnet und sich verletzlich zeigt, erfahren wir Anna umfassend – ihre humorvolle, freudige Art und ihre tiefe emotionale Zugänglichkeit. In ihren Interviews hingegen ist sie sehr bestimmt, getrieben von dem Wunsch, sich sehr klar und deutlich auszudrücken.<br />
Als unvergleichliche Tanzerzieherin bekannt, die den Tanz sogar als Mittel zur Heilung nutzt – manche nennen sie eine Schamanin –, ist sie in meinen Augen eine sehr ungewöhnliche Performancekünstlerin. Ich wollte sie von Anfang in meinem Film als solche präsentieren. Ihr Wissen und ihre Weisheit bezieht sie aus ihrer jahrzehntelangen Erfahrung mit Tanz und Performance. Später, im Schneideraum, wurde mir klar, dass ich mehr als genug faszinierendes Material beisammen hatte, um die Ge- schichte ihres Lebens anhand ihrer sehr berührenden Performances und Auftritte erzählen zu können.</p>
<p>Ich wollte Anna auf ihre einzigartige Weise durch ihr eigenes Leben tanzen lassen. In diesem Film wird der Tanz zum Vehikel, um das Leben selbst anzusprechen und all das, was im Leben wirklich wichtig ist. Tanz bringt Menschen zusammen, er schafft Gemeinschaft. Merce Cunningham sagt: „Anna ist eine Prophetin, eine Philosophin“.<br />
1982, als ich Anna kennen lernte, trat sie nicht mehr öffentlich auf. Sie war mit der Entwicklung von Tanz als Therapie und als Mittel zur Heilung beschäftigt und sollte damit der Welt der Kunst- und Tanztherapie entscheidende Impulse liefern. Ich selbst war damals Bühnenschauspieler am deutschen Staatstheater und betrachtete sie als eine Performancekünstlerin, die – mittels Bewegung – die Überschneidungen von Theater und Tanz mit dem gelebten Leben erforschte. Ich wiederum war schon immer leidenschaftlich am Umgang mit Echtzeit und authentischer Improvisation auf der Bühne interessiert. Schnell war ich von Anna gefesselt. Während einige meiner Freunde ihr in den 1980er Jahren das Etikett New Age verpassten, nahm ich eher wahr, wie sie die Grenzen des Theaters erweiterte und ihrer Zeit weit voraus war. Sie hatte die Fähigkeit, die Kreativität anderer Menschen freizusetzen. Schließlich beeinflusste mich dies ein paar Jahre später bei meinem Entschluss, Filmemacher zu werden und so weiterhin mit Fiktion und Wirklichkeit zu spielen.</p>
<p>In den nächsten zwanzig Jahren hatten Anna und ich nur losen Kontakt, bis zum Februar 2002, als ich es zu ihrer Show im Joyce Theater schaffte.<br />
Da war sie wieder und sogar die New York Times berichtete über sie! Es war unglaublich, mit über achtzig Jahren kehrte sie auf die Bühne und damit zu ihren Anfängen zurück! Für ihren Eröffnungsauftritt führte sie mit Iko und Komo ein Stück im Butoh-Stil auf. Danach folgte ein 15-minütiges Solo, in dem sie ihre Lebensgeschichte tanzte und erzählte. Im Laufe des Stücks bemerkte ich, dass manchen Zuschauern die Tränen kamen. Und plötzlich fühlte auch ich mich tief von dieser Frau berührt. In einer Welt von Posen und konkurrierenden Stilisierungen war die Präsenz von jemandem, den ich als ganz und gar authentisch empfand und dessen Botschaft universell war, eine erholsame Befreiung. Das Publikum spürte ihre Unmittelbarkeit, ihre direkte, auf ihrem Alltag beruhende Kunst (mit Wurzeln auch in der Pop-Art).<br />
