Klinische Pharmakologie / Psychopharmakologie

 
 

 
 

Begriffe und Definitionen:
Pharmacon

Die Lehre vom Arzneistoff (pharmacon) und seiner Wirkung (pharmacy und pharmacology) befasst sich mit zahlreichen Untergebieten.

Ein Arzneistoff (griechisch pharmacon) ist ein Wirkstoff, der im oder am menschlichen oder tierischen Körper zur Heilung, Linderung, Verhütung oder Erkennung von Krankheiten dient.

Ein Arzneistoff ist in Kombination mit einem oder mehreren Hilfsstoffen ein Bestandteil eines Arzneimittels. Arzneistoffe (z.B. Acetylsalicylsäure) sind dabei diejenigen Bestandteile eines Arzneimittels (eine Aspirin- oder ASS-Tablette), die die Ursache für dessen Wirksamkeit sind.

Neben natürlich vorkommenden Arzneistoffen (Naturstoffe) werden auch ihre partialsynthetischen Abkömmlinge und totalsynthetisch hergestellte chemische Arzneistoffe verwendet. Zunehmend gewinnen auch gentechnisch hergestellte Arzneistoffe an Bedeutung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Arzneistoff / Geschichte der Arzneimittel

Pharmaka (Wirkstoffe, Heilmittel, Gifte) können also auch als biologisch wirksame Dosen von Stoffen bezeichnet werden und werden durch Werturteil in Arzneimittel und Gifte unterteilt.

(1) Arzneimittel
(Heilmittel, Medikamente) sind Pharmaka, die zur Prophylaxe und Therapie von Krankheiten, Leiden, Körperschäden dienen bzw. die es ermöglichen, Funktionen des Organismus zu erkennen oder zu beeinflussen (Werturteil "Nützlichkeit").

(2) Gifte
(Schadstoffe, Toxika) sind Pharmaka, die Strukturen und Funktionen des menschlichen und tierischen Organismus schädigen (Werturteil "Schädlichkeit").

Biologische Wirkung ist die Summe aller durch eine definierte Menge eines Stoffes induzierten funktionellen und morphologischen Veränderungen des Ausgangszustandes eines biologischen Systems. Sie ist die Resultante des Zusammenwirkens der 3 Komponenten Stoff, Dosis und Biosystem. Mit Variation jedes Elements ändert sich auch der biologische Effekt. Jede der 3 Komponenten ist vom Milieu abhängig, vor allem Biosystem und Stoff.

Die Wirkung resultiert aus der Interaktion von Dosis, Substanz und biologischem System.

Substanzen (Stoffe) sind chemische Elemente und Verbindungen, die teils in reiner Form (Chemikalien), teils in Naturerzeugnissen (Drogen) vorkommen und durch die Gesamtheit ihrer chemischen und physikalischen Eigenschaften charakterisiert werden.
Zubereitungen (Mischungen, Lösungen, Destillate u. a.) sind Verarbeitungsprodukte dieser Stoffe. Im Handel befinden sich meist konfektionierte Präparate (Fertigpräparate).

Dosis ist die applizierte Menge eines Stoffes.

Biosysteme (biologische Systeme) sind Lebewesen oder deren intakte, funktionstüchtige Partialstrukturen.

Jedes Pharmakon bewirkt im Biosystem qualitative und quantitative Veränderungen. Dabei ist der Stoffcharakter eines Pharmakons für die Wirkungsqualität (= Wirkungsspektrum, -bild, -art, -palette), der Mengencharakter für seine Wirkungsstärke bestimmend.

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