Ich fragte mich, warum nicht mehr Leute außerhalb der Tanz- und Kunsttherapie-Welt sie kannten. Ihre Show weckte in mir den Wunsch, einen Film zu machen, der das Publikum so berühren würde, wie Annas Auftritte ihr Publikum berührten. Als ich von Anna erfuhr, dass niemand ihre Performance per Video aufgenommen hatte, organisierte ich schnell Aufnahmen für den letzten Abend. Es war zu spät, um eine Erlaubnis zum Dreh hinter den Seitenkulissen zu erhalten, aber wir konnten aus einer Ecke hinter dem Publikum filmen. Als mich Anna später einlud, im kommenden Sommer an ihrem Workshop teilzunehmen, zögerte ich. Ich hatte gerade meinen ersten Spielfilm fertig gestellt, „Heartbreak Hospital“, und fühlte mich nicht genügend in Form, um mit professionellen Tänzern aus Japan, Australien, Frankreich und verschiedenen Teilen der USA zu tanzen und zu performen.<br />
Schließlich nahm ich aber ihre Einladung an. Da ich eine einzigartige Gelegenheit kommen sah, nahm ich eine Filmkamera mit.</p>
<p>Unglücklicherweise hatten einige wenige Workshop-Teilnehmer etwas gegen die Anwesenheit der Kamera. „Dies ist ein Laboratorium, wo wir uns völlig frei fühlen sollten“, sagten sie. Anna versuchte sie umzustimmen, aber schlussendlich mussten wir den Wunsch derjenigen respektieren, die lieber nicht gefilmt werden wollten. Wieder trat ich in die Falle und verwechselte Leben und Kunst, gleichzeitig entschied ich aber für mich, dass der Film genau dieser Überschneidung dicht folgen würde.<br />
Annas Workshop in den frühen 1980er Jahren, der in einem Wald mit Mammutbäumen sowie am Strand von Nordkalifornien stattfand, erwies sich als Erfahrung, die mir zwanzig Jahre später die Augen öffnen sollte.<br />
Ich realisierte, wie sie ihre Vision im Umgang mit Bewegung und Performance schärfte, um authentische persönliche Erfahrungen mit ihrer Kunst zu kommunizieren und universell zu machen. Am Ende des Workshops von 2004 fragte ich Anna, ob sie mir erlauben würde, einen Film über ihr Leben zu machen. „Okay“, sagte sie, „aber du musst dich beeilen, ich bin schon 83!“ Ein paar Monate später schickte ich ihr eine formelle Vereinbarung und war überrascht, als sie nicht unterschreiben wollte. Ein französischer Journalist verfolgte wegen eines Theater- und Tanzfestivals im Centre Pompidou in Paris bereits ein ähnliches Projekt.<br />
Enttäuscht gab ich die Idee auf.</p>
<p>2005 kehrte ich nach San Francisco zurück, um an Annas jährlichem Workshop teilzunehmen. In diesem Sommer fragte mich Anna, ob ich mit ihr zusammen an einem Film mit dem Titel „Seniors Rocking“ arbeiten wolle. Es ging um ein Tanzstück, das sie kreiert hatte, um älteren Menschen zu helfen, ihre Klischeevorstellungen vom Älterwerden zu überwinden. Sie wollte mir das Exklusivrecht zum Filmen dieser Performance mit 50 Teilnehmern im Alter zwischen 65 und 100 geben, die in Schaukelstühlen bei einer Lagune auftreten sollten. Ihr Konzept für den Film war es, die Performance um die persönlichen Geschichten der Teilnehmer zu erweitern und so der Frage nachzugehen: Was ist das Wichtigste im Leben? Sie suchte nach Geschichten, die von Herzen kamen, und Botschaften, welche die Teilnehmer ihren Kindern, Enkeln und Freunden hinterlassen wollten.<br />
Da ich Anna inzwischen bereits gut kannte und wusste, wie sie eine persönliche Frage in ein großes Ereignis zu verwandeln vermag, machte ich sie darauf aufmerksam, dass dieses Projekt auch ihr Vermächtnis berühre; erneut kündigte ich mein Interesse an, ihr Leben zu dokumentieren. Anna überlegte einen Moment, dann plötzlich lud sie mich und meine Kamera zu sich nach Hause ein. Sie erklärte sich nicht nur dazu bereit, mir Zugang zu ihrer Vergangenheit und ihrem Werk zu gewähren, sondern auch, dass ich ihren Mann, den bekannten Architekten Lawrence Halprin, in das Projekt mit einbeziehe. Seit jenem Nachmittag, als Anna mich in ihrer Küche willkommen hieß, hat sie mir eine Tür ihres Lebens nach der anderen geöffnet. Dies führte dazu, dass ich nicht nur „Seniors Rocking“, sondern auch alle ihre wichtigen Shows, Vorlesungen und Workshops, ihre Performances in San Francisco, ihre Arbeit in der Natur, ihre verschiedenen Unterrichtsklassen, ihr jüngstes Werk „Rodin“, sowie den 90. Geburtstag ihres Mannes und ihre Arztbesuche mit einbeziehen konnte! Ich entdeckte, wie verflochten Annas persönliches Leben mit ihrem Leben als Künstlerin tatsächlich war. „Es besteht keine wirkliche Trennung“, wie eine ihrer Töchter ironisch erklärt. Anna Halprin pflegt, was sie als Leben- Kunst-Prozess bezeichnet, und integriert die Auf und Abs in ihrem Leben kontinuierlich in ihre kreative Arbeit. Im letzten Stadium ihres Lebens beschäftigt sie sich heute mit den Themen Altern und Tod. In „Intensive Care“ schafft sie es, die Furcht vor dem Tod ihres Mannes mit ihrer eigenen Angst vor dem Tod in eine kraftvolle und zugleich universell gültige Choreografie umzusetzen. Mit 85 Jahren spielt sie am Ende des Stücks ihren eigenen Tod. Damit kreiert sie nicht nur einen unvergesslichen, visuellen Höhepunkt des Stücks (wie auch unseres Films), sondern macht uns zugleich bewusst, dass wir nicht wegschauen dürfen – vor allem nicht vor uns selbst.</p>
<p>Anna Halprin ist eine leidenschaftliche, besessene Künstlerin, die ihr ganzes Leben in ihre Kunst und ihre ganze Kunst in ihr Leben verpackt.</p>
<p>Mit ihren Performances fragt Anna auch nach der wahren Bedeutung des Lebens. Wie kann Kunst uns helfen, mit dem Leben zurechtzukommen? Warum machen wir Kunst? In einem späten Interview sagte Anna, sie hoffe, es werde ihr Vermächtnis sein, den Tanz neu definiert zu haben. Diese Neudefinition schaffen nicht nur junge Körper auf der Bühne, nein, sie vollzieht sich in jedem Alter und potenziell überall.<br />
Das Ergebnis ist ein Film, der nicht nur Annas einzigartige Geschichte von ihren wegweisenden Performances der 1950er- und 1960er Jahre bis zu ihren aktuellen Soloperformances vor uns entfaltet, sondern auch erzählt, wie ihr Leben und Werk die wahre Bedeutung von Tanz illustrieren sowie dessen Macht, uns zu helfen, nicht nur unser Leben zu bewältigen, sondern es auch zu verändern und uns selbst dabei treu zu bleiben.</p>
<p><em>Ruedi Gerber hat bereits verschiedene preisgekrönte Dokumentarfilme gedreht, darunter: „Meta-Mecano“ (1997), ein Film über Jean Tinguelys und Niki de Saint Phalles Einzug in das von Mario Botta gebaute Tinguely Museum, „Living with the Spill“, eine Dokumentation über die Ölpest vor der Küste Alaskas für den Britischen Sender Channel 4.</em><br />
<em> Darüber hinaus hat Ruedi Gerber bei einer Anzahl preisgekrönter Kurzspielfilme Regie geführt: „Café Mecanique“, eine traumähnliche Geschichte über die abendliche Begegnung zwischen einem Mann und einer Frau zur Musik von Carla Bley, und „Midnight Barbeque“, eine im Thriller-Stil gehaltene Parodie auf William Burroughs an Wilhelm Tell erinnernde wahre Lebensgeschichte. „Communication At Your Workplace“ war eine preisgekrönte Auftragsserie von kurzen Comedy-Filmen zum Thema Misskommunikation.</em></p>
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